Bienen auf Pollenwabe

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Tierische Erzeugung
Bienen

Rund 80 Prozent aller heimischen Nutz- und Wildpflanzen werden von Bienen bestäubt. Bienen sichern so die Erträge in der Landwirtschaft und damit unsere Ernährung.

Die Bienenhaltung geht europaweit zurück, insbesondere was den Bestand an Honigbienen anbelangt. Vor allem die Varroamilbe und veränderte Landnutzung belasten die Bienen. Bayern stellt mit rund 250.000 Bienenvölkern nach wie vor ein Drittel des deutschen Bienenvölkerbestands.

Aktuell
Fachtagung "Landnutzung und Imkerei – geht das zusammen?"

Mehr als 100 Bienenfachwarte und Bienensachverständige der bayerischen Imkerlandesverbände waren der Einladung des Landwirtschaftsministeriums gefolgt. Die Fachtagung "Landnutzung und Imkerei – geht das zusammen?" am 2. Februar bot die Gelegenheit, mit Spezialisten des Bayerischen Bauernverbandes, des Obst- und Gartenbaus sowie Vertretern des Landwirtschaftsressorts über bienenfreundliche Gestaltungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Fachtagung "Landnutzung und Imkerei – geht das zusammen?"

Wettbewerb: Imkernachwuchs betreuen und motivieren

Für vorbildliches Engagement in der Nachwuchsarbeit hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner am 25. Januar 2017 mehrere bayerische Imkerinnen und Imker ausgezeichnet: Die drei jeweils mit 1.000 Euro dotierten Preise überreichte er Maria und Anton Herzing aus Pegnitz (Lkr. Bayreuth), Ilona Munique und Reinhold Burger aus Bamberg sowie Walter Dürl aus Türkenfeld (Lkr. Fürstenfeldbruck). Darüber hinaus würdigte er sechs Ehrenpreisträger mit einer Urkunde.

Fotos der Preisträger und Informationen zum Wettbewerb

Das Foto zeigt Minister Helmut Brunner (3. v. r.) mit den Preisträgern Ilona Munique und Reinhold Burger, Walter Dürl sowie Maria und Anton Herzing (v.l.).

Das Foto zeigt Minister Helmut Brunner (3. v. r.) mit den Preisträgern Ilona Munique und Reinhold Burger, Walter Dürl sowie Maria und Anton Herzing (v. l.).

Fachzentrum Bienen: Beratung und Fortbildung

Flugbiene an Weißklee
Kompetente, kostenlose und flächendeckende Beratung und Fortbildung erhalten Imker vom Fachzentrum Bienen der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim. Ansprechpartner sind die staatlichen Fachberater in jedem Regierungsbezirk. An drei Standorten wird eine neutrale Prüfung von Bienenherkünften im Sinne des Bayerischen Tierzuchtgesetzes gewährleistet. Das ist in Deutschland einzigartig.

Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau - Fachzentrum Bienen
Video zur Spätsommerbehandlung gegen die Varroamilbe

Die im Jahresverlauf stark ansteigende Varroamilbenpopulation in den Bienenvölkern zu bekämpfen, ist eine imkerliche Pflicht. Häufig wird dazu Ameisensäure (60 %) verwendet. Diese organische Säure wird über Applikatoren verdunstet, um ihre akarizide Wirkung möglichst effektiv und bienenverträglich zu entfalten. Das Fachzentrum Bienen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau empfiehlt in einem aktuellen Kurzfilm den Einsatz eines ausgereiften Horizontalverdunsters.

Forschung und Analytik

An der LWG werden Untersuchungen und Monitoringprogramme zum Beispiel zu Bienengesundheit, Umwelteinflüssen und Betriebsweisen durchgeführt. In Kooperation mit dem Tiergesundheitsdienst Bayern e. V. bietet die LWG Untersuchungen auf Rückstände und Krankheitsursachen an.

Finanzielle Unterstützung

Um die zur Bestäubung zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen erforderliche Zahl an Bienenvölkern halten zu können, unterstützt Bayern die Imker mit verschiedenen Fördermaßnahmen. Damit soll erreicht werden, dass mehr Menschen Bienen halten, um die Bestäubung zu sichern. Wer Bienen hält, soll ihre Bedürfnisse kennen. Deshalb fördert der Staat die Fortbildung der Imker.

Die Gesamtzahl aller in den drei bayerischen Imkerlandesverbänden organisierten Mitglieder lag im Jahr 2007 bei rund 28.000. 2015 waren es über 33.000. Rund ein Drittel der neu registrierten Imker sind mittlerweile Frauen. Die Zahl der Bienenvölker ist mit ca. 250.000 nahezu gleich geblieben.

Imkerverbände

Blockweise im Freien aufgestellte Bienenbeuten
Bayerische Imkerinnen und Imker halten im Durchschnitt sieben Bienenvölker als Freizeitbeschäftigung beziehungsweise im Nebenerwerb.
Berufsimkerei im Vollerwerb ist hingegen nur wenigen spezialisierten Betrieben möglich. Sie finden eine berufsständische Vertretung in der Landesgruppe Bayern des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes.

Fachzentrum Bienen

  • Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau