Oberpfälzer Landschaft mit Rapsfeld im Vordergrund und dem Klosterdorf Speinshart im Hintergrund.

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Presseinformationen Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz
Geodäsie – wir vermessen die Welt

(26. Juli 2018) Tirschenreuth, Weiden - Geodäsie, Geoinformatik und Landmanagement – noch nie gehört? Die zahlreichen Schülerinnen und Schüler bei der Bayerischen Woche der Geodäsie in Weiden lüfteten dieses Rätsel. Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz und das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Weiden hatte die Schulen aus Weiden und den Landkreisen Neustadt a. d. Waldnaab, Tirschenreuth und Schwandorf am 19. Juli zum 2. Informationstag am Oberen Markt in Weiden eingeladen.

Kann ich Grundstücke zusammenlegen? Wie finde ich die Grenze eines Grundstücks? Woher weiß mein Smartphone, wo ich bin? Woher weiß ein autonom fahrendes Auto, wo es fahren darf? Wie werden selbst 50 km lange Tunnel auf den Zentimeter genau gebaut? Wie ermittelt man, wie stark die Eismassen der Antarktis abschmelzen und wie stark der Meeresspiegel ansteigen wird?

Die Schülerinnen und Schüler gingen an sechs Stationen diesen Fragen nach. Mit Begeisterung und großem Interesse probierten die jungen Geodäten die moderne Technik aus. Sie legten Grundstücke für Landwirte zusammen, bewegten sich mit einer VR-Brille virtuell durch das Büro von Galileo ip oder versuchten sich als Drohnenpilot. Für die Praktiker der Ämter und Ingenieurbüros Galileo ip aus Altenstadt und Schmechtig aus Ergoldsbach eine gute Gelegenheit, die große Bandbreite des Berufsfeldes Geodät zu zeigen.

Die OTH Amberg-Weiden stellte den neuen Studiengang „Geoinformatik und Landmanagement“ vor. Die Geodäsie ist ein stark nachgefragtes Berufsfeld, das von mittelständischen Ingenieurbüros, über die öffentliche Verwaltung bis hin zu Großunternehmen und Forschungseinrichtungen aus Bereichen wie der Automobilbranche, Luft- und Raumfahrt, Navigation, Umweltanwendungen, Landtechnik, Bau- und Immobilienwirtschaft reicht.

Geodäsie ist die Wissenschaft der Vermessung und Aufteilung der Erde – in Flächen, Punkte, Markierungen. Damit wir als Bewohner wissen, wo unser Haus steht, wie weit es bis nach China und wie groß Grönland ist. Geodäten sind Wissenschaftler, die unsere Erde und das erdnahe Weltall erkunden, vermessen und anschließend grafisch darstellen. Aus ihren Daten entstehen Stadtpläne, Land- und Seekarten, 3D-Visualisierungen und Navigationssysteme. Geodäten helfen mit, Katastrophen wie Überschwemmungen, Erdbeben oder Tsunamis vorherzusagen und so größere Schäden zu vermeiden. Sie unterstützen die ländlichen Kommunen bei der Gestaltung der Dörfer und der Flur. Sie arbeiten nach Verbrechen an Tatorten, wenn die Spuren der Täter ausgewertet werden müssen. Und sie sind daran beteiligt, durch Crashtests die Sicherheit von Fahrzeugen zu überprüfen.
Jugendliche mit Rücksäcken mit der Aufschrift „Bayerische Woche der Geodäsie“.

Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz

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