Oberpfälzer Landschaft mit Rapsfeld im Vordergrund und dem Klosterdorf Speinshart im Hintergrund.

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Türkischer Besuch am Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz

(12. September 2017) Tirschenreuth – Eine 14-köpfige Delegation der türkischen „Wasserwirtschaftsverwaltung“ (General Directorate of State Hydraulic Works – DSI) besuchte das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz zu einem dreitägigen Informations- und Erfahrungsaustausch. Das DSI betreut in der Türkei Flurneuordnungen im Zusammenhang mit wasserbaulichen Maßnahmen, wie dem Hochwasserschutz oder Bewässerungsmaßnahmen.

Behördenleiter Thomas Gollwitzer gab allgemeine Informationen zur Verwaltung für Ländliche Entwicklung, insbesondere zu den politischen Vorgaben und Zielen, Handlungsprinzipien und -schwerpunkten sowie zu den laufenden Vorhaben in der Oberpfalz.

Die Verwaltung für Ländliche Entwicklung ist auch im Bereich Hochwasserschutz und Wasserrückhalt ein wichtiger Partner der ländlichen Kommunen in Bayern. Bei der zweitägigen Fachexkursion erhielten die türkischen Experten vor Ort einen Überblick über die Arbeitsweise und Instrumente der Ländlichen Entwicklung.

Am Beispiel des Verfahrens Hagenohe im Landkreis Amberg-Sulzbach wurde den Teilnehmern die Initiative boden:ständig vorgestellt. Mit Rückhaltebecken, der Anhebung landwirtschaftlicher Wege und einem Grabensystem wurde ein effiktiver Boden-, Gewässer- und Hochwasserschutz umgesetzt.

Das von 4 Kommunen getragene Projekt zur Gewässerentwicklung und zum Hochwasserschutz am Krumbach im Landkreis Amberg-Sulzbach ist ein Paradebeispiel für eine gelungene interkommunale Zusammenarbeit. Als nächstes stand das Flurneuordnungs- und Dorferneuerungsverfahren Kollersried im Landkreis Regensburg mit einem naturnahen Grabenausbau und einer flächigen Wasserrückhaltung auf dem Programm. Die türkischen Vermessungs-, Agrar- und Bauingenieure waren beeindruckt von beiden Projekten, den Maßnahmen und der intensiven Beteiligung der betroffenen Landwirte.

Zum Abschluss des Besuches wurde die Baustelle des Flutpolders Riedensheim im Landkreis Ingolstadt besichtigt. Die benötigten Flächen für diese Maßnahme konnte der Freistaat Bayern erwerben. Das Bodenmanagement wird mit einem Unternehmensverfahren umgesetzt.
Einige Personen blicken auf eine topographische Karte mit Einträgen.

Wolfgang Fetsch, der Planer im Verfahren Hagenohe, erläutert den Gästen die im Projekt boden:ständig entwickelten und durchgeführten Maßnahmen.

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Die Delegation beim Krumbach-Projekt.

Die Delegation beim Krumbach-Projekt.

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Die Delegation in Kollersried.

Die Delegation in Kollersried.

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Besuch der Baustelle des Flutpolders in Riedensheim.

Besuch der Baustelle des Flutpolders in Riedensheim.

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