Nadelholzbestand mit Laubholz-Naturverjüngung (Foto: Ully Schweizer).

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Fitnessprogramm für Bayerns Wälder
Initiative Zukunftswald Bayern - Bergwaldoffensive - Waldinitiative Ostbayern

Das Konzept

Regionale Abgrenzung der drei Initiativen in Bayern: Die Projekte der Bergwaldoffensive konzentrieren sich auf den Süden (v. a. Alpenraum), die der Waldinitiative Ostbayern auf die Mittelgebirgsregionen im Nordosten Bayerns. Der Rest des Freistaats wird durch Projekte der Initiative Zukunftswald abgedeckt.Zoombild vorhanden

Regionale Abgrenzung der drei Initiativen in Bayern

Die prognostizierten Klimaveränderungen stellen Ökosysteme vor große Herausforderungen – besonders den Wald.

Mit regionalen Projekten möchte die Bayerische Forstverwaltung Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer zu Waldpflege- und Anpassungsmaßnahmen motivieren und bei deren Umsetzung unterstützen. Regionale Akteure werden je nach Situation und Projekt mit eingebunden.

Die Projekte finden im Rahmen von drei großen regionalen Waldinitiativen statt. Die Einteilung orientiert sich an natürlichen Wuchsbedingungen und großräumigen Landschaften.
Projektübersicht
An den folgenden Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wurden bzw. werden Projekte durchgeführt.
Durch den Klick auf einen Link, werden Sie direkt zur Projektseite des jeweiligen Amtes weitergeleitet.

Warum wir auch in Zukunft stabile Wälder brauchen

Waldfunktionen

Die meisten Wälder in Bayern erfüllen mehrere Funktionen gleichzeitig. Sie...

  • liefern mit dem Holz einen vielseitig einsetzbaren nachwachsenden Rohstoff. Holz ist Baustoff und Energieträger zugleich. Ein wahres Multitalent.
  • liefern uns sauberes Trinkwasser.
  • sind Ort für Ruhe und Erholung.
  • schützen uns im Gebirge vor Steinschlag, Lawinen und Muren.
  • sind Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, z. B. für den Hirschkäfer.
Frontansicht eines Brennholz-Stapels.

© Ully Schweizer

Zwei Hände unter einem dicken Wasserstrahl.

© silver-john/fotolia.com

Mann auf schmalem Waldweg

© Ully Schweizer

Großer Felsen lehnt im Hang an einem Baum.

© Ully Schweizer

Männlicher und weiblicher Hirschkäfer

© Henrik Larsson/
fotolia.com

Wald, Klimawandel und Anpassungsmaßnahmen

Unser Wald in Bayern wird im Zuge des Klimawandels verstärkt sich ändernden Umweltfaktoren ausgesetzt sein (z. B. Hitze, Trockenheit, Stürme). Schon heute können wir dafür sorgen, dass die Auswirkungen abgemildert werden: Durch einen gepflegten Mischwald - bestehend aus den verschiedensten Baumarten.
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Nadelholzbaumarten dominieren unsere Wälder
Den heutigen Wald dominieren boreale Nadelbaumarten - allen voran die Fichte (siehe Bild) und die Kiefer. Ohne Einfluss des Menschen wäre Bayern überwiegend mit Laubmischwäldern bedeckt. Durch die intensive menschliche Nutzung hat sich dies über die Jahrhunderte grundlegend geändert. Die sich abzeichnenden klimatischen Veränderungen stellen insbesondere für unsere von "nordischen" Baumarten dominierten Wälder eine Belastungsprobe dar.
Sturmwurf und Waldbrand: Die Gefahr steigt
Von einem Sturm umgeworfene und teils gebrochene Fichtenbäume. Insbesondere die Fichte bildet auf bestimmten Böden nur flache Wurzelteller aus und ist dadurch besonders gefährdet. Tannen oder Eichen beispielsweise bilden tiefreichendere Wurzelsysteme aus. In Mischwäldern mit mehreren Baumarten ist daher das Risiko von Schäden in der Regel geringer als bei reinen Fichtenwäldern. Klimaexperten prognostizieren eine steigende Gefahr von Stürmen und damit von Sturmschäden an Bäumen im Falle einer Klimaerwärmung.
Das Risiko für Waldbrände steigt bei trockeneren und wärmerer Witterung.
Borkenkäfer auf dem Vormarsch
Der Buchdrucker (Ips typographus) ist ein Käfer aus der Gattung der Borkenkäfer. Zusammen mit dem Kupferstecher ist er für die großen Borkenkäferkalamitäten an der Fichte verantwortlich. Insekten lieben Wärme. In Folge eines wärmeren Klimas wird sich das Risiko von großflächigen Fraßschäden - insbesondere bei nur von einer Baumart dominierten Wäldern - stark erhöhen. Der Grund: Die jeweiligen Insektenarten sind meist auf ein bis zwei Baumarten spezialisiert. Ein Mischwald mit mehreren Baumarten ist daher insgesamt stabiler.
Naturverjüngung und Pflanzung
Im Wald natürlich gekeimte Fichten- und Buchenbäumchen. Kommt durch das Umschneiden oder Umstürzen alter Bäume Licht auf den Boden verjüngt sich der Wald natürlich. Voraussetzung dafür ist insbesondere wenig Konkurrenzvegetation und nicht zu viele Tiere die die jungen Bäumchen fressen.
Keimen keine jungen Bäume auf natürliche Weise oder besteht der Wald aus zu wenig verschiedenen Baumarten kann der Mensch durch Pflanzung von jungen Bäumchen nachhelfen.
Waldpflege
Bei der Waldpflege - in der Fachsprache Durchforstung genannt - wird den vitalsten Bäumen durch entfernen der Konkurrenzbäume geholfen. Der Wald wird dadurch insgesamt stabiler und wertvoller. Für die Baumernte werden heute überwiegend moderne Maschinen eingesetzt. Die Waldarbeit ist dadurch sicherer und effizienter geworden.
Mischwald - der Wald von morgen
Das Ziel sind Mischwälder mit mehreren Baumarten. Diese sind gegenüber den Auswirkungen von Klimaveränderungen insgesamt stabiler als reine Fichten- oder Kiefernwälder. Die Sicherung der Waldfunktionen und der Lebensgrundlagen für unsere Nachkommen wird dadurch erhöht.
Fichtenbestand (Foto: Ully Schweizer)

