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Dorf und Landschaft

Ländlicher Raum
Leader

Mit dem Leader-Programm unterstützen wir unsere ländlichen Regionen auf ihrem Weg einer selbstbestimmten Entwicklung – ganz nach dem Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“.

EU-Förderprogramm

Leader (ist eine Abkürzung der französischen Begriffe: Liaison entre les actions de développement de l'économie rurale; zu deutsch: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft). Leader ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Förderinstrument, das auf die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt ganzer Regionen ausgerichtet ist.

Logo LEADER

Leader erlebt im Zeitraum 2007 bis 2013 seit der Umsetzung von Initiativen aus Leader I, Leader II und Leader+ seine 4. Generation. Leader wird in der aktuellen Förderperiode aus ELER, dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums, finanziert. Die bayerische Umsetzung von ELER ist das Bayerische Zukunftsprogramm Agrarwirtschaft und Ländlicher Raum (BayZAL).

Bayerischer Leader-Ansatz

Zentrale Elemente von Leader sind Innovation, Vernetzung, Nachhaltigkeit, Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung. Die intensive Einbindung der Land- und Forstwirtschaft ist ein Kennzeichen des bayerischen Leader-Ansatzes. Chancen eröffnen sich auch durch die Möglichkeit der gebietsübergreifenden bzw. transnationalen Kooperation zwischen Leader-Gebieten. Aufgrund der vielfältigen Leader-Aktivitäten entstehen engagierte Netzwerke über regionale und nationale Grenzen hinweg.

Wir unterstützen die Akteure in den Regionen finanziell sowie mit erfahrenem Fachpersonal der Landwirtschaftsverwaltung, vor allem auch durch die Leader-Manager. In der Förderperiode 2007 bis 2013 stehen rund 73,4 Mio Euro an EU-Mitteln für den Leader-Ansatz zur Verfügung, hinzu kommen nationale Kofinanzierungsmittel. Die 58 Leader-Gebiete in Bayern umfassen 63 % der bayerischen Landesfläche und 41 % der Einwohner.

  • Lokale Aktionsgruppen (LAG)
    • verantwortlich für Erarbeitung und Umsetzung ihres regionalen Entwicklungskonzepts
  • Sektor übergreifendes regionales Entwicklungskonzept der LAGs
    • als Grundlage für die Entwicklung des jeweiligen Gebiets
  • Innovation
    • neue Ideen, neue Wege, neue Lösungen
  • Vernetzung/Zusammenwirken
    • von Akteuren und Projekten verschiedener Bereiche
  • Nachhaltigkeit
    • ökologisch, ökonomisch, sozial, kulturell
  • Zusammenarbeit
    • innerhalb und zwischen Leader-Gebieten (gebietsübergreifend/transnational)
  • Bürgerengagement
    • in Lokalen Aktionsgruppen, Projektgruppen und Projekten
  • Partnerschaft aus kommunalen, wirtschaftlichen, sozialen, privaten und anderen Akteuren der Region
  • Mitgliedschaft und Mitarbeit für alle Interessierte offen (aus LAG-Gebiet oder mit Zuständigkeit für LAG-Gebiet)
  • Eigene Rechtsform mit transparenten Strukturen und Abläufen
  • Verantwortung für die Erarbeitung des regionalen Entwicklungskonzepts in ihrem Gebiet und dessen Umsetzung
  • Entscheidung, für welche Projekte eine Leader-Förderung beantragt werden soll
  • Land- und Forstwirtschaft
    • z. B. Bauernhoferlebniswelt, Kräutererlebnispark, Netzwerk Forst und Holz
  • Natur und Umwelt
    • z. B. Naturerlebniszentrum, Koordinierung Gewässer-Renaturierung, Bündelung von Umweltangeboten in einer Region
  • Kultur
    • z. B. Literaturhaus Wipfeld, Museumsnetzwerk, ChiemSeeArt
  • Soziales
    • z. B. Kitzinger Jugendpark, generationenübergreifender Bewegungspark, Familienkompass
  • Gesundheit und Tourismus
    • z. B. Baumkronenweg Scheidegg, Nordic Parc Fichtelgebirge, Heilklimapark Tölzer Land, Rad-, Boots-, Wander-Terminal Winzer
  • Wirtschaft und Bildung
    • z. B. Netzwerk Schule – Wirtschaft Bad Kissingen, Bildungsportal Freyung-Grafenau, regionale Kosmetika
  • Energie
    • z. B. Energievision Frankenwald, Allgäuer Energiebündel, Biomassehof Dillingen
  • Kooperationsprojekte
    • z. B. Allgäuer Streubörse, Lebensader Main, Genussregion Oberfranken, transnationale Kooperation Jakobswege

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