Monika Grötzinger

Publikationen
Fachmagazin Schule und Beratung

Das Magazin "Schule und Beratung" (SuB) ist die offizielle Informationsschrift des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Es bietet Fachinformationen von der Landwirtschaftsverwaltung für die Landwirtschaftsverwaltung und darüber hinaus.

Aktuell

Titel Schule und Beratung 11/12 2019
Ausgabe November/Dezember 2019 – Themen
In Bayern bewirtschaften rund 2 Millionen Gartenbesitzer insgesamt eine Fläche von etwa 135 000 Hektar. Dies zeigt das enorme Potenzial im Haus- und Kleingartenbereich, um für Mensch und Tier lebenswerte Rückzugsorte zu schaffen. Trotz individueller Vorlieben gibt es Grundsätze, die jeder verantwortungsbewusste Gartenbesitzer berücksichtigen sollte. Beispielgebend seien zwei Aktionen aus Niederbayern beschrieben, die den gesellschaftlichen Dialog mit Haus- und Kleingärtnern suchen und fördern, sowie zur Nachahmung anregen sollen.

Auf zwei unterschiedlichen bayerischen Standorten wurde untersucht, inwieweit sich bei Dauergrünland die Verwertung von im Herbst bzw. im Frühjahr ausgebrachten Stickstoffgaben unterscheidet. Die fünf- bzw. sechsjährigen Versuchsergebnisse zeigen, dass im Frühjahr ausgebrachter Stickstoff eindeutig effizienter als im Herbst ausgebrachter Stickstoff ausgenutzt wird.

Bei der Staatlichen Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk) hat die Digitalisierung einen hohen Stellenwert. Die Mitarbeiter setzen konkrete Maßnahmen um und machen verschiedene Erfahrungen dabei. Auf die Beiträge "Verwaltung erfolgreich digitalisieren" und "Digitalisierung – Umsetzung an der FüAk durch die Leitungsebene" in früheren SuB-Ausgaben baut dieser dritte Beitrag der Reihe auf.

Sich verändernde Rahmendaten, gesellschaftlicher Druck, Digitalisierung und anderes provozieren Anpassungen in den landwirtschaftlichen Betrieben und auch in den Familien. Um damit konstruktiv und kreativ umgehen zu können, bedarf es einer entsprechend begleitenden Beratung. Hier bietet sich die neutrale Offizialberatung an, die unter Beachtung der gesellschaftlichen Anforderungen eine für die Familie und den Betrieb angepasste Beratung bieten kann. Wichtige Instrumente sind hierzu die strategische Unternehmens- wie auch eine professionelle Innovationsberatung.

SuB-Ausgaben 2019

Schule und Beratung 9-10/2019 Titelbild
Ausgabe September/Oktober 2019 – Themen
Rund 30 Radfahrer erkundeten bei der "Tour de Flur" nicht nur die Landschaft, sondern auch die Landwirtschaft um Heinersreuth (Landkreis Bayreuth). Fünf Stationen gab es auf der 16 Kilometer langen Radtour, an denen Experten aus der Land- und Forstwirtschaft, dem Naturschutz und der Imkerei Auskunft zu Blühflächen, Durchwachsener Silphie, verschiedenen Baumarten und Kulturen, Naturschutzgebieten und Streuobstflächen gaben.

Die Fragen "Wo kommt unser Essen her? Und wie werden unsere Lebensmittel produziert?" bewegen immer mehr Verbraucher. Erzeugnisse aus der Region sind so gefragt wie nie. "Regionalität" steht dabei für die Herkunft der Lebensmittel, regionale Kreisläufe, kurze Wege, nachhaltiges Handeln und Transparenz. Wie dieser Ansatz erfolgreich in der Gemeinschaftsverpflegung umgesetzt werden kann, schilderten zahlreiche Referenten beim Bayerischen Kongress Gemeinschaftsverpflegung "Regional is(s)t gut!" am 17. Mai 2019 im Heilig-Geist-Saal in Nürnberg. In Fachvorträgen und Diskussionsrunden berichteten die Praktiker aus verschiedenen Bereichen der Gemeinschaftsverpflegung den rund 130 Teilnehmern von ihren Erfahrungen und ihrem engagierten Einsatz für mehr Regionalität auf den Tellern.

