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Förderwegweiser
Bayerische Dürrebeihilfe 2018

Klimawandel
Das Hilfsprogramm "Bayerische Dürrebeihilfe 2018" dient dem teilweisen Ausgleich von außergewöhnlichen Ausgaben für Zukauf von Grundfutter (z. B. Heu, Gras- oder Maissilage, Saftfutter) zur Verfütterung an betriebseigene Raufutterfresser (Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde, landwirtschaftliches Gehegewild, Neuweltkameliden) auf dem Betrieb, der unmittelbar durch die Trockenheit 2018 notwendig wurde.

Ausführliche Informationen sind im Merkblatt "Bayerisches Hilfsprogramm Grundfutterzukauf Dürre 2018" zu finden.
Was wird gefördert?
Gefördert wird der ab 1. August 2018 erfolgte notwendige Zukauf von Grundfutter zur Verfütterung an Raufutterfresser auf dem Betrieb. Grundfutter im Sinne dieser Regelung sind Grobfutter und Saftfutter. Das Grobfutter umfasst alle Ganzpflanzenprodukte (frisch, siliert und natürlich getrocknet) sowie Cobs und Stroh. Das Saftfutter besteht aus Teilen von Pflanzen bzw. deren Verarbeitungsprodukten mit einem TM-Gehalt von i. d. R. 55 %.
Wie wird gefördert?
Die Zuwendung wird als Zuschuss (Projektförderung) im Wege der Anteilfinanzierung gewährt und beträgt bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben.
Die zuwendungsfähigen Ausgaben setzen sich aus dem Kaufpreis und den Transportkosten des Grundfutters zusammen.

Der Nachweis der Futterzukäufe erfolgt auf der Basis entsprechender Rechnungen, die den wesentlichen umsatzsteuerlichen Vorgaben entsprechen müssen.

Es werden Rechnungen mit Zukäufen ab dem 1. August 2018 als zuwendungsfähig anerkannt. Die Zukäufe müssen durch entsprechende Zahlungsnachweise belegt sein.
In allen Fällen gilt ein Einbehalt von 500 € pro Unternehmen (entspricht 1.000 € Ausgaben). Beträge unter 100 € werden aus verwaltungsökonomischen Gründen nicht ausbezahlt.

Der Höchstbetrag der Zuwendung (Auszahlung) ist begrenzt auf 50.000 € pro Unternehmen.

Der Umfang des zuwendungsfähigen Futterzukaufs richtet sich nach dem Umfang der Viehhaltung (Raufutterfresser). Förderfähig ist maximal die Hälfte des betrieblichen Grundfutterbedarfs eines Normaljahres bis zu einer Obergrenze von 2 RGV (Raufutterfresser)/ha HFF. Grundlage für die Berechnung sind der durchschnittliche Viehbestand und der Umfang der bewirtschafteten Flächen aus dem Mehrfachantrag (MFA) 2018.
Wer wird gefördert?
Das Hilfsprogramm wendet sich ausschließlich an Futterbaubetriebe, die Raufutterfresser halten. Als Raufutterfresser gelten im Sinne dieser Regelung Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen, Gehegewild und Neuweltkameliden.
Auf der Grundlage der Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen zum teilweisen Ausgleich von Schäden in der Landwirtschaft, Binnenfischerei und Aquakultur (Teil B) vom 30. Mai 2018, Gz. G4-7297-1/457 in Verbindung mit dem LMS Nr. G4-7297-1/519 vom 27.09.2018
Antragstellung und Termin
Der Antrag ist beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bis zum 15. November 2018 einzureichen.

Kontaktdaten aller Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayern

HINWEIS: Dürrebeihilfe 2018 (Bund-Länder-Programm)

Neben der "Bayerischen Dürrebeihilfe 2018" für Futterbaubetriebe wird es auch noch ein von Bund und Ländern zu gleichen Teilen finanziertes Hilfsprogramm für existenzgefährdete Betriebe geben. Die Vorbereitungen hierzu dauern noch an. Die Antragstellung ist voraussichtlich im Spätherbst möglich. Das Bund-Länder-Programm steht grundsätzlich allen landwirtschaftlichen Betrieben offen, sofern sie die Programmvoraussetzungen erfüllen. Hierzu zählt u. a. der einzelbetriebliche Nachweis eines dürrebedingten Ertragsrückgangs (maßgeblich ist der Naturalertrag) in der gesamten Bodenproduktion von mind. 30 % im Vergleich zum Durchschnitt der Vorjahre. Für die Prüfung der Existenzgefährdung sind Einkommens- und Vermögensnachweise erforderlich.
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