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Kopfbild: Rotwild – weibliche Tiere und Kälber im Gehege

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Tierische Erzeugung
Gehegewild

In den letzten Jahrzehnten wurden durch rückläufige Viehbestände vermehrt Grünlandflächen freigesetzt, die sich oftmals für die Einrichtung eines Wildgeheges anboten. Die Wildhaltung leistet damit auch einen Beitrag zur Grünlanderhaltung und zu einer vielfältigen Kulturlandschaft.

Überwiegend wird in der landwirtschaftlichen Wildhaltung Damwild, in letzter Zeit zunehmend auch Rotwild gehalten. Sika- und Muffelwild spielen eine untergeordnete Rolle. Mit rund 2500 Wildgehegen hat Bayern die bundesweit größte Anzahl landwirtschaftlicher Wildgehege. Die durchschnittliche Gehegegröße liegt etwas über 2 Hektar.

Die Vermarktung der Jungtiere erfolgt überwiegend direkt. Hauptvermarktungszeiten für die rund 500 Tonnen Wildfleisch aus bayerischen Gehegen sind die Monate September bis Dezember.

Haltung von landwirtschaftlichem Gehegewild

Seit 1. Januar 2007 gelten die neuen Richtlinien für die Haltung von Dam-, Rot-, Sika- sowie Muffelwild. Für geplante Wildgehege sind seither ausschließlich Gehegegrößen ab 10 Hektar Fläche noch genehmigungsbedürftig. Für kleinere Gehege, die die überwiegende Mehrzahl bilden, gilt damit lediglich die Anzeigepflicht. Für beide Fälle wurde ein Anzeige-/Antragsformular entworfen, das bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde einzureichen ist.

Nach früheren Vorschriften erteilte Genehmigungen gelten weiter. Wesentliche Änderungen (Gehegeerweiterung, Wechsel der Tierart etc.) sind anzuzeigen. Im Fall einer befristeten Genehmigung ist für Gehege ab 10 Hektar weiterhin rechtzeitig die Verlängerung zu beantragen. Bei Gehegegrößen unter 10 Hektar ist nach Auslaufen einer befristeten Genehmigung der Weiterbetrieb bei der Kreisverwaltungsbehörde nur anzuzeigen. Die neuen Richtlinien gelten wie bisher für landwirtschaftlich genutzte Wildgehege.

Ansprechpartner

Fachzentrum Kleintierhaltung

Lehr-, Versuchs-, Fachzentrum