Forstverwaltung

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Immer aktuell informiert über die Pressemitteilungen des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF).

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Förderung und Zuschüsse für Waldbesitzer
Finanzielle Förderung in Bayern

Sie sind als Waldbesitzer bereit, einen Beitrag zum Umweltschutz, zum Aufbau zukunftsfähiger Wälder oder zur Walderschließung zu leisten? Dann wird Ihnen dieses Engagement, das sie zum Wohl der Allgemeinheit über das Eigeninteresse hinaus erbringen, finanziell honoriert.

Förster berät Waldbesitzer im Waldbau.Zoombild vorhanden

Für Waldbesitzer gibt es viele Förderungsmöglichkeiten, z.B. im Waldbau (Foto: K. Dinser).

Damit unsere Wälder ihre vielfältigen Leistungen möglichst umfassend erbringen können, müssen sie aktiv gepflegt und nachhaltig bewirtschaftet werden. Auf über der Hälfte der Waldfläche liegt diese verantwortungsvolle Aufgabe in den Händen von rund 700.000 privaten Eigentümern. Im gesamtgesellschaftlichen Interesse unterstützt der Freistaat die bayerischen Waldbesitzer dabei unter anderem durch finanzielle Förderung. In vier Förderprogrammen mit unterschiedlichen Schwerpunkten werden Fördermittel bereitgestellt.

Außerdem erhalten Sie Unterstützung bei Katastrophenschäden.

Ansprechpartner zum aktuellen Stand der Förderung und zur Antragstellung sind unsere Revierförster am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vor Ort.

Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Externer Link

Man sieht einen alten Fichtenbestand. In der unteren Krautschicht wachsen Jungbäume nach. Zoombild vorhanden

Ein Fichtenreinbestand mit einer Naturverjüngungsgruppe (Foto: T. Binder, AELF Fürstenfeldbruck)

Der Aufbau klimatoleranter, stabiler Wälder oder die Bewältigung von Schäden sind wesentlicher Inhalt der waldbaulichen Förderung:

Pflanzung, Saat und Naturverjüngung:
Das Einbringen von Laub- und Nadelhölzer zur Gründung von Laub- bzw. Mischbeständen wird finanziell unterstützt. Die Hilfe umfasst dabei die notwendigen Arbeiten zur Sicherung der Kulturen während der ersten 5 Jahre. Auch der Erhalt und die Pflege einer gesunden Naturverjüngung mit mindestens 30% Laubholzanteil kann gefördert werden. In Naturverjüngungen kann sich insbesondere bei tief wurzelnden Baumarten wie Tanne und Eiche ein stabileres Wurzelsystem ausbilden, als bei Pflanzungen.

Jungbestandspflege:
Je jünger ein Bestand ist, desto leichter kann man seine Entwicklung steuern. So ist es möglich, aus einem Nadelbestand mit einzelnen Laubbäumen einen stabilen Mischbestand zu machen. Leider sind diese Eingriffe meist nicht kostendeckend, so dass sie unterbleiben, bis die Einnahmen zumindestens die Ausgaben decken. Das kann aber schon zu spät sein. Auch für Pflegeingriffe wird daher ein Zuschuss gewährt. So konnten beispielsweise im Jahr 2013 über 3.260 ha junge Bestände mit finanzieller Unterstützung gepflegt werden.

Weitere Maßnahmen in Schlagworten:

  • Bodenschutzkalkung
  • Erstellung von Forstbetriebsgutachten
  • Abwehr von Larvenfraß
  • insektizidfreie Borkenkäferbekämpfung
  • Seilkranbringung auf Sonderstandorten
  • Ausgleich von Waldbrandschäden
  • Integrative Waldbewirtschaftung
Antragsberechtigt sind Eigentümer und Bewirtschafter land- und forstwirtschaftlicher Flächen.