Die LWG sucht in den nächsten drei Jahren nach Standorten für sechs neue Urban-Gardening-Demonstrationsgärten in allen Regierungsbezirken. Der bereits 2018 im Rahmen eines Projekts entstandene Demo-Garten am Forstamt Erlangen ist dafür ein gutes Beispiel. Die dort gezeigten Systeme wie Hochbeete, Kistengarten und Wandbegrünung sollen nun auch in anderen Städten Bayerns gezeigt werden. Bayernweit gibt es bereits weit über 200 Urban-Gardening-Gruppen. Die geplanten Demonstrationsgärten sollen vor allem jungen Erwachsenen als Anregung dienen und auch eine stärkere Wertschätzung für die regionale Nahrungsmittelproduktion schaffen.

"Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie – Beratung und Bildung als Umspannwerk" lautete das Thema der Konferenz der Internationalen Akademie für ländliche Beratung (IALB) im Juni in Salzburg. Rund 250 Teilnehmer aus mehr als 18 Ländern tauschten Erfahrungen aus und setzten sich intensiv mit momentanen und künftigen Herausforderungen der Landwirtschaft auseinander.
Titelseite Schule und Beratung Heft 7-8/2019
Ausgabe Juli/August 2019 – Themen
Mit Schlagzeilen wie "Insektensterben", "Bienensterben", "Hasen- und Vogelsterben" ist der Begriff Biodiversität in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Fast immer wird die Landwirtschaft als Verursacher genannt. Tatsächlich listet das Bundesamt für Naturschutz in seinem Bericht "Daten zur Natur 2016" unter den Top Drei die landwirtschaftliche Intensivnutzung wie den Stoffeintrag durch die landwirtschaftliche Nutzung als die wichtigsten Gefährdungsfaktoren für die Biodiversität auf. Gleichzeitig findet sich jedoch an zweiter Stelle aber auch das Aufgeben von landwirtschaftlicher Nutzung!

Auf allen Versuchsflächen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau werden seit 2018 keine glyphosathaltigen Präparate mehr eingesetzt. Der Wirkstoff hat zwar noch bis Ende 2022 eine europäische Zulassung, doch der gesellschaftliche und politische Druck hat spürbar zugenommen. Zurzeit wird auf rund 80 Prozent der bayerischen Obst- und Baumschulflächen der Wirkstoff eingesetzt. Auf dem Versuchsgelände für Obstbau und Baumschule in Thüngersheim wurden 2018 verschiedene Geräte zur mechanischen Beikrautregulierung getestet – einige davon beweisen sich bereits im dauerhaften Einsatz.

"Erklären wir doch direkt den Verbrauchern der Zukunft, wie nachhaltige Landwirtschaft funktioniert und was wir für die Gesellschaft leisten!" Dieses Ziel setzten sich die 21 Studierenden im dritten Semester der Landwirtschaftsschule Kempten. Als eigenverantwortliches Projekt im Fach Rhetorik luden sie Ende Februar 2019 zwei 10. Klassen des Hildegardis-Gymnasiums zum Dialog ein.

Für die meisten Haupterwerbsbetriebe brachte das Wirtschaftsjahr 2017/2018 akzeptable Gewinne. Im Durchschnitt fielen diese um 22 Prozent höher aus als im Vorjahr. Das gute Wirtschaftsergebnis in diesem Jahr resultierte hauptsächlich aus höheren Umsatzerlösen beim Verkauf von Milch und Rindern. Nachfolgend werden die Auswirkungen auf die Liquiditätslage der Betriebe erläutert.
Titelseite Schule und Beratung Heft 5-6/2019
Ausgabe Mai/Juni 2019 – Themen
Berücksichtigt ein Landwirt die verschiedenen Standortbedingungen, kann er mit Grünland nicht nur Milch erzeugen, sondern auch etwas für den Gewässerschutz und die Artenvielfalt tun. Landwirtschaft, Natur und Umwelt profitieren von dieser "differenzierten Grünlandnutzung". Unter dem Motto "Milchwirtschaft im Einklang mit dem Gewässer- und Artenschutz – geht das?" beleuchtete das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein dieses Prinzip bereits 2018 gemeinsam mit der Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel im Rahmen einer Informationsveranstaltung. Auch beim "Runden Tisch Biodiversität" im Februar 2019 fand das Konzept guten Anklang. Jetzt wird für die Umsetzung geworben.

