Monika Grötzinger

Publikationen
Fachmagazin Schule und Beratung

Das Magazin "Schule und Beratung" (SuB) ist die offizielle Informationsschrift des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Es bietet Fachinformationen von der Landwirtschaftsverwaltung für die Landwirtschaftsverwaltung und darüber hinaus.

Aktuell

Titelseite Schule und Beratung 11/12/2018
Ausgabe November/Dezember 2018 – Themen
Um das Bewusstsein für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu wecken und Handlungsfelder in der Landwirtschaft aufzuzeigen, initiiert das bayerische Landwirtschaftsressort die Biodiversitätsjahre 2019 bis 2020. Agrarlandschaften sind wichtige Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten in Mitteleuropa. Art und Weise der Landbewirtschaftung und Landnutzung haben einen großen Einfluss auf die biologische Vielfalt. Doch gerade in den Agrarräumen sind die zu verzeichnenden Artenverluste schon über Jahrzehnte hinweg am stärksten. Die Akteure im ländlichen Raum tragen Verantwortung zur Bewahrung der Biodiversität. Sie sind aufgefordert, sich den Erhalt der wildlebenden Arten, ihrer Populationen und Lebensräume sowie der Kulturpflanzensorten und Nutztierrassen zur Aufgabe zu machen.

Dienstaufgaben werden zunehmend in einem Nebeneinander von Projekt- und Standardaufgaben wahrgenommen. Diese Arbeitsweise hat Konsequenzen für die Beteiligten und macht einen intensiven Austausch zwischen Projektkräften und Stammpersonal notwendig. Gerhard Seidl schildert seine Wahrnehmung aus der Begleitung von Prozessen, aus Moderationen und Seminaren zum Thema Projektmanagement und zeigt Grundvoraussetzungen und Lösungswege für ein sinnvolles Miteinander auf.

Erosionsschutz ist im Kartoffelbau vor allem in Hanglagen von großer Bedeutung. Durch schwere Niederschläge können Dünger und Pflanzenschutzmittel mit dem Bodenabtrag schnell in Oberflächengewässer geraten. Zwischenfrüchten auf Herbstdämmen können das Erosionsrisiko sehr gut senken vor allem auf Hängen und separierten Böden. Ganzjährige Begrünung oder fehlende Frostgare zeigen jedoch auf schweren Böden Nachteile.

"GartenAELFen" heißt der Blog, in dem die Teilnehmerinnen der Fachschule für Hauswirtschaft an der Landwirtschaftsschule Kitzingen im Internet Einblicke darüber geben, was sie seit März über Gartenarbeit gelernt haben und noch lernen. Informativ und unterhaltsam, manchmal auch ein bisschen frech sind die Beiträge formuliert, die Lust darauf machen selbst zum Spaten zu greifen und ein Gemüsebeet anzulegen. Der Projektunterricht erlaubt es den Studierenden und auch den Lehrkräften neue Wege zu gehen. Der Umgang mit Medien ist für die zukünftigen Absolventinnen wichtiger Bestandteil ihres Berufslebens. Der Ruf der Hauswirtschaftsschule Kitzingen profitiert vom herausragenden Engagement der Studierenden.

SuB-Ausgaben 2018

Titelseite Schule und Beratung Heft 10/2018
Ausgabe Oktober 2018 – Themen
In und mit der Natur arbeiten, das eint Landwirte und Imker. Ganz besonders verbindet die beiden Berufsgruppen die Abhängigkeit von der Arbeit der Bienen. Wie prekär jedoch die Lage der fleißigen Insekten ist, ist in aller Munde. Damit bei dieser Thematik aus dem Reden übereinander ein Miteinander wird, suchte die Landwirtschaftsschule Pfaffenhofen den Austausch. Dabei wurden Erwartungen besprochen und diskutiert, Ideen ausgetauscht und Einblicke in den Berufsalltag gewährt. Ein wichtiger Beitrag zum Dialog zwischen Landwirtschaft, Imkern und Gesellschaft.

Der Arbeitskreis „Gewässer schonende Landwirtschaft“ in Unterfranken erarbeitete eine Excel-Anwendung, mit der relativ einfach und schnell ermittelt werden kann, wie sehr ein Betrieb auf Gewässerschutz ausgerichtet ist. Wasserberater oder Berater von Erzeugerringen können mit dem praktischen Beratungswerkzeug sehr anschaulich die Wirkung von Gewässer schonenden Maßnahmen demonstrieren. Es eignet sich aber auch zur Überprüfung des Status quo für Betriebsleiter oder als Beratungs- und Kontrollinstrument in Wasserschutzgebieten.

"Heimat" ist für viele Menschen wichtig und derzeit ein hochaktuelles Thema. Vor dem Hintergrund von Globalisierung und dem gefühltem Verlust von Heimat wird diese Bedeutung anhalten. Die Einrichtung von Heimatministerien macht die Relevanz des Themas und Begriffes deutlich. Und auch oder gerade in Bezug auf unser Essen gewinnt die Regionalität als „Heimat auf dem Teller“ eine eigenständige und zunehmend größere Bedeutung.

