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Allgäuer Ideenwettbewerb
Das Erfolgsrezept von LEADER: Gelebte Bürgerbeteiligung

Einer der Gründe, weshalb LEADER in Bayern eines der attraktivsten EU-Förderprogramme zur Entwicklung des ländlichen Raums geworden ist: hier haben die Bürger vor Ort das Wort! Nicht Brüssel, nicht München, keine andere öffentliche Stelle geben „von oben“ vor, welches Projekt mit LEADER gefördert wird.

Es entscheiden allein die engagierten Bewohner, mit welchen maßgeschneiderten Projekten ihre Region gestärkt werden soll. LEADER gibt ihnen so die Chance, sich direkt „von unten“ in die aktive Gestaltung ihres Lebensumfeldes einzubringen. Gelebte Bürgerbeteiligung nennen dies die einen, Bottom-up-Prinzip die anderen. Aus diesem Prinzip erwachsen nachweislich Lebensqualität, Gemeinschaftsgeist und Identifikation mit der Heimat.

Eine Region sprudelt vor Ideen

Die stark gestiegene Zahl der Bewerberregionen für die neue Förderperiode belegt: Immer mehr Menschen in ländlich geprägten Gebieten nehmen diese Chance der selbstbestimmten Entwicklung wahr. So auch im Allgäu und dem angrenzenden Bodenseeraum. Einem Landstrich mit heimatverbundenen, gestandenen Menschen. Menschen, die anpacken können und pfiffige Ideen haben - „Mächler“ eben wie man hier sagt. Da wollten es die vier Allgäuer Lokalen Aktionsgruppen (LAGs) zusammen mit den Städten Kempten, Memmingen und Kaufbeuren schon genau wissen.

Im Rahmen eines mit LEADER-Mitteln unterstützten und von der Allgäu GmbH gemanagten Ideenwettbewerbs fragten sie Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, Verbände und Kommunen:

Wie lässt sich die Zukunft im Allgäu erfolgreich, lebens- und liebenswert gestalten?

Mit welchen kreativen und innovativen Lösungsansätzen können wir den künftigen Herausforderungen unserer Region am besten begegnen – wie etwa dem demographischen Wandel, dem anhaltenden Strukturwandel in Landwirtschaft, Handel und Gewerbe oder den Anforderungen im Rahmen der Energiewende?

Welche Vorschläge und tragfähigen Konzepte gibt es um unsere Heimat in den nächsten Jahren mitzugestalten?

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Reich gefüllter Ideenspeicher für die neue LEADER-Förderperiode

Das Ergebnis: ein regelrechtes Feuerwerk an Ideen! So hatte eine Jury über sage und schreibe 255 Projektvorschläge aus den Kategorien Wirtschaft, Natur und Landwirtschaft, Soziales, Tourismus, Ortsentwicklung und Kultur zu entscheiden. 21 besonders gelungene wurden kürzlich von Staatsminister Helmut Brunner, dem Schirmherr des Wettbewerbs, prämiert.

Weit spannt sich dabei der Bogen an - im wahrsten Sinn des Wortes - ausgezeichneten Ideen:

  • Vom Ratgeber für Baukulturlandschaft über Kulturfestivals zu Maschinenentwicklungen findiger Landwirte,
  • vom Aufbau einer Ladeinfrastruktur für E-Bikes über innovative Naturerlebnisangebote zum barrierefreien Wege-Leitsystem für touristische Angebote,
  • von der Schaffung eines Dorfmittelpunktes für Kommunikation und Kultur über ein Hochzeitsportal zur Hilfe für die Kinder von Strafgefangenen.

Staatsminister Helmut Brunner bei der Abschlussveranstaltung des Allgäuer Ideenwettbewerbs

So sehen Sieger aus
Staatsminister Helmut Brunner bei der Abschlussveranstaltung des Allgäuer Ideenwettbewerbs

Brunner zeichnet findige „Ideen-Schmiede“ aus

Staatsminister Brunner lobte die stolzen Preisträger bei der Abschlussveranstaltung in Kempten: „Wenn sich aus einer ganzen Region so eine engagierte „Ideen-Schmiede“ einbringt, können wichtige Antworten auf anstehende Zukunftsfragen rechtzeitig und leichter gefunden werden. Sie alle haben sich mit Herzblut, Leidenschaft und Phantasie Gedanken darüber gemacht, wie sich mit LEADER neue Zukunftsperspektiven für Ihre Heimatregion eröffnen lassen." Den vier Allgäuer LAGs, die schon in den vergangenen sieben Jahren über 200 Projekte auf den Weg gebracht haben, stünde nun wieder ein reich gefüllter Ideenspeicher zur Verfügung, aus dem sich nachhaltig schöpfen und in der Förderperiode 2014 – 2020 eine Vielzahl an LEADER-Projekten entwickeln ließen.

Weiterführende Informationen zum Ideenwettbewerb