Seit 2014 veranstaltet die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) zusammen mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege, dem BUND Naturschutz in Bayern e. V. und Bioland Bayern den Ackerwildkraut-Wettbewerb. Alle zwei Jahre ist ein anderer Regierungsbezirk Austragungsregion. Ziele des Wettbewerbs sind das Engagement der Landwirte für die Vielfalt auf Äckern zu honorieren, die Aufmerksamkeit auf konkurrenzschwache Ackerwildkräuter und ihre Bedeutung zu lenken und die seltene Ackerwildkräuter und damit die gesamte Biodiversität in diesem Lebensraum zu fördern.

Vertretung der Hausfrau, der Mutter, der Bäuerin, der Unternehmerin: Die Anforderungen an eine Dorfhelferin sind hoch und die Aufgaben vielfältig. Dorfhelferinnen kommen immer dann zum Einsatz, wenn die haushaltsführende Person im ländlichen Haushalt ausfällt und die Familie dadurch in Not gerät. Bayernweit einmalig bietet die Landwirtschaftsschule Pfaffenhofen a.d.Ilm in Kooperation mit dem Bildungszentrum für soziale Berufe Neuburg/Donau eine Fortbildung zur Dorfhelferin an. Die jungen Frauen werden dabei optimal auf diese anspruchsvolle Tätigkeit vorbereitet.

Die Studierenden an unseren Landwirtschaftsschulen sind inzwischen "mobile natives". Noch reagieren viele Lehrerkollegen auf die Handy-Nutzung mit Verboten. Sinnvoller erscheint es, die Smartphones in den Unterricht einzubeziehen und die Ausstattung unserer Schulen im Unterricht daran anzupassen Die Landwirtschaftsschule Landshut entschied sich für AktivPanels. Diese Tablets in der Größe einer Schultafel (86“) ersetzen Beamer und Tafel. Die zeitgleiche Umrüstung auf Windows 10 und der Einsatz der OwnCloud versprechen eine Komplettlösung für Präsentation, Video-Wiedergabe, Einbindung von Smartphones und ad-hoc Befragungen. Der Beitrag beschreibt den Einsatz im Unterricht und einen angepassten Workflow.
Titelseite Schule und Beratung Heft 3-4/2019
Ausgabe März/April 2019 – Themen
Nicht einmal zehn Prozent unserer Ackerwildkrautarten sind Problemunkräuter. Ihre Bekämpfung trifft aber auch die 90 Prozent an sogenannten Nicht-Ziel-Organismen. Ackerwildkräuter zählen inzwischen zu den am meisten gefährdeten Arten in Deutschland. Grenzertragsflächen, auf denen eine Intensivierung unrentabel ist, bieten konkurrenzschwachen, seltenen Ackerwildkräutern optimale Etablierungschancen. Auf Äckern eines Betriebs im südlichen Frankenjura konnten fünf seltene Ackerwildkräuter erfolgreich angesiedelt werden. Mit ihnen kamen auch die Hummeln.

In der bayerischen Landwirtschaft wird der überwiegende Teil der Arbeit in den Betrieben von Familien-Arbeitskräften erledigt. In den meisten Fällen werden sie nicht mit einem Arbeitsvertrag angestellt und bezahlt, sondern erwarten über den land- und forstwirtschaftlichen Gewinn entlohnt zu werden. Allerdings gibt es Situationen in denen die richtige Bewertung der Arbeitsstunde von Familien-Arbeitskräften von Bedeutung ist.

Die bedarfsgerechte Versorgung von Schweinen mit Stickstoff beziehungsweise Aminosäuren und Phosphor steht mehr denn je im Mittelpunkt des Interesses. Das Verbundprojekt "demonstration farms" rückt den gesamtbetrieblichen Ansatz stärker in den Fokus der Beratung. Auf einer Online-Plattform testen die verschiedenen Projektteilnehmer die Wissensvermittlung in Form einer vernetzten Informationsweitergabe auf Praxistauglichkeit. Die Erfahrungen fließen in die Gestaltung webbasierter Plattformen ein.

