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BioRegio Bayern 2020
Wettbewerb "Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen" 2014/2015

Der Wettbewerb "Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen" soll die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranbringen. Er ist ein zentraler Bestandteil der Initiative BioRegio 2020 der Bayerischen Staatsregierung.

Mehr Bewusstsein für Ökologischen Landbau und regionale Identität

Interessierte Gemeinden sind aufgerufen, gemeinsam innovative Maßnahmenvorschläge zur Steigerung der Erzeugung und des Absatzes von heimischen Öko-Lebensmitteln zu erarbeiten - angefangen von der Erzeugung und Verarbeitung bis hin zur Vermarktung und Gemeinschaftsverpflegung.

Auch die Information und Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung über die Vorteile des ökologischen Landbaus und seinen Beitrag für eine nachhaltige Regionalentwicklung sollen Bestandteil eines stimmigen Bewerbungskonzepts sein. Entsprechend der Ziele von BioRegio 2020 wird diese Entwicklung als hervorragende Chance für die Stärkung der bäuerlichen Landwirtschaft und der ländlichen Räume in Bayern gesehen.

Mohnblumen im Getreidefeld

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Was macht eine "Staatlich anerkannte Öko-Modellregion" aus?

Als „staatlich anerkannte Öko-Modellregion“ erhalten Gemeindeverbünde die Chance, zukunftsfähige Ideen und Maßnahmenvorschläge zur Entwicklung des ökologischen Landbaus in ihren Kommunen umzusetzen. In den Öko-Modellregionen werden Ziele und Maßnahmenvorschläge zur Förderung des Ökologischen Landbaus in der Region sowie des Einsatzes heimischer Öko-Lebensmittel hinsichtlich der vier vorgegebenen Bereiche erarbeitet:
  • Landwirtschaftliche Erzeugung einschließlich Gartenbau, Imkerei und Teichwirtschaft
  • Verarbeitung
  • Vermarktung, Gastronomie, Hotellerie, Gemeinschaftsverpflegung
  • Information und Bewusstseinsbildung
Die Maßnahmenvorschläge sollen hierbei so konzipiert sein, dass sich Verknüpfungspunkte mit Themen einer nachhaltigen Regionalentwicklung ergeben:
  • Kulturlandschaftsentwicklung und Landschaftspflege
  • Ressourcenschutz (Boden, Wasser, Arten und Biotope, Klima)
  • Energiemanagement
  • Innenentwicklung
  • Agrarstrukturentwicklung und Flächenmanagement
  • Touristische Entwicklung
  • Soziale / solidarische / kooperative Landwirtschaft
  • Förderung heimischer Eiweißpflanzen
Hierbei ist immer insbesondere auch die Rolle der Gemeinden zu beschreiben.

Wer kann teilnehmen?

Gemeindeverbünde, die als Beispiel für ökologisch vorbildliche Leistungen für andere Regionen bzw. Gemeindeverbünde fungieren wollen. Die Gemeindeverbünde sollen mindestens drei Kommunen umfassen und die Größenordnung eines Landkreises nicht überschreiten. Öko-Modellregionen können auch aus Gemeinden bestehen, die unterschiedlichen Landkreisen angehören.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb ist die Erarbeitung eines Bewerbungskonzepts. Dieses soll Angaben enthalten zur aktuellen Situation des ökologischen Landbaus und der ökologischen Lebensmittelwirtschaft, zu Stärken und Schwächen sowie Zielen und Maßnahmenvorschlägen der jeweiligen Region.

Wer ist die Jury?

Zuständig für die Entscheidung im Auswahlverfahren ist eine eigens für diesen Wettbewerb eingerichtete Jury, bestehend aus Experten der Land- und Forstwirtschaft, der Ländlichen Entwicklung, des Tourismus, der Gastronomie, der Vermarktung, der Regionalplanung, des Umwelt- und Naturschutzes sowie aus Vertretern des Bayerischen Gemeindetags.

Die Prämierung und Preisverleihung der besten Konzepte erfolgt im Rahmen eines Festaktes mit Staatsminister Helmut Brunner.

Es lohnt sich!

Wie sieht die Förderung der Öko-Modellregionen aus?
Bei einer Ernennung zur Ökomodellregion wird das zuständige Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) eine Projektmanagerin/ einen Projektmanager für mindestens zwei Jahre bis zu 75 % bezuschussen. 25 % der Kosten sind vom jeweiligen Gemeindeverbund selbst zu tragen.

Förderfähig ist ein Werkvertrag mit einem externen Dienstleister oder eine Personalstelle. Bei einer Personalstelle können ausschließlich Personalkosten gefördert werden. Zudem ist die Personalstelle nur dann förderfähig, wenn die Stelle außerhalb der öffentlichen Verwaltung die Funktion des Projektmanagements wahrnimmt. Vertragspartner und Fördermittelempfänger sind bei beiden Möglichkeiten die Kommunen.

Aufgabe der Projektmanagerin/des Projektmanager ist es, die Umsetzung des interkommunalen Bewerbungskonzepts der Öko-Modellregion voranzubringen u.a. durch die Erschließung entsprechender Fördermöglichkeiten zur Realisierung der Maßnahmenvorschläge (z.B. Leader, Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE), Dorferneuerung, VuVRegio) oder durch Netzwerkarbeit.
Welche Qualifikation soll die Projektmanagerin/der Projektmanager haben?
Die Projektmanagerin/ der Projektmanager muss Erfahrungen und Kenntnisse im Ökologischen Landbau und/oder in der Regionalentwicklung vorweisen. Von Vorteil sind Erfahrungen in der Einwerbung von Fördermitteln. Grundsätzlich soll die Projektmanagerin/ der Projektmanager über einen Hochschul- oder Universitätsabschluss (Diplom, Master oder Bachelor) verfügen.

Eine Aufteilung der Stelle ist prinzipiell möglich.
Umfang des Projektmanagements?
Es wird empfohlen eine Ganztagesstelle einzurichten bzw. Leistungen im Umfang einer Ganztagesstelle zu vergeben. Mindestvoraussetzung ist die Einrichtung bzw. Vergabe einer halben Stelle.