Kopfbild: Kuhkopf (Foto: Dieter Hawlan/iStockphoto.com)

RSS-Feed Pressemitteilungen des StMELF

Immer aktuell informiert über die Pressemitteilungen des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF).

Aufruf des Presse-RSS-Feeds

Tierische Erzeugung
Bayerischer Nutztierwohl-Preis 2017

Die Milchkuh Pia im Stall auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest 2016

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat 2017 zum vierten Mal den "Bayerischen Nutztierwohl-Preis" vergeben.

Prämiert werden technische beziehungsweise bauliche Lösungen oder Managementmaßnahmen zur Verbesserung des Wohlbefindens von Rindern, Schweinen, Pferden oder Geflügel in bayerischen Ställen. Sie sollen nachhaltig, praxisgerecht und auf andere landwirtschaftliche Betriebe mit Nutztierhaltung übertragbar sein. Der "Bayerische Tierwohl-Preis für landwirtschaftliche Nutztierhalter" ist ein weiterer Baustein des Landwirtschaftsministeriums in der Initiative für tiergerechte Haltungsbedingungen.

Tierwohlpreis 2017 für Öko-Zuchtsauenbetrieb Zinner GbR

Für das stimmige Gesamtkonzept zur Verbesserung des Tierwohls hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner dem Öko-Zuchtsauenbetrieb Zinner aus Schönau im Landkreis Eichstätt den diesjährigen Tierwohlpreis verliehen. Der Minister überreichte den mit 10.000 Euro dotierten Preis im Rahmen eines Festakts am 7. September 2017 im Ministerium.

Die mit sieben Fachleuten aus Forschung, Verwaltung, Praxis, Tierschutz und Bauernverband besetzte Jury hatte sich von den 23 eingereichten Bewerbungen für das Konzept des Öko-Betriebs als Sieger entschieden. Hervorgehoben wurden dabei vor allem die durchdachten Temperaturzonen zur Regulierung des individuellen Wärmebedarfs und das besondere Konzept zum freien Auslauf der Tiere im neuen Abferkel-Stall, in dem sich Muttersauen und Ferkel bis etwa sieben Wochen nach der Geburt aufhalten.

Pressemitteilung: Tierwohlpreis für Altmühltaler Zuchtsauenbetrieb

Gruppenfoto Familie Zinner, Minister Brunner und Prof. Reiter

Das Bild zeigt (von links) Jurymitglied Prof. Klaus Reiter, Landesanstalt für Landwirtschaft, Michael und Adelheid Zinner, Staatsminister Helmut Brunner sowie Heidi, Anna und Ulrich Zinner

Foto in Originalgröße: © Baumgart/StMELF, Abdruck honorarfrei photo 1,6 MB

Neubau eines Abferkel-Säuge-Stalls mit durchdachten Temperaturzonen zur Regulierung des individuellen Wärmebedarfs und einzigartigem Auslaufkonzept für 145 Muttersauen und deren Nachzucht

Die Teilnahmebedingungen im Detail

Teilnahme am Wettbewerb

Bewerben konnten sich landwirtschaftliche Unternehmen mit Nutztierhaltung zu Erwerbszwecken in Bayern. Vorschläge konnten mit Einverständnis der Betriebsleiter auch von Dritten eingereicht werden.
Die Bewerber bzw. die Vorgeschlagenen erklären sich bereit, der Jury die Maßnahmen bzw. Objekte vor Ort zu erläutern und sind mit deren Veröffentlichung in den Medien einverstanden.

Bewerbungsunterlagen

Folgende Unterlagen waren mit der Bewerbung einzureichen:
  1. Deckblatt mit Kurztitel, Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, BALIS-Nummer, ggf. Foto vom Betrieb
  2. Betriebsspiegel (max. 2 DIN-A4-Seiten)
  3. Beschreibung der Maßnahme mit Angabe der Kosten (max. 3 DIN-A4-Seiten Text) und zusätzlich max. 10 aussagekräftige Bilder
  4. Erläuterung, wie durch diese Maßnahme das Tierwohl verbessert wird (max. 2 DIN-A4-Seiten)
Bereits staatlich ausgezeichnete Projekte bzw. Maßnahmen werden nicht mehr prämiert.

Vorschläge bzw. Bewerbungen sind vorzugsweise per E-Mail an folgende Adresse zu richten:
Bayerisches Staatsministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Kennwort: Nutztierwohl-Preis 2017
Ludwigstraße 2
80539 München
E-Mail: nutztierwohlpreis@stmelf.bayern.de

Bewertung

Eine Fachjury bewertete die Bewerbungen, insbesondere inwieweit die Maßnahme oder das Objekt dem Tierwohl dient und auf andere Betriebe übertragbar ist. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt.

Preisträger 2016

Für die Verbesserung der Haltungsbedingungen ihrer Nutztiere hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner am 5. September 2016 in München drei landwirtschaftliche Betriebe mit dem Bayerischen Tierwohl-Preis ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte erste Preis ging an den Betrieb Zehetbauer in Dietelskirchen (Lkr. Landshut), die beiden mit jeweils 2.500 Euro dotierten zweiten Preise erhielten die Betriebe Brunner aus Unterschönbach (Lkr. Landshut) und Spötzl aus Obereichhofen (Lkr. Ebersberg). "Sie haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie sich das Wohlbefinden und die Lebensqualität von Nutztieren nachhaltig verbessern lässt", sagte Brunner bei der Preisverleihung im Landwirtschaftsministerium. Jurymitglied Professor Klaus Reiter von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft erläuterte die preiswürdigen Ideen der Betriebe.

Pressemitteilung vom 5. September 2016

Foto Baumgart/StMELF, Abdruck honorarfrei
Durch Anklicken eines kleinen Bildes erhalten Sie die vergrößerte Darstellung mit erläuternder Bildunterschrift.
Gruppenfoto aller Preisträger

Ausgezeichnete Betriebe

Bild in Originalgröße

Gruppenfoto

Betrieb Zehetbauer

Bild in Originalgröße

Gruppenfoto

Betrieb Brunner

Bild in Originalgröße

Gruppenfoto

Betrieb Spötzl

Bild in Originalgröße

1. Platz - Legehennenbetrieb Familie Zehetbauer

Betrieb Zehetbauer, Dietelskirchen, Landkreis Landshut

Maßnahme: Eigene Junghennenaufzucht mit gut dimensioniertem Wintergarten und einer, dem Legehennenstall ähnlichen Aufstallung. Junghennentransport im selbsterdachten und selbsterbauten Transportfahrzeug. Wechselauslauf gegen "Hühnermüdigkeit" des Bodens. Großzügige Staub- und Sandbäder.

2. Platz - Pensionspferdebetrieb Familie Brunner

Betrieb Brunner, Unterschönbach, Landkreis Landshut

Maßnahme: 5 Sterne – Offenstallbetrieb, eine Umbaumaßnahme mit gut durchdachtem Ruheraum und hervorragendem Wege- und Weidesystem. Unterschiedliche Einstreu im Ruheraum und unterschiedliche Wegebeläge.

2. Platz - Milchviehbetrieb Familie Spötzl

Betrieb Spötzl, Obereichhofen, Gemeinde Aßling, Landkreis Ebersberg

Maßnahme: Schlauchbelüftung im neuen Kälberstall. Damit trockenere Luft, trockenere Einstreu und somit geringere Keimzahlen. Dadurch verringert sich der Antibiotikaeinsatz und führt zu vitaleren, besser wachsenden Tieren.