Tierwohl und Tierschutz stehen immer stärker im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Tierhalter sind dabei gefordert, durch betriebliche Eigenkontrolle geeignete Tierschutzindikatoren zu erheben und zu bewerten. Um Milchviehhaltern eine Einschätzung und Verbesserung ihrer betrieblichen Situation im Bereich Tierwohl zu ermöglichen, müssen diese allerdings wissen wo sie stehen. Die vorliegende Bestandsaufnahme beschreibt repräsentativ die Ist-Situation für ausgewählte Tierwohlindikatoren in den wichtigsten Haltungsverfahren in der bayerischen Milchviehhaltung.
Titelseite Schule und Beratung Heft 1-2/2019
Ausgabe Januar/Februar 2019 – Themen
Das Smartphone ist für viele ein ständiger Begleiter und im Dauereinsatz. Aber wie kann verhindert werden, dass ein Handy-Trojaner zuschlägt und persönliche Daten ausliest, manipuliert oder löscht? Die geringfügige private Nutzung von Internet und E-Mail ist Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die eine entsprechende Dienstvereinbarung unterschrieben haben, erlaubt. Aber warum ist es untersagt, private USB-Sticks mit dem dienstlichen Gerät zu verbinden? Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, XING etc. sind aus dem beruflichen und privaten Leben nicht mehr wegzudenken. Doch wie können diese Netzwerke sinnvoll genutzt werden, ohne dass ungewollt persönliche Daten an die dahinter stehenden Unternehmen abfließen? Diese Fragen und noch viele andere wurden während der Veranstaltung "Die Hacker kommen" beantwortet.

Aufrufe zum Klimaschutz durch weniger Fleischkonsum führen regelmäßig zu emotionsgeladenen Diskussionen in Politik und Gesellschaft. Tatsächlich könnte der einzelne Bürger, die einzelne Bürgerin durch Umstellung der Ernährungsweise den ernährungsbedingten CO2-Fußabdruck deutlich senken. Geschähe dies im großen Stil, wären allerdings Verschiebungen in den Produktionssystemen erforderlich. Dabei könnten sich Spielräume eröffnen, die Treibhausgasemissionen im Gesamtsystem der tierischen Produktion zu senken.

Intelligenter Stallbau zeigt sich an übersichtlich und effizient organisierten Arbeitsabläufen, die Mensch und Tier gefallen. Der Rücktriebweg nach dem Melken über Selektionstore und flexible Abtrennhilfen gestatten einen an die Herdenstruktur und -größe angepassten Umfang der Sonderbereiche. Sie dienen nicht nur einer Verbesserung der Arbeitswirtschaft, sondern tragen auch zum Tierwohl bei. Damit ließe sich auch eine staatliche Stallbauförderung z. B. mit festem Zuschuss je Quadratmeter begründen und öffentlich wirksam darstellen.

Grünland kann sehr artenreich und bunt sein. Intensiv genutzte Wiesen sind aber vor allem grün und artenarm. Nur wenige Kräuter überstehen häufige Mahd und intensive Düngung. Auch wenn eine intensive Nutzung wieder aufgegeben wird, kommen die Wiesenarten oft nicht zurück. Das Projekt "Transfer – Artenanreicherung im Wirtschaftsgrünland" zeigt, dass Landwirte sehr erfolgreich Artenanreicherung mit üblichen Maschinen durchführen können. Ökonomisch besonders interessant ist die Artenanreicherung im Wirtschaftsgrünland in Eigenregie für Landwirte, die über die nötige Geräteausstattung im Betrieb verfügen bzw. diese kostenfrei ausleihen können. Bereits nach zwei Jahren etablierten sich zwischen 14 und 26 Arten zusätzlich. Gemeinsam mit Landwirten entstand aus dem Projekt ein Leitfaden zur Artenanreicherung.

SuB-Ausgaben 2018

Titelseite Schule und Beratung 11/12/2018
Ausgabe November/Dezember 2018 – Themen
Um das Bewusstsein für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu wecken und Handlungsfelder in der Landwirtschaft aufzuzeigen, initiiert das bayerische Landwirtschaftsressort die Biodiversitätsjahre 2019 bis 2020. Agrarlandschaften sind wichtige Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten in Mitteleuropa. Art und Weise der Landbewirtschaftung und Landnutzung haben einen großen Einfluss auf die biologische Vielfalt. Doch gerade in den Agrarräumen sind die zu verzeichnenden Artenverluste schon über Jahrzehnte hinweg am stärksten. Die Akteure im ländlichen Raum tragen Verantwortung zur Bewahrung der Biodiversität. Sie sind aufgefordert, sich den Erhalt der wildlebenden Arten, ihrer Populationen und Lebensräume sowie der Kulturpflanzensorten und Nutztierrassen zur Aufgabe zu machen.

