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Förderwegweiser
Milchmengenreduzierungsprogramm (Beihilfe zur Verringerung der Milcherzeugung)

Milch wird in ein Gefäß geschüttet

Foto: adimas/fotolia.com

Die EU-Kommission stellt EU-weit 150 Millionen Euro zur freiwilligen Verringerung der Milchanlieferung zur Verfügung.

Am Programm konnten alle Kuhmilcherzeuger in der EU teilnehmen, die ihre Liefermengen in einem 3-Monatszeitraum reduzieren wollen. Voraussetzung ist, dass die Landwirte im Bezugszeitraum des Vorjahrs und im Juli 2016 an Erstkäufer - wie Molkereien, Händler oder Erzeugerorganisationen - geliefert haben. Für jedes im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringerte Kilo erhalten sie eine Beihilfe in Höhe von 14 Cent.
In der ersten Antragsrunde wurde das verfügbare Budget nicht vollständig ausgeschöpft. Es erfolgte somit keine Kürzung der beantragten Reduktionsmengen.

Für die zweite Antragsrunde standen EU-weit nur noch 12.198 Tonnen zur Verfügung. EU-weit wurden jedoch insgesamt 97.880 Tonnen angemeldet. Die EU-Kommission hat deshalb einen Kürzungskoeffizienten von 0,12462762 festgelegt. Damit kann jeder Milcherzeuger, der in der zweiten Antragsrunde einen Antrag gestellt hat, für höchstens 12,46 Prozent seiner angemeldeten Menge eine Beihilfe erhalten.
Das Programm ist abgeschlossen.
Der Antrag auf Auszahlung der Beihilfe konnte für die erste Antragsrunde von 1. Januar bis 14. Februar 2017 und für die zweite Antragsrunde von 1. Februar bis 17. März 2017 gestellt werden.

Wer ist antragsberechtigt?

Einen Förderantrag konnten Kuhmilcherzeuger stellen, die im jeweiligen Bezugszeitraum und im Juli 2016 Milch an Erstkäufer (Molkerei, Händler, Erzeugerorganisation) geliefert haben. Für Milchmengen, die direkt vermarktet wurden, konnte kein Antrag gestellt werden. Jeder Milcherzeuger konnte grundsätzlich nur einen Förderantrag stellen.

Einen Antrag auf Auszahlung (Zahlungsantrag) kann nur stellen, wer einen Förderantrag gestellt hat und dafür eine schriftliche Bewilligung vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) erhalten hat. Grundsätzlich kann ab 1. Januar 2017 ein Zahlungsantrag gestellt werden.

Wofür wird Beihilfe gewährt?

Pro Kilogramm (kg) Verringerungsmenge wird eine Beihilfe von 14 Cent gewährt. Die Menge ergibt sich aus der Differenz der angelieferten Milchmenge im Verringerungsszeitraum im Vergleich zum Bezugszeitraum. Es wird jedoch höchstens für 50 % der Menge des Bezugszeitraums eine Beihilfe gewährt.

Zeiträume und Termine

Antragsrunde Bezugszeitraum Verringerungszeitraum Antragsendtermine für den
Zahlungsantrag
1 01.10.2015 - 31.12.2015 01.10.2016 - 31.12.2016 spät. bis 14.02.2017
2 01.11.2015 - 31.01.2016 01.11.2016 - 31.01.2017 spät. bis 17.03.2017

Wie wird das Antragsverfahren abgewickelt?

Das Beihilfeverfahren umfasst zwei Anträge, den
  • Förderantrag – vor Beginn des Verringerungszeitraums
  • Zahlungsantrag – nach Ende des Verringerungszeitraums
Mittelherkunft
100 % EU-finanziert

ZAHLUNGSANTRAG (Auszahlung)

Einen Antrag auf Auszahlung kann nur stellen, wer einen Förderantrag gestellt hat und dafür eine schriftliche Bewilligung vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) erhalten hat. Nach Abschluss des jeweiligen Verringerungszeitraums hat der Antragsteller jeweils 45 Tage Zeit einen Zahlungsantrag zu stellen. Für die 1. Antragsrunde endet die Frist am 14.02.2017 und für die 2. Antragsrunde am 17.03.2017.

Für die Antragstellung müssen die Daten wieder in der HIT-Datenbank eingetragen werden. Dazu wird die Betriebsnummer und die PIN benötigt.

1. Eingabe in der HIT-Datenbank

In der HIT-Datenbank sind die im Verringerungszeitraum an Erstkäufer gelieferten Milchmengen anzugeben. Die Angabe erfolgt in Kilogramm. Nach Erfassung des Zahlungsantrags ist dieser auszudrucken und mit den erforderlichen Nachweisen beim zuständigen Amt einzureichen.

HIT-Datenbank (www.hi-tier.de) Externer Link

2. Einreichung der Unterlagen am zuständigen AELF

Folgende Nachweise müssen bis zum Antragsendtermin am AELF vorliegen, damit der Antrag als fristgerecht gestellt gilt:

  • Ausgedruckter und unterschriebener Zahlungsantrag
  • Kopie der Milchgeldabrechnung bzw. Bestätigung des Erstkäufers (z. B. Molkerei) für jeden Monat des Verringerungszeitraums
Hat der Antragsteller im maßgeblichen Verringerungszeitraum an mehr als einen Erstkäufer geliefert, sind die Abrechnungen bzw. Bestätigungen für jeden Erstkäufer vorzulegen. Hat er in diesem Zeitraum keine Rohmilch geliefert, ist als Nachweis eine Bestätigung des von ihm zuvor belieferten Erstkäufers über den Zeitpunkt der Beendigung der Milchlieferung beizufügen.

Ist die tatsächliche Verringerung höher als die beantragte, wird die Beihilfe nur für die beantragte Menge gewährt. Ist die tatsächliche Verringerung hingegen geringer als die beantragte, wird die Gesamtbeihilfe in folgenden Stufen gekürzt:
Abweichung Kürzung
bis 20 % keine Kürzung
über 20 % bis 50 % 20 %
über 50 % bis 80 % 50 %
über 80 % 100 %
Eingabestationen am Amt
Die Ämter stellen Landwirten, die keine EDV-Ausstattung haben, während des jeweiligen Antragszeitraums betreute Eingabestationen mit Druckern im notwendigen Umfang zur Verfügung. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird empfohlen, einen Termin mit dem jeweils zuständigen Amt zu vereinbaren.

Kontaktdaten der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Die Auszahlung erfolgt spätestens 90 Tage nach Ende des Verringerungszeitraums.
Das Programm ist abgeschlossen. Die Unterlagen zur Antragstellung stehen nicht mehr zur Verfügung.
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