Forstverwaltung

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Forstdienst - vierte Qualifikationsebene (ehemals höherer Forstdienst)
Forstbetriebsleiter/-in und Bereichsleiter/-in

Forstbeamtinnen und -beamte mit Einstieg in der vierten Qualifikationsebene (ehemals höherer Forstdienst) sind in der Forstverwaltung überwiegend als Bereichs- oder Abteilungsleiter bzw. -leiterinnen an einem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eingesetzt. Dabei müssen sie als Leiter oder Vertreter der Unteren Forstbehörde sicherstellen, dass alle anfallenden Aufgaben rund um den Wald erledigt werden.
Neben der klassischen Tätigkeit an einem Amt kommen für Beamtinnen und Beamte der vierten Qualifikationsebene auch Spezialistenfunktionen in Frage, so z. B. am Staatsministerium, der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft oder dem Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht.

Überblick: Aufgaben der Bayerischen Forstverwaltung

Wie wird man Betriebsleiter/-in bzw. Bereichsleiter/-in?
Für die Tätigkeit als Betriebsleiter/-in bzw. Bereichsleiter/-in ist ein Master- oder ein Diplom-Abschluss einer wissenschaftlichen Hochschule oder ein Master-Abschluss einer Fachhochschule jeweils in einer forstwissenschaftlichen oder forstwirtschaftlichen Fachrichtung erforderlich. Über das Studium der Forstwissenschaften können Sie sich beispielsweise auf der Homepage der Studienfakultät Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der TU München informieren. Weitere universitäre forstliche Fakultäten bestehen in Deutschland in Dresden, Freiburg und Göttingen.
Hochschulabsolventen, die eine Führungsfunktion bei der Bayerischen Forstverwaltung oder bei den Bayerischen Staatsforsten anstreben, müssen zunächst den zweijährigen Vorbereitungsdienst (Referendariat) mit anschließender Qualifikationsprüfung ableisten.

Forstlicher Vorbereitungsdienst

Einstieg in der vierten Qualifikationsebene

Ausbildungsverhältnis

In Bayern stehen pro Jahr 28 Ausbildungsplätze zur Verfügung, die wir im Auswahlverfahren nach Forstzulassungsgesetz vergeben. Während des Vorbereitungsdienstes stehen die Auszubildenden in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf. Sie führen dabei die Dienstbezeichnung "Forstreferendar" bzw. "Forstreferendarin" und erhalten Anwärterbezüge nach dem Eingangsamt A 13 (ggf. zuzüglich Familienzuschlag, Kindergeld und vermögenswirksame Leistungen).

Zulassungsverfahren

Der Vorbereitungsdienst beginnt jährlich jeweils Anfang Juni. Die Voraussetzungen und Termine schreiben wir mit einer Bekanntmachung im November oder Dezember im Bayerischen Staatsanzeiger aus. Diese Bekanntmachung, eine Liste der notwendigen Bewerbungsunterlagen, Bewerbungsvordrucke und wichtige Hinweise finden Sie in der Rubrik "Bewerbung für den Vorbereitungsdienst" (weiter unten auf dieser Seite).

Einstellungsvoraussetzungen

Neben den fachlichen und persönlichen Voraussetzungen müssen Bewerberinnen und Bewerber auch die geforderte gesundheitliche Eignung (amtsärztliches Zeugnis) nachweisen und einen gültigen Jagdschein besitzen. Die Höchstaltersgrenze für die Einstellung in ein Beamtenverhältnis liegt bei 45 Jahren.

Ausbildungsziel

Der Vorbereitungsdienst soll die Beamtinnen und Beamten befähigen, die Aufgaben ihrer Laufbahn selbstständig und eigenverantwortlich wahrzunehmen. Mit Erwerb der Laufbahnbefähigung sind sie beruflich vielseitig einsetzbar, z.B. in Forstbetrieben aller Waldbesitzarten, öffentlichen Forstverwaltungen, bei forstlichen Zusammenschlüssen, Unternehmen der Forst- und Holzbranche oder als selbstständige Dienstleister.

