Bienen auf Pollenwabe

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Tierische Erzeugung
Bienen

Rund 80 Prozent aller heimischen Nutz- und Wildpflanzen werden von Bienen bestäubt. Bienen sichern so die Erträge in der Landwirtschaft und damit unsere Ernährung.

Die Bienenhaltung geht europaweit zurück, insbesondere was den Bestand an Honigbienen anbelangt. Vor allem die Varroamilbe und veränderte Landnutzung belasten die Bienen. Bayern stellt mit rund 250.000 Bienenvölkern nach wie vor ein Drittel des deutschen Bienenvölkerbestands.

Aktuell
Prämierung der besten bayerischen Honige

Staatsminister und Schirmherr Helmut Brunner hat auf der 3. Bayerischen Honigmesse des Landesverbandes Bayerischer Imker am 6. November 2016 in Riedenburg die Auszeichnungen an die Preisträger der Honigprämierung übergeben. Insgesamt wurden 180 Honige mit jeweils einer Analyse ausgestellt, Honige der Spitzenplätze immer auch mit einer Rückstandsanalyse. In den verschiedenen Kategorien wurden jeweils Medaillen (Gold, Silber, Bronze) mit Urkunden verliehen. Honige mit voller Punktzahl erhielten einen 1a-Preis, wobei für den jeweils besten Honig einer Kategorie ein Stockmeißel mit Gravur vergeben wurde. Die Honigmesse findet jährlich an wechselnden Orten in Bayern statt.

Gruppenbild mit Minister Helmut Brunner, den Preisträgern der Honigprämierung, der bayerischen Honigkönigin und dem Bürgermeister der Stadt Riedenburg

Die Preisträger der Honigprämierung mit Staatsminister Helmut Brunner, der Bayerischen Honigkönigin Sabrina Moriggl und dem Bürgermeister der Stadt Riedenburg Siegfried Lösch.

Fachzentrum Bienen: Beratung und Fortbildung

Flugbiene an Weißklee
Kompetente, kostenlose und flächendeckende Beratung und Fortbildung erhalten Imker vom Fachzentrum Bienen der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim. Ansprechpartner sind die staatlichen Fachberater in jedem Regierungsbezirk. An drei Standorten wird eine neutrale Prüfung von Bienenherkünften im Sinne des Bayerischen Tierzuchtgesetzes gewährleistet. Das ist in Deutschland einzigartig.

Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau - Fachzentrum Bienen
Video zur Spätsommerbehandlung gegen die Varroamilbe

Die im Jahresverlauf stark ansteigende Varroamilbenpopulation in den Bienenvölkern zu bekämpfen, ist eine imkerliche Pflicht. Häufig wird dazu Ameisensäure (60 %) verwendet. Diese organische Säure wird über Applikatoren verdunstet, um ihre akarizide Wirkung möglichst effektiv und bienenverträglich zu entfalten. Das Fachzentrum Bienen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau empfiehlt in einem aktuellen Kurzfilm den Einsatz eines ausgereiften Horizontalverdunsters.

Forschung und Analytik

An der LWG werden Untersuchungen und Monitoringprogramme zum Beispiel zu Bienengesundheit, Umwelteinflüssen und Betriebsweisen durchgeführt. In Kooperation mit dem Tiergesundheitsdienst Bayern e. V. bietet die LWG Untersuchungen auf Rückstände und Krankheitsursachen an.

Finanzielle Unterstützung

Um die zur Bestäubung zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen erforderliche Zahl an Bienenvölkern halten zu können, unterstützt Bayern die Imker mit verschiedenen Fördermaßnahmen. Damit soll erreicht werden, dass mehr Menschen Bienen halten, um die Bestäubung zu sichern. Wer Bienen hält, soll ihre Bedürfnisse kennen. Deshalb fördert der Staat die Fortbildung der Imker.

Die Gesamtzahl aller in den drei bayerischen Imkerlandesverbänden organisierten Mitglieder lag im Jahr 2007 bei rund 28.000. 2015 waren es über 33.000. Rund ein Drittel der neu registrierten Imker sind mittlerweile Frauen. Die Zahl der Bienenvölker ist mit ca. 250.000 nahezu gleich geblieben.

Imkerverbände

Blockweise im Freien aufgestellte Bienenbeuten
Bayerische Imkerinnen und Imker halten im Durchschnitt sieben Bienenvölker als Freizeitbeschäftigung beziehungsweise im Nebenerwerb.
Berufsimkerei im Vollerwerb ist hingegen nur wenigen spezialisierten Betrieben möglich. Sie finden eine berufsständische Vertretung in der Landesgruppe Bayern des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes.

Fachzentrum Bienen

  • Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau