Berufe in der Hauswirtschaft

Ausstellung: Nachhaltig handeln - Verpackung

Kompetenzzentrum Türschild ohne Rand

Deutschland versinkt im Verpackungsmüll. 18,2 Millionen Tonnen Verpackungsmüll fielen 2016 in Deutschland an. Das sind 220 kg pro Person. Im Fokus der Berichterstattung steht derzeit die Kunststoffverpackung. Doch die Verpackungsmaterialien Papier, Glas, Metall und Aluminium haben ebenfalls ökologische Auswirkungen bei Herstellung und Entsorgung. Auch aus gesundheitlicher Sicht sind Verpackungsmaterialien teilweise umstritten. Das Kompetenzzentrum Hauswirtschaft bereitet das Thema umfassend in einer Ausstellung auf.

Die Ausstellung "Nachhaltig handeln - Verpackung“ motiviert, Verpackungen zu vermeiden und zu recyceln.
Begleitend zur Ausstellung fasst ein Kompendium die fachlichen Hintergrund-Informationen zusammen. Poster und Mitmach-Stationen vermitteln den Besuchern interessante Einblicke in die Thematik. Eine Bilderschau lenkt den Blick auf die Auswirkungen von Verpackung für Umwelt und Gesundheit.

Das Kompendium zur Ausstellung kann angefordert werden über poststelle@kohw.bayern.de.

E-Mail: poststelle@kohw.bayern.de

Ausstellung vom 3. April bis 30. Juni 2019
Die Ausstellung wendet sich an interessierte Verbraucherinnen und Verbraucher und ist bis zum 30. Juni an der Fachakademie in Triesdorf (Montag bis Freitag von 10.00 bis 17.00 Uhr) zu besichtigen.

Die fünf Handlungsfelder der Ausstellung und ihre Kernaussagen

5 Schritte zum Umgang mit Verpackungsmüll
Abfallhierarchie in fünf Schritten
Um die Umwelt zu schonen, sollte man jede überflüssige Verpackung vermeiden.
Dies steht auch an oberster Stelle der 5-stufigen Abfallhierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Sie legt für den Umgang mit Verpackungen eine Reihenfolge fest:
An erster Stelle steht das Vermeiden von Verpackung. Es folgt der Auftrag zur Wiederverwendung. Wenn eine Verpackung entsorgt werden muss, sollte sie recycelt werden. Erst danach folgt die Verwertung z.B. in Form von Verbrennung. Eine Verpackung nur zu beseitigen, ist absolut unerwünscht, denn diese Verpackung landet als Müll in der Umwelt.

Der private Haushalt hat vor allem im Bereich "vermeiden“ und "recyceln“ großen Handlungsspielraum.
Einkaufssäckchen und To-Go-Becher zur mehrfachen Verwendung
Verpackung vermeiden
Viele Handlungen, ermöglichen es Verpackung zu vermeiden.
Generell lohnt es sich, vor Ort einzukaufen anstatt online zu bestellen. Denn durch den Versand entstehen enorme Karton-Müllberge. Mehrweg-Einkaufstaschen sollten so oft wie möglich genutzt werden.
Beim Metzger empfiehlt es sich, eine eigene Dose für den Kauf von Wurstwaren mitzubringen. Der Bäcker kann Brötchen direkt in den mitgebrachten Stoffbeutel füllen.
Für den Einkauf von Obst und Gemüse bieten Supermärkte inzwischen Einkaufsnetze statt Plastikbeutel an.

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Den Müll richtig zu entsorgen, ist eine große Herausforderung.
Verpackung recyceln
Dort, wo sich Verpackung nicht vermeiden lässt, spielt das Recyceln eine wichtige Rolle.
Nur gut sortiertes Material wird wieder verwendet. Häufige Fehlerquellen bei der Müllentsorgung sind: Mischstrukturen aus Papier und Kunststoff, eine nicht farbreine Glassortierung, Plastikspielzeug im Gelben Sack oder Trinkgläser im Glascontainer. Derartige Fehlweinwürfe sind die Hauptquelle dafür, dass recycelbare Materialien nicht wiederverwendet, sondern energetisch entsorgt (also verbrannt) werden.

Diese Materialien sind erhältlich

Lehrkräften und Multiplikatoren stellt das Kompetenzzentrum die Druckvorlagen sowie das Ausstellungskonzept auf Anfrage gerne zur Verfügung.
Postersatz
Abfallhierarchie Vermeidung, Wiederverwendung, Recyceln, Verwertung, Beseitigung

Poster 1:
Abfall-
hierarchie

Verpackung schützt, informiert, erleichtert den Transport und die Lagerung

Poster 2: Funktion von Verpackung

Das Bild zeigt das Ausstellungsposter "Für zuhause weiter denken" mit Tipps zum Einsparen von Verpackungen

Poster 3: Handlungstipps

Mitmach-Station: Einweg - Mehrweg
Oft landen Mehrweg-Glas-Flaschen im Glascontainer oder Pfand-Kunststoff-Flaschen im Gelben Sack. Damit entgeht dem Verbraucher bares Geld.
Die Station bietet Übungen, um sicherer zu werden im Erkennen von Ein- und Mehrwegflaschen.
Mitmach-Station: Recyceln
Verschiedene Materialien liegen zum Recyceln bereit: z.B. blaues Glas, kaputtes Trinkglas, Blumentopf, Kleiderbügel, Papier-Plastik-Mischtüten...
Die Besucher entscheiden, in welchen Müllcontainer sie die Produkte entsorgen.

Mitmach-Station: Reingehört

Tester berichten über ihre Erlebnisse beim Vermeiden von Verpackung.
z.B. Kauf doch deine Zeitschrift im Kiosk!

Weitere Eindrücke zur Ausstellung