Dachlandschaft eines fränkischen Dorfes mit  vier markanten Fachwerksgiebeln

Walpersreuth
Neue Wohnkultur in einem das Dorf und die Landschaft prägenden denkmalgeschützten Vierseithof

Saniertes ehemaliges Wohnstallhaus am Rande des Weilers in exponierter freier Lage am Waldrand.

Der denkmalgeschützte Vierseithof ist einer der wenigen seiner Art im Landkreis, die in ihrer ursprünglichen Form erhalten sind. Mit dem Erwerb des nach langem Leerstand völlig maroden Anwesens und seiner qualitätvollen Sanierung haben die Bauherren einen wesentlichen Beitrag geleistet, ein kulturhistorisch einzigartiges Anwesen langfristig zu erhalten. Die neu geschaffene Wohnkultur auf höchstem Niveau beweist überzeugend die Vereinbarkeit von Tradition und Moderne.

Das Anwesen, das zwischen Ende des 18. und Mitte des 19. Jahrhunderts entstand, ist Zeugnis der für diese Zeit typischen Egerländer Vierseithöfe, die auch die Nachbarregionen der Oberpfalz prägten. Mit dem massiven, eingeschoßigen Wohnstallhaus mit Fachwerkgiebel und den sich um den Hof gruppierenden Nebengebäuden, die als holzverschalte Ständerwerksbauten mit Satteldach ausgebildet sind, beträgt die gesamte Kubatur beachtliche 5 580 qm.
Die landwirtschaftliche Nutzung wurde bereits 1960 aufgegeben, nach einer Zwischennutzung als Bauhof und Lagerstätte stand der weit in die Landschaft wirkende Hof am Ortsrand leer und drohte in Teilen einzustürzen. In enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde zunächst das Wohnstallhaus in den Rohbauzustand versetzt. Anschließend wurde es denkmalgerecht saniert und seiner neuen Funktion als Wohnhaus mit Ferienwohnung zugeführt. Die Verwendung baubiologisch unbedenklicher Baustoffe bei der Sanierung, der Einbau einer Holzpelletsheizung und die ebenso behutsame Gestaltung des Außenbereichs runden die herausragende Baumaßnahme ab.

Bauherr: Andreas und Alexandra Sperber, Walpersreuth
Architektin: Petra Hofman, Högen
Dorferneuerung Püchersreuth, Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab