Kopfbild: Kuhkopf (Foto: Dieter Hawlan/iStockphoto.com)

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Afrikanische Schweinepest
Einschleppung vermeiden

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat seit 2014 die Nordostgrenze der EU erreicht. Im Sommer 2017 wurde sie nun auch in der Tschechischen Republik und in Rumänien erstmals festgestellt. Es droht die Einschleppung in weitere EU-Mitgliedstaaten.

Mastschwein
In den osteuropäischen Staaten Polen, Litauen, Lettland und Estland werden seit Anfang 2014 immer wieder Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen und auch bei Hausschweinen festgestellt. Unter den betroffenen Hausschweinbeständen befanden sich neben Kleinsthaltungen auch große Betriebe, so ein Bestand in Litauen mit rund 20.000 Tieren. In den betroffenen Regionen im Grenzgebiet zu Russland und Weißrussland gelten Restriktionsmaßnahmen zur Bekämpfung gemäß der Rechtsetzung in der EU.

Es besteht das Risiko einer Einschleppung in weitere Länder der Europäischen Union.
Erhöhte Wachsamkeit ist daher geboten! Bitte helfen Sie mit, das Risiko eines Eintrages dieser anzeigepflichtigen Tierseuche zu minimieren bzw. einen Ausbruch zeitnah zu entdecken!

Afrikanische Schweinepest: Für Menschen ungefährlich, für Schweine hochansteckend

Für den Menschen ist die ASP ungefährlich, in Schweinebeständen kann sie jedoch schwerwiegende Auswirkungen haben, weil sehr viele Tiere heftig erkranken und sogar sterben. Zudem werden bei einem Ausbruch sofort Handelssperren wirksam, mit denen sich nicht betroffene Länder vor einer Einschleppung schützen.

Maßnahmen zur Abschirmung der Bestände in den Betrieben

Schweinehalter sollten ihre Maßnahmen zur Abschirmung ihrer Bestände überprüfen. Die Anforderungen der Schweinehaltungshygieneverordnung müssen zwingend eingehalten werden.

Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Einfriedung des Betriebs und auf den Schutz des gelagerten Futters und der Einstreu vor Wildschweinen zu legen. Schweinehalter, die auch Jäger sind, sollten erlegte Wildschweine, Jagdhunde und Jagdgegenstände sowie bei der Jagd benutzte Kleidung strikt von ihrem Betrieb fernhalten.

Nicht nur die ASP, auch die klassische Schweinepest und andere Krankheiten stellen eine ständige Herausforderung dar, der sich die Schweinehalter und alle Berufsgruppen, die in der Tierproduktion arbeiten, immer wieder neu stellen müssen. Viele hochansteckende Tierseuchen können bei Ausbruch praktisch nur noch durch Keulung der Tierbestände an der weiteren Ausbreitung gehindert werden. Eine Notimpfung kommt z. B. bei der ASP nicht in Betracht, weil es keine wirksamen Impfstoffe gibt.

Wichtige Hygienemaßnahmen

  • Küchenabfälle oder Essensreste dürfen nicht an Schweine (auch Wildschweine) verfüttert werden
  • Zugang zum Stall nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einmalschutzkleidung
  • Tiere nur aus möglichst wenigen, bekannten und gesunden Beständen zukaufen
  • Tiertransporte auf ein Minimum beschränken
  • Reinigung und anschließende Desinfektion der Viehtransporter nach jeder Fahrt
  • Reinigung und anschließende Desinfektion der Ställe vor jeder Neubelegung
  • Schädlingsbekämpfung ordnungsgemäß durchführen und Erfolg kontrollieren