Dachlandschaft eines fränkischen Dorfes mit  vier markanten Fachwerksgiebeln

Eglasmühle
Sicherung der alten Jurahauslandschaft durch Neubelebung eines denkmalgeschützten Wohnstallhauses

Die Sanierung und Wiederbelebung des denkmalgeschützten ehemaligen Wohnstallhauses aus dem späten 18. Jahrhundert ist ein sehr bedeutender Beitrag zur Sicherung und für den Fortbestand einer regional prägendenden Hauslandschaft. Mit der umfassenden Sanierung hat der Bauherr ein vom Verfall bedrohtes Gebäude einer zeitgemäßen Wohnnutzung zugeführt und an ortsbildprägender Stelle langfristig gesichert.

Großer Baukörper mit flachem, kalkplattengedecktem Dach. Die Sprossenfenster der zwei Vollgeschosse haben grüne Fensterläden.
Das Gebäude wurde bis zum Ende des 20. Jahrhunderts landwirtschaftlich genutzt und stand zuletzt leer. Mit seinem Kalkplattendach war es ein typischer Vertreter des Altmühl-Jurahauses und hat durch seine exponierte Lage am Main-Donau-Kanal eine besondere Blickbedeutung.

Bei der Sanierung wurde der Baukörper in seinen Rohbauzustand zurückversetzt, das Dachtragwerk durch Abnehmen der Kalksteinplatten entlastet und für eine statische Ertüchtigung vorbereitet. In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege wurde eine Ersatzdeckung mit Biberziegeln mit geradem Schnitt in grau gewählt. Zur Versorgung des Wohnhauses wurde im benachbarten Stadel eine Pellets-Heizzentrale errichtet, die mit einem großformatigen Speicherkessel sowie mit Solarkollektorflächen zur Warmwasser- und Heizungsunterstützung ausgestattet ist. Das Wohnstallhaus wird durch eine Wand- und Fußbodenheizung beheizt.

Das ehemalige landwirtschaftliche Anwesen wird heute als Wohnhaus mit Nebengebäude genutzt und ist für das gebaute Umfeld und den Ort von hoher gestalterischer und baukultureller Bedeutung.

Bauherr: Stefan und Christine Böll, Plankstetten
Architekt: Kühnlein Architektur, Berching
Dorferneuerung Plankstetten, Landkreis Neumarkt i.d.Opf.