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500 Jahre "Reinheitsgebot"
Der Hopfenanbau

Das Jahr 2016 steht für das Bayerische Bier ganz im Zeichen des Jubiläums „500 Jahr Reinheitsgebot“.

Herzog Wilhelm IV. von Bayern erließ 1516 das Reinheitsgebot. Das älteste und noch heute gültige Lebensmittelgesetz, welches den Grundstein für die Erfolgsgeschichte von Hopfen und Bier im Freistaat legte. So ist geregelt, dass im Brauprozess nur die vier Rohstoffe - Wasser, Malz, Hopfen und Hefe - zulässig sind.

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Hopfen und seine Bedeutung für Bayern

Bayern ist mit einer großen landschaftlichen und kulturellen Vielfalt gesegnet. Land- und Forstwirtschaft prägen das Bild dieser Kulturlandschaft. Ganz besonders gilt dies für den Hopfen, der mit Abstand flächenstärksten Sonderkultur im Freistaat. Wer von Hopfen spricht, denkt heute in erster Linie an die Hallertau. Der Siegelbezirk Hersbruck liegt zwar im Nürnberger Land, gehört aber auch zum Hallertauer Hopfenanbaugebiet. Daneben gibt es das traditionsreiche Anbaugebiet in Spalt und die Hopfengärten im Landkreis Lindau, die zum Anbaugebiet Tettnang zählen.

Die Erzeugung von Hopfen

Die Erzeugung von Hopfen hat in Bayern eine lange Tradition. Bereits 860 n. Chr. wurde der Hopfenanbau in der Hallertau erstmals urkundlich erwähnt. Rund 84 % der deutschen Anbauflächen liegen in Bayern. Die bayerischen Hopfenpflanzer erzeugen rund 30 % des Hopfens weltweit. Knapp 1.000 hochspezialisierte Hopfenbaubetriebe in Bayern produzieren auf einer Fläche von über 15.000 ha fast 30 verschiedene Hopfensorten, vom kraftvollen Hochalphahopfen bis zu den feinsten Aromahopfen mit ihren unterschiedlichen Geschmacksnoten.

Hopfenforschungszentrum in Hüll

Dass der Hopfen in Bayern eine so große Bedeutung erreichen konnte, hängt von einer Reihe günstiger Umstände und Faktoren ab. Ganz wesentlich war sicherlich, dass sich in der Hallertau im Laufe der Zeit alle wichtigen Einrichtungen der Hopfenwirtschaft, angefangen von der Forschung über die Erzeugung, die Verarbeitung bis zum Hopfenhandel, zusammenfanden.

Das Hopfenforschungszentrum der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Hüll leistet einen wichtigen Beitrag für die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und bayerischen Anbaugebiete und konnte sich dabei in den letzten Jahren zu einem einmaligen Kompetenzzentrum für Hopfen entwickeln. Der Freistaat Bayern und die Gesellschaft für Hopfenforschung e.V. arbeiten dort eng zusammen.
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