Der gesellschaftliche Konsens um die heutige Nutztierhaltung scheint sich mehr und mehr aufzulösen. Die Beurteilung dessen, was akzeptabel erscheint, hat sich in jüngster Zeit stark gewandelt. Dies ist nicht zuletzt auf eine wachsende Distanz zwischen Landwirtschaft und (städtischer) Bevölkerung zurückzuführen, welche sich in zunehmendem Wissensdefizit und sinkendem Vertrauen niederschlägt. Der Verbraucher reagiert teilweise mit emotionalem, auf breiter Front aber mit preisbasiertem Einkaufsverhalten. Die jüngste Diskussion um die betäubungslose Ferkelkastration verdeutlicht diese Distanz erneut.
Titelseite Schule und Beratung Heft 8-9/2018
Ausgabe August/September 2018 – Themen
"Sage mir, was du liest und ich sage dir, wie du die Welt siehst". Dank Medienvielfalt und Infoflut auf allen Kanälen wähnen wir uns gut informiert und meinen, unsere Umwelt objektiv und liberal zu beurteilen. Aber ist das wirklich so? Tatsächlich nehmen wir immer nur einen Ausschnitt wahr. Dabei hängt unsere Wahrnehmung stark davon ab, welche Medien wir nutzen und welche Infos in unser Weltbild passen. "Das Auge sieht nur, was der Geist bereit ist, zu begreifen", erkannte bereits Henri-Louis Bergson (1859 – 1941), französischer Philosoph und Nobelpreisträger. Oder auf das 21. Jahrhundert übertragen: "Mir reicht meine Teilwahrheit in meiner selbst gebauten Filterblase."

Der Umsatz des Produzierenden Ernährungsgewerbes in Bayern erhöhte sich 2017 auf einen neuen Höchststand. Die Exporterlöse trugen zu mehr als einem Fünftel dazu bei. Beim Vergleich mit den Umsätzen, der Zahl der Beschäftigten und der Zahl der Betriebe zählen die Lebensmittelhersteller zu den vier bedeutendsten Wirtschaftsklassen des Verarbeitenden Gewerbes in Bayern. Gemessen an den Gesamteinnahmen nimmt die Milchverarbeitung den ersten Platz ein, gefolgt von den Schlachtereien und Fleischverarbeitern sowie den Herstellern von Backwaren und Dauerbackwaren. Die Hersteller von Backwaren und Dauerbackwaren waren führend bei der Zahl der Betriebe sowie der Beschäftigten.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth veranstaltete in einer Grundschule in Roth in Zusammenarbeit mit einem Gärtnermeister das Ernährungsprojekt "Wissen wie´s wächst und schmeckt". Die Kinder sollten in Kontakt mit dem Ursprung von Lebensmitteln kommen und Lebensmittel wertschätzen lernen, indem sie beim Wachsen zuschauen und Zeit für die Pflege aufbringen. Dementsprechend war das Projekt in Anpflanzen, Beobachten, Pflegen sowie Ernten und Verkosten gegliedert.

Das bisher im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) sehr allgemein gehaltene Werkvertragsrecht wurde reformiert. Zum 1. Januar 2018 trat ein spezielles Bauvertragsrecht in Kraft, das zum einen für Verbraucher, zum anderen für Unternehmer aus Landwirtschaft und Gartenbau wichtige Neuerungen beinhaltet. Welche Bedeutung diese umfangreichen Ergänzungen im BGB in der Praxis haben, erläutert der Beitrag.
Titelseite Schule und Beratung Heft 7/2018
Ausgabe Juli 2018 – Themen
Jungen Menschen wird gerne unterstellt, dass sie traumwandlerisch sicher mit dem Computer umgehen können, denn: "Damit wachsen die doch auf!" Wenn dem so wäre, müsste man Inhalte wie die Vermittlung von Office-Anwendungen im EDV- bzw. IuK-Unterricht unserer Fachschulen und Fachakademien hinterfragen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Immer mehr Studierende bringen in diesem Bereich nicht mehr die Vorkenntnisse mit, die wünschenswert sind. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine paradoxe Situation entsteht: Die Qualifikation der "Digital Natives" entspricht oft nicht den Erwartungen der Lehrer-Generation. Ist das so, und wenn ja, warum? Der Beitrag macht sich auf die Suche nach Ursachen und Gründen.

Die Landwirtschaft wird kritisiert, dass ihre aktuelle Wirtschaftsweise das Grund- und Oberflächenwasser mit Nitrat und Pflanzenschutzmittel belastet. Grenzwerte der Trinkwasserrichtlinie würden erreicht bzw. in Teilen auch überschritten. Ein Einfluss der Landwirtschaft durch die Bewirtschaftung in der Fläche ist vorhanden. In der Praxis gibt es aber große Unterschiede. Viele Landwirte führen wirksame Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Wasserqualität durch. Wasserberater unterstützen sie dabei. Der Verfasser ist Wasserberater am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landau und schildert seine Herangehensweise.

Der Klimawandel ist eine große Herausforderung in der Weinproduktion. Die Traubenreifephase beginnt immer früher, was die Beerenzusammensetzung, insbesondere in Bezug auf Zucker- und Säuregehalt sowie Aromastoffe beeinflusst. Dies kann positive oder negative Auswirkungen auf die Weinqualität haben. Unbestritten ist ebenfalls der Effekt, dass mit steigenden Temperaturen zukünftig viele Weinbauregionen häufiger Wasserdefiziten ausgesetzt sein werden. Wasser stellt daher zunehmend einen wichtigen und kostbaren Produktionsfaktor im Weinbau dar.

