Teil eines Dachstuhls mit zahlreichen Verstrebungen

Beispiele
Integrierte Ländliche Entwicklung

„Gemeinsam sind wir stärker!“ – mit diesem Ziel schließen sich immer mehr Gemeinden von Regionen freiwillig zusammen, um eine attraktive Region zu gestalten ohne die eigene Identität aufzugeben.

Fränkischer Grabfeldgau
Regionale Baukultur erhalten, Identität bewahren und Heimatgefühl stärken

Hinweisschild auf einem Aussichtspunkt, das die Elemente einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft beinhaltet

Der Grabfeldgau befindet sich im Grenzbereich von Südthüringen und Nordbayern. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs lag der fränkische Teil des Grabfeldgaus nicht mehr an der Grenze zwischen Ost und West, sondern in der Mitte Deutschlands. Diese zentrale Lage im vereinten Deutschland und die in der Folge neu gebaute Autobahn A 71 eröffneten völlig neue Chancen. So entschlossen sich zehn Kommunen, ihre Zukunft gemeinsam zu gestalten. Sie gründeten die Allianz Fränkischer Grabfeldgau und setzten sich zum Ziel, in einer Integrierten Ländlichen Entwicklung gemeinsam mit den Menschen die Region für 16 000 Menschen in 32 Dörfern zu stärken.  Mehr

Steinwald-Allianz
Gemeinsam mehr erreichen - 16 Kommunen arbeiten für neue Ideen und anstehende Herausforderungen zusammen

Fragmente der Burgruine Weißenstein. Gut erkennbar ist noch der Aussichtsturm.

Auslöser für die interkommunale Zusammenarbeit war das Pilotprojekt „Grenzenlos Radeln im Landkreis Tirschenreuth“ des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums im Jahr 2002. Die beteiligten Kommunen haben erkannt, dass gemeinsames Handeln jeden Einzelnen stärkt. Die Entwicklung der Steinwald-Gemeinden wurde seit dem Mittelalter von der Lage als Grenzregion zu Böhmen bzw. dem heutigen Tschechien geprägt. Mit der EU-Osterweiterung im Jahr 2004 eröffneten sich faszinierende Aspekte für diese Region in der Mitte Europas.  Mehr

Rodachtal
Durch Gemeinsamkeit und regionale Identität wächst zusammen, was zusammen gehört

In einem Raum mit sichtbarem Dachstuhl erläutert eine Ausstellung die frühere deutsche Teilung. Am Boden befindet sich ein Schild mit den Aufschriften  Achtung! Halt! Grenze!

40 Jahre deutsche Teilung trennten die Menschen an der bayerisch-thüringischen Landesgrenze. Doch der Kontakt ging nie verloren. Bald nach der Wiedervereinigung bemühten sich daher die Kommunen im Rodachtal um die Wiederherstellung der regionalen Identität. Seit den Anfängen im Jahr 2000 ist die Initiative Rodachtal als interkommunale Allianz von inzwischen vier thüringischen und sechs bayerischen Gemeinden die Basis dieser Bemühungen und Plattform für viele Projekte. Die Förderung des Engagements von Bürgern ist dabei nur eine der vielen gemeinsamen Vorgehensweisen.  Mehr

Bachhagel · Syrgenstein · Zöschingen
Interkommunal denken, innen entwickeln und sozial vernetzen sind fest verankerte Handlungsgrundsätze

Ortsansicht von Syrgenstein. Links auf einer Anhöhe steht ein Schloss; zu seinen Füssen das Dorf mit zwei Türmen der Kirche.

Die Suche nach der optimalen Organisationsform für ihre Bauhöfe löste bei drei Gemeinden gemeinsames Handeln aus. Mit der Integrierten Ländlichen Entwicklung und gemeinsam erarbeiteten Handlungsfeldern begann das gemeinsame Nachdenken und Planen. Jetzt gibt es den „Bürgerservice Bachtal“, der heute unverzichtbarer Ansprechpartner für Senioren und deren Angehörige ist. Ferner liefert ein Immobilienportal Einstiegsmöglichkeiten zu Wohn- und Gewerbeobjekten. Zusammen mit weiteren Projekten wurde mittlerweile die Lebensqualität in den drei Gemeinden für alle Generationen gesteigert.  Mehr

Weindörfer im westlichen Steigerwald
Neun Gemeinden kooperieren und setzen ihre dörflichen Schätze für eine gemeinsame Zukunft in Wert

Bus mit dem Schriftzug „Dorfschätze Express“ fährt auf einer Landstraße. Im Hintergrund Dorf; am Horizont bewaldeter Steigerwaldhöhenzug.

