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Virtuelles Museum Beilngries
Engagement und Einfallsreichtum zahlen sich aus

Jahrzehntelang schon verfolgte in Beilngries eine rührige Gruppe gleichgesinnter Hobby-Archäologen zusammen mit dem zuständigen Kreisheimatpfleger ein ehrgeiziges Vorhaben. Um das reiche historische Erbe dieser „Perle des Altmühltales“ und ihrer Region bewahren, sichern und einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können, plante man ein archäologisches Museum, doch die Finanzierung fehlte.

Viele Anläufe gingen ins Leere, da sich ein entsprechender Bau mit seinen Folgekosten einfach nicht finanzieren ließ. An ein Aufgeben wollte keiner denken, zumal man um die Vielfalt und Bedeutung der Funde wusste, die über die Jahre unter der Stadt an der Sulz und in deren Umgebung entdeckt worden waren. Wie aber den Wunsch realisieren, die vielen heimischen, über ganz Bayern in verschiedenen Museen oder in privaten Sammlungen verstreuten Preziosen lokal zu zeigen?

Die Lösung: Mit einem virtuellen Museum, das zum Besucher nach Hause kommt! Mit weltweiten Öffnungszeiten von Montag bis Sonntag und das rund um die Uhr.

Zu Besuch in einem Hügelgrab der Hallstattzeit

Plakat des virtuellen Museums Beilngries
Entstanden ist ein Museum der etwas anderen Art. Auch hier gibt es Ausstellungsräume, Vitrinen und Galerien. Und Exponate, die sich wahrlich sehen lassen können. Der Unterschied zu einem realen Museum: Hier wurden zuvor die archäologischen Funde hochwertig fotografiert, katalogisiert, geschichtlich dokumentiert und mit neuester Medientechnik auf eine Internetplattform eingestellt.

Mit Hilfe von Filmsequenzen und aufwendigen 3D-Animationen können sich nun verschiedene Zielgruppen mit unterschiedlichen Wissenshintergrund auf eine spannende Zeitreise von der Altsteinzeit bis zur Ottonenzeit begeben. Ein Abstecher in ein Hügelgrab der Hallstattzeit ist dabei inbegriffen. Fotos, Grafiken von Fundstücken und entsprechend informative Textpassagen ergänzen die Inhalte.

Ein Besuch zeigt: Die Visualisierung des historischen Erbes ist Beilngries vorbildlich gelungen.

Virtuelles Museum Beilngries Externer Link

Leader beteiligt sich an den „Baukosten“

Wenn in Projekten wie diesem viele Partner mit anpacken, wenn sich Bürger entschließen, das historische Erbe aufzuwerten, wenn damit das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und die Region für Einheimische und Touristen attraktiver wird, dann hilft das bewährte EU-Programm Leader kräftig mit. So wurde die Hälfte der gut 25.000 Euro förderfähigen „Baukosten“ für dieses virtuelle Museum mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums finanziert.

Fazit: Das Virtuelle Museum der Stadt Beilngries belegt eindrucksvoll, wie Bürger ihre Heimat gestalten können, indem sie Vergangenheit bewahren und diese für die Zukunft anschaulich darstellen.

LAG Altmühl-Jura e. V. Externer Link