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Forschung und Innovation

Bayern will Innovation statt Stillstand. Bei der praxisorientierten Forschung und Entwicklung setzt das Staatsministerium gezielt Akzente und verstärkt den Wissenstransfer.

Die Forschungsprojekte befassen sich mit Themen rund um Tier und Pflanze, ökologischen Landbau, Garten und Landschaft, Wein, Nachwachsende Rohstoffe, Klima- und Ressourcenschutz, Ernährung sowie Wald und Forstwirtschaft. Sie werden überwiegend von den drei Landesanstalten, dem Technologie- und Förderzentrum, dem Kompetenzzentrum für Ernährung, dem Amt für Waldgenetik durchgeführt.

Aktuell

Forschungsförderung - Antragsrunde 2020

Das Staatsministerium fördert in der Antragsrunde 2020 praxisorientierte Forschungs- und Innovationsansätze zu aktuellen Herausforderungen der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft. Für das Antragsjahr 2020 liegt ein besonderer Fokus auf Vorhaben zur Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes sowie auf klimatoleranteren Bäumen für die Zukunft. Die Projektskizzen mussten bis zum 15. Februar eingereicht werden. Das Formular "Projektskizze" und die weiteren Informationen zur Forschungsförderung sind im Förderwegweiser zu finden. 

Forschungsförderung (Förderwegweiser)

Formular: Projektskizze für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (Worddokument) doc 39 KB

Ausgewählte Projekte

Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
Effekt des Klimawandels auf Pollen in Bayern

Wiese mit blühenden Gräsern

Die LfL untersucht mit einem Teilprojekt im Rahmen des Forschungsprojekts KLIMApollen in Zusammenarbeit mit der TU München den Einfluss von Landnutzungsänderungen auf die Pollenemission landwirtschaftlich genutzter Flächen. Ziel ist die Optimierung zukünftiger Pollenflugkalender mit Berücksichtigung des voranschreitenden Klimawandels.
Projektlaufzeit: 08.2018 bis 12.2020 

Effekt des Klimawandels auf Pollen in Bayern (LfL) Externer Link

Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
Experimentierfeld "Digitalisierung in der Prozesskette Milch"

Mehrere Fleckviehkühe im Fressgitter

Um die Prozesskette der Milcherzeugung effizienter und nachhaltiger zu gestalten, liegt das Augenmerk bei "DigiMilch" darauf, schon technisierte und automatisierte Teilprozesse mit einem sensorgestützten Herdenmanagement zu vernetzen.
Projektlaufzeit: 10.2019 bis 12.2022 

Experimentierfeld "Digitalisierung in der Prozesskette Milch" (LfL) Externer Link

Technologie- und Förderzentrum (TFZ)
Klimaschutz mit regenerativen Antriebssystemen auf staatlichen Versuchsgütern

Kanister mit gelber Flüssigkeit, vor einem Traktor im Hintergrund.

Die staatlichen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebe gehen mit gutem Beispiel voran: künftig sollen noch mehr Traktoren und andere Landmaschinen umweltschonend betrieben werden. Das TFZ untersucht das Betriebs- und Emissionsverhalten der Landmaschinen und berät die Versuchsbetriebe.
Projektlaufzeit: 07.2018 bis 06.2022 

Klimaschutz mit regenerativen Antriebssystemen (TFZ) Externer Link

Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG)
Winterbiene: Nahrungsangebot und Energiegewinnung durch mehrjährige Präriestauden

Blüten von Sonnenblumen mit Biene

Beispielsweise spätblühende Präriestauden verfügen aufgrund ihrer extremen Massewüchsigkeit über ein hohes Ertragspotenzial und lassen hohe Methanausbeuten erwarten. Gleichzeitig liefern sie aufgrund ihrer langen Blühdauer bis Mitte Oktober Pollen und Nektar zu einer Jahreszeit, in der das Nahrungsangebot für Blütenbesucher sonst sehr begrenzt ist. Blühmischungen aus mehrjährigen Wildpflanzen liefern daher nicht nur Biomasse, sondern auch ein wichtiges Nahrungsangebot für Bienen und Insekten.
Projektlaufzeit: 10.2015 bis 12.2018 