Seit 2007 arbeiten neun Gemeinden mit 18200 Einwohnern in der Integrierten Ländlichen Entwicklung Dorfschätze vertrauensvoll und erfolgreich zusammen. Ziel ist, die Attraktivität der Gemeinden zu erhöhen. Dazu vernetzt der Arbeitskreis „Dialog der Generationen“ interkommunal alle Bevölkerungsgruppen und ermöglicht die intensive Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger. Die Liste der erfolgreichen Projekte ist mittlerweile schon lang. So wird durch die Freizeitlinie „Dorfschätze-Express“ die attraktive Steigerwaldlandschaft erschlossen, was Touristen besonders schätzen.   Mehr

Hofheimer Land
Für gleiche Probleme gemeinsam Lösungen finden – eine Gemeinde-Allianz für lebendige Ortsmitten

Ein Bürgermeister steht mit aufgeschlagener Unterlagenmappe in der Hand vor leerem eingeschossigem Gebäude ohne Ziegeleindeckung.

Eine kleinteilige Siedlungsstruktur mit 15 000 Menschen in 53 Ortschaften macht den Charme und Charakter des Hofheimer Landes aus, macht es aber zugleich besonders anfällig für die Folgen des demografischen Wandels. In den Ortskernen soll jedoch soziales und kulturelles Leben bewahrt bleiben. Dieser Herausforderung begegnen sieben Kommunen seit 2008 in einer Gemeinde-Allianz mit großem Engagement gemeinsam. Durch das eindeutige Bekenntnis aller Gemeinden zur Innenentwicklung und zu einem konsequenten Flächenmanagement konnten im Laufe der Jahre beachtliche Erfolge bei der Revitalisierung der Ortskerne erzielt werden.   Mehr

Altmühltal • Fränkisches Seenland-Hahnenkamm • Rezattal-Jura
28 Kommunen gestalten die demografische Entwicklung und stärken sich gemeinsam für die Zukunft

Großer Brombachsee mit Schiff MS Brombachsee, einen Ort am See und einer Streuobstanlage im Vordergrund.

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gehen die statistischen Prognosen davon aus, dass die Bevölkerung von 2012 bis 2032 um ca. 6 % abnehmen wird. Nach Altersgruppen wird der Anteil der unter 18-Jährigen um 20 % schrumpfen, während gleichzeitig die über 65-Jährigen um rund 40 % zunehmen werden. Diese Zahlen sind alarmierend! Aber der Trend wird kurz- bis mittelfristig nicht umkehrbar sein. Deshalb stellt sich die Frage: Was können Kommunen tun, um diesen negativen Trend zu bewältigen und in Kräfte für ihre Entwicklung und die dort lebenden und arbeitenden Menschen freizusetzen?  Mehr

Fränkischer Süden zwischen Main und Tauber
Zukunftsorientierte Landwirtschaft braucht ein Hauptwegenetz mit gemeindeübergreifenden Verbindungen

Fahrender Anhänger von hinten auf einem betonierten Wirtschaftsweg. Das rechte Rad fährt auf Grasbankett.

Der Ochsenfurter Gau ist ein landwirtschaftliches Vorranggebiet. Dennoch sind die meisten Wege 30 Jahre alt, rund 2,5 m breit und nur für 5 Tonnen Achslast ausgelegt. Diese Voraussetzungen genügen für die hochleistungsfähigen landwirtschaftlichen Maschinen heute bei weitem nicht mehr. Moderne Anhänger können bis zu 11,5 t Einzelachslast und zusammen mit der Zugmaschine ein Gesamtgewicht von 40 t haben. Für solche Maschinen fordern die Landwirte seit langem Hauptwirtschaftswege mit 3,5 m Fahrbahnbreite, wie es die neuen Richtlinien für den ländlichen Wegebau vorsehen.  Mehr

Ilzer Land
Aus einer Bodenordnung im Naturschutzgebiet entwickelte sich eine dynamische Kooperation von neun Gemeinden