Förderrichtlinie WALDFÖPR 2015

Förderrichtlinie, Fördersätze und alle weiteren Informationen finden Sie im Waldbesitzer-Portal Bayern.
Man sieht eine gekieste Forststraße, die geradeaus in einen Wald verläuft.Zoombild vorhanden

Waldweg (Foto: Stenner, LWF)

Ein Wald ohne Weg ist wie ein Haus ohne Tür. Um einen Wald nutzen oder genießen zu können, muss man in ihn hinein kommen. Durch eine bedarfsgerechte Erschließung mit gut befahrbaren Forstwegen sind die Waldgrundstücke für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer erreichbar. Holz kann auf schwerlastbefahrbaren Forstwegen einfacher und kostengünstiger transportiert werden und eine regelmäßige Überwachung und schnelle Schadensbekämpfung (zum Beispiel bei Waldbrand oder Schädlingsbefall) wird wesentlich erleichtert. Ohne Forstwege ist die Pflege und nachhaltige und naturnahe Nutzung der Wälder, oder auch im Ernstfall die Notrettung bei Unfällen, nicht möglich.

Die Förderung einer bedarfsgerechten und naturschonenden Erschließung der Wälder ist eine wesentliche Aufgabe der Bayerischen Forstverwaltung. Ihre zuständigen Försterinnen und Förster am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten beraten Waldbesitzer dazu kompetent, kostenfrei und unabhängig. Darüber hinaus werden der Bau und die Reparatur von schwerlastbefahrbaren Forstwegen finanziell unterstützt.

Förderrichtlinie FORSTWEGR 2016

Förderrichtlinie, Fördersätze und alle weiteren Informationen finden Sie im Waldbesitzer-Portal Bayern.
Die finanzielle Förderung der Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse ist an ihren Aufgaben nach dem Bundeswaldgesetz (BWaldG) und dabei im besonderen Maße an deren Grundauftrag der Strukturverbesserung, v.a. im kleinstrukturierten Privatwald, ausgerichtet.
Die finanzielle Unterstützung des Kerngeschäfts der überbetrieblichen Zusammenfassung des Holzangebots wird seit 01.01.2012 durch eine zweite Säule in der Förderung ergänzt.

Initiativen der Zusammenschlüsse zur fachlichen Information, Fortbildung und Mobilisierung der Mitglieder bzw. der Mitgliederwerbung wurden als neue Maßnahmen in den Förderkatalog aufgenommen.
Bewährte Ansätze wie die umfassenden Waldpflegeverträge werden verstärkt gefördert und für Investitionen im Bereich der Informations- und Logistiktechnologien bzw. für präventive Maßnahmen zur Sturmschadensbewältigung wurden mit der neuen Richtlinie Fördermöglichkeiten geschaffen.
Daneben werden ab dem Jahr 2012 strukturbedingte Nachteile durch erhöhte Zuschläge für Kleinvermarktungsmengen sowie für Laubholz und Kiefer gewährt.

Förderrichtlinie FORSTZUSR 2015

Förderrichtlinie, Fördersätze und alle weiteren Informationen finden Sie im Waldbesitzer-Portal Bayern.
Das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm Wald (VNP Wald) honoriert freiwillige Leistungen, die Eigentümer oder Nutzungsberechtigte für den Natur- und Artenschutz in Wäldern erbringen.

Die politische, fachliche und finanzielle Rahmenkompetenz liegt beim Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Ziel dieser Förderung ist es, die Vielfalt an Arten und Lebensräumen zu erhalten und zu entwickeln.

Gefördert werden dabei

  • Erhalt und Wiederherstellung von Stockausschlagswäldern
  • Erhalt von Biberlebensräumen
  • Nutzungsverzicht
  • Erhalt von Biotopbäumen
  • Belassen von Totholz
Wenn Sie Fragen oder Interesse haben, am Vertragsnaturschutzprogramm Wald teilzunehmen, wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten oder die Untere Naturschutzbehörde.

Detaillierter Informationen zu Fördermaßnahmen und Fördervoraussetzungen finden sie auch in der Förderrichtlinie:

Förderrichtlinie VNP Wald 2015

Förderrichtlinie, Fördersätze und alle weiteren Informationen finden Sie im Waldbesitzer-Portal Bayern.