Dienstaufgaben werden zunehmend in einem Nebeneinander von Projekt- und Standardaufgaben wahrgenommen. Diese Arbeitsweise hat Konsequenzen für die Beteiligten und macht einen intensiven Austausch zwischen Projektkräften und Stammpersonal notwendig. Gerhard Seidl schildert seine Wahrnehmung aus der Begleitung von Prozessen, aus Moderationen und Seminaren zum Thema Projektmanagement und zeigt Grundvoraussetzungen und Lösungswege für ein sinnvolles Miteinander auf.

Erosionsschutz ist im Kartoffelbau vor allem in Hanglagen von großer Bedeutung. Durch schwere Niederschläge können Dünger und Pflanzenschutzmittel mit dem Bodenabtrag schnell in Oberflächengewässer geraten. Zwischenfrüchten auf Herbstdämmen können das Erosionsrisiko sehr gut senken vor allem auf Hängen und separierten Böden. Ganzjährige Begrünung oder fehlende Frostgare zeigen jedoch auf schweren Böden Nachteile.

"GartenAELFen" heißt der Blog, in dem die Teilnehmerinnen der Fachschule für Hauswirtschaft an der Landwirtschaftsschule Kitzingen im Internet Einblicke darüber geben, was sie seit März über Gartenarbeit gelernt haben und noch lernen. Informativ und unterhaltsam, manchmal auch ein bisschen frech sind die Beiträge formuliert, die Lust darauf machen selbst zum Spaten zu greifen und ein Gemüsebeet anzulegen. Der Projektunterricht erlaubt es den Studierenden und auch den Lehrkräften neue Wege zu gehen. Der Umgang mit Medien ist für die zukünftigen Absolventinnen wichtiger Bestandteil ihres Berufslebens. Der Ruf der Hauswirtschaftsschule Kitzingen profitiert vom herausragenden Engagement der Studierenden.
Titelseite Schule und Beratung Heft 10/2018
Ausgabe Oktober 2018 – Themen
In und mit der Natur arbeiten, das eint Landwirte und Imker. Ganz besonders verbindet die beiden Berufsgruppen die Abhängigkeit von der Arbeit der Bienen. Wie prekär jedoch die Lage der fleißigen Insekten ist, ist in aller Munde. Damit bei dieser Thematik aus dem Reden übereinander ein Miteinander wird, suchte die Landwirtschaftsschule Pfaffenhofen den Austausch. Dabei wurden Erwartungen besprochen und diskutiert, Ideen ausgetauscht und Einblicke in den Berufsalltag gewährt. Ein wichtiger Beitrag zum Dialog zwischen Landwirtschaft, Imkern und Gesellschaft.

Der Arbeitskreis „Gewässer schonende Landwirtschaft“ in Unterfranken erarbeitete eine Excel-Anwendung, mit der relativ einfach und schnell ermittelt werden kann, wie sehr ein Betrieb auf Gewässerschutz ausgerichtet ist. Wasserberater oder Berater von Erzeugerringen können mit dem praktischen Beratungswerkzeug sehr anschaulich die Wirkung von Gewässer schonenden Maßnahmen demonstrieren. Es eignet sich aber auch zur Überprüfung des Status quo für Betriebsleiter oder als Beratungs- und Kontrollinstrument in Wasserschutzgebieten.

"Heimat" ist für viele Menschen wichtig und derzeit ein hochaktuelles Thema. Vor dem Hintergrund von Globalisierung und dem gefühltem Verlust von Heimat wird diese Bedeutung anhalten. Die Einrichtung von Heimatministerien macht die Relevanz des Themas und Begriffes deutlich. Und auch oder gerade in Bezug auf unser Essen gewinnt die Regionalität als „Heimat auf dem Teller“ eine eigenständige und zunehmend größere Bedeutung.