Auszubildende mit Geste Daumen hoch

Die Bürgermeister der neun Mitgliedsgemeinden haben die Integrierte Ländliche Entwicklung zur „Chefsache“ gemacht. Jeder von ihnen ist für eines der neun Handlungsfelder verantwortlich und vertritt dabei die kommunalen Belange aller kooperierenden Gemeinden. Ausgangspunkt der erfolgreichen und engen Kooperation waren drei Flurneuordnungen, mit denen bei der konfliktträchtigen Ausweisung des Naturschutzgebietes Obere Ilz die Interessen in Einklang gebracht wurden.  Mehr

Kommunale Allianz A 7 Franken-West
Mit den eigenen Stärken und den Chancen durch die Autobahn A 7 einen Wirtschaftsraum mit Zukunft gestalten

Autobahn im Vordergrund; drei Windräder im Hintergrund

Elf Städte und Gemeinden im westlichen Mittelfranken bündeln ihre Stärken und nutzen ihren Standortvorteil an der Autobahn A 7 Würzburg-Ulm. Ihre gemeinsamen Anliegen sind die Lebensqualität, die Infrastruktur, das Wirtschaftsumfeld und die touristische Attraktivität der Region weiter zu steigern. Die Allianz erstreckt sich über eine Fläche von 360 km²; circa 17 500 Menschen leben dort.  Mehr

Obere Vils-Ehenbach
Gemeinsam stärker sein – neun Gemeinden fördern die Energiewende und bauen Brücken zwischen Generationen

Auftraggeberin und eine Jugendliche der Taschengeldbörse bei Gartenarbeiten

Auslöser für den Entschluss, die Entwicklung der Region gemeinsam voranzutreiben, waren der Strukturwandel in der Landwirtschaft, der Verlust von Arbeitsplätzen durch die Stilllegung der Maxhütte, die Randlage am Truppenübungsplatz Grafenwöhr und ungünstige Verkehrsanbindungen an überregionale Wirtschaftsräume. Zehn Teilnehmergemeinschaften der Flurneuordnung gründeten dazu überörtliche Arbeitskreise, aus denen die Integrierte Ländliche Entwicklung entstand.  Mehr

Oberes Werntal
Zehn Gemeinden stemmen sich in einer gemeinsamen Initiative gegen die Verödung der Ortskerne und den Flächenverbrauch

Bürgermeister stehen auf Treppe und halten Fadengeflecht als Symbol ihre Kooperation

Bereits 2003 haben acht Gemeinden entlang der Autobahn A 71 Schweinfurt nach Erfurt, ein „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit“, die großen Herausforderungen erkannt, vor denen der ländliche Raum aufgrund der demografischen Entwicklung und des Strukturwandels in der Landwirtschaft sowie in Konkurrenz zu den städtischen Verdichtungsräumen steht. Den Kommunen war klar, dass sie nur durch gemeinsames Handeln Vorsorge für eine zukunftsfähige Entwicklung treffen können.  Mehr

Bayerisches Vogtland
Vier Gemeinden gestalten den Wandel „Vom Rand in die Mitte Deutschlands“ gemeinsam

Ehemalige Mauer, Wachturm und einige Häuser Mödlareuths (auch „Little Berlin“ genannt)

Wir liegen nicht mehr am Rand Deutschlands! Welche Chancen haben wir jetzt und wer hilft uns dabei, sie zu nutzen? Die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Feilitzsch im Landkreis Hof rückten 1990 mit der deutschen Einheit plötzlich vom Rand in die Mitte Deutschlands und des geeinten Europas. Die neue Situation überdeckte zunächst die schon in den Jahren zuvor gewachsenen Probleme durch die demografische und strukturelle Entwicklung.  Mehr

Wirtschaftsband A9 - Fränkische Schweiz
Achtzehn Kommunen auf der Überholspur

Zentrum Pottensteins aus leichter Vogelperspektive

Fragen zur Zukunft des ländlichen Raums und seiner Wahrnehmung in der Metropolregion Nürnberg zwischen den Großstädten Erlangen, Nürnberg und Fürth im Süden und der Stadt Bayreuth im Norden haben zu Beginn des Jahres 2006 18 Kommunen dazu bewegt, ihre zukünftige Entwicklung gemeinsam zu planen. In rund zwei Jahren entstand ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept, das die Arbeitsgrundlage für die kommunale Arbeitsgemeinschaft darstellt.  Mehr