Bluehwiese

2019 und 2020 | Jahre der Biodiversität
Unser Auftrag: Erzeugung gestalten – Arten erhalten

Bayern nimmt die Biodiversität ernst. In den beiden Jahren 2019 und 2020 setzen wir uns gezielt dafür ein, Biodiversität zu erhalten und zu fördern.

Mit der "Naturoffensive Bayern" hat die Bayerische Staatsregierung 2018 wegweisende Beschlüsse gefasst, um Lebensräume, Artenreichtum und das Naturerlebnis im Einklang mit den Menschen zu fördern.

Aktuelles

Biodiversitäts-Projekte: Landwirtschaftsschulen ausgezeichnet

Gruppenbild

Für ihr Engagement in Sachen Biodiversität hat Amtschef Hubert Bittlmayer zwölf Biodiversitätsprojekte von Landwirtschaftsschulen in Bayern ausgezeichnet: "Sie als junge Bäuerinnen und Bauern zeigen mit Ihren Projekten, wie man Landwirtschaft, Hauswirtschaft und Biodiversität in Einklang bringt. Mit Ihren Ideen sind Sie Vorbilder für andere, neue Wege zu gehen." Die Fachschulen haben mit verschiedenen Projekten am Wettbewerb des Ministeriums teilgenommen. Herzlichen Glückwunsch! 

Fotos und weitere Informationen zu den Biodiversitäts-Projekten

Neue Wettbewerbs-Runde (Bewerbungsschluss 31. Oktober 2020)

Imker und Bauern: Beispielhafte Partnerschaften gesucht

Bienenkästen auf einer Wiese

Das Landwirtschaftsministerium zeichnet beispielhafte Kooperationen zwischen Imkern und Bauern aus. Unter dem Motto "Landwirt.Imker.Miteinander" können sich besonders gelungene Partnerschaften bis 31. Mai 2020 mit ihren Konzepten bewerben. Ziel der Aktion ist, die Zusammenarbeit von Imkern und Landwirten zu fördern. Bewertet werden beispielsweise die Kreativität bei der Umsetzung oder die Eignung als Leuchtturm-Projekt.  Mehr

Landwirt.Imker.Miteinander (www.landwirtschaft.bayern.de/lim)

Mehr Streuobstwiesen für mehr Artenvielfalt
Bilanz der bayernweiten "Pflanzaktion Streuobst"

Ministerin und Grundschulklasse (Foto: Schönleber)

Gemeinsam mit Grundschulkindern pflanzte Ministerin Kaniber im April 2019 Bäume auf einer Streuobstwiese. Damit gab sie den Startschuss für Pflanzaktionen und Informationsveranstaltungen der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in ganz Bayern. 2019 haben die Ämter insgesamt 62 Pflanzaktionen durchgeführt und fast 800 Streuobstbäume gepflanzt, darunter viele alte Sorten. Engagierte Partner bei den Aktionen waren Kindergärten, Schulen, Obst- und Gartenbauvereine, der Landesbund für Vogelschutz, der Bund Naturschutz, der Maschinenring, Imker und viele weitere Akteure. 

Mehr Informationen zum Thema Streuobst (www.lfl.bayern.de/streuobst) Externer Link

Kompetenzzentrum für Ernährung
Alte Sorten - Mehrwert für Biodiversität, Artenvielfalt, Genuss und Gesundheit

Collage verschiedener Gemüsesorten

Alte Kochbücher, mündliche Überlieferungen und wiederentdeckte Sortenlisten zeugen von einem großen Reichtum an Kulturpflanzen. Wer sich auf die Suche macht, findet diese bewahrenswerten Schätze - ob Obst, Gemüse, Getreide oder Kartoffeln - in jeder Region Bayerns. Das Kompetenzzentrum für Ernährung hat ein Kompendium erstellt, das den Wert alter Sorten für Biodiversität, Artenvielfalt, Genuss und Gesundheit behandelt. Es ist zum Herunterladen oder zum Bestellen vorhanden.  

KErn-Kompendium "Alte Sorten" Externer Link

Rückblick
Tag der Forschung am 8. November 2019

Besucher blättert im Programm

In der Reihe "ForschungsLand Bayern - Hier wächst Wissen" stellt das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten spannende Forschungsergebnisse aus seinem Ressort vor. In diesem Jahr stand beim Tag der Forschung am 8. November die Biodiversität" im Fokus. Einen Höhepunkt bildete der "Science Slam", bei dem fünf Wissenschaftler ihre Forschungsprojekte präsentierten.  Mehr

Mehr Biodiversität auf Bayerns Feldern: So geht’s!
Sieben Demonstrationsflächen in Bayern angelegt