Sintflutartige Regenfälle führten am 29. Mai 2016 zu großen Schäden im Stadtteil Ansbach-Kammerforst. Die Niederschläge verursachten auf einem Acker starke Erosion und spülten Schlammlawinen in das angrenzende Siedlungsgebiet. Studierende der Landwirtschaftsschule Ansbach befassten sich im Rahmen ihres Bodenschutzprojektes mit diesem Erosionsereignis und begleiteten das weitere Vorgehen um die Flächen in Kammerforst. Sie leisteten dabei einen wichtigen Beitrag zum Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft.
Titelseite Schule und Beratung Heft 5/6 2018
Ausgabe Mai/Juni 2018 – Themen
Nach dem Ausstieg aus der Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) und der damit verbundenen täglichen Zeitbuchung im SAP-System wurde für die Bereiche Landwirtschaft und Forsten der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) ein strategisches Controlling eingeführt. Im Mittelpunkt des neuen „Kennzahlengestützten Controlling“ stehen leistungsorientierte Kennzahlen zu Aufgabenschwerpunkten zusammen mit den bereits verwendeten Kennzahlen für die operativen Rahmenziele. Die Erfassung und Aufarbeitung dieser Kennzahlen wird Informationen für die Planung und Steuerung durch Plan-Ist-Vergleiche und horizontale Betrachtungen bereitstellen.

Ein entscheidender Grund für die Bundesregierung, den Ausbau Erneuerbarer Energien zu forcieren, war, den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen in Deutschland stärker zu reduzieren und damit den Klimawandel zu bekämpfen. Agrophotovoltaik könnte durch eine ressourceneffiziente Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen die Sonnenenergie sowohl in elektrischen Strom als auch in pflanzliche Biomasse umwandeln.

Gemeinsam auf einem landwirtschaftlichen Betrieb zu leben und zu arbeiten ist ein Privileg, aber auch eine Herausforderung für die verschiedenen Generationen. Bevor die Hofnachfolger nach erfolgreich abgeschlossener Aus- und Fortbildung in den Betrieb einsteigen, ist es deshalb umso wichtiger, sich mit den gegenseitigen Erwartungen auseinanderzusetzen. Nur so kann dieser Herausforderung gemeinsam und fruchtbar begegnet werden. Hierfür gibt der Elterntag der Höheren Landbauschule Almesbach wertvolle Impulse.

Wohn- und Gewerbegebiete, Ortsumfahrungen, Autobahnausbau und andere Infrastrukturmaßnahmen: Die Nachfrage nach Flächen zum Bauen ist riesig. Fast ausschließlich werden dafür Landwirtschaftsflächen in Anspruch genommen. Besonders relevant für die betroffenen Betriebe ist, dass sie speziell für gemeindliche Planungen bevorzugt ebene und orts- und damit hofnahe Flächen verlieren. Zur Verdeutlichung und Versachlichung der aktuellen Diskussionen zum Thema Flächenfraß bzw. Betonflut ist es sinnvoll, sich mit konkreten Zahlen auseinanderzusetzen, die das Landesamt für Statistik bis hinunter auf Gemeindeebene bietet.
Titelseite Schule und Beratung Heft 3/4 2018
Ausgabe März/April 2018 – Themen
Was bedeutet humanistische Führung? Warum ist für den Erfolg einer Führungskraft auch entscheidend, welches psychologische Grundverständnis für Menschen sie mitbringt? Das erklärt Prof. Dr. Peter Fische, Hauptreferent des dritten Landshuter Führungsgespräches vom November 2017, in seinem Beitrag. Fischer ist Lehrstuhlinhaber für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Regensburg und sprach vor Behördenleiterinnen und Behördenleitern aus ganz Bayern an der Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk) in Landshut.

Wo liegen unsere Schwerpunkte? Wie setzen wir diese um? Einen "Fahrplan", strategisch und operativ, bieten die vereinbarten operativen Rahmenziele, die eine Säule der Führung der ÄELF durch das StMELF darstellen. Das Festlegen auf eine begrenzte einstellige Anzahl unterstützt die ÄELF in der Priorisierung der zu leistenden Aufgaben, die Rahmenziele zeigen Arbeitsschwerpunkte auf und geben Unterstützung und Orientierung.

Essen Menschen, die gesunde Ernährung in einer Gemeinschaftsverpflegung gelernt haben, besser? Und welche Mehrbelastungen hat das Solidarsystem durch ungesunde Ernährung zu leisten? Das Projekt "Ernährungsverhalten in Bayern und seine Folgekosten" des Kompetenzzentrums für Ernährung liefert Zahlen und zeigt soziale Prädikatoren des Ernährungsverhaltens auf. Ein Praxistest untersucht die Wirksamkeit innovativer Ansätze der Verhältnisprävention in der Gemeinschaftsverpflegung.