Der gesellschaftliche Konsens um die heutige Nutztierhaltung scheint sich mehr und mehr aufzulösen. Die Beurteilung dessen, was akzeptabel erscheint, hat sich in jüngster Zeit stark gewandelt. Dies ist nicht zuletzt auf eine wachsende Distanz zwischen Landwirtschaft und (städtischer) Bevölkerung zurückzuführen, welche sich in zunehmendem Wissensdefizit und sinkendem Vertrauen niederschlägt. Der Verbraucher reagiert teilweise mit emotionalem, auf breiter Front aber mit preisbasiertem Einkaufsverhalten. Die jüngste Diskussion um die betäubungslose Ferkelkastration verdeutlicht diese Distanz erneut.
Titelseite Schule und Beratung Heft 8-9/2018
Ausgabe August/September 2018 – Themen
"Sage mir, was du liest und ich sage dir, wie du die Welt siehst". Dank Medienvielfalt und Infoflut auf allen Kanälen wähnen wir uns gut informiert und meinen, unsere Umwelt objektiv und liberal zu beurteilen. Aber ist das wirklich so? Tatsächlich nehmen wir immer nur einen Ausschnitt wahr. Dabei hängt unsere Wahrnehmung stark davon ab, welche Medien wir nutzen und welche Infos in unser Weltbild passen. "Das Auge sieht nur, was der Geist bereit ist, zu begreifen", erkannte bereits Henri-Louis Bergson (1859 – 1941), französischer Philosoph und Nobelpreisträger. Oder auf das 21. Jahrhundert übertragen: "Mir reicht meine Teilwahrheit in meiner selbst gebauten Filterblase."

Der Umsatz des Produzierenden Ernährungsgewerbes in Bayern erhöhte sich 2017 auf einen neuen Höchststand. Die Exporterlöse trugen zu mehr als einem Fünftel dazu bei. Beim Vergleich mit den Umsätzen, der Zahl der Beschäftigten und der Zahl der Betriebe zählen die Lebensmittelhersteller zu den vier bedeutendsten Wirtschaftsklassen des Verarbeitenden Gewerbes in Bayern. Gemessen an den Gesamteinnahmen nimmt die Milchverarbeitung den ersten Platz ein, gefolgt von den Schlachtereien und Fleischverarbeitern sowie den Herstellern von Backwaren und Dauerbackwaren. Die Hersteller von Backwaren und Dauerbackwaren waren führend bei der Zahl der Betriebe sowie der Beschäftigten.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth veranstaltete in einer Grundschule in Roth in Zusammenarbeit mit einem Gärtnermeister das Ernährungsprojekt "Wissen wie´s wächst und schmeckt". Die Kinder sollten in Kontakt mit dem Ursprung von Lebensmitteln kommen und Lebensmittel wertschätzen lernen, indem sie beim Wachsen zuschauen und Zeit für die Pflege aufbringen. Dementsprechend war das Projekt in Anpflanzen, Beobachten, Pflegen sowie Ernten und Verkosten gegliedert.

Das bisher im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) sehr allgemein gehaltene Werkvertragsrecht wurde reformiert. Zum 1. Januar 2018 trat ein spezielles Bauvertragsrecht in Kraft, das zum einen für Verbraucher, zum anderen für Unternehmer aus Landwirtschaft und Gartenbau wichtige Neuerungen beinhaltet. Welche Bedeutung diese umfangreichen Ergänzungen im BGB in der Praxis haben, erläutert der Beitrag.
Titelseite Schule und Beratung Heft 7/2018
Ausgabe Juli 2018 – Themen
Jungen Menschen wird gerne unterstellt, dass sie traumwandlerisch sicher mit dem Computer umgehen können, denn: "Damit wachsen die doch auf!" Wenn dem so wäre, müsste man Inhalte wie die Vermittlung von Office-Anwendungen im EDV- bzw. IuK-Unterricht unserer Fachschulen und Fachakademien hinterfragen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Immer mehr Studierende bringen in diesem Bereich nicht mehr die Vorkenntnisse mit, die wünschenswert sind. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine paradoxe Situation entsteht: Die Qualifikation der "Digital Natives" entspricht oft nicht den Erwartungen der Lehrer-Generation. Ist das so, und wenn ja, warum? Der Beitrag macht sich auf die Suche nach Ursachen und Gründen.

Die Landwirtschaft wird kritisiert, dass ihre aktuelle Wirtschaftsweise das Grund- und Oberflächenwasser mit Nitrat und Pflanzenschutzmittel belastet. Grenzwerte der Trinkwasserrichtlinie würden erreicht bzw. in Teilen auch überschritten. Ein Einfluss der Landwirtschaft durch die Bewirtschaftung in der Fläche ist vorhanden. In der Praxis gibt es aber große Unterschiede. Viele Landwirte führen wirksame Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Wasserqualität durch. Wasserberater unterstützen sie dabei. Der Verfasser ist Wasserberater am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landau und schildert seine Herangehensweise.