© Ully Schweizer

Geworfene und gebrochene Fichten - teilweise mit aufragenden Wurzeltellern (Foto: Zophoba/fotolia.com)

© Zophoba/fotolia.com

Waldbrand und Rauchentwicklung in einem Nadelholzbestand (Foto: gilitukha/fotolia.com).

© gilitukha/fotolia.com

Borkenkäfer auf Holz (Foto: Gucio_55/fotolia.com)

© Gucio_55/fotolia.com

Naturverjüngung: Je ein Nadelholz- und Laubholzkeimling (Foto: Ully Schweizer)

© Ully Schweizer

Je eine kleine Tanne, Buche und Eiche in Erde werden von zwei Händen gehalten

© Jan Böhm

Harvester in Fichtenbestand zersägt Baumstamm (Foto: Kletr/fotolia.com).

© Kletr/fotolia.com

Mischwald. Baumkronen teilweise mit buntem Herbstlaub (Foto: Ully Schweizer).

© Ully Schweizer

Unser Angebot für Sie

Försterin im Beratungsgespräch mit zwei Waldbesitzern (Foto: Florian Stahl).

© Florian Stahl

Beratung und Information

Kostenfreie Beratung und Information für Sie - direkt von den Profis. Die Försterinnen und Förster der Bayerischen Forstverwaltung unterstützen Sie gern bei der Bewirtschaftung Ihres Waldes. Knüpfen Sie Kontakte mit regionalen Ansprechpartnern auf einem der bayerischen Waldbesitzertage.  

Beratung und Information in Waldbesitzer-Portal Externer Link

Finden Sie Ihren Förster vor Ort: Försterfinder im Waldbesitzer-Portal Externer Link

Schreibtisch mit Antrag auf Förderung, Lineal, Kugelschreiber, Buch und Tasse

© Jan Böhm

Finanzielle Förderung

Der Freistaat Bayern, der Bund und die Europäische Union unterstützen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer mit der Förderung aus staatlichen Finanzmitteln. Ziel ist der Aufbau zukunftsfähiger, stabiler und gesunder Waldbestände.  

Finanzielle Förderung im Waldbesitzer-Portal Externer Link

Rückansicht einer Person mit ornger Jacke. Aufschrift: Bayerische Waldbauernschule.

© Jan Böhm

Fortbildungen und Schulungen

Egal ob Profi oder Neueinsteiger, für jeden Waldbesitzer und jede Waldbesitzerin ist eine passende Fortbildung oder Schulung hilfreich. Erfahren Sie erste Grundlagen der Waldbewirtschaftung und Waldarbeit oder frischen Sie Ihr Wissen mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auf.  

Fortbildungen und Schulungen im Waldbesitzer-Portal Externer Link

Jugendliche halten sich an den Händen und umfassen zusammen einen dicken Mammutbaum.

© Günter Dobler

Waldpädagogik

Kinder und Jugendliche müssen als Entscheidungsträger der Zukunft um die vielfältigen Leistungen wissen, die Waldbesitzer mit der Bewirtschaftung ihrer Wälder erbringen. Nur wer den Wert von Wald und Forstwirtschaft kennt, akzeptiert und unterstützt die nachhaltige Waldnutzung. Forstliche Bildungsarbeit und Waldpädagogik tragen ihren Teil dazu bei.   Mehr