Mit gutem Beispiel voran gehen Landwirte, die als Demonstrationsbetriebe aufzeigen, was sie für den Gewässer- und Erosionsschutz tun. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Passau-Rotthalmünster hat sich neue Maßnahmen ausgedacht, um die Öffentlichkeit und weitere Landwirte für das Thema Gewässerschutz zu gewinnen. Im Mittelpunkt stehen dabei Schauversuche und Lehrpfade sowie neue Ausbildungsinhalte.
Titelseite Schule und Beratung Heft 1-2/2018
Ausgabe Januar/Februar 2018 – Themen
Zur Verringerung der Nitratbelastung des Trinkwassers arbeiten Landwirte und kommunale Wasserversorger eng zusammen. Am Beispiel des Arbeitskreises Landwirtschaft und Grundwasserschutz in Burglengenfeld wird deutlich, wie Versuche im Bereich der Produktionstechnik und ein detailliertes Anreizsystem für Landwirte erfolgreich für mehr Trinkwasserqualität sorgen können.

Etwa 120 Wirtshäuser nutzen die Klassifizierung „Ausgezeichnete Bayerische Küche“, die für ausgesuchte Produkte und Zutaten aus der umliegenden Landwirtschaft und traditionelle bayerische Wirtshauskultur steht. Staatsminister Helmut Brunner hat beispielhaft einen dieser Betriebe, den Brauereigasthof der Familie Inselkammer in Aying, besucht.

Am Konzept der „Schlotthamer Strohsau“ wird das Thema Verbraucherakzeptanz über den Tierwohlfaktor erläutert. Im Landkreis Altötting setzt der Betrieb Weindl seit 2016 auf eine enge Abstimmung mit der örtlichen Metzgerei und eine intensive Öffentlichkeitsarbeit. Die „Schlotthamer Strohsau“ ist mittlerweile ein positiver Marketingbegriff, Verbraucher kommen zu Stallbesichtigungen und Werbeplakate mit dem Tierwohlfaktor sorgen für Kundenbindung.

Das bayernweite Beraternetzwerk LandSchafftEnergie berät seit fünf Jahren kostenlos zu allen Themen der Energiewende. Als Schwerpunkte haben sich die Themen Biogas, Photovoltaik, Effizienz und Einsparung auf landwirtschaftlichen Betrieben sowie Heizen mit Holz herauskristallisiert.

SuB-Ausgaben 2017

Titelseite Schule und Beratung Heft 12/17
Ausgabe Dezember 2017 – Themen
Die besten Apfelsorten für jeden Zweck: Ein Langzeitversuch der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) vergleicht alte und neue Sorten auf Vitalität, Ertrag, Fruchtqualität und Krankheitsresistenz. An verschiedenen Standorten in Unterfranken konnten zwischen 1998 und 2004 insgesamt 29 neue Apfelsorten im Vergleich mit "alten" Sorten (Anbau vor 1940) gepflanzt werden, um deren Eignung für den extensiven Streuobstbau auf Hochstamm zu testen. Die Versuchsauswertung ist hochinteressant und mündet in einer Sortenempfehlung. Die Ranglisten geben an, welche Obstsorten sich für Streuobstwiesen besonders eignen und welche Apfelsorten vital und schorfresistent sind.

Ein Zeichen von Bio-Qualität aus Bayern: Die regionale Herkunft hat auch beim Kauf von Bio-Lebensmitteln einen hohen Stellenwert. Mit dem neuen Bayerischen Bio-Siegel gibt die Bayerische Staatsregierung den Marktbeteiligten eine Möglichkeit an die Hand, gegenüber dem Verbraucher eine höhere Qualität von Bio-Erzeugnissen und die Herkunft der Rohstoffe sowie deren Verarbeitung sichtbar zu machen. Knapp zwei Jahre nach seiner Einführung hat sich das Qualitätssiegel bereits gut am Markt etabliert, 115 Erzeuger nutzen das Bayerische Bio-Siegel bereits. Seine Sichtbarkeit und Signalwirkung trägt maßgeblich zur öffentlichen Wahrnehmung und erfolgreichen Entwicklung des Landesprogramms "BioRegio Bayern 2020" bei.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Die Zahlstelle Bayern – einschließlich aller nachgeordneten Organisationseinheiten – ist regelmäßig Prüfungen verschiedener externer und interner Instanzen unterworfen, z. B. der Europäischen Kommission (EU-KOM) oder der Bescheinigenden Stelle. Dabei stellen sich die Fragen: Welche Prüfinstanzen gibt es? Welche Aufgaben haben sie und wie greifen sie ineinander? Vor dem Hintergrund, dass die Zahlstelle Bayern regelmäßig als sehr zuverlässig bewertet wird und es keine größeren Anlastungen gibt, stellt dieser Beitrag die rechtliche Grundlage, die Aufgaben und die Auswirkungen der Prüfungen durch Prüfinstanzen vor.

