Kopfbild: Kuhkopf (Foto: Dieter Hawlan/iStockphoto.com)

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Wettbewerb
Imkernachwuchs betreuen, qualifizieren und motivieren

Imker begutachtet eine Bienenwabe

Mit dem Wettbewerb "Imkernachwuchs betreuen, qualifizieren und motivieren" will das Landwirtschaftsministerium Personen und Gruppen würdigen, die sich in besonderem Maße in der Nachwuchsgewinnung und Qualifizierung engagieren.

Der Wettbewerb baut auf die in den Jahren 2006 und 2008 durchgeführten Wettbewerbe auf, mit denen vorbildliche Strategien der Imkernachwuchsarbeit ausgezeichnet wurden. Seit 2008 werden in Bayern Probeimker und Schulimker staatlich gefördert, womit der bis zu diesem Zeitpunkt spürbare Rückgang organisierter Imker nicht nur gestoppt, sondern um 20 Prozent erhöht werden konnte.

Die Preisträger 2016/17

Für vorbildliches Engagement in der Nachwuchsarbeit hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner am 25. Januar 2017 bei einem Festakt in München mehrere bayerische Imkerinnen und Imker ausgezeichnet. "Sie alle haben mit Ihrem herausragenden Einsatz dazu beigetragen, junge Menschen für die Imkerei zu begeistern und ihnen das notwendige Rüstzeug für diese wichtige ökologische Aufgabe zu vermitteln", sagte der Minister in seiner Laudatio.
Fotos: Baumgart/StMELF, Abdruck honorarfrei
Drei mit jeweils 1.000 € dotierte erste Preise erhielten Maria und Anton Herzing aus Pegnitz (Lkr. Bayreuth), Ilona Munique und Reinhold Burger aus Bamberg sowie Walter Dürl aus Türkenfeld (Lkr. Fürstenfeldbruck).
Das Foto zeigt den Minister (l.) mit Maria und Anton Herzing aus Pegnitz, Lkr. Bayreuth

Maria und Anton Herzing

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Das Foto zeigt den Minister (l.) mit Ilona Munique und Reinhold Burger aus Bamberg

Ilona Munique und Reinhold Burger

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Das Foto zeigt den Minister (3. v. r.) mit (v. l.) Ilona Munique und Reinhold Burger, Walter Dürl sowie Maria und Anton Herzing

Gruppenfoto der drei Preisträger

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Details zu den drei Preisträgern
Maria und Anton Herzing aus Pegnitz (Lkr. Bayreuth)
Ihr Einsatz ist so vielfältig wie kein anderer: Mit der Anlage und dem Unterhalt eines Imkerlehrpfades und Lehrbienenstandes, der langjährigen Arbeit im Vorstand des Vereins mit Jugendarbeit, dem Betreuen von Probeimkern, Kinder- und Ferienprogramm sowie geführten Wanderungen bei Tour-Natur leisten Maria und Anton Herzing Außergewöhnliches. Besonders hebt die Jury das 2015 in die Satzung eingeführte Stimmrecht für Minderjährige und die überregionale Beratung zur Jugendarbeit im Bezirk Oberfranken hervor.
Ilona Munique und Reinhold Burger, Bamberg
Ihre Initiative "Bienen leben in Bamberg" besticht durch die originelle Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung örtlicher Akteure. Neben der Betreuung von Lehrbienenstand, Probeimkern und dem Projekt "Bamberger Schulbiene" wirkten und wirken Ilona Munique und Reinhold Burger beim Bau und Unterhalt der Bienen-Info-Wabe rund um Bienen und Honig mit. Der starke Bezug zur Region, die hochwertige Vermarktung von Honig und Produkten und die Gewinnung externer Partner und Geldgeber (z. B. Rewe) waren ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury.
Walter Dürl aus Türkenfeld (Lkr. Fürstenfeldbruck)
Neben der Betreuung von Probeimkern und der Vorstandsarbeit im Imkerverein Fürstenfeldbruck und Umgebung engagiert sich Walter Dürl besonders bei der Konzeption, beim Bau und beim Unterhalt des Lehrbienenstandes beim Grünen Zentrum in Puch. Er sorgt dafür, dass die Landwirtschaftsschüler anschaulich und einprägsam Bienen und ihre Bedürfnisse begreifen. Er betreut außerdem die Imkerschreinerei der Bezirksschule in Landsberg und ist treibende Kraft bei der Beschaffung und beim Unterhalt eines Gesundheitsmobils zur Unterstützung der Seuchenbekämpfung.

