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LEADER-Projekte Biodiversität
Blütenzauber in unseren Dörfern

Viele Dörfer Ostbayerns verfügen über Grünflächen, die brachliegen und keine ökologische Funktion erfüllen. Mit heimischem Wildblumensaatgut, mit Wissen und ein wenig Aufwand, mit Liebe zu Flora & Fauna sowie dank des LEADER-Projekts "Blütenzauber in unseren Dörfern" erblühen sie zu neuen Lebensräumen.

Viele Initiativen in den Landkreisen Straubing-Bogen und Regensburg arbeiten bereits an der Renaturierung außerorts gelegener Flächen, um die Artenvielfalt heimi­scher Pflanzen und Tiere, insbesondere der Insekten und Kleintiere, zu fördern. Das Konzept, vielfältige, lebendige Blühflächen auch innerhalb der Dörfer anzusiedeln, schafft mehr als nur neue Lebensräume für bedrohte Arten: Die bunten Farbtupfen erfreuen Bewoh­ner wie Gäste und bringen die Natur direkt vor die Haustür.

LEADER-Förderung lässt Dörfer erblühen

Blütenzauber statt Einheitsgrün – mit diesem Ziel sind die Regionalentwicklungsvereine Straubing-Bogen und Landkreis Regensburg im Jahr 2016 angetreten. Seitdem wurden in 46 Gemeinden mehrjährige Wildblumenmischungen ausgesät und Wildstauden gepflanzt. All diese Pflanzen sind heimischen Ursprungs, farbenfroh und nektarreich. Sie bescheren Bienen, Schmetterlingen und Käfern ein üppiges Nahrungsangebot und bieten Fröschen, Igeln und anderen Tieren Unterschlupf. Mit der richtigen Pflege entstehen so stabile Pflanzengesellschaften und nachhaltige Biotope von hoher Biodiversität.

Bei diesem Projekt wurde besonderer Wert auf die Mitwirkung der Bevölkerung gelegt. So brachten sich z.B. Obst- und Gartenbauvereine, Imker, Bauhofmitarbeiter und interessierte Bürger ein, packten vor Ort mit an, übernah­men Pflegepatenschaften oder zauberten in ihren Privatgärten buntblühende Insektenparadiese. Damit auch die Jüngsten Freude und Verständnis für die Natur entwickeln, wurden auch Schulen und Kindergärten in das Konzept integriert.

Blumen, die inspirieren

In den Landkreisen Straubing-Bogen und Regensburg sind durch das Projekt viele farbenfrohe ökologische Kleinoasen von mehreren tausend Quadratmetern Gesamtfläche entstanden. Das Projekt "Blütenzauber" möchte auch andere Kreise und Ge­meinden zur Nachahmung anregen. Nutznießer sind Tiere und Pflanzen genauso wie Touristen und Ortsansässige.
Tanja Schweiger
Landrätin des Landkreises Regensburg
Portraitfoto einer weiblichen Person

"Mit dem Projekt 'Blütenzauber in unseren Dörfern' wollen wir Menschen für den Erhalt der biologischen Vielfalt sensibilisieren. In über 20 Gemeinden und auf unseren eigenen – auch städtischen – Liegenschaften entstehen vielfältige, bunte und herrlich duftende Blühflächen. Mit ihnen wird die Artenvielfalt der heimischen Pflanzenwelt erhalten und Lebensraum und Nahrungsgrundlage für (bedrohte) Insekten geschaffen." 

Josef Laumer
Landrat des Landkreises Straubing-Bogen
Portraitfoto einer männlichen Person

"Die heimische Natur beherbergt wahrhafte Schätze für Mensch und Tier. Durch intensive Flächenbewirtschaftung, monotone Rasenflächen und den Einzug von immer mehr Steinflächen und nichtheimischen Bepflanzungen in den Gärten werden diese Schätze mehr und mehr bedroht. Umso wichtiger ist es, Maßnahmen zu ergreifen, um diese zu erhalten und zu schützen. An diesem Punkt setzt das Projekt 'Blütenzauber in unseren Dörfern' an: Bewusstsein bilden in der Bevölkerung für eine Umkehr in der Betrachtungs- und Vorgehensweise und die bunte Artenvielfalt der Natur im wahrsten Sinne des Wortes augenfällig machen. Besonders freut mich, dass sich im Landkreis Straubing-Bogen 26 Gemeinden an dem Projekt beteiligen." 


Fotos: Landkreis Straubing-Bogen (Gruppenbild) und Landkreis Regensburg (Titelbild)

Projektname

  • Blütenzauber in unseren Dörfern

Projektträger

  • Landkreis Straubing-Bogen
    Leutnerstraße 15, 94315 Straubing

LEADER-Förderung

  • 64.698 Euro

Projektziele

  • Langlebige Blühflächen mit hohem ökologischen Wert in den teilnehmenden Gemeinden
  • Erhaltung von Lebensräumen für bedrohte Pflanzen- und Insektenarten
  • Bewusstseinsbildung zum Thema heimische Blühpflanzen und Insektenvielfalt
  • Aufwertung der innerörtlichen Freiräume
  • Schutz der Biodiversität
  • Anregung für Privatpersonen und weitere Gemeinden zur Nachahmung