Die Tafeln retten Lebensmittel und helfen Bedürftigen: Als Schirmherr der bayerischen Tafeln stattete Staatsminister Helmut Brunner stellvertretend der Tafel Kulmbach einen Besuch ab. Dort wurde eindrucksvoll vermittelt, mit welchem zivilgesellschaftlichen Engagement die Tafeln Lebensmittel für den guten Zweck retten, Lebensmittel wertschätzen und Verschwendung vermeiden. So lautet das Motto des von Staatsminister Helmut Brunner 2016 initiierten Bündnisses „Wir retten Lebensmittel!“. Von Beginn an dabei sind auch die Tafeln, die seit 2016 in dem neugegründeten Tafel Landesverband Bayern e. V. organisiert sind.
Titelbild Schule und Beratung Heft 10/11
Ausgabe Oktober/November 2017 – Themen
Die grüne bauchige Bocksbeutelflasche hat als traditionelles Markenzeichen einen Relaunch erfahren. Mit der strategischen Neuausrichtung der Gebietsweinwerbung Franken in den Jahren 2008 bis 2010 wurde im Arbeitskreis Markt des Fränkischen Weinbauverbandes e. V. neben einer neuen Kommunikationsstrategie für den Frankenwein auch die Konzentration aller Marketingaktivitäten der Gebietsweinwerbung auf die sogenannten Schwerpunktmärkte München und Hamburg beschlossen. Was am Ende aber entstand, war weit mehr als ein Kommunikationskonzept auf einem Stück Papier. Vielmehr wurde das Idol des fränkischen Weines – der Bocksbeutel – zu einem Markenbotschafter mit neuem Schliff. Er wurde dabei nicht neu erfunden, sondern vielmehr dem Zeitgeist angepasst: modern, dynamisch und hochwertig.

Das Aktionsprogramm Gewässerschutz des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten umfasst auch einen deutlichen Ausbau der Beratungs- und Bildungsaktivitäten. Damit fachübergreifendes Arbeiten einfacher wird, gab es erstmals ein gemeinsames Seminar für Referendare aus der Landwirtschafts- und Wasserwirtschaftsverwaltung. Unter dem Motto "Landwirtschaft trifft Wasserwirtschaft" trafen sich 17 Referendare der Landwirtschaftsverwaltung und 13 Referendare der Wasserwirtschaftsverwaltung mit dem übergeordneten Ziel, in Zukunft eine bessere Zusammenarbeit durch Netzwerkbildung und Verständnis für die Beweggründe der "anderen Seite" zu erreichen.

Wenn Organisationseinheiten Veränderungen in ihren Strukturen oder Prozessen auslösen, sollte eine Veränderungsdiagnose vorausgehen. Ein großes Maß an Plan- und Steuerbarkeit sollte eine flexible Vorgehensweise ermöglichen, bei der erforderlichenfalls immer wieder nachjustiert werden kann. So das Ideal. Wie aber kann Veränderungsmanagement erfolgreich sein, wenn politische Vorgaben plötzlich und unvorhergesehen große Veränderungen von einer Behörde und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verlangen? Kann dann überhaupt das Wichtigste gelingen, nämlich, dass die Betroffenen die Veränderungen als ihre Herausforderung annehmen, die Motivation nicht leidet und schließlich die Chancen gesehen werden? Dazu ein Zwischenbericht zur Behördenverlagerung aus der FüAk.

Die Vorgaben des Agrarwirtschaftsgesetzes und in Folge der Rückgang der staatlichen Beratung in Bayern haben die Notwendigkeit offengelegt, für ein gemeinsames ganzheitliches Beratungsangebot für Landwirte zu sorgen. Die Verbundberatung sollte diese Lücke schließen und über einen regen Austausch Beratungspartnerschaften für den Landwirt hervorbringen. Gemeinsames Ziel war ein größeres Beratungsangebot insgesamt. Die Landwirte sind bei der Nachfrage derzeit aber eher zurückhaltend. Eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Behördenleiterbesprechung im Juli diente dem Erfahrungsaustausch der Beratungspartner. Die Veranstaltung sollte Gelegenheit geben, Stärken darzustellen, aber auch Schwächen zu benennen und Lösungswege aufzuzeigen.
Titelblatt Schule und Beratung Heft 8/9 2017
Ausgabe August/September 2017 – Themen
"Wo kommt mein Essen her?" lautete das Motto der 5. Bayerischen Ernährungstage 2017. In ganz Bayern fanden dazu Aktionen rund um Herkunft und Ursprung von Lebensmitteln statt. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth veranstaltete für Schüler der neunten Klasse der Realschule Hilpoltstein einen Ernährungsspaziergang. Bei der Wanderung mit Halt an drei Stationen erfuhren die Realschüler entlang der Lebensmittel-Wertschöpfungskette die Verarbeitungsschritte vom Getreide zum Brot und wanderten dabei vom Getreidefeld zu einem Hofladen und einer Mühle.

Barrierefreie touristische Angebote sind noch selten, obwohl laut einer Untersuchung 30 Prozent der Bevölkerung von diesen Angeboten profitieren würden. Barrierefreier Urlaub bringt auch mehr Gäste, denn 48 Prozent der Menschen mit Mobilitätseinschränkung würden sogar öfter verreisen, wenn sie barrierefreie Unterkünfte vorfänden. Das Beraternetzwerk "Urlaub auf dem Bauernhof" hat sich im Rahmen des Informationstages für Gastgeber mit dem Thema "Bauernhofurlaub – barrierefrei und komfortabel" befasst und unter anderem eine barrierefreie Musterwohnung der kommunalen Wohnberatungsstelle am Landratsamt Tirschenreuth besichtigt.

Ein hoher Flächenverbrauch bringt auch eine Verknappung von Kompensationsflächen für den naturschutzrechtlichen Ausgleich mit sich. Die Nachfrage nach Ausgleichs- und Ersatzflächen nimmt daher auch bei den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) als großer Flächenbewirtschafter spürbar zu. Die Bayerische Kompensationsverordnung ermöglicht seit 2014 den Betrieb von gewerblichen Ökokonten. Dies bietet für die BaySF die Chance, mit Kompensationsansprüchen Dritter auf Staatsforstflächen strategischer umzugehen und einen größeren Beitrag zu einer wirksamen Realkompensation leisten.

