Ausschnitt einer Forstuniform (Foto: Florian Stahl/LWF)

Forstdienst - vierte Qualifikationsebene (ehemals höherer Forstdienst)
Bereichsleiter/-in und Forstbetriebsleiter/-in

Forstbeamtinnen und -beamte mit Einstieg in der vierten Qualifikationsebene (ehemals höherer Forstdienst) sind in der Forstverwaltung überwiegend als Bereichs- oder Abteilungsleiter bzw. -leiterinnen an einem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eingesetzt. Dabei müssen sie als Leiter oder Vertreter der Unteren Forstbehörde sicherstellen, dass alle anfallenden Aufgaben rund um den Wald erledigt werden.
Neben der klassischen Tätigkeit an einem Amt kommen für Beamtinnen und Beamte der vierten Qualifikationsebene auch Spezialistenfunktionen in Frage, so z. B. am Staatsministerium, der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft oder dem Bayerischen Amt für Waldgenetik.

Überblick über die Aufgaben der Bayerischen Forstverwaltung

Wie wird man Bereichsleiter/-in bzw. Betriebsleiter/-in?
Für die Tätigkeit als Bereichsleiter/-in bzw. Betriebsleiter/-in ist ein Master- oder ein Diplom-Abschluss einer wissenschaftlichen Hochschule oder ein Master-Abschluss einer Fachhochschule jeweils in einer forstwissenschaftlichen oder forstwirtschaftlichen Fachrichtung erforderlich. Über das Studium der Forstwissenschaften können Sie sich beispielsweise auf der Homepage der Studienfakultät Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der TU München informieren. Weitere universitäre forstliche Fakultäten bestehen in Deutschland in Dresden, Freiburg und Göttingen.

Forstlicher Vorbereitungsdienst

Hochschulabsolventen, die eine Führungsfunktion bei der Bayerischen Forstverwaltung oder bei den Bayerischen Staatsforsten anstreben, müssen zunächst den zweijährigen Vorbereitungsdienst (Referendariat) mit anschließender Qualifikationsprüfung ableisten.

Bewerbung für den Vorbereitungsdienst 2020

Ausführliche Informationen zu Bewerbung und Einstellung:

Bitte verwenden Sie für Ihre Bewerbung die nachfolgenden Unterlagen. Stellen Sie diese sorgsam zusammen und beachten Sie die entsprechenden Hinweise! Das spart Ihnen und uns Zeit und Aufwand. Vielen Dank!

Wie geht es mit Ihrer Bewerbung weiter?

Die Forstschule prüft alle eingegangenen Bewerbungen. Alle Bewerberinnen und Bewerber bekommen Mitte März per E-Mail eine Bestätigung über den Eingang ihrer Bewerbung und ggf. einen Hinweis, falls Unterlagen fehlerhaft sind oder das Zeugnis bis spätestens 10. April 2020 noch nachgereicht werden muss.

Wissenswertes zum Vorbereitungsdienst

Ausbildungsverhältnis

In Bayern stehen pro Jahr 28 Ausbildungsplätze zur Verfügung, die im Auswahlverfahren nach Forstzulassungsgesetz vergeben werden. Während des Vorbereitungsdienstes stehen die Auszubildenden der Bayerischen Forstverwaltung in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf. Sie führen dabei die Dienstbezeichnung "Forstreferendar" bzw. "Forstreferendarin" und erhalten Anwärterbezüge nach dem Eingangsamt A 13+Zulage (ggf. zuzüglich Familienzuschlag, Kindergeld und vermögenswirksame Leistungen). Beschäftigte der Bayerischen Staatsforsten können die Ausbildung auch als Trainees durchlaufen.

Zulassungsverfahren

Der Vorbereitungsdienst beginnt jährlich jeweils Anfang Juni. Die Voraussetzungen und Termine werden mit einer Bekanntmachung zum Jahresende im Bayerischen Staatsanzeiger ausgeschrieben. Die für eine Bewerbung notwendigen Unterlagen finden Sie in der Rubrik "Bewerbung für den Vorbereitungsdienst".

Einstellungsvoraussetzungen

Neben den fachlichen und persönlichen Voraussetzungen müssen Bewerberinnen und Bewerber unter anderem die geforderte gesundheitliche Eignung durch ein amtsärztliches Zeugnis nachweisen und einen gültigen Jagdschein besitzen. Die Höchstaltersgrenze für die Einstellung in ein Beamtenverhältnis liegt bei 45 Jahren.