Der Klimawandel ist eine große Herausforderung in der Weinproduktion. Die Traubenreifephase beginnt immer früher, was die Beerenzusammensetzung, insbesondere in Bezug auf Zucker- und Säuregehalt sowie Aromastoffe beeinflusst. Dies kann positive oder negative Auswirkungen auf die Weinqualität haben. Unbestritten ist ebenfalls der Effekt, dass mit steigenden Temperaturen zukünftig viele Weinbauregionen häufiger Wasserdefiziten ausgesetzt sein werden. Wasser stellt daher zunehmend einen wichtigen und kostbaren Produktionsfaktor im Weinbau dar.

Sintflutartige Regenfälle führten am 29. Mai 2016 zu großen Schäden im Stadtteil Ansbach-Kammerforst. Die Niederschläge verursachten auf einem Acker starke Erosion und spülten Schlammlawinen in das angrenzende Siedlungsgebiet. Studierende der Landwirtschaftsschule Ansbach befassten sich im Rahmen ihres Bodenschutzprojektes mit diesem Erosionsereignis und begleiteten das weitere Vorgehen um die Flächen in Kammerforst. Sie leisteten dabei einen wichtigen Beitrag zum Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft.
Titelseite Schule und Beratung Heft 5/6 2018
Ausgabe Mai/Juni 2018 – Themen
Nach dem Ausstieg aus der Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) und der damit verbundenen täglichen Zeitbuchung im SAP-System wurde für die Bereiche Landwirtschaft und Forsten der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) ein strategisches Controlling eingeführt. Im Mittelpunkt des neuen „Kennzahlengestützten Controlling“ stehen leistungsorientierte Kennzahlen zu Aufgabenschwerpunkten zusammen mit den bereits verwendeten Kennzahlen für die operativen Rahmenziele. Die Erfassung und Aufarbeitung dieser Kennzahlen wird Informationen für die Planung und Steuerung durch Plan-Ist-Vergleiche und horizontale Betrachtungen bereitstellen.

Ein entscheidender Grund für die Bundesregierung, den Ausbau Erneuerbarer Energien zu forcieren, war, den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen in Deutschland stärker zu reduzieren und damit den Klimawandel zu bekämpfen. Agrophotovoltaik könnte durch eine ressourceneffiziente Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen die Sonnenenergie sowohl in elektrischen Strom als auch in pflanzliche Biomasse umwandeln.

Gemeinsam auf einem landwirtschaftlichen Betrieb zu leben und zu arbeiten ist ein Privileg, aber auch eine Herausforderung für die verschiedenen Generationen. Bevor die Hofnachfolger nach erfolgreich abgeschlossener Aus- und Fortbildung in den Betrieb einsteigen, ist es deshalb umso wichtiger, sich mit den gegenseitigen Erwartungen auseinanderzusetzen. Nur so kann dieser Herausforderung gemeinsam und fruchtbar begegnet werden. Hierfür gibt der Elterntag der Höheren Landbauschule Almesbach wertvolle Impulse.

Wohn- und Gewerbegebiete, Ortsumfahrungen, Autobahnausbau und andere Infrastrukturmaßnahmen: Die Nachfrage nach Flächen zum Bauen ist riesig. Fast ausschließlich werden dafür Landwirtschaftsflächen in Anspruch genommen. Besonders relevant für die betroffenen Betriebe ist, dass sie speziell für gemeindliche Planungen bevorzugt ebene und orts- und damit hofnahe Flächen verlieren. Zur Verdeutlichung und Versachlichung der aktuellen Diskussionen zum Thema Flächenfraß bzw. Betonflut ist es sinnvoll, sich mit konkreten Zahlen auseinanderzusetzen, die das Landesamt für Statistik bis hinunter auf Gemeindeebene bietet.
Titelseite Schule und Beratung Heft 3/4 2018
Ausgabe März/April 2018 – Themen
Was bedeutet humanistische Führung? Warum ist für den Erfolg einer Führungskraft auch entscheidend, welches psychologische Grundverständnis für Menschen sie mitbringt? Das erklärt Prof. Dr. Peter Fische, Hauptreferent des dritten Landshuter Führungsgespräches vom November 2017, in seinem Beitrag. Fischer ist Lehrstuhlinhaber für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Regensburg und sprach vor Behördenleiterinnen und Behördenleitern aus ganz Bayern an der Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk) in Landshut.