Produktionstechnisches Wissen auf hohem Niveau reicht heute längst nicht mehr aus, um ein landwirtschaftliches Unternehmen erfolgreich zu führen. An den Landwirtschaftsschulen wird deshalb in vielen Fächern bewusst die Persönlichkeitsbildung und die Entwicklung unternehmerischer Fähigkeiten gefördert. Eine wichtige Fähigkeit ist es, sich und seinen Betrieb in der Öffentlichkeit zu präsentieren und damit zu einem positiven Bild der Landwirtschaft beizutragen. Das Thema "Medienkompetenz und Öffentlichkeitsarbeit" wurde an der Landwirtschaftsschule Straubing fächerübergreifend über drei Semester hinweg in verschiedenen Projekten bearbeitet.
Titelseite Schule und Beratung 7/2017
Ausgabe Juli 2017 – Themen
Die Sicherstellung eines gesamtheitlichen, auf hohem Niveau liegenden Schutzes der Gewässer und der Ressource Wasser einschließlich der Feuchtflächen und Moore ist – auch im Sinne der europäischen Wasserrahmenrichtlinie – eine gemeinsame Aufgabe und Verpflichtung für Staatsregierung, Kommunen, Verbände der Wasserwirtschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Da die Landwirtschaft einen großen Anteil der Landesfläche nutzt, trägt sie hier eine besondere Verantwortung. Deshalb haben im März 2017 auf Initiative von Staatsminister Brunner 14 Partner einen Wasserpakt unterzeichnet.

Im Wirtschaftsjahr 2015/2016 waren die wirtschaftlichen Ergebnisse in den meisten landwirtschaftlichen Betrieben nicht zufriedenstellend. Die Gewinne der Haupterwerbsbetriebe gingen um durchschnittlich sieben Prozent zurück, weil sich die Umsatzerlöse insbesondere beim Verkauf von pflanzlichen Produkten, Milch und Schweinen verringerten. Aber auch niedrigere EU-Direktzahlungen und geringere Investitionszuschüsse trugen zu einer Verschlechterung der Liquiditätslage in den Betrieben bei. Viele Betriebe hatten bereits im Vorjahr spürbare Gewinneinbußen. Deshalb blieb die Liquiditätslage 2015/2016 erkennbar angespannt.

2017 steht ganz im Zeichen einer Baumart, die wie keine andere den deutschen Wald in den letzten zwei Jahrhunderten geprägt hat: Die Fichte. Für viele Waldbesitzer und Forstleute ist sie der Brotbaum der deutschen Forstwirtschaft, die ökonomische Säule des Waldes in Mitteleuropa, für Naturschützer oft der Inbegriff naturferner Monokulturen. Der Beitrag stellt die Fichte am Beispiel des Tertiären Hügellandes im Landkreis Landshut vor.

Die Werbung ist voll davon – Fleisch und Wurst ohne tierische Produkte. Selbst bei den Discountern gibt es vegetarischen Aufschnitt oder Sojajoghurt. Bekannte Wursthersteller setzen voll auf diesen Trend. Aber wie schmecken diese Produkte wirklich? Ob der Unterschied im Geschmack spürbar ist, haben die Studierenden der Höheren Landbauschule Rotthalmünster im Rahmen des Faches "Aktuelles aus Politik und Gesellschaft" in einer Milch- und Fleischverkostung getestet.
Titelseite Schule und Beratung 5-6/2017
Ausgabe Mai/Juni 2017 – Themen
In den "Amtsstuben" vollzieht sich ein Wandel weg von Formblättern und Formularen hin zur papierlosen Abwicklung der Dienstaufgaben. In der Personalverwaltung im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hilft eine einzigartige Web-Anwendung namens "DiBe-Online" diesen Arbeitsablauf komfortabel, effektiv und vor allem nahezu fehlerfrei zu erledigen.

Auch nach dem Abschluss der Landwirtschaftsschule und der erfolgreichen Meisterprüfung lohnt es sich für die landwirtschaftlichen Betriebsnachfolger weitere Zeit und Energie in Bildung zu investieren. Dr. Michael Karrer, Leiter des Referates Bildung und Schulwesen in der Agrarwirtschaft und im Gartenbau im Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, legt in einem Interview die Gründe dar. Ehemalige Studierende der Höheren Landbauschule Rotthalmünster erklären, was der Schulbesuch aus ihrer Sicht gebracht hat.

Das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm bildet nach wie vor den Kern der bayerischen Agrarumweltpolitik und war in der vergangenen Förderperiode die finanziell stärkste Maßnahme des "Bayerischen Zukunftsprogramms Agrarwirtschaft und Ländlicher Raum". Mehr als eine Milliarde Euro Fördermittel wurden von 2007 bis 2013 für die zahlreichen Einzelmaßnahmen ausgezahlt. Damit ist KULAP von großer Bedeutung für die Landwirte in Bayern, führt in der Umsetzung aber auch zu beträchtlichem Aufwand für die Verwaltung auf allen Ebenen.

