Hände in Gummihandschuhen halten Reagenzglas (Foto: Hase/StMELF)

Stand 6. April 2020
Coronavirus – Wichtige Informationen

Symbolbild Coronavirus

© Thaut Images - stock.adobe.com

Bayern hat weitreichende Maßnahmen zur Bekämpfung des neuen Corona-Virus Sars-CoV-2 eingeleitet. In den nachgeordneten Behörden des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten werden deshalb soziale Kontakte auf ein zwingend notwendiges Maß beschränkt.
Landesweite Ausgangsbeschränkung
Zur Eindämmung des bisherigen Infektionsgeschehens werden die bayernweiten Ausgangsbeschränkungen bis 19. April verlängert. Die Bayerische Staatsregierung appelliert eindringlich an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger diesen Bestimmungen nachzukommen. Die Details regelt eine Allgemeinverfügung.
Veranstaltungen finden bis auf Weiteres nicht statt. Unsere Fachschulen in Bayern bleiben bis einschließlich 19. April 2020 geschlossen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die jeweilige Behörde.
Für die Mehrfachantragstellung sind die Möglichkeiten des Online-Verfahrens über das Serviceportal iBALIS (www.ibalis.bayern.de) zu nutzen.
Fragen können über die Online-Hilfen oder telefonisch über die mitgeteilte Hotline-Nummer beziehungsweise mit den zuständigen Sachbearbeitern am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten abgeklärt werden.
Junge Menschen jäten Unkraut auf einem Gemüsefeld (Foto: Tobias Hase)
Hilfe für die bayerische Landwirtschaft

Die bayerischen Obst-, Gemüse- und Hopfenbauern benötigen dringend Unterstützung, da viele ausländische Saisonarbeitskräfte momentan nicht einreisen können. Auf daslandhilft.de oder saisonarbeit-in-deutschland.de oder bei anderen Organisationen können landwirtschaftliche Betriebe Arbeitsangebote und Helferinnen und Helfer Arbeitsgesuche einstellen.

Fragen/Antworten zu Auswirkungen der aktuellen Maßnahmen

Vorbemerkungen

Das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten stellt auf dieser Seite nach bestem Wissen und möglichst aktuell Fragen und Antworten zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Land- und Forstwirtschaft zusammen.
Die Antworten sind allgemeine Auskünfte und beziehen sich auf die jeweils aktuell bekannte Sachlage, die sich allerdings sehr schnell ändern kann. Wir bitten um Verständnis dafür, dass keine Aussagen zu Einzel- und Spezialfällen bzw. zu einzelnen Rechtsangelegenheiten gemacht werden.

Antworten auf generelle Fragen zu den Regelungen liefert das bayerische Innenministerium auf folgender Seite:

Häufige Fragen und Antworten (StMI) Externer Link

Ernährung

Kann man sich über Lebensmittel mit dem neuartigen Coronavirus anstecken? (06.04.2020)

Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel mit dem Coronavirus infiziert haben. Dasselbe gilt auch für eine Ansteckung über kontaminierte Gegenstände. Wie auch sonst gilt: Hygieneregeln im Umgang mit und bei der Zubereitung von rohem Fleisch und Fleischprodukten sollten eingehalten werden. Ein etwaiges Risiko der Ansteckung kann durch Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich reduziert werden, da das Virus hitzeempfindlich ist. 

Bundesinstitut für Risikobewertung - Fragen/Antworten (PDF) Externer Link    ReadSpeaker Dokument vorlesen

EFSA (European Food Safety Authority) Externer Link

Kann das Coronavirus über das Trinkwasser übertragen werden? (06.04.2020)

Nein. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) kann eine Übertragung des Coronaviurs über die öffentliche Trinkwasserversorgung ausgeschlossen werden. 

Landesamt für Gesundheit - Fragen/Antworten Externer Link

Helfen Nahrungsergänzungsmittel wie zum Beispiel Vitamin C oder Vitamin D gegen Corona? (06.04.2020)

Nein. Weder Supplemente wie Vitamin C oder Vitamin D noch andere Nahrungsergänzungsmittel können vor einer Infektion mit Corona schützen noch dienen sie zur Behandlung bereits Erkrankter. Nahrungsergänzungsmittel dürfen keine arzneiliche Wirkung entfalten, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit betont. Zum Schutz der Abwehrkräfte ist vorrangig eine ausgewogene Ernährung, kombiniert mit Bewegung, das Mittel der Wahl. Generell sollte die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln daher nicht willkürlich erfolgen, sondern idealerweise in Absprache mit dem Hausarzt. 

