Kopfbild: Schafherde auf der Weide

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Tierische Erzeugung
Schafe und Ziegen

Schaf- und Ziegenzucht hat in Bayern Tradition. Bayern ist seit vielen Jahren schafreichstes Bundesland und hat jetzt diesen Spitzenplatz auch bei den Ziegen erobert.

Schwerpunkte

Schafe

In Bayern halten 6.200 Betriebe rund 378.400 Schafe. Die Rassenvielfalt in der Zucht belegen die Daten der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht: 373 Mitglieder hielten 17.134 Zuchtschafe von 36 Schafrassen zum Jahresbeginn 2011.

Merinolandschafe als typische Tiere der Herdenschafhaltung sind die am weitesten verbreitete Rasse in Bayern. Unterstützt von der staatlichen Zuchtberatung und mit Hilfe der Nachkommenprüfstation in Grub wurde die Zucht der Wirtschaftsrassen in den letzten Jahrzehnten auf die Qualitätslammfleischerzeugung ausgerichtet.

Erhaltung gefährdeter Schafrassen in Bayern

Schafrasse Alpines Steinschaf

Alpines Steinschaf

Einige bayerische Land- und Bergschafrassen waren aufgrund ihrer geringeren Wirtschaftlichkeit in ihrem Bestand bedroht. Durch die Förderung zur Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen in Bayern konnte der Bestand dieser betroffenen Rassen stabilisiert werden; teilweise sind wieder deutliche Zunahmen zu verzeichnen.

Gefährdete Schafrassen in Bayern:

  • Rhönschaf
  • Coburger Fuchsschaf
  • Braunes Bergschaf
  • Brillenschaf
  • Waldschaf
  • Alpines Steinschaf
  • Krainer Steinschaf
  • Weißes Bergschaf

Naturschutz

Beweidung mit Schafen und Ziegen
In den letzten Jahren wurde die Zusammenarbeit von Schafhaltung und Naturschutz intensiviert. Schafherden – oft ergänzt durch einige Ziegen – pflegen Mager- und Trockenrasen, Wacholderheiden und Heideflächen. Der selektive Biss der Schafe führt zu einzigartigen Pflanzengesellschaften. Auf dem Schaftrieb werden Samen transportiert und damit getrennte Biotope vernetzt. Schafweiden sind Rückzugsgebiete für Insekten, Vögel und Kleinsäuger.

Ziegen

Ziegenfütterung der Rasse Bunte Deutsche Edelziege
Nach einem Tiefstand in den 70er Jahren hat die Ziegenzucht und -haltung einen respektablen Aufschwung erlebt. Im Umfeld ziegenmilchverarbeitender Molkereien entwickelten sich Milchziegenbetriebe im Haupterwerb. Schwerpunkt sind Oberbayern und Schwaben. Daneben haben neue Fleischziegenrassen Einzug in bayerische Züchterställe gefunden. Insgesamt meckern wieder über 40.000 Ziegen in Bayern.

Weiterführende Informationen

Ansprechpartner

Fachzentrum Kleintierhaltung
am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF)