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HopfeNO3 – Optimierung des Stickstoffkreislaufs im Hopfenanbau
Mit LEADER Kräfte bündeln – Hopfenanbau und Gewässerschutz ziehen am gleichen Strang

Sauberes Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Der Schutz des Grundwassers und der großräumige Anbau der intensiven Dauerkultur Hopfen können jedoch zu Interessenskonflikten führen. Um dem entgegen zu wirken, haben sich in der Hallertau, dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt, namhafte Akteure unter dem Motto „Miteinander zum Schutz des Grundwassers“ zusammengeschlossen. Bei dem LEADER-Projekt „HopfeNO3 – Optimierung des Stickstoffkreislaufs im Hopfenanbau“ wollen engagierte Wasserversorger und Hopfenbauern zusammen Strategien und Lösungsmöglichkeiten erarbeiten.

Hallertauer Modell zum ressourcenschonenden Hopfenanbau

So lautet der Titel des Vorgängerprojekts, das von 2009 - 2014 bereits mit 94.000 € aus LEADER Mitteln gefördert wurde. Hier konnten wichtige Grundlagen über den Einfluss des Hopfenanbaus auf Stickstoffgehalt und -dynamik im Boden gewonnen werden. Zentrales Element war der Bau einer Versuchsanlage im Hopfengarten des Betriebes Josef Huber in Steinbach mit einem Proben-Entnahmeschacht, verschiedenen Versuchsparzellen und Saugkerzen zur Sickerwasserentnahme. Bereits bei diesem Projekt hatten Wasserversorger und Hopfenwirtschaft Hand in Hand zusammengearbeitet.

Netzwerken mit Hilfe von LEADER

Im Rahmen des aktuellen Projekts soll mit Hilfe von 167.000 € aus der LEADER-Förderung ein Netzwerk zwischen Wasserversorgern, der Hopfenwirtschaft sowie den Fachbehörden aus Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Naturschutz etabliert werden. Gebietsübergreifend ist das Kooperationsprojekt im Gebiet der Landkreise Kelheim und Pfaffenhofen angesiedelt. Projektträger und Antragsteller ist der Zweckverband Wasserversorgung Hallertau.

Zehn Hopfenbaubetriebe werden in die Versuchsanordnung des Vorläuferprojektes einbezogen. Dadurch wird das bisher gewonnene Know-How in einem breit angelegten Feldversuch in die Praxis überführt. Alle hier flächig erfassten Messdaten werden zusammengefasst und für die Entwicklung eines praxisnahen Bewirtschaftungssystems eingesetzt.

Zukunftsaussichten: Sauberes Trinkwasser

Am Ende des Projektes soll ein Instrument zur Verfügung stehen, das von Fachbehörden, Forschung und Praxis gemeinsam und einvernehmlich entwickelt wurde. Ziel ist es, Hopfen von bester Qualität nachhaltig anzubauen und dabei gleichzeitig das Trinkwasser für uns und die folgenden Generationen zu schützen. Hier zeigt sich wieder einmal, wie mit Hilfe von LEADER eine nachhaltige und eigenverantwortliche Entwicklung im ländlichen Raum erfolgreich unterstützt werden kann.