Henner Damke, mpanch/Fotolia.com

Förderwegweiser
Europäischer Meeres- und Fischereifonds (EMFF 2014 – 2020)

Abfischung am Forellenteich mit Zugnetz und Kescher

Auch in der aktuellen Förderperiode 2014 – 2020 gibt es die Möglichkeit, Zuschüsse für Investitionen in die Erwerbsfischerei zu beantragen. Grundlage ist der Europäische Meeres- und Fischereifonds (EMFF).

Mit dem EMFF 2014 – 2020 soll eine ökologisch nachhaltige, wettbewerbsfähige und innovative Aquakultur und Fischerei vor dem Hintergrund der Gemeinsamen Fischereipolitik gefördert werden. Ebenso soll die Entwicklung bestimmter, von Fischerei und Aquakultur besonders geprägter Gebiete, den sog. Fischwirtschaftsgebieten, gestärkt werden.

Ausführliche Informationen sind im "Merkblatt zur EMFF-Förderung 2014 – 2020" zu finden.
Voraussetzungen

Antragsberechtigt sind

  • Fischwirtschaftliche Betriebe (Nachweis über die erwerbsmäßige Teichwirtschaft/Fischerei ist vorzulegen.)
  • Unternehmen des Handels in der Be- und Verarbeitung von fischwirtschaftlichen Erzeugnissen
  • Verbände und Organisationen der Fischerei

Förderfähig sind Maßnahmen

  • im Aquakulturbereich (Teichwirtschaft), inkl. Direktvermarktung und Umstellung auf ökologische Aquakultur
  • der gewerbsmäßigen Binnenfischerei (Fluss- und Seenfischer), inkl. Direktvermarktung
  • in den sogenannten Fischwirtschaftsgebieten
  • zur Vermarktung von Fischen (neue Absatzmöglichkeiten, Verkaufsförderung)
  • zur Verarbeitung von Fischen
  • zur Umsetzung der Gemeinsamen Fischereipolitik

Förderung

  • Der Fördersatz beträgt in der Regel 50 %.
  • Bei Maßnahmen, die von öffentlichen Einrichtungen oder kollektiven Begünstigten durchgeführt werden, ist eine Erhöhung des Fördersatzes möglich.
  • Die Zuwendung ist begrenzt auf einen Gesamtzuschuss von max. 250.000 € je Zuwendungsempfänger. Diese Obergrenze kann im EMFF-Programm höchstens einmal ausgeschöpft werden.
  • Bagatellgrenzen sind zu beachten.
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind Antragsteller, die im Rahmen des Europäischen Fischereifonds (EFF) oder des EMFF rechtskräftig wegen Betrug verurteilt wurden.
  • Antragsteller, die Umweltstraftaten gemäß der Artikel 3 und 4 der Richtlinie 2008/99/EG begangen haben, sind zeitweilig für den Bereich Aquakultur von der Förderung auszuschließen.

Mittelherkunft

  • EU - Europäischer Meeres- und Fischereifonds (EMFF)
  • Bayern
Anträge im Bereich Aquakultur (inkl. Direktvermarktung)
Für Anträge im Bereich Aquakultur wird ab dem 15. Oktober 2019 die zweite Stufe des Auswahlverfahrens mit folgendem Ablauf angewendet (siehe "Merkblatt zum Auswahlverfahren für den Bereich Aquakultur"):
  • Die Antragstellung ist jeweils bis zu den vorgegebenen Antragsendterminen möglich.
  • Alle Anträge, die bis zum Antragsendtermin vollständig bei der Bewilligungsbehörde eingegangen und grundsätzlich förderfähig sind, werden anhand spezifischer Auswahlkriterien mit Punkten bewertet.
  • Es erfolgt eine Reihung der Anträge nach erreichter Punktzahl. Anträge mit hoher Punktzahl werden Anträgen mit geringerer Punktzahl vorgezogen, so lange bis das für diese Auswahlrunde verfügbare Budget ausgeschöpft ist.
  • Unvollständig eingereichte Anträge sowie Anträge, die aufgrund einer Überschreitung des Budgets nicht ausgewählt wurden, werden abgelehnt.
  • Abgelehnte Anträge können zum nächsten Antragsendtermin erneut eingereicht werden, sofern mit dem Vorhaben nicht begonnen wird.
Antragsendtermine
Erster Antragsendtermin: 15. März 2020 (verfügbares Budget: 500.000 Euro)
Zweiter Antragsendtermin: 15. September 2020
Anträge in den Bereichen Binnenfischerei, Fischwirtschaftsgebiete, Vermarktung/Verarbeitung
Diese Anträge werden unverändert im Rahmen der ersten Stufe des Auswahlverfahrens geprüft und bewilligt. Sie können laufend gestellt werden und werden nach den Allgemeinen Auswahlkriterien bewertet (siehe "Hinweise zu den EMFF-Auswahlkriterien").

Bewilligungsbehörde (Antragstellung)
Staatliche Führungsakademie
für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk)
Kompetenzzentrum Förderprogramme
Heinrich-Rockstroh-Str. 10
95615 Marktredwitz

Tel.: 0871 9522-4600 (ab 1.10.2019)
E-Mail: KomZF@fueak.bayern.de

Teichgenossenschaften
Informationen über das Förderprogramm erhalten Sie auch bei den örtlichen Teichgenossenschaften, die bei der Antragstellung und Abwicklung behilflich sind.
Zurück zu:
Förderwegweiser