Mehrjährige Präriestauden (LWG) Externer Link

Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn)
Wissenschaftlicher Status quo zu A1-/A2-Milch

Milch und Casein

© topteen/fotolia.com

Ein neuer Trend um die Milch macht die Runde – die Rede ist von der sogenannten A2-Milch. Was ist von diesem Trend zu halten? Ist die neue Milch gesundheitlich anders zu bewerten als die herkömmliche Milch? Diese Fragen bewegen zunehmend auch Verbraucher und die Milchbranche in Deutschland. Das Kompetenzzentrum für Ernährung hat zusammen mit Cochrane Deutschland die aktuelle wissenschaftliche Literatur gesichtet und bewertet. Die Ergebnisse dieser systematischen Übersichtsarbeit stellte das KErn beim Wissenschaftsseminar am 2. Dezember 2019 in Freising vor. 

Wissenschaftlicher Status quo zu A1-/A2-Milch (KErn) Externer Link

Amt für Waldgenetik (AWG)
GenMon – Etablierung eines genetischen Monitorings für Buche und Fichte in Deutschland

Grüne Sprößlinge im Waldboden

Die genetische Vielfalt gilt als Basis für die Anpassungsfähigkeit und das Überleben der Baumarten bei sich ändernden Umweltbedingungen. Die Klimaerwärmung bedingt eine Häufung von extremen Witterungsereignissen. Diese können die Weitergabe der genetischen Information negativ beeinflussen. Mithilfe des forstgenetischen Monitorings lassen sich großräumige Trends der Umweltveränderungen und deren Auswirkungen auf die genetische Vielfalt und Diversität frühzeitig erkennen. Im FNR-Verbundprojekt GenMon wurde nun erstmalig ein deutschlandweites genetisches Monitoringnetz für die Baumarten Rotbuche und Fichte etabliert.
Projektlaufzeit: 2016 bis 2020 

GenMon – Etablierung eines genetischen Monitorings für Buche und Fichte in Deutschland (AWG) Externer Link

Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF)
Nährstoffnachhaltige Waldbewirtschaftung in Bayern

Energieholzernte am Forstweg

Bei einer nährstoffnachhaltigen Waldbewirtschaftung ist darauf zu achten, dass den Waldflächen über die Biomasse lediglich so viele Nährstoffe entzogen werden, wie der Standort von sich aus nachliefern kann. Dies ist essenziell, um die Standortskraft einer Waldfläche zu erhalten und auch in Zukunft gute Zuwächse und stabile Ernteerträge zu erzielen. Mit dem Projekt werden durch Bilanzierungen für alle bayerischen Waldstandorte nährstoffnachhaltige Nutzungsintensitäten unter Berücksichtigung aller relevanten Prozesse im System berechnet. Holzerntemaßnahmen können so angepasst werden. Projektlaufzeit: 01.2017 bis 08.2020 

Nährstoffnachhaltige Waldbewirtschaftung in Bayern (LWF) Externer Link

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT)
Pflanzenproduktion in Indoor-Farming-Systemen

Fotocollage: Pflanzenproduktion in Indoor-Farming-Systemen (HSWT)

Die Produktion von Pflanzen in reinen Kunstlichtsystemen gewinnt in Bereichen des Indoor-Farming in der öffentlichen Diskussion und in der gärtnerischen Praxis zunehmend an Bedeutung. Ein besonderer Fokus des Projekts liegt in der Auswahl und Analyse von Pflanzen, bei denen der Anbau in Kunstlichtsystemen einen Mehrwert gegenüber dem Anbau unter Glas bieten kann. Unter Berücksichtigung der Ressourceneffizienz werden verschiedene Kultursysteme auf ihre Eignung für geschlossene Systeme in einer Indoor-Farm untersucht. Aufbauend auf den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen für Indoor-Farming-Kultursysteme abgeleitet.
Projektlaufzeit: 04.2018 bis 03.2021 

Produktqualität und Ressourceneffizienz bei der Pflanzenproduktion in Indoor-Farming-Systemen (HSWT) Externer Link

Unsere Forschungseinrichtungen

  • Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
  • Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn)
  • Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
  • Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF)
  • Amt für Waldgenetik (AWG)
  • Technologie- und Förderzentrum (TFZ)

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