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Niederwinkling in Niederbayern: Ein Dorf trotzt dem demographischen Wandel

Leerstände, Abwanderung oder Verwerfungen durch den demographischen Wandel - Fehlanzeige in Niederwinkling. In der aufstrebenden Gemeinde, zwischen "Gäu" und "Woid" gelegenen, schlägt das Pendel in die Gegenrichtung. Zunächst landwirtschaftlich geprägt, gelang es in den vergangenen Jahren über ein Dutzend Industrie- und Gewerbebetriebe mit mehreren hundert neuen Arbeitsplätzen anzusiedeln.

So pendeln Arbeitskräfte nicht mehr raus, sondern rein nach Niederwinkling. Viele sind auch gleich hierher gezogen. Die Folge: Die Zahl der Einwohner wächst stetig und konstant - von Landflucht also keine Spur. Mit Weitblick und Geschick verstand man es zudem, die Infrastruktur in der Gemeinde an den steigenden Bedürfnissen der Bevölkerung anzupassen und so die Attraktivität des Lebensumfeldes zu steigern.

LEADER: Ein passgenauer Baustein auf dem Weg zu dieser erfolgreichen Entwicklung

LEADER war auch in Niederwinkling ein Garant für die nachhaltige Entwicklung ländlicher Regionen. Denn wie kein anderes Förderinstrument bietet dieses EU-Programm engagierten Bürgern die Chance, ihren Lebensraum mit maßgeschneiderten Projekten zu stärken und sich direkt in die aktive Gestaltung ihrer Heimat einzubringen. Daraus erwachsen Lebensqualität, Gemeinschaftsgeist und eine starke Identifikation mit dem Ort. Dies wiederum ist Basis für die Bindung der Menschen an ihren heimatlichen Lebensraum.
So wurde beispielsweise in der vergangenen Förderperiode ein Bürgerhaus mit LEADER-Mitteln zu einer regionalen Bildungsstätte für Veranstaltungen, Tagungen und Schulungen erweitert. Jetzt folgt die Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte: Mit dem neuen Dorf- und Begegnungszentrum soll nicht nur ein Ort, sondern eine ganze Region im ländlichen Raum aufgewertet und belebt werden.
Bei der Einweihung des ersten Bauabschnittes bezeichnete Staatsminister Helmut Brunner das Gesamtprojekt als "Innenentwicklung par excellence". Die Idee sei zukunftsweisend und "eine kluge Antwort auf die Herausforderung des demographischen Wandels", so Brunner weiter.
Ein Paradebeispiel, wie Nahversorgung, Sozialdienstleistungen, ärztlich-medizinische Versorgung sowie Wohnbebauung mit Bildung, Sport, Kultur und Begegnung unter ein Dach gebracht werden können. Staatsminister Brunner: "Sie haben das Geld gut angelegt, denn es ist in die Bürgerinnen und Bürger investiert worden"

Ludwig Waas, 1. Bürgermeister der Gemeinde Niederwinkling und Vorsitzender des Verwaltsrates des KU Niederwinkling, Barbara Unger, stellv. Landrätin des Landkreises Straubing-Bogen und 1. Bürgermeisterin der Gemeinde Feldkirchen, Staatsminister Helmut Brunner, Gerhard Stadler, Gemeinderat in Niederwinkling u. Bezirkspräsident des Bezirksverbandes Niederbayern des Bayerischen Bauernverbandes

v.l.: Ludwig Waas, 1. Bürgermeister der Gemeinde Niederwinkling und Vorsitzender des Verwaltsrates des KU Niederwinkling, Barbara Unger, stellv. Landrätin des Landkreises Straubing-Bogen und 1. Bürgermeisterin der Gemeinde Feldkirchen, Staatsminister Helmut Brunner, Gerhard Stadler, Gemeinderat in Niederwinkling u. Bezirkspräsident des Bezirksverbandes Niederbayern des Bayerischen Bauernverbandes

Das Besondere daran?

Wie mancherorts üblich siedelt man Dienstleister und Versorger nicht auf der "grünen Wiese" an. Stattdessen nutzt man innerorts das brach liegende Areal einer ehemaligen Molkerei. Die Devise lautete Leerstand beseitigen und den Ortskern beleben. Das Ziel war, den Bürgern und Bürgerinnen auf 12.000 m² in mehreren Gebäuden ein bedarfsgerechtes Angebot der kommunalen Daseinsvorsorge zur Verfügung zu stellen.
In einem Gebäude werden ein Nahversorger einziehen und Räumlichkeiten für Dienstleister entstehen. In einem weiteren Gebäude soll passender und bezahlbarer Wohnraum für Singles, junge Paare und Senioren entstehen. Zudem werden eine Tagesbetreuung für Senioren sowie zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften integriert. Im Kernstück des Areals befinden sich eine Apotheke, verschiedene Praxisräume zur medizinischen Versorgung, eine neue Gemeindebücherei, ein Ehrenamtsbüro und das eigentliche, mit LEADER geförderte "Dorf- und Begegnungszentrum". In diesem "Zentrum des Zentrums" gibt es Platz für vielfältige Begegnung, Kultur- und Bildungsveranstaltungen sowie Sport- und Fitnessprogramme der Vereine.
Hervorzuheben und vorbildlich war bei dem Projekt das Zusammenwirken vieler Partner und Nutzer - Vereine, Volkshochschule, Sozialträger, Gemeinde und Betriebe – und ein innovatives Nutzungskonzept, das Jung und Alt, Neubürger und Einheimische verbindet.