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit - Fragen/Antworten Externer Link

Verbraucherzentrale - Nahrungsergänzungsmittel Externer Link

Wieviel Vorräte sind sinnvoll? (06.04.2020)

Viele Menschen füllen derzeit ihre Vorrats- und Kühlschränke mit großen Mengen an Lebensmitteln. Damit die angeschafften Lebensmittel nicht vorzeitig verderben und weggeworfen werden müssen, sollten sie richtig gelagert und regelmäßig verbraucht werden. Unter www.vorratshaltung.bayern.de gibt es Tipps zur richtigen Vorratshaltung (Vorratskalkulator), Lagerung und zu Vorratsschädlingen im Haushalt.
Generell gilt: Vorratshaltung ist sinnvoll, sog. Hamsterkäufe sind überflüssig.  

www.vorratshaltung.bayern.de

Wird Stillen zurzeit empfohlen? (06.04.2020)

Ja. Nach der Nationalen Stillkommission gibt es aktuell keine ausreichenden Kenntnisse, dass das Coronavirus über die Muttermilch übertragen wird. Hauptrisikofaktor für eine Übertragung beim Stillen ist der enge Hautkontakt. Da die Vorteile des Stillens überwiegen, wird das Stillen unter Einhaltung der erforderlichen Hygienemaßnahmen empfohlen. Infizierte Mütter oder Verdachtsfälle sollten beim Stillen durch Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen vor und nach dem Kontakt mit dem Kind und durch das Tragen eines Mundschutzes eine Übertragung des Virus durch Tröpfcheninfektion verhindern.  

Max-Rubner Institut - Nationale Stillkommission Externer Link

Berufsaus- und -fortbildung/Prüfungen

Grundsätzlich gilt bei allen Fragen: Weitere Auskünfte erteilen die Bildungsberater/-innen an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten oder die zuständige Stelle.

 

Kann ich meine Ausbildung in einem Agrarberuf weiter fortführen? (06.04.2020)
Die von staatlicher Seite angeordneten Beschränkungen und sonstigen Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie lassen die Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsverhältnis grundsätzlich unberührt. Insbesondere sind die Ausbildenden weiterhin zur Ausbildung verpflichtet (§ 14 BBiG). Alle dem Ausbildungsbetrieb zur Verfügung stehenden Möglichkeiten sind auszuschöpfen. Bei der Durchführung der Ausbildung sind aber selbstverständlich die jeweils aktuell angeordneten behördlichen Maßnahmen zu beachten. So macht z. B. die Ausgangsbeschränkung eine Einschränkung der Kundenkontakte erforderlich. Auch wenn Betriebe für Kunden geschlossen sind, ist die Ausbildung fortzuführen. Ausdrücklich soll jeder zur Arbeit gehen, soweit dies möglich ist. Falls dies nicht möglich ist (z. B. wegen bestätigten Corona-Fällen), sollte von den Auszubildenden Selbstlernphasen/Telearbeit o. Ä. soweit als möglich genutzt werden.
Kann von meinem Ausbildungsbetrieb Kurzarbeit angeordnet werden? (06.04.2020)
Auszubildenden gegenüber kann in der Regel keine Kurzarbeit angeordnet werden. Der Ausbildungsbetrieb ist dazu verpflichtet, alle Mittel auszuschöpfen, um die Ausbildung ordnungsgemäß fortzusetzen. Auch bei Ausbildern sollte Kurzarbeit nur in Ausnahmefällen angeordnet werden, da der Betrieb gewährleisten muss, dass der Ausbilder/die Ausbilderin der Ausbildungspflicht gegenüber dem Auszubildenden nachkommt. Der Auszubildende muss weiterhin in Vollzeit ausgebildet werden können.
Muss ich in meinem Ausbildungsbetrieb arbeiten, wenn der Schulunterricht aufgrund der geschlossenen Berufsschulen ausfällt? (06.04.2020)
Solange und soweit der Berufsschulunterricht ausfällt, sind Auszubildende grundsätzlich verpflichtet zur Fortsetzung der Ausbildung im Betrieb zu erscheinen; der Freistellungstatbestand aus § 15 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 BBiG entfällt. Sofern jedoch die jeweiligen Berufsschulen Unterrichtsmaterial über Lernplattformen oder in ähnlicher Art und Weise zur Verfügung stellen, ist den Auszubildenden zur Bearbeitung dieser Materialien ausreichend Zeit zur Verfügung zu stellen.
Finden berufliche Prüfungen statt (Abschluss-, Meister-, Fortbildungsprüfungen)? (06.04.2020)
Abschlussprüfungen, Meister- und sonstige Fortbildungsprüfungen sowie Ausbildereignungsprüfungen können aktuell nicht durchgeführt werden und wurden abgesagt. Über mögliche Ersatztermine kann erst bei absehbarer Entwicklung der Ausbreitung des neuen Coronavirus entschieden werden.
Finden Zwischenprüfungen statt? (06.04.2020)
Zwischenprüfungen, die regulär im laufenden Ausbildungsjahr bis 31.07.2020 vorgesehen sind, entfallen ersatzlos. Da seitens der Auszubildenden keinerlei Verschulden vorliegt, kann im Hinblick auf die anstehenden Zulassungen zur Abschlussprüfung vom Nachweis der Zwischenprüfung abgesehen werden. Die Zwischenprüfung gilt somit als abgelegt bzw. teilgenommen und die Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung trotzdem als erfüllt. Bei Bewerbern mit Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung 2020 gelten infolgedessen nur die Regeln des § 45 Abs. 1 BBiG (Anhörung des Ausbildenden und der Berufsschule).
Wie erfolgt die Zulassung zur Abschlussprüfung im BiLa? (06.04.2020)
Auf den Leistungsnachweis im Bildungsprogramm Landwirt (BiLa), der für eine Zulassung nach § 45 Abs. 2 Satz 3 BBiG für die Abschlussprüfung im Beruf im Landwirt/in relevant ist, wird verzichtet. Der bayernweit einheitliche Termin für die schriftliche Prüfung am 03.04.2020 wurde abgesagt. Für die Zulassung nach § 45 Abs. 2 Satz 3 BBiG werden die sonstigen Kriterien (z. B. mind. 48 Monate Praxiszeit, Teilnahme an den Pflichtmodulen) herangezogen.