Gliederung und Dauer

Der zweijährige Vorbereitungsdienst gliedert sich in 2 Ausbildungsabschnitte:
Fachtheoretischer Ausbildungsabschnitt (5 Monate)
  • verschiedene Lehrgänge
  • persönliche Vorbereitungszeit auf die Prüfung
Berufspraktischer Ausbildungsabschnitt (19 Monate)
  • Forsteinrichtung (4 Monate)
  • Untere Forstbehörde (7 Monate)
  • Forstbetrieb des Staatswaldes (7 Monate)
  • Projektarbeit (1 Monat)
    Nach der Qualifikationsprüfung werden die Forstreferendarinnen und Forstreferendare bis zur Aushändigung des Prüfungszeugnisses (etwa Oktober) an einem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten oder einem Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten ausbildungsförderlich eingesetzt.

Bewerbung für den Vorbereitungsdienst

Bekanntmachung vom 8. Dezember 2016

Notwendige Unterlagen für eine Bewerbung

Bitte stellen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen sorgsam zusammen und beachten Sie die entsprechenden Hinweise! Das spart Ihnen und uns Zeit und Aufwand.

Wie geht es mit Ihrer Bewerbung weiter?

Die Forstschule prüft alle eingegangenen Bewerbungen. Alle Bewerberinnen und Bewerber bekommen Mitte März per E-Mail eine Bestätigung über den Eingang ihrer Bewerbung und ggf. einen Hinweis, falls Unterlagen fehlerhaft sind. Diese können bis 14. April 2017 (Ausschlusstermin) noch vorgelegt werden. Wir bitten, von persönlichen Nachfragen per Telefon und E-Mail abzusehen! Die Bearbeitung wird dadurch verzögert.

Große Forstliche Staatsprüfung 2017

Qualifikationsprüfung

Der Vorbereitungsdienst schließt mit der Qualifikationsprüfung (Große Forstliche Staatsprüfung) ab:
Gliederung der Qualifikationsprüfung

Die Qualifikiationsprüfung besteht aus folgenden 5 Teilen:

  1. Schriftliche Prüfung
  2. Schriftliche Waldprüfung
  3. Mündliche Waldprüfung
  4. Mündliche Prüfung
  5. Projektarbeit
Schriftliche Prüfung
Die Schriftliche Prüfung umfasst vier Prüfungsaufgaben und eine Doppelaufgabe oder zwei Prüfungsaufgaben und zwei Doppelaufgaben. Die Prüfungsaufgaben sind an vier aufeinanderfolgenden Arbeitstagen zu bearbeiten. Die Gesamtarbeitszeit soll 20 Stunden nicht überschreiten.
Schriftliche Waldprüfung
Die schriftliche Waldprüfung besteht aus einer Doppelaufgabe, die vor allem Themen aus dem Fachgebiet Waldbau, Standortkunde, mittel- und langfristige forstliche Planung (Forsteinrichtung) abdeckt. Die Prüflinge müssen dabei eine ihnen vorher nicht bekannte Waldfläche forstlich analysieren und beplanen.
Mündliche Waldprüfung
Die mündliche Waldprüfung umfasst zwei verschiedene Prüfungsgebiete, die der Prüfungsausschuss jeweils im Vorfeld festlegt. Die Prüfung dauert in jedem der beiden Prüfungsbereiche 30 Minuten. Sie wird an einem Tag in einer vorher nicht bekannt gegebenen Waldfläche in Bayern abgehalten.

Einstellungsaussichten

Eine Übernahme als Beamter bzw. Beamtin auf Probe durch die Bayerische Forstverwaltung oder in ein Angestelltenverhältnis bei den Bayerischen Staatsforsten nach erfolgreich abgelegter Qualifikationsprüfung ist nur im Rahmen des jeweiligen Bedarfs möglich. Aber auch auf dem freien Arbeitsmarkt ist die bestandene Qualifikationsprüfung eine vielbeachtete und gefragte Zusatzqualifikation.

Weitere Informationen

Zulassungs-, Ausbildungs- und Prüfungsordnung
Auf ausdrücklichen Wunsch senden wir auch die aktuelle "Zulassungs-, Ausbildungs- und Prüfungsordnung für den höheren Forstdienst (ZAPO/hF)" zu.
Kontakt

Für weitergehende Informationen kontaktieren Sie bitte:
Ausbildungsleitstelle - Forstschule Lohr am Main
Tel.: 09352 8723-19
E-Mail: bernhard.lobinger@fstsw.bayern.de
Internet: www.forstschule-lohr.bayern.de Externer Link

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