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Der Bayerische Weg in der Praxis
Bayerns Vielfalt ist seine Stärke

Staatsminister Helmut Brunner hat im Jahr 2016 mehrere landwirtschaftliche Betriebe besucht, um sich vor Ort ein Bild davon zu machen, wie seine Politik des Bayerischen Weges in der Praxis erfolgreich umgesetzt wird.

Nach dem Themenschwerpunkt Landwirtschaft zeigen die Besuche von Landwirtschaftsminister Brunner in diesem Jahr die breite Palette des Aufgaben- und Kompetenzspektrums seines Ressorts. Die Unterschiedlichkeit und die regionale Verteilung der Betriebsbesuche veranschaulichen die Vielfalt Bayerns, die Rolle der Landwirtschaft im ländlichem Raum und die Politik des Bayerischen Weges.

Betriebsbesichtigungen

Wohnbauprojekt der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG in Holzsystembauweise

Holzbau hat in Bayern Tradition – bei fast jedem fünften neuen Einfamilienhaus entscheiden sich die Bauherren inzwischen für den klimafreundlichen und nachwachsenden Rohstoff Holz.

Mehrgeschossige Wohnkomplexe mitten in der Großstadt sind daher oft nicht das Erste, woran die Menschen beim Stichwort Holzbau denken. Dass Holz auch dafür der richtige Baustoff sein kann, davon hat sich Forstminister Brunner bei einer Besichtigung einer neuen Wohnanlage der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG in München überzeugt. Über dem Parkplatz des Dantebades entstanden in Rekordzeit 100 neue Wohnungen.

Auch der Parkplatz des Bades konnte weitgehend erhalten werden. Brunner: „Gerade in Städten, wo Bauland Mangelware ist, brauchen wir innovative Lösungen zur Nachverdichtung. Der Holzbau ist dafür ideal geeignet.“ In dem vierstöckigen Holzbau leben unter dem Motto „Wohnen für alle“ Studenten, Flüchtlinge und Andere in kleinen Wohneinheiten.

Beeindruckt hat den Minister auch die kurze Bauzeit: „Innerhalb eines Jahres entstanden 100 Wohnungen, von der Planung bis zur Ausführung – das ist vorbildlich.“ Möglich gemacht hat das der hohe Vorfertigungsgrad des Holzsystembaus. Außerdem profitieren die Anwohner von vergleichsweise sauberen und leisen Baustellen.

Bei der an die Besichtigung anschließenden Diskussion mit Vertretern der GEWOFAG, der Stadt München und Bauexperten betonte der Minister, dass das Bauen mit Holz für ihn schon lange ein wichtiges Thema sei. Denn Holzgebäude sind wahre Klimaschützer: Sie speichern CO2 und entziehen es dauerhaft der Atmosphäre. Gleichzeitig ist die Forst- und Holzwirtschaft ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in Bayern. Fast 200.000 Arbeitsplätze und 37 Milliarden Euro Umsatz hängen an der Branche. Und das Beste dabei: Holz ist unser wichtigster nachwachsender Rohstoff in Bayern. Wir nutzen ihn nachhaltig, die Vorräte nehmen zu, ein Mangel ist also auch in der Zukunft nicht zu befürchten.

„All das zeigt: Holzgebäude sind umfassend nachhaltig“, so der Minister Brunner und unterstrich dabei, dass Nachhaltigkeit gerade auch für den sozialen Wohnungsbau ein wichtiges Kriterium sei. Denn Integration und gesellschaftliche Teilhabe hätten auch viel mit der Wohnsituation der Menschen zu tun. Der Minister ist davon überzeugt, dass sich das Projekt „Dantebad“ der GEWOFAG als wegweisend für andere Bauherrn erweisen wird.
Fotos Nicolas Armer/StMELF, Abdruck honorarfrei
Evangelisches Haus für Kinder Messestadt-West der Inneren Mission München
Ein ungewöhnliches Bild, wenn der Landwirtschaftsminister begeistert das Papier faltet und beim 4-jährigen Florian spicken muss, um es ihm gleich zu tun. Auch der Minister hat heute was gelernt. So wie es die Kinder jeden Tag im Evangelischen Haus für Kinder Messestadt-West tun.

Hier gehen Pädagogik und Hauswirtschaft Hand in Hand. Neben dem Üben der feinmotorischen Fähigkeiten durch verschiedene Spiele lernen die Kinder Alltagskompetenzen und wischen ihre Fingerabdrücke am Garderobenspiegel selbst ab. Die Großen unterstützen die Hauswirtschafterinnen der Einrichtung auch beim Legen der Wäsche. So sind die Lätzchen und Tücher wieder einsatzbereit. Heutzutage ist es keine Selbstverständlichkeit mehr, dass unsere Kinder diese Grundlagen der Haushaltsführung zu Hause erleben. Hier sind immer mehr die Kindertagesstätten gefordert.

Aus diesem Grund besuchte Staatsminister Brunner das Evangelische Haus für Kinder Messestadt-West der Inneren Mission München und informierte sich dort, wie die hauswirtschaftlichen Fachkräfte der diakonia inhouse die Arbeit der Kindertagesbetreuung bereichern. Besonders beeindruckt zeigte er sich von dem pädagogischen Ansatz, Hauswirtschaft für Kinder erlebbar zu machen und so spielerisch deren Alltagskompetenz zu fördern.

„Wir müssen auf die veränderte gesellschaftliche Realität reagieren und unseren Kindern die notwendigen Erfahrungsräume schaffen“, betonte Staatsminister Brunner. "Denn je mehr und länger Kinder außer Haus betreut werden, desto weniger bietet sich ihnen die Möglichkeit, diese Erfahrungen im häuslichen Alltag zu erleben und aktiv mitzugestalten. Wenn dann z.B. die Reinigungsarbeiten außerhalb der Öffnungszeiten der Kita stattfinden oder das Essen fertig angeliefert wird, gehen den Kindern wesentliche Alltagserfahrungen verloren. Hauswirtschaft sollte daher in der Kita nicht nur erlebt, sondern auch von den Kindern umgesetzt werden."

Die diakonia inhouse als hauswirtschaftlicher Servicebetrieb, der mittlerweile für 20 Kindertagesstätten mit über 1.200 Kindern zuständig ist, setzt dies beispielhaft um. Das hauswirtschaftliche Fachpersonal ist für die Kinder vor Ort präsent und im Erziehungsgeschehen integriert. Die Kinder lernen ganz selbstverständlich, dass hauswirtschaftliche Aufgaben zum Alltag gehören, dass diese Aufgaben wichtig und anerkannt sind. Sie lernen wie der Tisch zu decken ist, dass die Teller nach dem Essen zu stapeln und die Tische mit dem richtigen Tuch abzuwischen sind. Mit ihrem neuen Verpflegungskonzept setzt diakonia inhouse auf Frische und Regionalität sowie die Vermeidung von Lebensmittelabfällen.

„Auch meine Verwaltung engagiert sich hier flächendeckend“, unterstrich Staatsminister Brunner und führte diverse Coaching- und Beratungsangebote an. Unter dem Motto „Hauswirtschaft MIT Kindern statt für Kinder“ soll künftig auch anderen Kinderbetreuungseinrichtungen Handlungsempfehlungen für die praxisnahe Vermittlung hauswirtschaftlicher Alltagskompetenzen an die Hand gegeben werden. Dazu wurde eigens eine Projektstelle geschaffen.
Fotos Nicolas Armer/StMELF, Abdruck honorarfrei