Landwirtschaft

Können sich Nutztiere anstecken oder das Coronavirus übertragen?

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft kann das Coronavirus nicht von Tieren auf Menschen oder umgekehrt von Menschen auf Tiere übertragen werden. 

Friedrich Löffler-Institut - Welche Rolle spielen Haus- und Nutztiere? (PDF) Externer Link    ReadSpeaker Dokument vorlesen

Können Landwirte und Waldbesitzer weiter ihre normalen Tätigkeiten ausführen?
Ja, unter äußerster Vermeidung sozialer Kontakte. Das Mitführen eines Passierscheins o. Ä. ist nicht erforderlich. Bitte beachten Sie die Vorgaben zur Arbeitssicherheit.
Was sollen Landwirte und ihre Mitarbeiter bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten beachten? (01.04.2020)
Wo möglich, ist ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Die Infektionsschutzregeln sind zu beachten. Die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen sind auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren. Das Mitführen eines Passierscheins o. Ä. ist nicht erforderlich. Das Mitführen von Unterlagen, das Sie als Landwirt ausweist, kann unnötige Rückfragen und Zeitverlust vermeiden.
Wer darf im landwirtschaftlichen Betrieb mithelfen? (01.04.2020)
Berufliche Tätigkeit ist erlaubt. Arbeitskräfte (z. B. Erntehelfer, Tierbetreuer, Betriebsaushilfen, Angestellte, Auszubildende) dürfen daher weiterhin Arbeit verrichten, die dem landwirtschaftlichen Betrieb dient. Soziale Kontakte zu anderen Personen sind zu minimieren. Wo möglich, ist ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Die Infektionsschutzregeln sind zu beachten. Angehörige des eigenen Haushalts dürfen ebenfalls mithelfen.
Welche Tätigkeiten darf ein landwirtschaftlicher Betrieb noch verrichten im Falle einer häuslichen Quarantäne? (akt. 06.04.2020)
Die Quarantäne wird von der örtlichen Kreisverwaltungsbehörde bzw. dem Gesundheitsamt angeordnet. Die erforderlichen Modalitäten hängen vom Einzelfall ab. Bei der Einzelfallentscheidung sollte berücksichtigt werden, dass an der Aufrechterhaltung der Landwirtschaft ein erhebliches Interesse besteht. Wenn auf einem landwirtschaftlichen Anwesen Maßnahmen möglich sind, die eine Weiterverbreitung des Covid-19-Virus verhindern, sollte landwirtschaftliches Arbeiten möglich sein. Dazu sind Zusammenarbeit und v. a. Nähe zu anderen Menschen zu vermeiden, sofern diese nicht zur häuslichen Familie gehören und ebenfalls unter Quarantäne stehen. Der Zweck der Quarantäne darf nicht gefährdet werden und muss gegebenenfalls von den Behörden vor Ort festgelegt werden.

Allein verbindlich ist die Quarantäneanordnung des Gesundheitsamts mit den darin verfügten Auflagen. Im Quarantänefall wird Betrieben empfohlen, rasch Kontakt mit den örtlichen Behörden aufzunehmen. Soweit dies möglich ist, sollten Betriebe bereits im Vorfeld selbst organisatorische Vorkehrungen für einen Quarantänefall treffen.
Können bayerische Landwirte nach Tschechien fahren, um dort ihre Flächen zu bewirtschaften? (akt. 02.04.2020)

Seit Samstag, 21.3.2020 gibt es eine Ausnahme für deutsche Landwirte, die Ackerland in Tschechien bewirtschaften. Die Deutsche Botschaft in Prag hat im Internet wichtige Hinweise zusammengestellt.
Die Verhaltensregeln (u. a. Mundschutzpflicht) gelten dabei für alle, die sich auf dem Gebiet der Tschechischen Republik aufhalten – also auch für Pendler und Landwirte. Im Moment gibt es kein Formular (von Tschechien) für die Landwirte. Als Nachweis für bayerische Landwirte bzw. deren Mitarbeiter werden Bestätigungen empfohlen. Diese sollten einen Stempel des Betriebes haben. Diese Vorlagen (für Landwirt bzw. Mitarbeiter), die derzeit von den tschechischen Grenzbeamten akzeptiert werden, können Sie per E-Mail anfordern.
Es besteht kein Anspruch auf Einreise. 