Ministerin Kaniber mit LfL-Präsident Opperer

Wie kann man für mehr Artenvielfalt auf den Feldern sorgen? Welche Mischungen für Blühpflanzen sind besonders bienenfreundlich? Wie lassen sich Kultur- und Energiepflanzen gut mit Biodiversität vereinbaren? Um die praktischen Möglichkeiten zu zeigen, haben die Landesanstalten für Landwirtschaft sowie für Weinbau und Gartenbau und das Technologie- und Förderzentrum sieben Demonstrationsflächen in ganz Bayern angelegt. "Unsere Demonstrationsflächen sollen informieren und Treffpunkte für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis sein", sagte Ministerin Kaniber am 11. Juli in Grub bei München.   Mehr

Informations- und Demonstrationszentren Energiepflanzenanbau und Bioökonomie (LfL) Externer Link

Jahresbericht der LfL 2018 vorgestellt
Informationstag zur Biodiversität im Bayerischen Landtag

Ministerin Kaniber am Rednerpult im Landtag

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber eröffnete gemeinsam mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner den Informationstag der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) "Biodiversität in der Landwirtschaft – Bienen, Insekten und Vieles mehr" am 26. Juni im Bayerischen Landtag. Vorgestellt wurden Forschungsergebnisse, Beratungshilfen und konkrete Praxisbeispiele. Ausführliche Informationen liefert der Jahresbericht 2018. 

Jahresbericht der LfL 2018: Schwerpunktthema "Biodiversität" Externer Link

Forum Biodiversität
Ministerin Kaniber: "Konstruktiver Dialog für mehr Biodiversität"

Ministerin mit Alois Glück vor dem Slogan "Erzeugung gestalten, Arten erhalten"

"Nur im konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten kann es gelingen, Lösungen zu entwickeln, um die Artenvielfalt zu fördern und zugleich regionale, bäuerliche Strukturen zu erhalten", sagte Ministerin Michaela Kaniber vor 150 Teilnehmern aus Gesellschaft, Landwirtschaft und Naturschutz am 22. Mai 2019 in München. Beim "Forum Biodiversität" wurde die gesamtgesellschaftliche Aufgabe betont, die nur in einem offenen Austausch aller Akteure erfolgreich sein wird.  Mehr

Bild in Originalgröße (Foto: Hase/StMELF) photo 1,1 MB

Informationskampagne - Streuobst blüht
Von der Wiese zum Baum zum Apfel zum Saft

Kampagne Streuobst blüht (alp)

Eine bayernweite Informationskampagne macht die Verbraucher verstärkt auf das Thema Streuobst aufmerksam und informiert über den Mehrwert hinsichtlich Biodiversität, Kulturlandschaft und Sortenvielfalt. Ziel ist es, die Nachfrage nach bayerischen Streuobstprodukten zu erhöhen. Obst von regionalen Streuobstwiesen steht für kurze Wege und gleichzeitig für aromatischen Geschmack. 

Informationskampagne - Streuobst blüht Externer Link

Broschüre: Blickpunkt 2019 - LEADER in Bayern

Ausschnitt der Titelseite der Broschüre Blickpunkt 2019

Die Broschüre "Blickpunkt LEADER" konzentriert sich dieses Mal auf beispielhafte Projekte im Bereich Umwelt, Klima und Biodiversität. Ob Alpenklimagarten, grünes Klassenzimmer, Meditationsgarten, Streuobsterfassung oder Vogelbeobachtungsstation – die Projektauswahl zeigt gleichzeitig wie LEADER zu mehr Lebensqualität und mehr Wertschöpfung in der Region beiträgt. 

Blickpunkt 2019 (Broschürenportal) Externer Link

LEADER in Bayern

Biodiversität ist Gesellschaftsaufgabe

Unsere artenreiche Kulturlandschaft entstand durch jahrhundertelange Bewirtschaftung. Vielfältige Lebensräume wurden geschaffen, die Biodiversität ermöglichten. Landwirte sind unverzichtbare Partner, wenn es darum geht, kulturlandschaftlich geprägte Lebensräume durch pflegerische Nutzung zu erhalten. Natur und Mensch brauchen diese Vielfalt. Unser Ziel ist eine nachhaltige Landbewirtschaftung, die Biodiversität stärkt und Biotope vernetzt. Deshalb unterstützen wir Landbewirtschafter mit Bildungs- und Beratungsangeboten sowie gezielter Förderung. Biodiversität ist eine Gesellschaftsaufgabe: Landwirte, Kommunen, Wald- und Gartenbesitzer und auch Verbraucher können zum Erhalt der Biodiversität beitragen.

