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Berufsausbildung
Revierjäger / Revierjägerin

Wald- und wildgerechte Jagd – Eine Aufgabe für Profis!

Die Arbeitsbereiche einer Revierjägerin, eines Revierjäger erstecken sich von der Bewirtschaftung eines Jagdbetriebs über die Erhaltung und Anpassung von Wildbeständen an die landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnisse bis hin zur Pflege und Sicherung der Lebensgrundlagen des Wildes und Schutz der heimischen Tier- und Pflanzenwelt.

Ferner schaffen die Jägerinnen und Jäger einen Ausgleich zwischen den Ansprüchen der Gesellschaft, den Belangen des Umwelt- und Naturschutzes, den Interessen der Land- und Forstwirtschaft sowie den jagdlichen Anforderungen. Ein weiterer Bereich ist die Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeit bei wildbiologischen Forschungsprojekten.

Inhalt der Ausbildung

Der Auszubildende erwirbt Wissen und Fertigkeiten für die Bewirtschaftung eines Jagdbetriebes. Hierbei haben folgende Bereiche besondere Bedeutung:

  • Jagd- und Reviermanagement
  • Wildbewirtschaftung, Wildverwertung
  • Naturschutz, Ökologie
  • Waffenkunde, Jagdwaffen und Jagdgeräte
  • Fachbezogene Rechtskunde
  • Halten und Führen von Jagdhunden
  • Öffentlichkeitsarbeit, Wild- und Naturpädagogik

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung dauert drei Jahre. In Bayern werden bevorzugt Auszubildende eingestellt, die bereits einen Jagd- und Führerschein haben und deren Lehrzeit auf zwei Jahre verkürzt werden kann. Sie können mit einer Lehrzeitverkürzung rechnen, wenn Sie entweder
  • eine andere Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen haben ( je nach Prüfungsergebnis) oder
  • als schulische Vorbildung Fachhochschul- oder Hochschulreife nachweisen können oder
  • ein Berufsfachschuljahr erfolgreich abgeschlossen haben. Dies wird nur in Northeim/Niedersachsen angeboten.
Die Ausbildung findet im Ausbildungsbetrieb statt. Der Berufsschulunterricht wird in Blockform an der Berufsschule Traunstein angeboten. Ergänzend kommen überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen hinzu, z.B. mehrtägige Schulungen am Forstlichen Bildungszentrum Laubau sowie Veranstaltungen in einem der beiden bayerischen Nationalparke.

Ausbildungsbetriebe, Ausbildungsvertrag

In Bayern ist die Ausbildungsverkürzung auf zwei Jahre der Regelfall. Für die beiden Ausbildungsjahre schließen Sie mit dem Ausbildungsbetrieb einen Ausbildungsvertrag ab. Dieser Vertrag ist dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim zur Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse vorzulegen.

Adressen von anerkannten Ausbildungsbetrieben finden Sie in der Ausbildungsbetriebedatenbank. Dabei können Sie regional oder bayernweit suchen:

Prüfungen

Nach der Häflte der Ausbildungszeit findet zur Überprüfung des Leistungsstandes eine Zwischenprüfung statt. Die Berufsausbildung endet mit der Abschlussprüfung zum Revierjäger oder zur Revierjägerin. Hier werden die erworbenen Fertigkeiten praktisch durch den Prüfungsausschuss geprüft. Die schriftliche Prüfung wird an der Berufsschule Traunstein durchgeführt.

Fortbildung

Nach Abschluss der Berufsausbildung und einer zweijährigen Berufstätigkeit als Revierjäger/in kann die Meisterprüfung abgelegt werden.

Ansprechpartner

Alexander Krüg
AELF Rosenheim
Bahnhofstraße 2
83250 Marquartstein