Anforderung per E-Mail (Referat-G5@stmelf.bayern.de)

Deutsche Botschaft Prag - Ausnahmeregelungen für Ein- und Ausreise Externer Link

Pensionspferdehaltung und Pferdezucht

Darf Einzel-Reitunterricht stattfinden? (akt. 30.03.2020)
Reitunterricht, auch über Funkgeräte, ist derzeit nicht möglich. Die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen sind auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren.
Dürfen sich Pferdebesitzer weiterhin um ihre Tiere kümmern und sie entsprechend bewegen? (akt. 30.03.2020)
Ja. Die Kontrolle und Versorgung der Tiere muss gewährleistet sein.
Auf dem Pferdebetrieb gilt: Es dürfen nur die für die Versorgung und Bewegung der Pferde notwendigen Personen Zutritt zum Betrieb haben. Sämtliches soziales Miteinander der Pferdebesitzer ist zu vermeiden (z.B. Schließen des Reiterstübchens). Beim Bewegen der Pferde in der Halle oder auf dem Reitplatz ist die Anzahl der Pferde, die sich gleichzeitig dort befinden, zu begrenzen. Als Orientierungswert können hier 200 m² pro Pferd herangezogen werden.
Für außerhalb des Pferdebetriebs gilt: Das Ausreiten oder Ausführen des Pferdes an der frischen Luft ist nach den Vorgaben der Ausgangsbeschränkung (alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes) weiterhin gestattet. Grundsätzlich sollte man aber aus Sicherheitsgründen möglichst nicht alleine ausreiten.
Dürfen Einsteller auf dem Betrieb mitarbeiten, wenn es zu Personalmangel kommen sollte?
Sofern es zur Versorgung der Tiere zwingend erforderlich ist, ist dies grundsätzlich möglich. Zu beachten ist, dass ohne den Abschluss eines Arbeitsvertrages der Einsteller bei diesen Tätigkeiten möglicherweise nicht unfallversichert ist.
Was ist bezüglich Tierarzt und Schmied zu beachten?
Die Vereinbarung von tierärztlichen Terminen und Schmiedebesuchen erfolgt in Absprache mit der verantwortlichen Leitung des Betriebs. Alle aufschiebbaren Dienstleistungen müssen verschoben werden.
Was sollen Stallbetreiber beachten?
Grundsätzlich sind strikte Hygienemaßnahmen sowie die behördlichen Vorgaben unbedingt zu beachten. Es ist kein weiterer Publikumsverkehr auf der Reitanlage zugelassen. Personen, die nicht für die Versorgung und Bewegung der Pferde vorgesehen sind, dürfen die Anlage nicht betreten. Für die Information und Kommunikation ist die Leitung (z. B. der Betriebsleiter oder bei Vereinen der Vorsitzende) verantwortlich.
Die Anzahl der Pferde, die sich gleichzeitig in der Reithalle oder auf dem Reitplatz befinden, ist zu begrenzen. Als Orientierungswert können hier 200 m² pro Pferd herangezogen werden.
Haftet bei einer Kontrolle der Reitstallbetreiber auf Grund des Fehlverhaltens von Pferdebesitzern? (30.03.2020)
Ja, ein Bußgeld kann sowohl gegen den Pferdebesitzer als auch gegen den Betreiber verhängt werden, z. B. wenn dieser seine Aufsichtspflicht verletzt.
Was ist, wenn bei einer Person, die auf dem Betrieb lebt, Corona nachgewiesen wird? Wird die Anlage gesperrt und wer kümmert sich um die Pferde?
Im Falle einer Coronainfektion einer auf dem Betrieb lebenden Person, sind die Anordnungen des Gesundheitsamtes zu beachten. Sofern diese Person in der Betreuung der Pferde tätig war, muss deren Tätigkeit dann von einer anderen Person übernommen werden. Für den Fall einer Quarantäne sind Planung und Organisation im Vorfeld wichtig. Es empfiehlt sich, bereits vorab Vertretungsregelungen zu treffen und die Arbeit in einem strikten Schichtsystem vorzunehmen.
Ist Pferdezucht erlaubt? (01.04.2020)
Erforderliche Tätigkeiten im Bereich der Pferdezucht sind weiterhin möglich. Dazu zählt auch das Belegen der Stuten durch Natursprung oder durch künstliche Besamung einschließlich des damit ggf. verbundenen Transports der Pferde. Diese sollten aber auf die derzeit notwendigen Maßnahmen beschränkt werden. Die Abstands- und Infektionsschutzregeln sind zu beachten. Deckstationen sollten einen Maßnahmenplan zur Vermeidung von Corona-Infektionen erstellen und diesen überwachen.

