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Fachschulen
Staatliche Höhere Landbauschule

Die Staatliche Höhere Landbauschule (HLS) ist eine der in Bayern angebotenen Fachschulen für den Agrarbereich. Sie kann in Triesdorf (Mittelfranken), Rotthalmünster (Niederbayern) oder Weiden-Almesbach (Oberpfalz) besucht werden.

Die drei HLS-Standorte

Ziel

Die Höhere Landbauschule baut auf den Lernzielen der dreisemestrigen Landwirtschaftsschule und dem in der Berufsausbildung erworbenem Wissen und Können auf. Ziel der Höhere Landbauschule ist es junge Landwirte zu kaufmännisch orientierten landwirtschaftlichen Unternehmern und für verwandte Tätigkeiten heranzubilden. Neben der Vermittlung von detaillierten produktionstechnischen Kenntnissen wird das Wissen in Finanz-, Rechts- und Managementfragen vertieft. Die fachlichen sowie die berufs- und arbeitspädagogischen Voraussetzungen für die Ausbildereignung nach dem Berufsbildungsgesetz sind Bestandteil des Abschlusses.

Dauer

Der Unterricht umfasst ein Schuljahr mit 40 Unterrichtswochen in Vollzeitform. Das Schuljahr beginnt Anfang Oktober und endet Ende Juli.

Aufnahmevoraussetzungen

Die Aufnahme in die Höhere Landbauschule setzt voraus:

  • die fachschulische Vorbildung "Staatlich geprüfte/r Wirtschafter/Wirtschafterin" (Landwirtschaftsschule)
  • die erfolgreiche Abschlussprüfung in einem landwirtschaftlichen Ausbildungsberuf
  • eine einschlägige Berufstätigkeit in der Landwirtschaft von mindestens einem Jahr

Gestaltung des Unterrichts

Von den Studierenden wird ein hohes Maß an Selbsttätigkeit und aktiver Mitarbeit gefordert. Erreicht wird dies durch einen studierendenorientierten Unterricht, insbesondere im Fach "Kommunikationstraining und Öffentlichkeitsarbeit". Die Bereiche Landtechnik, Tierzucht oder Pflanzenbau sind zu einem Schwerpunktfach "Produktion und Unternehmensführung" zusammengeführt. Einzelbetriebliche Fragestellungen werden dort fächerübergreifend in Seminarform behandelt und Lösungen an praktischen Beispielen erarbeitet. Betriebswirtschaftliche Themen und Rechtsfragen werden betont. Exkursionen, Lehrfahrten sowie Gastvorträge runden das Unterrichtsprogramm ab.

Während der Schulzeit ist eine Facharbeit anzufertigen. Der eigene oder elterliche Betrieb, eventuell auch ein Fremdbetrieb wird produktionstechnisch und betriebswirtschaftlich analysiert. Inhalt der Facharbeit ist die Beschreibung der Produktionsgrundlagen, die produktionstechnische und ökonomische Analyse des Ist-Betriebes (Errechnung von Gewinnreserven) sowie die Planung, Finanzierung und Beurteilung von einer oder mehreren Ziellösungen.

Abschluss

Studierende, die die Abschlussprüfung bestanden haben, sind berechtigt, die Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfte Agrarbetriebswirtin" oder "Staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt" zu führen.

Dieser Abschluss ist EU-weit anerkannt und in der Qualifikation und der tariflichen Einstufung mit den Abschlüssen anderer Branchen, wie "Betriebswirt des Handwerks, Bankbetriebswirt, Versicherungsbetriebswirt" vergleichbar.

Meisterprüfung im Zusammenhang mit dem Besuch der Höheren Landbauschule

Teile der Meisterprüfung können im Rahmen des Besuches der Höheren Landbauschule abgelegt werden, zum Beispiel die schriftliche Meisterarbeit und die Betriebsbeurteilung.

Förderungsmöglichkeiten

Der Schulbesuch ist schulgeld- und lernmittelfrei. Kosten entstehen für Arbeitsmaterial und Lehrfahrten sowie für Unterkunft und Verpflegung.

Im Zusammenhang mit dem Schulbesuch werden verschiedene Förderungsmöglichkeiten wie BAföG, Meister-BAföG, Stipendien der Landwirtschaftsschulen, Begabtenförderung berufliche Bildung angeboten. Über Einzelheiten wie Antragstellung, Fördervoraussetzungen und Förderhöhe erhalten Sie Auskunft an der Höheren Landbauschule.