Teil eines Dachstuhls mit zahlreichen Verstrebungen

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Interkommunale Zusammenarbeit
Hinter starken Regionen steht eine starke und innovative Gemeinschaft

Nach dem Motto "Gemeinsam sind wir stärker!" schließen sich immer mehr Gemeinden freiwillig in einer Integrierten Ländlichen Entwicklung zusammen, um eine attraktive Region zu gestalten.

Mehrere Personen stehen im Halbkreis auf einer Treppe und halten einen vernetzten Faden in den Händen
Ohne die eigene Identität einzelner Gemeinden aufzugeben erarbeitet die Kooperation gemeinsame Lösungen zu aktuellen ökonomischen, ökologischen oder sozialen Anforderungen. Vielfach werden zudem Einsparmöglichkeiten für zukunftsweisende Synergiemaßnahmen erschlossen, die wirtschaftlich und nachhaltig nur gemeinsam geplant und ausgeführt werden können. Aktuelle Aufgabenfelder sind: Demografie, Hochwasser, Energie.

Integrierte Ländliche Entwicklung
Gemeinsame Standortpotenziale entwickeln, konzipieren und umsetzen

Die Ämter für Ländliche Entwicklung unterstützen mit der Integrierten Ländlichen Entwicklung die Zielsetzungen der Gemeinden auf der Planungsebene durch ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept. Sie koordinieren die Entwicklungsaktivitäten zum gemeinsamen Konzept und stimmen zur Umsetzung den Einsatz der Dorferneuerung und der Flurneuordnung oder anderer Programme aufeinander ab.

Die Vorteile gemeindeübergreifenden Handelns liegen auf der Hand

  • Integrierte Ländliche Entwicklung steigert die Lebens- und Standortqualität in der Region und gibt damit Entwicklungsimpulse für jede Einzelgemeinde sowie für den Gemeindeverbund.
  • Zu den aktuellen Herausforderungen wie Energiewende, demografischer Wandel oder Innentwicklung der Dörfer werden gemeinschaftlich effiziente Lösungen gefunden.
  • Die Kommunen partizipieren durch wirtschaftliche Belebung und einer verbesserten Arbeitsplatzsituation an höheren Steuereinnahmen als Folge gesteigerter regionaler Wertschöpfung.
  • Die Gemeinden sparen Kosten und verringern den Flächenverbrauch, da sich gemeindliche Einrichtungen gegenseitig ergänzen oder am jeweils günstigsten Standort des Gemeindeverbunds neu entstehen, zum Beispiel bei öffentlichen Bädern, Bauhöfen und Kläranlagen.
  • Die Infrastruktur wird gemeindeübergreifend verbessert – beispielsweise durch eine Optimierung der Verkehrswege einschließlich des öffentlichen Personennahverkehrs oder durch Anlagen des vorbeugenden Hochwasserschutzes.
  • Anliegen der Landwirtschaft werden unterstützt, etwa beim Ausbau von Wegen sowie bei der Erschließung zusätzlicher Einkommensquellen aus Direktvermarktung, Urlaub auf dem Bauernhof und durch Übernahme von Dienstleistungen beim Unterhalt von Wegen oder bei der Landschaftspflege.

Ämter für Ländliche Entwicklung
Integrierte Ländliche Entwicklung beantragen und durchführen

Die sieben Ämter für Ländliche Entwicklung sind für die Integrierte Ländliche Entwicklung zuständig. Bei ihnen beantragen die Gemeinden Begleitung und Förderung. Mitarbeiter der Ämter beraten und betreuen die Kooperationsgemeinden und stehen im Dialog mit den Planungsbüros sowie den involvierten Behörden und Institutionen.

Insgesamt bearbeitet die Ländliche Entwicklung derzeit 90 Projekte der Integrierten Ländlichen Entwicklung mit rund 700 Gemeinden. Zur Umsetzung von dabei entwickelten Maßnahmen werden neben den Möglichkeiten der Dorferneuerung und Gemeindeentwicklung sowie der Flurneuordnung weitere Förderprogramme genutzt.