Betriebsuntersagungen/-einschränkungen

Die Öffnung von Ladengeschäften des Einzelhandels jeder Art ist untersagt. Geöffnet bleiben unter anderem der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Banken, Apotheken sowie Tankstellen.
Das bayerische Gesundheitsministerium (StMGP) stellt eine Positivliste mit Branchen zur Verfügung, die ihre Geschäfte öffnen dürfen. (akt. 01.04.2020)

 

Positivliste: Welche Geschäfte dürfen weiterhin öffnen? - FAQ Corona-Krise und Wirtschaft (StMGP) Externer Link    ReadSpeaker Dokument vorlesen

StMGP (siehe auch: Veranstaltungsverbote und Betriebsuntersagungen anlässlich der Corona-Pandemie) Externer Link

Dürfen in der Spargel- und Erdbeersaison Verkaufshütten aufgestellt werden? (27.03.2020)
Spargel, Kartoffeln etc. sowie Erdbeeren sind Lebensmittel und können verkauft werden, und zwar auf Bauernmärkten, Wochenmärkten oder saisonal in speziellen Verkaufseinrichtungen wie z. B. Verkaufshütten.
Dürfen Landwirte, Waldbesitzer und Gärtner Material in Baumärkten kaufen? (akt. 31.03.2020)
Baumärkte sind nicht nur für Handwerker mit Handwerksausweis oder baunahe Gewerbetreibende, wie z. B. Trockenbauer geöffnet, sondern auch für Land- und Forstwirte.
Wie weisen Land- und Forstwirte ihre Berechtigung nach? (31.03.2020)
Der Nachweis kann über geeignete Dokumente erfolgen, wie z. B. SVFLG-Mitgliedschaft, Zeugnis-Kopie, Kopie/Auszug des Mehrfachantrags, Mitgliedsausweis des Bauernverbands, etc.
Sind von der Schließung von Ladengeschäften des Einzelhandels auch Geschäfte des Landhandels betroffen?
Agrar- und Landhandel sind von der Schließung von Einzelhandelsgeschäften ausgenommen. Es besteht kein Grund für Landwirte zur Bevorratung von Produktionsmitteln wie Pflanzenschutzmitteln, Zukaufsfuttermitteln oder Düngemitteln.
Dürfen Direktvermarkter und Wochenmärkte öffnen? (akt. 25.03.2020)
Ja. Wochen- und Bauernmärkte dürfen öffnen. Bei Direktvermarktern muss der Schwerpunkt auf dem Verkauf von Lebensmitteln liegen.
Dürfen Übernachtungen im Rahmen von "Urlaub auf dem Bauernhof" angeboten werden? (akt. 02.04.2020)
Das Angebot von Übernachtungen ist ausschließlich für Geschäftsreisende und/oder Gäste für nicht private touristische Zwecke zulässig, z. B. Unterbringung von Personen aus krisenbedingtem Anlass bzw. für gewerbliche Zwecke Dritter (z. B. Monteure). Ein Verkauf von Speisen und Getränken darf nur zur Mitnahme erfolgen.
Zu privaten touristischen Zwecken dürfen derzeit keine Unterkünfte angeboten werden.

Gärtnereien/Garten

Dürfen Gartencenter/Gartenmärkte öffnen? (03.04.2020)
Nein. Wegen des Infektionsrisikos sollen große Gartencenter/Gartenmärkte ohne Ausnahme geschlossen bleiben.
Dürfen kleine mittelständische Gärtnereien für den Produktionsbetrieb öffnen? (03.04.2020)
Der Produktionsbetrieb in Gewächshäusern oder im Freiland der Gärtnerei ist ebenso weiterhin möglich wie auch der gewerbliche Verkauf an Händler.
Dürfen kleine mittelständische Gärtnereien für den Verkauf öffnen? (03.04.2020)
Ja, wenn ausschließlich Produkte zur Lebensmittelversorgung (Obst, Gemüse, Salat-, Gurken- oder Tomatensetzlinge usw.) angeboten werden und ein vom sonstigen Sortiment (Non-Food-Artikeln, Blumen, Büsche und sonstiger Gartenbedarf) klar abgegrenzter Verkaufsbereich gegeben ist (z. B. Direktvermarktungs-Hütte, gesondertes Zelt, abgegrenzter Bereich im Ladengeschäft o. Ä.). Gärtnereien, bei denen auf mehr als 50 % der Verkaufsfläche Lebensmittel angeboten werden, dürfen die komplette Verkaufsfläche öffnen und auch das restliche Sortiment (Zierpflanzen usw.) mitverkaufen.
Die Hygiene-Schutzvorgaben (Mindestabstand etc.) sind strikt einzuhalten.
Dürfen kleine mittelständische Gärtnereien einen Lieferdienst für alle Produkte anbieten? (03.04.2020)
Ja.
Dürfen kleine mittelständische Gärtnereien auf Wochen- und Bauernmärkten verkaufen? (03.04.2020)
Ja. Produkte zur Lebensmittelversorgung (Obst, Gemüse, Salat-, Gurken- oder Tomatensetzlinge usw.) dürfen grundsätzlich verkauft werden. Wenn auf dem gesamten Wochenmarkt der Verkauf von Lebensmitteln überwiegt, sind auch Gärtnerstände, bei denen Zierpflanzen verkauft werden, erlaubt.
Darf ich in meinen Schrebergarten gehen und weiterhin nutzen? (06.04.2020)
Kleingärten in Kleingartenanlagen (sog. Schrebergärten) dürfen weiterhin genutzt werden. Hier gelten jedoch die gleichen Regeln wie für den Hausgarten.
Der eigene (Schreber-)Garten darf gemeinsam mit den eigenen Familienangehörigen aus dem eigenen Hausstand genutzt werden. Sie sollten sich aber dringend an die allgemeinen Hygieneregeln halten.
Ein "nettes Beisammensein" mit weiteren Personen im Garten u. Ä. dürfen keinesfalls stattfinden. Nachbarn oder Freunde dürfen nicht eingeladen werden. Bei der Unterhaltung, z. B. über den Gartenzaun gilt: Der Abstand zu anderen Menschen soll 1,5 m betragen.
Spazieren gehen und Bewegung an der frischen Luft sind ausdrücklich gestattet. Der Weg dorthin darf allerdings ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands und ohne jede sonstige Gruppenbildung stattfinden. Der Abstand zu anderen Menschen muss auch hier eingehalten werden.
Dürfen Toilettenanlagen in Kleingartenanlagen geöffnet sein? (06.04.2020)
Die Öffnung von Toilettenanlagen außerhalb der eigenen Parzelle, die von mehreren Parteien gleichzeitig benutzt werden, kann aus Gründen des Infektionsschutzes nicht erlaubt werden, zumal es sich bei dem Coronavirus nicht nur um eine Tröpfchen-, sondern gleichzeitig um eine Schmierinfektion handelt.

