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Pakt für den ökologischen Landbau

Der Pakt für den ökologischen Landbau (Ökopakt) hat zum Ziel, den ökologischen Landbau in Bayern gemeinsam voranzubringen. Wenn möglichst viele Betriebe in Bayern auf ökologische Bewirtschaftung umstellen und Verarbeiter und Handel auf heimische Ware zurückgreifen, kann die bestehende Nachfrage mit mehr Öko-Lebensmitteln aus Bayern bedient werden.

Ökolandbau gemeinsam voranbringen!

Mai 2019: Erweiterter Ökopakt will Nachfrage weiter steigern
Der mittlerweile auf 24 verschiedene Organisationen angewachsene bayerische Pakt für den ökologischen Landbau will sich künftig verstärkt der Steigerung der Nachfrage nach heimischen Ökolebensmitteln widmen. Das wurde am 13. Mai 2019 bei einem Treffen des Gremiums im Ministerium vereinbart. "Der Ökolandbau lässt sich nicht verordnen, sondern muss sich mit dem Markt entwickeln“, sagte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. Dazu müsse die Nachfrage weiter angekurbelt werden. Als wichtige Impulsgeber sehen die Mitglieder des Ökopakts unter anderem auch die kürzlich erweiterten Ökomodellregionen, die Gemeinschaftsverpflegung oder die Verbraucheraufklärung.
Das neueste Ökopakt-Mitglied ist das Landeskuratorium für pflanzliche Erzeugung in Bayern e.V. (LKP). Das Foto zeigt Ministerin Michaela Kaniber mit Johann Kreitmeier, dem 1. Vorsitzenden des Landeskuratoriums.

Pressemitteilung vom 13. Mai 2019

Start des Ökopakts 2015 und Erweiterungen

Weitere Partner im Juli 2017
Der Pakt für den ökologischen Landbau hat zwei neue Unterstützer. Mit dem Deutschen Institut für Gemeinschaftsgastronomie e. V. (DIG) für die bayerischen Mitgliedsbetriebe und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) unterstützen weitere starke Partner das Bündnis. Auch das DIG und die HSWT bekennen sich damit zu den Zielen der Initiative "BioRegio Bayern 2020" und verpflichten sich zu deren Erreichung eigene Beiträge zu leisten.
Neue Partner im Dezember 2016
Der Ökopakt wurde bewusst als wachsender Pakt geschlossen. Mit dem Landesbund für Vogelschutz und den bayerischen Bio-Städten München, Nürnberg, Augsburg und Lauf a.d.Pegnitz sind diesem Bündnis im Dezember 2016 weitere starke Partner beigetreten. Wie die bisherigen Paktteilnehmer bekennen sich der Landesbund für Vogelschutz und die bayerischen Bio-Städte damit zu den Zielen der Initiative "BioRegio Bayern 2020".
Start im November 2015
Ein breites Bündnis von 20 Organisationen hat im November 2015 einen Pakt für den ökologischen Landbau geschlossen. Die Unterzeichner des Paktes bekennen sich ausdrücklich zu den Zielen der im Jahr 2012 ins Leben gerufenen Initiative BioRegio Bayern 2020, die anstrebt, die heimische Ökoproduktion bis 2020 zu verdoppeln. Durch dieses kraftvolle Bündnis für den Ökolandbau sehe ich meine Arbeit gestärkt und für den Ökolandbau eine gute Zukunft", so der damalige Minister Helmut Brunner.

Bessere Versorgung mit heimischen Öko-Produkten

Da die Nachfrage nach Bio-Produkten in Deutschland und Bayern seit Jahren wesentlich schneller wächst als die heimische Erzeugung, ist es gemeinsames Ziel der Paktpartner, diesen Bedarf künftig stärker aus regionaler ökologischer Produktion zu decken. Damit sollen auch die Chancen zur Erhöhung der Wertschöpfung, Sicherung von Arbeitsplätzen und Realisierung von Umweltvorteilen im eigenen Land genutzt werden.

Landesprogramm BioRegio Bayern 2020

Öffentlichkeitsarbeit intensivieren

Um die ambitionierten Ziele der Initiative BioRegio Bayern 2020 erreichen zu können, braucht es neben staatlichen Maßnahmen auch Verbündete, die mit eigenen Beiträgen und Aktivitäten tatkräftig für einen Ausbau der heimischen Ökoproduktion eintreten. Dazu zählen Maßnahmen wie spezifische Öffentlichkeitsarbeit, Bildungs- und Beratungsmaßnahmen, Verwendung und Verkauf von heimischen Bioprodukten, Marketingmaßnahmen oder Verbraucherberatung. Dies ist eine wichtige Ergänzung zur breiten Palette an Fördermaßnahmen für den Ökolandbau, wie sie der Freistaat Bayern bietet.

Maßgebliche Ziele dieser Öffentlichkeitsarbeit sind:

  • die Information der Öffentlichkeit über Ziele und Inhalte des Ökopaktes
  • die Bündelung der Aktivitäten der Paktpartner
  • die Vernetzung der Paktpartner
  • die Motivation weiterer potenzieller Partner zur Teilnahme am Ökopakt

Gesellschaftliches Bewusstsein weiter schärfen

Insbesondere setzen sich die Paktpartner gemeinsam dafür ein, dass

  • die Verbraucherinnen und Verbraucher für Ökoprodukte aus heimischer Erzeugung sensibilisiert werden, damit ein bewussterer Entscheidungsprozess an der Ladentheke zugunsten von heimischen Ökoprodukten stattfinden kann.
  • in Kindergärten und Schulen verstärkt das Bewusstsein für die regionale Erzeugung von Bio-Lebensmitteln vermittelt wird und diese vermehrt angeboten werden.
  • die Vorbildfunktion öffentlicher Einrichtungen stärker ausgeübt wird.
  • eine Informationskampagne die Marktchancen im Bio-Lebensmittelbereich an die landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern heranträgt.
  • die EU verlässliche und sichere Rahmenbedingungen für den Ökolandbau schafft; dazu gehört eine sinnvolle Weiterentwicklung der EU-Öko-Verordnung auf Basis der bestehenden Gesetzgebung (dies beinhaltet vor allem die Beibehaltung des Prinzips der Prozessorientierung sowie das Festhalten an sinnvollen und notwendigen Ausnahmeregelungen).