Dorf umgeben von Feldern und Wiesen

Wettbewerb
Bayerischer Klimapreis 2020 – Landwirtschaft, Weinbau und Gartenbau

Mit dem "Bayerischen Klimapreis 2020 für landwirtschaftliche Betriebe sowie Weinbau- und Gartenbaubetriebe" werden besonders innovative Projekte prämiert, mit denen Landwirte, Winzer und Gärtner in ihren Betrieben zu einem besseren Klimaschutz beitragen.

Die Vorschläge sollen sich durch Pilotcharakter und Kreativität auszeichnen und auf andere Betriebe übertragbar sein. Der Preis ist mit 12.000 Euro dotiert und kann auf mehrere Preisträger aufgeteilt werden.

Teilnahme am Wettbewerb

Bewerben können sich landwirtschaftliche Betriebe sowie Weinbau- und Gartenbaubetriebe in Bayern, die zu Erwerbszwecken produzieren. Vorschläge können mit dem Einverständnis der Betriebsleiter auch von Dritten eingereicht werden.

Die Bewerber bzw. die Vorgeschlagenen erklären sich bereit, der Jury, die über die Preisvergabe entscheidet, die Maßnahmen bzw. Objekte auch vor Ort zu erläutern. Sie sind außerdem mit der Veröffentlichung in den Medien einschließlich Internet bzw. Sozialen Medien einverstanden. Projekte, die bereits eine staatliche Auszeichnung erhalten haben oder aus Forschungsmitteln finanziert wurden, können nicht eingereicht werden.
Die verbindlichen Anforderungen zur Teilnahme am Wettbewerb können Sie hier herunterladen:

Bewerbungsunterlagen

Folgende Daten bzw. Unterlagen sind für eine Bewerbung einzureichen:

  • Name, Adresse, BALIS-Nummer
  • Betriebsspiegel
  • Beschreibung der Maßnahme sowie Erläuterung zum Klimaschutz-Beitrag, Fotos (s. Vorlage)
Bitte verwenden Sie für die Bewerbung die hier bereitgestellte Vorlage:

Vorschläge/Bewerbungen sind vorzugsweise per E-Mail zu richten an:
Bayerisches Staatsministerium
für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Kennwort: Klimapreis 2020
Ludwigstr. 2
80539 München
E-Mail: Klimapreis@stmelf.bayern.de

Für Rückfragen steht Herr Hartl, Tel. 089 2182-2349, zur Verfügung.

Bewertung

Die Fachjury setzt sich zusammen aus Vertretern der angewandten Forschung, der einschlägigen berufsständischen Vertretung sowie des Landwirtschaftsministeriums und des Umweltministeriums. Sie bewertet die Bewerbungen insbesondere hinsichtlich der Wirksamkeit auf den Klimaschutz und inwieweit das Projekt auf andere Betriebe übertragbar ist. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt.
Bewerbungsschluss ist der 29. Februar 2020

Preisverleihung

Die Preisverleihung erfolgt voraussichtlich im Juli 2020 durch das Staatsministerium.

Die Preisträger des Wettbewerbs 2018

Kategorie Landwirtschaft

Cilli und Richard Haneberg, Haneberg GbR, Kempten - Preisträger Kategorie Landwirtschaft
Die Allgäuer Ökobauern erhielten den Preis in der Kategorie Landwirtschaft für ihr gesamtbetriebliches Konzept zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel. Auf dem Betrieb werden Betriebsmittel besonders ressourceneffizient eingesetzt und regionale Kreisläufe – etwa bei Futter, Stroh, Bauen – konsequent beachtet. So haben die Hanebergs bereits 2002 aus regional nachwachsenden Rohstoffen Bayerns ersten klimaangepassten Außenklimaboxenlaufstall aus Holz mit Gründach gebaut. Der Stall fügt sich fast unsichtbar in die Landschaft ein und sorgt ganzjährig für ein hervorragendes Stallklima.

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Christine Bajohr & Martin Wiedemann-Bajohr, Sibratshofen (Lkr. Oberallgäu) - Preisträger Kategorie Landwirtschaft
Die Oberallgäuer Nebenerwerbslandwirte erhielten den Preis in der Kategorie Landwirtschaft für ihre hohe Kreativität und Innovationskraft bei der Verbesserung von landwirtschaftlichen Geräten und der Grünlandnutzung in extrem schwierigen erosionsgefährdeten Steillagen. Ohne den Einfallsreichtum und das Engagement der Preisträger wären die Steillagen wohl aufgegeben worden.

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Kategorie Gartenbau

Gartenbaubetrieb Reinhard Busigel GbR, Albertshofen (Lkr. Kitzingen) - Preisträger Kategorie Gartenbau
Der Albertshofener Gartenbaubetrieb und bayernweite Pionier bei energieeffizienten Gewächshäusern erhielt den Preis in der Kategorie Gartenbau für sein ganzheitliches Energiekonzept.

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Kategorie Weinbau

In der Kategorie Weinbau wurde das Preisgeld von 3.000 Euro auf zwei Weinbaubetriebe aufgeteilt.
Ludwig Knoll, Weingut am Stein, Würzburg - Preisträger Kategorie Weinbau
Das unterfränkische Weingut erhielt den Preis in der Kategorie Weinbau für seinen gesamtbetrieblichen Ansatz. Die Maßnahmen umfassen Energieeffizienz, Steillagennutzung ohne Bewässerung für Spitzenweine und arbeitseffiziente Formen der Begrünung für den Erosionsschutz in Steillagen. Der Betrieb zeigt, dass moderner Klimaschutz und Anpassung an Witterungsextreme mit hoher Ästhetik vereinbar sind und trägt durch die Steillagennutzung dazu bei, das typische unterfränkische Landschaftsbild zu erhalten.

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VINAQUA Volkach e.G., Volkach (Lkr. Kitzingen) - Preisträger Kategorie Weinbau
Das Volkacher Trinkwasserschutz-Projekt erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Weinbau für die erfolgreiche Verringerung der Erosion und der Nitratausträge aus den Weinbergen durch Dauerbegrünung. Das abfließende Wasser wird zudem in Becken gespeichert und steht so wieder für die Bewässerung der Reben zur Verfügung.

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