Wald und Waldarbeiten

Ist Waldarbeit weiter möglich? (akt. 27.03.2020)
Ja, wenn die Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Das gilt auch für Brennholzselbstwerber. Die Vorgaben zur Arbeitssicherheit sind selbstverständlich einzuhalten. Alleinarbeit ist bei motormanueller Aufarbeitung nicht zulässig, die gebotenen Schutzmaßnahmen (Abstand mindestens 1,5 Meter und kein Körperkontakt) sind jedoch zu wahren.

Infos zur Arbeitssicherheit (Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau) Externer Link

Dürfen noch Beratungsgespräche mit Waldbesitzern stattfinden? (24.03.2020)
Einzel-Beratungsgespräche im Wald sind möglich – aber nur dann, wenn sie nicht verschiebbar sind und die gebotenen Schutzmaßnahmen (Abstand mindestens 1,5 Meter) eingehalten werden. Wann immer möglich, sind Telefon und E-Mail vorzuziehen.
Soll ich jetzt weiter meine Sturmschäden/mein Sturmholz aufarbeiten? (akt. 26.03.2020)
Ja, das ist mit Blick auf den Borkenkäfer sogar besonders wichtig. Auch hier gilt: Die gebotenen Schutzmaßnahmen beim Kontakt zu anderen Menschen sind zu wahren (Abstand mindestens 1,5 Meter und kein Körperkontakt). Die Vorgaben zur Arbeitssicherheit sind selbstverständlich einzuhalten. Alleinarbeit ist bei motormanueller Aufarbeitung nicht zulässig. Aufgrund der besonderen Gefahren bei der Aufarbeitung von Sturmschäden (z. B. unter Spannung stehendes Holz) sollten ohnehin vorrangig professionelle Dienstleister beauftragt werden und die Aufarbeitung maschinell erfolgen.

Infos zur Arbeitssicherheit (Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau) Externer Link

Muss ich meinen Wald weiter auf Käferbefall kontrollieren? (24.03.2020)
Ja, hierzu sind Waldbesitzer gesetzlich verpflichtet. Die Kontrolle ist gerade in den nächsten Wochen entscheidend, denn befallene Bäume müssen rasch aufgearbeitet werden, um eine Ausbreitung der Käfer zu verhindern.
Kann ich jetzt meine Kulturen pflanzen? (24.03.2020)
Ja. Die Frühjahrspflanzung zählt zu den regulären Betriebsarbeiten (siehe auch Betriebsuntersagungen/-einschränkungen). Durch entsprechende Arbeitsorganisation sind aber Kontakte zu anderen Menschen möglichst zu vermeiden.
Kann ich weiterhin Förderanträge stellen? (24.03.2020)
Ja. Allerdings ist bei der Erarbeitung und Erstellung der unmittelbare persönliche Kontakt möglichst zu vermeiden. Bei der Beratung und der Unterzeichnung der Anträge sind die gebotenen Schutzmaßnahmen (Abstand mindestens 1,5 Meter und kein Körperkontakt) einzuhalten. Gemeinsame Termine im Büro müssen unterbleiben, Fragen sollen telefonisch geklärt werden.
Muss ich weiterhin vor Maßnahmenbeginn einen Förderantrag stellen? (24.03.2020)
Bei waldbaulichen Maßnahmen (z. B. Wiederaufforstung) ist die vorherige Antragstellung und Bewilligung weiter erforderlich. Ausnahme ist die insektizidfreie Borkenkäferbekämpfung: Hier kann wegen Gefahr in Verzug begonnen werden, die Antragstellung ist aber unverzüglich nachzuholen.
Wann bekomme ich meine Förderung ausgezahlt? (24.03.2020)
Bewilligte Maßnahmen werden im gewohnten Verfahren nach Eingang der Fertigstellungsanzeige geprüft und, sofern alle Fördervoraussetzungen eingehalten wurden, ausgezahlt.

Jagd, Angeln, Teichwirtschaft, Imkerei

Fragen zur Jagd
Informationen zur Jagd gibt es im Wildtierportal unter www.wildtierportal.bayern.de/corona

Corona und Jagd (Wildtierportal) Externer Link

Können Angler weiter ihrer Passion nachgehen? (akt. 03.04.2020)
Das Verlassen der Wohnung ist für Sport und Bewegung an der frischen Luft erlaubt. Angeln – allein oder mit Personen, mit denen man zusammenlebt – sind weiterhin erlaubt, Gemeinschaftsfischen dagegen nicht.

Bei größeren Fahrtstrecken zu Angelgewässern ist der Zweck der Ausgangsbeschränkung zu berücksichtigen. Dieser besteht darin, unter dem Aspekt des Gemeinwohls zu Hause zu bleiben, nur mit triftigem Grund die eigene Wohnung zu verlassen und auf diese Weise die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Ausflüge an entfernt liegende Flüsse und Seen laufen diesem Zweck zuwider. Daher möchten wir Sie bitten, zu Hause zu bleiben bzw. Sport und Bewegung an der frischen Luft in der unmittelbaren näheren Umgebung durchzuführen. Selbstverständlich gilt dies auch für das Angeln.
Können Winterungen in der Karpfenteichwirtschaft abgefischt werden? (23.03.2020)
Abfischungen, die nicht aufgeschoben werden können, sind unter Beachtung der "Leitlinien zum Abfischen" und der allgemeinen Hygienemaßnahmen möglich. Handlungen zur Versorgung von Tieren und dafür notwendige Arbeiten sind auch im Rahmen der Bewirtschaftung der Teiche möglich (z. B. die Kontrolle von Bestand und Wasserversorgung, Fütterung).

Leitsätze beim Abfischen der Winterungen in der Karpfenteichwirtschaft (PDF - Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Fischerei) Externer Link

Sind Fischbesatzmaßnahmen möglich? (30.03.2020)
Ja. Allerdings sollten sie – wie auch weitere Hegemaßnahmen – auf das notwendigste Maß reduziert, also soweit möglich erst nach Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen durchgeführt werden.

Zu beachten ist dabei Folgendes:
• Die Besatzfische sollten in der Regel vom Teichwirt geliefert werden.
• Vor Besatz sollte eine kurze schriftliche Anweisung des Vorstands zu den Verhaltensregeln der Mitglieder erfolgen.
• Beim Besatz ist darauf zu achten, dass die Fische möglichst mit Behältnissen eingebracht werden, die von einer Person getragen werden können. Alternativ ist auf andere Besatzmöglichkeiten zurückzugreifen, bei denen ein Kontakt zu weiteren Personen vermieden wird (z. B. Verwendung von Rutschen).
• Beim Arbeiten ist der Kontakt zu anderen Menschen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

In Ausnahmefällen, in denen der Besatz erforderlich, aber eine Auslieferung durch den Teichwirt nicht möglich ist, kann eine Abholung durch den Kunden erfolgen. Die Hygiene- und Abstandsmaßnahmen sind zu beachten.
Dürfen Imker zu ihren Bienen fahren, um diese zu versorgen? (akt. 23.03.2020)
Ja, aber bitte allein. Die Kontrolle und Versorgung der Tiere muss gewährleistet sein.
Dürfen Imker mit ihren Völkern wandern? (06.04.2020)
Ja. Die Imkerei ist ein wichtiger Teil der Landwirtschaft, Bienen sind für die Bestäubung unverzichtbar. Daher ist das Verbringen von Bienenvölkern zu Trachtgebieten ein triftiger Grund zum Verlassen der Wohnung. Die geltenden Abstandsregeln sind einzuhalten. Denken Sie daran, ein gültiges Gesundheitszeugnis für Ihre Völker mitzuführen.
Dürfen Imker Ableger von Bienenvölkern verkaufen? (06.04.2020)
Ja. Der Ausgleich von Winterverlusten ist notwendig, um die Bestäubung sowie die Honigproduktion zu sichern. Achten Sie bei der Auslieferung oder Annahme von Ablegern auf das Einhalten der Mindestabstände. Bitte denken Sie an das gültige Gesundheitszeugnis für die Bienen.

Hilfen und Unterstützung für betroffene Unternehmen

Finanzielle Unterstützung für in ihrer Existenz bedrohte Unternehmen der Landwirtschaft, des Gartenbaus und weiterer Branchen der Urproduktion sowie nicht landwirtschaftlicher Unternehmenszweige (z. B. Urlaub auf dem Bauernhof, Angebote zur Gemeinschaftsverpflegung) können die "Soforthilfe-Corona" beantragen.  

Soforthilfe-Corona - Antragstellung beim bayerischen Wirtschaftsministerium (StMWi) Externer Link

Pressemitteilung: Corona-Hilfen des Bundes auch für Urproduzenten (29.03.2020)

Pressemitteilung: Bayerns Corona-Soforthilfen erneut ausgeweitet - Kaniber: "Damit helfen wir unseren Gärtnereibetrieben" (02.04.2020)

Saisonarbeitskräfte

Pressemitteilung des Bundesinnenministeriums vom 2. April 2020

"Im April und im Mai wird jeweils bis zu 40.000 Saisonarbeitern die Einreise nach Deutschland ermöglicht. Diese werden auf Basis der Rückmeldung des Berufsstandes und der nachweisbaren strikten Hygienestandards ausgewählt. Die ausländischen Saisonarbeiter sollen ausschließlich mit dem Flugzeug ein- und ausreisen. Die Bundespolizei legt in Abstimmung mit den Bauernverbänden die entsprechenden Flughäfen fest." (Details siehe Pressemitteilung und Konzeptpapier) 

Pressemitteilung: Begrenzte Einreise unter strengen Auflagen (BMI) Externer Link

Wer ist für die Einreise von Saisonarbeitskräften aus dem Ausland der Ansprechpartner für Betriebe? (03.04.2020)

Der Deutsche Bauernverband (DBV) übernimmt die Organisation der Einreise von Saisonarbeitern aus dem Ausland und erteilt Auskünfte an interessierte landwirtschaftliche Betriebe. 

Einreise ausländischer Saisonarbeitskräfte (DBV) Externer Link

Dürfen Saisonarbeitskräfte länger als 70 Tage in Deutschland arbeiten? (akt. 24.03.2020)
Ja, Saisonarbeitskräfte dürfen bis zum 31. Oktober eine kurzfristige Beschäftigung für bis zu 115 Tage sozialversicherungsfrei ausüben.
Dürfen Saisonarbeitskräfte eine Nebenbeschäftigung aufnehmen? (akt. 24.03.2020)
Ja, Einkommen aus einer Nebenbeschäftigung wird übergangsweise bis Ende Oktober 2020 bis zur Höhe des Nettolohns aus dem eigentlichen Beschäftigungsverhältnis nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet.
Diese und weitere Festlegungen der Bundesregierung finden Sie beim Bundeslandwirtschaftsministerium:

Corona-Paket der Bundesregierung – wichtige Hilfen für die Land- und Ernährungswirtschaft erreicht (BMEL) Externer Link

Soll man die Saisonarbeitskräfte in kleine Trupps einteilen und diese voneinander getrennt halten? (akt. 23.03.2020)
Für Unternehmen ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter umzusetzen. Bayern hat in seiner Allgemeinverfügung festgelegt, dass wo immer es möglich ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten ist. Der Beschluss eines Kontaktverbotes für mehr als zwei Personen betrifft nur den Aufenthalt von Privatpersonen im öffentlichen Raum.

Bundesregierung - Erweiterung der beschlossenen Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte Externer Link

Wäre es möglich, solche Trupps in Hotels und Pensionen unterzubringen? (akt. 23.03.2020)
Ja. Hotels und Unterkünfte jeder Art dürfen weiterhin Geschäftsreisende und andere Gäste beherbergen, die nicht privat als Touristen unterwegs sind – also auch Saisonarbeitskräfte.
Wo kann ich mich informieren, welche land- und forstwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland Saisonarbeitskräfte suchen? Wie können Betriebe Saisonarbeitskräfte finden? (akt. 30.03.2020)

Auf daslandhilft.de oder saisonarbeit-in-deutschland.de oder bei anderen Organisationen können landwirtschaftliche Betriebe Arbeitsangebote und Helferinnen und Helfer Arbeitsgesuche einstellen. 

www.daslandhilft.de (Bundesverband der Maschinenringe) Externer Link

www.saisonarbeit-in-deutschland.de (GLFA) Externer Link

Gemeinschaftsaktion des StMELF: Arbeiten für die Ernte! (www.landwirtschaft.bayern.de/erntehelfer)

+++ Die Seite wird Zug um Zug mit wichtigen Informationen ergänzt.+++

Bayerische Staatsregierung

Logo Coronavirus in Bayern (StK)

Coronavirus in Bayern   Externer Link

Lebensmittelversorgung ist sicher

  • Die Lebensmittelversorgung in Bayern ist sicher. Es gibt keine Veranlassung für "Hamsterkäufe". Lebensmittelengpässe sind nicht zu befürchten. Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs ist sichergestellt.

Allgemeine Verhaltensempfehlungen

  • Bleiben Sie so oft es geht zu Hause. Schränken Sie insbesondere die persönlichen Begegnungen mit älteren oder chronisch kranken Menschen zu deren Schutz ein. Nutzen Sie stattdessen vermehrt die Kommunikation per Telefon und E-Mail.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung  Externer Link

Informationen des BMEL

  • Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat grundsätzliche Fragen und Antworten zusammengestellt.

Fragen und Antworten (BMEL)  Externer Link