Ausbildungsziel

Der Vorbereitungsdienst soll die Beamtinnen und Beamten befähigen, die Aufgaben ihrer Laufbahn selbstständig und eigenverantwortlich wahrzunehmen. Mit Erwerb der Laufbahnbefähigung sind sie beruflich vielseitig einsetzbar, z.B. in Forstbetrieben aller Waldbesitzarten, öffentlichen Forstverwaltungen, bei forstlichen Zusammenschlüssen, Unternehmen der Forst- und Holzbranche oder als selbstständige Dienstleister.

Gliederung und Dauer

Der zweijährige Vorbereitungsdienst gliedert sich in 2 Ausbildungsabschnitte:
Fachtheoretischer Ausbildungsabschnitt (6 Monate)
  • verschiedene Lehrgänge
  • persönliche Vorbereitungszeit auf die Prüfung
Berufspraktischer Ausbildungsabschnitt (18 Monate)
  • Forsteinrichtung (3 Monate)
  • Untere Forstbehörde (7 Monate)
  • Forstbetrieb des Staatswaldes (7 Monate)
  • Projektarbeit (1 Monat)
    Nach der Qualifikationsprüfung werden die Forstreferendarinnen und Forstreferendare bis zur Aushändigung des Prüfungszeugnisses (etwa Ende Juni) an einem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten oder einem Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten ausbildungsförderlich eingesetzt.

Rechtliche Grundlage

Große Forstliche Staatsprüfung

Qualifikationsprüfung 2020

Ausführliche Informationen zur Qualifikationsprüfung (Termin, Zulassungsantrag, Ablauf etc.):

Zulassungsanträge sind bis spätestens Freitag, den 3. April 2020, vorzulegen.

Die Zulassung zur Großen Forstlichen Staatsprüfung ist auf dem Dienstweg zu beantragen bei:
Bayerische Forstschule
Am Forsthof 2
97816 Lohr a.Main

Gliederung der Qualifikationsprüfung

Die Qualifikiationsprüfung besteht aus folgenden 5 Teilen:

  1. Schriftliche Prüfung
  2. Schriftliche Waldprüfung
  3. Mündliche Waldprüfung
  4. Mündliche Prüfung
  5. Projektarbeit


Schriftliche Prüfung
Die Schriftliche Prüfung umfasst vier Prüfungsaufgaben und eine Doppelaufgabe oder zwei Prüfungsaufgaben und zwei Doppelaufgaben. Die Prüfungsaufgaben sind an vier aufeinanderfolgenden Arbeitstagen zu bearbeiten. Die Gesamtarbeitszeit soll 20 Stunden nicht überschreiten.
Schriftliche Waldprüfung
Die schriftliche Waldprüfung besteht aus einer Doppelaufgabe, die vor allem Themen aus dem Fachgebiet Waldbau, Standortkunde, mittel- und langfristige forstliche Planung (Forsteinrichtung) abdeckt. Die Prüflinge müssen dabei eine ihnen vorher nicht bekannte Waldfläche forstlich analysieren und beplanen.
Mündliche Waldprüfung
Die mündliche Waldprüfung umfasst zwei verschiedene Prüfungsgebiete, die der Prüfungsausschuss jeweils im Vorfeld festlegt, soweit er nicht die Prüfungskommissionen damit betraut. Die Prüfung dauert in jedem der beiden Prüfungsbereiche 30 Minuten. Sie wird an einem Tag in einer vorher nicht bekannt gegebenen Waldfläche in Bayern abgehalten.

Einstellungsaussichten

Eine Übernahme als Beamter bzw. Beamtin auf Probe durch die Bayerische Forstverwaltung nach erfolgreich abgelegter Qualifikationsprüfung ist nur im Rahmen des jeweiligen Bedarfs möglich. Aber auch auf dem freien Arbeitsmarkt ist die bestandene Qualifikationsprüfung eine vielbeachtete und gefragte Zusatzqualifikation.

Weitere Informationen

Kontakt

Peter Fink
Ausbildungsleitstelle - Forstschule Lohr am Main
Tel.: 09352 8723-19
E-Mail: poststelle@fstsw.bayern.de
Internet: www.forstschule-lohr.bayern.de Externer Link

Zurück zu:
Forstliche Berufe