Unser Auftrag zum Erhalt von Biodiversität

Wir wollen Erzeugung so gestalten, dass Artenvielfalt erhalten bleibt. Dabei sind Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen. Jeder einzelne hat die Chance, sich aktiv für Artenvielfalt einzusetzen und Leistungen zum Erhalt von Biodiversität zu honorieren. Wir sehen unseren Auftrag in folgenden Handlungsfeldern:

1. Biodiversität in Bildung verankern

An den Landwirtschaftsschulen werden die Themen Biodiversität, Ressourcenschutz, Bienenschutz und ökologischer Landbau stärker verankert. Das Fach Naturschutz und Landschaftspflege vermittelt Grundlagenwissen zur Funktion von Ökosystemen, Artenkenntnis und dem Einfluss unterschiedlicher Bewirtschaftungssysteme. Themenübergreifend wird Biodiversität in den Produktions- und Wirtschaftsfächern berücksichtigt. Die Studierenden erarbeiten biodiversitätsfördernde Maßnahmen und setzen diese in der landwirtschaftlichen Praxis um.

2. Beratung für Landbewirtschafter intensivieren

Den Landbewirtschaftern stehen Wildlebensraum- und Wasserberater zur Seite. Gemeinsam entwickeln sie biodiversitätsfördernde Strategien, die zu Region, Betrieb und Bewirtschaftungsweise passen. Dabei steht die Gestaltung artenreicher Lebensräume im Mittelpunkt. Unterschiedliche Interessensgruppen, wie Landwirte, Jäger, Imker, Kommunen und Naturschützer kooperieren und erarbeiten betriebsübergreifende Konzepte: Wertvolle Biotope entstehen und werden vernetzt.

3. Mit Förderung gezielt auf Biodiversität hinwirken

Zentrales Element bayerischer Agrarumweltpolitik ist das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) mit seinem breiten Maßnahmenangebot. 2015 wurde der Schwerpunkt "Biodiversität - Artenvielfalt" integriert, um die Biodiversität gezielter zu fördern. Die wichtigsten Ziele: artenreiche Wiesen und Weiden erhalten, artenreiche Blühmischungen ansäen, bestehende Hecken und Feldgehölze pflegen, eine vielfältige Fruchtfolge fördern.

4. Biodiversität sichtbar machen

Unsere Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten organisieren eine Vielzahl an Gemeinschaftsaktionen mit Landbewirtschaftern, Bürgern, Kommunen, Berufs-, Imker- und Umweltverbänden. Mit diesen Veranstaltungen schärfen sie in der Öffentlichkeit den Blick auf das Thema "Biodiversität" und veranschaulichen die Leistungen der Landwirtschaft für den Erhalt von Biodiversität.

5. Biodiversität durch Forschung verbessern

Wie wirken sich bestimmte Maßnahmen in der Land- und Forstwirtschaft auf die Biodiversität aus? Über angewandte Ressortforschung lassen sich neue Erkenntnisse zu dieser Frage gewinnen. Und darauf basierend neue Strategien und praxisnahe Konzepte, um Biodiversität zu fördern. Im neuen Forschungsrahmen 2019-2023 des Ministeriums bildet die angewandte Forschung zur Biodiversität einen von zehn thematischen Schwerpunkten. Am neuen Forschungsstandort für Landwirtschaft in Ruhstorf, Niederbayern, steht dabei die Ökosystemforschung im Fokus.

Bei der Ökosystemforschung wird der Einfluss von Umweltfaktoren (z.B. Temperatur, Niederschlag, Nährstoffverfügbarkeit) auf einzelne Organismen (z.B. Pflanzen, Mikroben) untersucht und die Wechselwirkungen der Organismen untereinander (z.B. Pflanze-Pflanze, Pflanze-Insekt).

Was bedeutet Biodiversität?

Das Wort Biodiversität setzt sich aus dem griechischen Wort „bios“ (Leben) und dem lateinischen Wort „diversitas“ (Vielfalt) zusammen. Der Begriff „Biodiversität“ steht für die Vielfalt des Lebens auf unserer Erde. Die Definition wurde in der Biodiversitätskonvention (CBD) festgeschrieben und auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in Rio de Janeiro beschlossen.
Definition Biodiversität laut CBD
Artikel 2 der Convention on Biological Diversity, CBD 1992
"Variabilität unter lebenden Organismen jeglicher Herkunft, darunter Land-, Meeres- und sonstige aquatische Ökosysteme und die ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören. Dies umfasst die Vielfalt innerhalb der Arten (genetische Vielfalt) und zwischen den Arten (Artenvielfalt) und die Vielfalt der Ökosysteme (und entsprechend der Interaktionen darin)."

Natürliche Vielfalt ist existentiell: Durch genetische Vielfalt können Individuen und Arten sich an veränderte Umweltbedingungen anpassen, um zu überleben.

Wettbewerb für Landwirtschaftsschulen

  • Logo zur Bewerbung zum Wettbewerb für Landwirtschaftsschulen

Kampagnen

  • Streuobst Blueht2
  • Bayern Blueht2

Ansprechpartner

  • Logo Lfl Maginal2 Facelift
  • Logo Lwg Maginal2 Facelift
  • Logo Lwf Maginal2 Facelift
  • Logo Tfz Maginal2 Facelift
  • Logo Aelf Maginal2 Facelift