Fairness bewirkt etwas – das zeigen seit Jahrzehnten viele Studien in Unternehmen, Organisationen und Branchen: Leistung, Einsatz, Arbeitszufriedenheit, rechtstreues Handeln und vieles mehr steigen, wenn die Mitarbeiter der Meinung sind, dass es bei einer Entscheidung fair zugegangen ist. Gesetzeskonformes Handeln allein genügt dabei aber nicht. Vielmehr kommt es darauf an, die Grundprinzipien der organisationalen Gerechtigkeit anzuwenden.
Titelseite Schule und Beratung 4/2017
Ausgabe April 2017 – Themen
Wie können wir Flächenkonkurrenz dauerhaft entschärfen? Wo gelingt es uns, konkurrierende Ansprüche auf derselben Fläche zu vereinbaren? Welche gemeinsamen Strategien gibt es, unsere begrenzte Fläche maßvoll und zukunftsfähig zu nutzen? Um Flächenkonkurrenz dauerhaft entschärfen zu können, müssen konkurrierende Ansprüche auf derselben Fläche miteinander vereinbar werden. Hier bedarf es gemeinsamer Strategien, damit die Nutzung begrenzter Fläche maßvoll und zukunftsfähig erfolgt. In dieser Ausgabe von "Schule und Beratung" startet eine Serie, die sich der Problematik des Flächenverbrauchs widmet.

Wenn es in der Kita mittags verlockend duftet, freuen sich alle auf das Essen. Frisch gekochte Mahlzeiten sind für die meisten Eltern und viele Einrichtungen das Optimum der Speisenversorgung. Immer wieder kommen an das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Würzburg Anfragen von Kitas, die gerne frisch kochen würden. Die Einrichtungen fragen sich aber auch: "Ist das auch wirklich das beste System?", "Kann das wirtschaftlich sein?", "Was müssen wir tun und was ist zu beachten?". In einem unterfränkischen Modellprojekt wurde ein Leitfaden entwickelt, der Kitas bei der Bewältigung dieser Fragen unterstützt.

Digitale Medien sind fester Bestandteil der Lebenswelt vieler junger Menschen. Es gehört daher auch zum Bildungsauftrag im land- und hauswirtschaftlichen Fachschulbereich, die Studierenden digitalkompetent und datensouverän zu machen. Eine fachübergreifende Arbeitsgruppe stellte im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ca. 110 Anwendungen für Smartphone und Tablet zusammen, die für die Aus- und Fortbildung einsetzbar sind. Die Anwendungen sind geeignet, die Medienkompetenz zu verbessern und den Lernprozess im Unterricht nachhaltiger zu gestalten.

Die Ziege zählt zu den ältesten domestizierten Tierarten. Vor allem in Notzeiten kam der Ziegenhaltung eine wichtige Aufgabe zur Ernährungssicherung der Bevölkerung zu. Heute gelten Ziegenprodukte – allen voran Ziegenkäse – als kulinarische Delikatessen. Die Ziegenhaltung in Bayern zeigte in den vergangenen Jahren steigende Betriebs- und Tierzahlen. Die Milchziegenhaltung stellt jedoch eine Nischenproduktion dar. Die Menge an verfügbarem Datenmaterial aus der Praxis ist gering. Bei der Vorbereitung eines Moduls "Ziegenhaltung" für das Bildungsprogramm Landwirt BiLa entstand die Idee, Praxisdaten führender bayerischer Milchziegenbetriebe zu erheben und auszuwerten, um Ansatzpunkte für weitere Beratungsschwerpunkte zu entwickeln.
Titelseite Schule und Beratung 2-3/2017
Ausgabe Februar/März 2017 – Themen
Weil Verbraucher und Landwirte immer weniger miteinander in Berührung kommen, nehmen die Studierenden der Landwirtschaftsschule Schweinfurt den Informationsaustausch selbst in die Hand. Im Rahmen einer sogenannten Wertewoche setzen sie sich mit dem Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit auseinander. Höhepunkt ist ein Erzeuger-Verbraucher-Dialog. Angehende Landwirtschaftsmeister aus dem ersten und dritten Semester diskutieren mit interessierten Verbraucherinnen des Lehrgangs "Qualifizierung in der Hauswirtschaft" über aktuelle Themen.

In vielen Weinbaugebieten prägen Steillagen die Kulturlandschaft der Region. Die extremen Produktionsbedingungen in den Weinbergen führen jedoch häufig zur Aufgabe der Flächen in Steillagen. Die Flächen verbuschen, Heckenpflanzen und Bäume setzen sich durch, Lebensraum für viele an diese trocken-heißen Bedingungen angepasste Pflanzen und Tiere geht verloren. Eine Lösung des Problems bietet die Querterrassierung. Die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau setzte an einem Weinberg, der vollständig von Mauern eingeschlossen war, diese Möglichkeit zur Erhaltung des Weinbaustandortes um.

Automatische Melksysteme sind inzwischen fest etabliert. Im Dezember 2015 waren durch das Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung in Bayern e. V. 1.577 Betriebe mit 1.832 Melkboxen erfasst. Der Standard ist die Einzelmelkbox, es gibt aber auch Mehrboxenanlagen und automatische Drehmelkstände für Großbetriebe. Bei Melkständen sind mehrere Automaten zum Ansetzen des Melkzeugs im Einsatz oder für jeden Platz ein separater Melkautomat. Für diese Anlagen ergeben sich im Prinzip keine besonderen Vorgaben für die Bereiche Futter und Fütterung. Lediglich die Kuhkontrolle ist verändert, da der Blick des Melkers fehlt und anderweitig zu kompensieren ist.