Wo liegen unsere Schwerpunkte? Wie setzen wir diese um? Einen "Fahrplan", strategisch und operativ, bieten die vereinbarten operativen Rahmenziele, die eine Säule der Führung der ÄELF durch das StMELF darstellen. Das Festlegen auf eine begrenzte einstellige Anzahl unterstützt die ÄELF in der Priorisierung der zu leistenden Aufgaben, die Rahmenziele zeigen Arbeitsschwerpunkte auf und geben Unterstützung und Orientierung.

Essen Menschen, die gesunde Ernährung in einer Gemeinschaftsverpflegung gelernt haben, besser? Und welche Mehrbelastungen hat das Solidarsystem durch ungesunde Ernährung zu leisten? Das Projekt "Ernährungsverhalten in Bayern und seine Folgekosten" des Kompetenzzentrums für Ernährung liefert Zahlen und zeigt soziale Prädikatoren des Ernährungsverhaltens auf. Ein Praxistest untersucht die Wirksamkeit innovativer Ansätze der Verhältnisprävention in der Gemeinschaftsverpflegung.

Mit gutem Beispiel voran gehen Landwirte, die als Demonstrationsbetriebe aufzeigen, was sie für den Gewässer- und Erosionsschutz tun. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Passau-Rotthalmünster hat sich neue Maßnahmen ausgedacht, um die Öffentlichkeit und weitere Landwirte für das Thema Gewässerschutz zu gewinnen. Im Mittelpunkt stehen dabei Schauversuche und Lehrpfade sowie neue Ausbildungsinhalte.
Titelseite Schule und Beratung Heft 1-2/2018
Ausgabe Januar/Februar 2018 – Themen
Zur Verringerung der Nitratbelastung des Trinkwassers arbeiten Landwirte und kommunale Wasserversorger eng zusammen. Am Beispiel des Arbeitskreises Landwirtschaft und Grundwasserschutz in Burglengenfeld wird deutlich, wie Versuche im Bereich der Produktionstechnik und ein detailliertes Anreizsystem für Landwirte erfolgreich für mehr Trinkwasserqualität sorgen können.

Etwa 120 Wirtshäuser nutzen die Klassifizierung „Ausgezeichnete Bayerische Küche“, die für ausgesuchte Produkte und Zutaten aus der umliegenden Landwirtschaft und traditionelle bayerische Wirtshauskultur steht. Staatsminister Helmut Brunner hat beispielhaft einen dieser Betriebe, den Brauereigasthof der Familie Inselkammer in Aying, besucht.

Am Konzept der „Schlotthamer Strohsau“ wird das Thema Verbraucherakzeptanz über den Tierwohlfaktor erläutert. Im Landkreis Altötting setzt der Betrieb Weindl seit 2016 auf eine enge Abstimmung mit der örtlichen Metzgerei und eine intensive Öffentlichkeitsarbeit. Die „Schlotthamer Strohsau“ ist mittlerweile ein positiver Marketingbegriff, Verbraucher kommen zu Stallbesichtigungen und Werbeplakate mit dem Tierwohlfaktor sorgen für Kundenbindung.

Das bayernweite Beraternetzwerk LandSchafftEnergie berät seit fünf Jahren kostenlos zu allen Themen der Energiewende. Als Schwerpunkte haben sich die Themen Biogas, Photovoltaik, Effizienz und Einsparung auf landwirtschaftlichen Betrieben sowie Heizen mit Holz herauskristallisiert.

Das Fachmagazin "Schule und Beratung" erscheint alle 2 Monate. Sollten Sie Interesse an einem Exemplar haben, wenden Sie sich bitte an die Redaktion.

Redaktion

Barbara Dietl
Schriftleiterin von "Schule und Beratung"

Staatliche Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
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E-Mail: sub@fueak.bayern.de
Internet: www.fueak.bayern.de Externer Link

Breites Themenspektrum schafft Wissenstransfer

Dank des breiten Themenspektrums vom Ernährungsprojekt bis zur Wasserrahmenrichtlinie sorgt das Fachmagazin für einen enormen Wissenstransfer zwischen Staatsministerium, Landesanstalten und Ämtern. Wissenschaftliche Auswertung und Erfahrungsberichte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort halten Theorie und Praxis im Gleichgewicht.

Länderübergreifende Reichweite

Was ursprünglich als rein hausinterne Schrift des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten angelegt war, hat inzwischen auch einen großen Leserkreis weit über die Landwirtschaftsverwaltung hinaus, unter anderem bei Kollegen in anderen Bundesländern, in Österreich, der Schweiz und Südtirol.