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November 2017 - Schweinemastbetrieb Gelb

Der Kalender "Der Bayerische Weg in der Praxis" zeigt landwirtschaftliche Betriebe mit verschiedenen Unternehmensschwerpunkten, Bewirtschaftungsformen, Produktionsausrichtungen und Einkommenskombinationen. Diese Betriebe hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner besichtigt, um sich vor Ort ein Bild zu machen, wie seine aktive Politik in ganz Bayern in der Praxis erfolgreich umgesetzt wird. Die Betriebe können auch Vorbild und Anreiz für andere Landwirte sein. Denn ohne Land- und Forstwirtschaft wird es auch in Zukunft keinen starken ländlichen Raum geben.

Schweine mit Stroh auf dem Boden

Schweinefleisch ist beim Verbraucher sehr beliebt. Er erwartet, dass es aus artgerechter Tierhaltung stammt und hinterfragt deshalb auch kritisch die Zahl der Tiere im Stall. Wie passen diese Wünsche, gesetzliche Auflagen und ein günstiger Kaufpreis im Laden zu den Erzeugungskosten?

Der Familienbetrieb Gelb legt Wert auf tiergerechte Haltungsformen. Die Betriebsleiterfamilie hat daher für ihre Mastschweine einen neuen innovativen und emissionsarmen Außenklimastall gebaut. Die Schweine stehen und liegen auf Stroh, haben fast doppelt so viel Platz wie gesetzlich gefordert sowie eine Fußbodenheizung und eine Dusche. Und wenn sie wollen, können sie jederzeit in den vollüberdachten Auslauf ins Freie gehen. Die Trennung von fester und flüssiger Gülle verbessert das Stallklima zusätzlich. Die Gülle der Tiere wird in der Biogasanlage verwertet, die die Warme für die eigenen Ställe und Hallen liefert. Der Strom von der Photovoltaikanlage auf den Gebäudedächern wird eingespeist. Durch die Direktvermarktung der eigenen Produkte wird die Wertschöpfung erhöht. Die Betriebsleiterfamilie sucht auch aktiv das Gespräch mit der Bevölkerung, um die Akzeptanz des landwirtschaftlichen Handelns zu erhöhen. Der Besucheransturm am Tag der Offenen Tür und die vielen Berichte in den Medien bestätigen diesen dialogorientierten Weg.

Mit Leidenschaft und unternehmerischem Mut ist die Betriebsleiterfamilie in den 80er Jahren in die Zuchtsauenhaltung eingestiegen und hat diese kontinuierlich ausgebaut. Die Beratung und die maßgeschneiderten Förderprogramme der Bayerischen Landwirtschaftsverwaltung helfen bei den unternehmerischen Entscheidungen. So können Ansprüche und wirtschaftlich rentable Arbeitsweisen in Einklang gebracht werden. Und wenn die Verbraucher sehen, dass es den Tieren gut geht, steigen die Akzeptanz der Landwirtschaft und die Vermarktung der regionalen Produkte. Davon profitiert die gesamte Region.

Der Bayerische Weg in der Praxis