Die Landesanstalt für Landwirtschaft hat für 2015 den Lebensmittelverkauf verschiedener Einkaufsstätten untersucht. Food-Vollsortimenter wie Edeka und Rewe konnten die mengenmäßigen Marktanteile bei ausgewählten Nahrungsmitteln mit Ausnahme von Geflügelfleisch ausbauen. Die SB-Warenhäuser haben im selben Zeitraum nur bei Fleisch und Fleischwaren zugelegt. Discounter belegten bis auf Fleisch und Brot in allen dargestellten Lebensmittelsegmenten den ersten Rang und gewannen Anteile hinzu. Die Fachgeschäfte spielen nur noch bei Brot eine ausgeprägte Rolle. Der Online-Lebensmittelhandel weist zwar hohe relative Steigerungsraten auf, erlangte aber nur einen Marktanteil von unter einem Prozent.
Titelseite Schule und Beratung 1/2017
Ausgabe Januar 2017 – Themen
"Wo es guten Wein gibt – da gibt es auch gute Trüffeln", so lautet eine alte französische Erfahrung. In Franken gibt es guten Wein – und auch gute Trüffeln? Was lange Zeit nur im engeren Kreis einschlägiger Pilzexperten bekannt war, hat sich inzwischen durch weitergehende Untersuchungen bestätigt. Es gibt in unseren Wäldern die "Diamanten der Küche". Sammeln darf man sie allerdings nicht. Sie stehen unter dem strengen Schutz der Bundesartenschutzverordnung. Was in südlichen Ländern schon seit längerer Zeit funktioniert, wird deshalb nun auch bei uns von Hobbygärtnern, Obstbauern, Winzern und Landwirten erprobt und an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau wissenschaftlich begleitet: die Trüffel in Kultur zu nehmen und Trüffelgärten zu etablieren.

Einmal auf einer großen Bühne mitspielen: Die Studierenden der Landwirtschaftsschule Schweinfurt haben die Gelegenheit genutzt und am Weizen-Junior-Cup 2016 im Rahmen der DLG-Feldtage teilgenommen. Fachbesucher aus der ganzen Welt begutachteten die von den Studierenden geführten Bestände. Dass sie bei dieser Aktion nur gewinnen können, war bereits vor Beginn des Weizenanbauvergleiches klar. Die Studierenden konnten die Hintergründe ihrer Bestandsführung den Fachbesuchern erklären und mit ihnen darüber diskutieren.

Das breit angelegte "Bayerische Zukunftsprogramm Agrarwirtschaft und Ländlicher Raum (BayZAL)" der vergangenen Förderperiode griff mit 24 Einzelmaßnahmen die wesentlichen Bedürfnisse der Landwirtschaft und des ländlichen Raums auf. Hierzu gehört auch das Agrarinvestitionsförderprogramm, welches landwirtschaftliche Betriebe bei Modernisierungs- und Wachstumsschritten unterstützt. Die Investitionen bewirkten im Durchschnitt der geförderten Betriebe eine deutliche Verbesserung der wirtschaftlichen Ergebnisse, des Tierwohls und der Arbeitsqualität.

Vegane Ernährung ist ein Ernährungstrend dieser Zeit. Menschen, die diesem Trend folgen, verzichten auf alle Lebensmittel tierischen Ursprungs, das heißt auf Fleisch, Milch, Eier und Honig. Abgesehen von einem gesundheitspräventiven Aspekt spielen ethische, religiöse oder ökologische Beweggründe für diesen Ernährungsstil eine Rolle. Um die Auswirkungen auf die Gesundheit gemäß aktuellem Stand der Wissenschaft darzulegen, hat das Kompetenzzentrum für Ernährung ein Kompendium und einen Vortrag zur veganen Ernährung entwickelt. Inhalte sind auch die ernährungsphysiologisch sinnvolle Umsetzung der veganen Ernährung.

Das Fachmagazin "Schule und Beratung" erscheint alle 2 Monate. Sollten Sie Interesse an einem Exemplar haben, wenden Sie sich bitte an die Redaktion.

Redaktion

Angelika Spitzer
Schriftleiterin von "Schule und Beratung"

Staatliche Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Porschestraße 5 a
84030 Landshut
Tel.: 0871 9522-394
Fax: 0871 9522-399
E-Mail: sub@fueak.bayern.de
Internet: www.fueak.bayern.de Externer Link

Breites Themenspektrum schafft Wissenstransfer

Dank des breiten Themenspektrums vom Ernährungsprojekt bis zur Wasserrahmenrichtlinie sorgt das Fachmagazin für einen enormen Wissenstransfer zwischen Staatsministerium, Landesanstalten und Ämtern. Wissenschaftliche Auswertung und Erfahrungsberichte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort halten Theorie und Praxis im Gleichgewicht.

Länderübergreifende Reichweite

Was ursprünglich als rein hausinterne Schrift des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten angelegt war, hat inzwischen auch einen großen Leserkreis weit über die Landwirtschaftsverwaltung hinaus, unter anderem bei Kollegen in anderen Bundesländern, in Österreich, der Schweiz und Südtirol.