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Landwirtschaft
Klima- und Ressourcenschutz

Kaum ein anderer Berufszweig arbeitet enger mit der Natur zusammen als der des Land- oder Forstwirts. Mit der Landbewirtschaftung geht die Nutzung von Ressourcen (z. B. Boden, Wasser, Rohstoffe) einher, was unvermeidlich Auswirkungen auf unsere Umwelt hat.

Eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen ist daher auch von allgemeinem Interesse. Der Klimawandel ist eine Herausforderung, die auch die Land- und Forstwirtschaft berührt; die Land- und Forstwirtschaft trägt auch aktiv zum Klimaschutz bei.

Aktuell

9. August 2018
Klimapreise für Landwirtschaft, Wein- und Gartenbau

Gruppenfoto der Preisträger

Für gelungene Praxisbeispiele zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber vier bayerische Betriebe und ein Wassermanagement-Projekt mit dem Klimapreis für Landwirtschaft, Gartenbau und Weinbau ausgezeichnet. Die mit jeweils 3.000 Euro dotierten Preise gingen an Cilli und Richard Haneberg aus Kempten, Christine Bajohr und Martin Wiedemann-Bajohr aus Sibratshofen (Lkr. Oberallgäu), die Reinhard Busigel GbR aus Albertshofen (Lkr. Kitzingen) sowie gemeinschaftlich an das Weingut am Stein von Ludwig und Sandra Knoll aus Würzburg und die VINAQUA Genossenschaft aus Volkach (Lkr. Kitzingen). Readspeaker-Icon - ein Klick aktiviert die Vorlesefunktion Mehr

Schwerpunkte

Boden dient den Wurzeln der Pflanzen, rein physikalisch betrachtet, zur Verankerung, er dient aber auch als Wasser- und Nährstoffspeicher und damit als Grundlage für die Ertragsbildung. Der Landwirt hat daher ein hohes Interesse an einem nachhaltigen Schutz dieser Ressource. Der Schutz des Bodens vor Wasser- und Winderosion ist eine – angesichts des Klimawandels – für die hiesige Landwirtschaft zunehmende Herausforderung.

Die Gewährung von Direktzahlungen ist an die Einhaltung von Vorschriften in den Bereichen Umwelt, Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit sowie Tiergesundheit und Tierschutz (Cross Compliance) geknüpft. Die Bayerische Erosionsschutzverordnung beruht auf Vorgaben aus Cross Compliance. Readspeaker-Icon - ein Klick aktiviert die Vorlesefunktion

Bodenfruchtbarkeit, Bodenbearbeitung, Bodenschutz (LfL) Externer Link

Gebirgsbach

Neben dem Boden ist das Wasser einer der ertragsbegrenzenden Faktoren. Sowohl Wassermenge als auch Wasserqualität sind Faktoren, mit denen sich die Landwirtschaft verstärkt auseinandersetzen muss.

Mit der Wasserrahmenrichtlinie fordert die EU, dass spätestens bis zum Jahr 2027 überall ein guter Gewässerzustand erreicht ist.

Die bayerische Landwirtschaftsverwaltung unterstützt die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie durch spezielle Wasserberater. Diese beraten die Landwirte über geeignete Maßnahmen, die auch über die gute fachliche Praxis hinausgehen. Geeignete Maßnahmen zum Gewässerschutz bietet das Kulturlandschaftsprogramm.

Die Verwaltung für Ländliche Entwicklung baut bayernweit mit Gemeinden und Landwirten Umsetzungsprojekte aus:
- angepasste Bewirtschaftung in der Fläche,
- Anlage von Puffersystemen an hot spots in der Landschaft und
- Verbesserung der Fließgewässer. Readspeaker-Icon - ein Klick aktiviert die Vorlesefunktion

www.boden-staendig.eu Externer Link

Agrarökologische Ackerfläche mit blühenden Sonnenblumen

Bayern verfügt über eine beeindruckende Vielfalt an wertvollen Kulturlandschaften mit einer beachtlichen Anzahl an Tier- und Pflanzenarten.

Darauf basiert seine landschaftliche Schönheit, Anziehungskraft für Touristen und Lebensqualität für seine Bürger. Neben ökologischen und ökonomischen Gründen sprechen auch soziale, kulturelle und ethische Aspekte für den Erhalt der Biodiversität.

Mit den in Bayern verfügbaren Agrarumweltmaßnahmen gibt es probate Förderprogramme zum Schutz der Biodiversität. Readspeaker-Icon - ein Klick aktiviert die Vorlesefunktion

Abgeerntetes Feld, von dem nach einem Starkregen oberflächlich Boden abgeschwemmt wurde

Bei der Herstellung von Düngemitteln und der Bewirtschaftung der Flächen (Bodenbearbeitung, Ernte, Transport) werden Energien eingesetzt, die zum Teil fossiler Herkunft sind. Dabei wird Kohlendioxid, ein klimaschädliches Gas, freigesetzt.

Auch beim Kreislauf des für das Pflanzenwachstum wichtigen Nährstoffes Stickstoff entstehen durch physikalische und biologische Umsetzungsprozesse zum Teil klimaschädliche Gase. Auch Bewirtschaftungsänderungen, die in den Kohlenstoffhaushalt des Bodens eingreifen, z. B. Umbruch von Dauergrünland, oder die auf natürlichem Wege erfolgende Methanausscheidung bei Wiederkäuern (z. B. Kühe) können sich nachteilig auswirken.

Neben Fragen zum Klimaschutz ist interessant, welche Möglichkeiten sich für die Landwirtschaft bieten, sich an den Klimawandel anzupassen. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft hat dazu einen Arbeitsschwerpunkt „Klimaänderung“ eingerichtet, der sich mit Fragen rund ums Klima befasst.

In diesem Arbeitsschwerpunkt sind auch die Forschungsprojekte beschrieben, die im Rahmen des „Klimaprogramms Bayern 2020“ gestartet wurden. Readspeaker-Icon - ein Klick aktiviert die Vorlesefunktion

Arbeitsschwerpunkt "Klimaänderung" Externer Link

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Ansprechpartner

  • Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft