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Nachhaltige Ernährung (Schritt 4/7)
Saisonal essen, regional einkaufen

Mit verstärkter Nachfrage nach saisonalen und regionalen Erzeugnissen können Verbraucher unnötige Lebensmitteltransporte vermeiden – global gesehen, aber auch innerhalb Deutschlands.

Saisonale Lebensmittel aus der Region

  • stärken die heimische Landwirtschaft
  • fördern die regionale Wirtschaftskraft
  • sind frisch und stecken voller guter Inhaltsstoffe
Zahlreiche Initiativen und Programme machen es Verbrauchern inzwischen einfach, sich mit saisonalen Lebensmitteln aus der Region zu versorgen, wie diese Auswahl der regionalen Herkunftsprogramme zeigt.

8 regionale bayerische Herkunftsprogramme mit ihren Logos: natürlich regional, original regional, Unser Land, Von Hier, Öko-Qualität garantiert - Bayern, Geprüfte Qualität -Bayern, Einkaufen auf dem Bauernhof und Bauernmärkte in Bayern.

Regionalportal Bayern

Regionales Bayern - mitmachen!
Das neue, im Mai 2014 gestartete "Regionalportal" im Internet erleichtert Verbrauchern die Suche nach regionalen Spezialitäten und Dienstleistungen in Bayern. Es bündelt Anbieter und Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel, die "vor der Haustür" produziert werden.
Im Regionalportal können sich Direktvermarkter klassischer landwirtschaftlicher Produkte eintragen, aber auch Anbieter von Dienstleistungen wie Seminaren, Führungen oder Veranstaltungen mit Bezug zur Landwirtschaft.

Regionalportal www.regionales-bayern.de Externer Link

Saisonale und regionale Herkunft bevorzugen

Gemüse und Obst aus beheizten Treibhäuern und Folientunneln setzen bis zu 30mal mehr Treibhausgase pro Kilogramm frei als im Freiland angebaute [1]. Wer beim Einkauf saisonale Produkte aus dem Freiland bevorzugt, hilft Schadstoffemissionen zu vermeiden und fossile Energie einzusparen. Statt „alles zu jeder Zeit“ setzen verantwortungsbewusste Verbraucher auf „saisonal und regional“. Der aid-Saisonkalender für Obst und Gemüse erleichtert die tägliche Einkaufsentscheidung.

Der aid-Saisonkalender Externer Link

2010 wurden doppelt so viele Transporte für Lebensmittel verzeichnet wie noch 1990. Der LKW wird dabei inzwischen am häufigsten genutzt. Pro transportierter Tonne und Kilometer setzen die verschiedenen Transportmittel diese CO2-Emissionen frei: Hochseeschiff 9 Gramm, Binnenschiff 34 Gramm, Bahn 40 Gramm, LKW 135 Gramm, Flugzeug 2.041 Gramm [2,3].
Mit weitem Abstand ist das Flugzeug das Transportmittel mit den meisten freigesetzten Emissionen. Häufig wird es für den Transport leicht verderblicher Lebensmittel genutzt, wie etwa Erdbeeren oder Spargel im Winter oder exotische Früchte. Diese sollten daher möglichst wenig eingekauft werden.

Regional = transparent

Kurze Wege bedeuten überschaubare Strukturen. Sie schaffen Transparenz und Vertrauen für alle Beteiligten. Unerlaubten Praktiken und Lebensmittelskandalen kann so vorgebeugt werden. Regional und saisonal erzeugte Lebensmittel unterliegen den jahreszeitlichen Schwankungen, die Eintönigkeit vermeiden helfen und dafür Vorfreude aufkommen lassen: Vorfreude auf die Erdbeersaison, die Spargelsaison oder die Apfelernte.

Frisch und ausgereift

Gemüseauslage auf einem Wochenmarkt mit frischen roten und gelben Paprika, Auberginen, Blumenkohl, Karotten und mehr.
Jeder weiß, wie intensiv aromatisch reife, frisch geerntete Tomaten schmecken. Tomaten, die unreif gepflückt und lange transportiert werden, erreichen dieses Aroma bei weitem nicht. Saisonale, regionale Früchte und Gemüse können auf dem Feld ausreifen. Deshalb schmecken sie meist besser und sind reicher an lebensnotwendigen und gesundheitsfördernden Substanzen.

Heimische Landwirtschaft fördern

Lebensmittel, die regional erzeugt und verarbeitet wurden, stärken die heimischen Betriebe und sichern Arbeitsplätze. Vermarktungskooperationen zwischen Landwirten, Verarbeitern, Händlern und Verbrauchern tragen zur Existenzsicherung auch kleiner und mittlerer Betriebe bei und stärken die regionale Wirtschaftskraft.

Quellen

[1] Jungbluth N: Umweltfolgen des Nahrungsmittelkonsums – Beurteilung von Produktmerkmalen auf Grundlage einer modularen Ökobilanz, Verlag dissertation.de, (elektronischer Anhang), Berlin, 2000

[2] Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW): Verkehr in Zahlen, Berlin, 1992, 1999

[3] Lauber I, Hoffmann I: Gütertransporte im Zusammenhang mit dem Lebensmittelkonsum in Deutschland. Teil II: Umweltwirkungen anhand ausgewählter Indikatoren, Zschr. Ernährungsökologie 2 (3), 187-193, 2001

In 7 Schritten zu Nachhaltiger Ernährung