Urkunden für besonderes Engagement

Der Jury war es wichtig, aus den insgesamt 37 eingesandten Bewerbungen zusätzlich noch sechs weitere Personen bzw. Gruppen hervorzuheben: Josef Fleischmann, Schmidmühlen (Lkr. Amberg-Sulzbach), Dr. Elke Frenzel, Neufahrn (Lkr. Freising), Karin Hölzlwimmer, Klaus Brunhuber und Helgard Gillitzer vom Maristengymnasium, Fürstenzell (Lkr. Passau), Thomas Reichel, Lauf (Lkr. Nürnberger Land), Michael Stelzeneder, Dietersburg (Lkr. Rottal-Inn) und Heinrich Witzgall, Stadtsteinach (Lkr. Kulmbach).
Das Foto zeigt den Minister mit Josef (l.) und Elke Fleischmann sowie Bürgermeister Peter Braun (r.) aus Schmidmühlen, Lkr. Amberg-Sulzbach

Josef und Elke Fleischmann

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Das Foto zeigt den Minister mit Karin Hölzlwimmer und Helgard Gillitzer (l.)  vom Maristengymnasium Fürstenzell, Lkr. Passau

Maristengymnasium Fürstenzell

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Das Foto zeigt den Minister (l.) mit Thomas und Christine Reichel aus Lauf-Heuchling, Lkr. Nürnberger Land

Thomas und Christine Reichel

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Das Foto zeigt den Minister (r.) mit Michael Stelzeneder und Rita Nöbauer aus Dietersburg, Lkr. Rottal-Inn

Michael Stelzeneder und Rita Nöbauer

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Das Foto zeigt den Minister (l.) mit Heinrich und Karin Witzgall aus Stadtsteinach, Lkr. Kulmbach

Heinrich und Karin Witzgall

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Details zu den Privatinitiativen
Josef Fleischmann, Schmidmühlen (Lkr. Amberg-Sulzbach)
Der Imkerverein Schmidmühlen in der Oberpfalz kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Im Jahr 2012, als der Verein sein "Hundertjähriges" feierte, zählte man sieben Mitglieder. Dann übernahm Josef Fleischmann das Ruder: Durch aktive Öffentlichkeitsarbeit, intensive Betreuung der Neueinsteiger und gute Zusammenarbeit mit anderen Gruppen wie dem Gartenbauverein hat der Verein heute 60 Mitglieder, Tendenz weiter steigend. Für das im Wortsinn "jüngste" Projekt, das "Imkern für Kinder", konnte auf Anhieb acht Teilnehmer gewinnen.
Dr. Elke Frenzel, Neufahrn (Lkr. Freising)
Elke Frenzel (ohne Foto, da sie bei der Ehrung leider verhindert war) betreut in ihrem Verein die Probeimker, über 300 sind es inzwischen! Der einwöchige Vorkurs, den künftige Probeimker durchlaufen müssen, steht für Nachhaltigkeit in der Nachwuchsgewinnung: Nicht aus einer Laune heraus, sondern im vollen Bewusstsein der Verantwortung für die anvertrauten Bienen gehen Nachwuchsimker bei ihr die zweijährige Ausbildung an. Und all das schafft sie neben Familie, Beruf und ihrer Passion, den eigenen Bienen.
Karin Hölzlwimmer, Klaus Brunhuber und Helgard Gillitzer vom Maristengymnasium Fürstenzell (Lkr. Passau)
Die Lehrkräfte Karin Hölzlwimmer, Klaus Brunhuber und Helgard Gillitzer betreuen die Schulimkerei am Maristengymnasium. Hier wird natürlich geimkert, aber Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsarbeit werden ebenso groß geschrieben – in der Freizeit: Ein eigener Stand auf Märkten und Messen, Ferienprogramm rund um die Bienen und die Beratung beim Aufbau von Schulimkereien in ganz Bayern.
Thomas Reichel, Lauf – Heuchling (Lkr. Nürnberger Land)
Thomas Reichels Imkerei, das "Bienenkörbchen", hat sich ganz dem Lernen durch "be-greifen", dem Mitmachen und Selbermachen verschrieben. Mit verschiedenen, an das Alter der Kinder und Jugendlichen angepassten Ausbildungskonzepten vermittelt das Ehepaar Reichel nicht nur Wissen, sondern auch Achtung vor der Natur. Solche Eindrücke verwischen nicht und legen den Grundstein für Nachhaltigkeit im Umgang mit unserer Umwelt.
Michael Stelzeneder, Stocka, Dietersburg (Lkr. Rottal-Inn)
50 Jahre, ein halbes Jahrhundert schon, kümmert sich Michael Stelzeneder um Neuimker, vermittelt Wissen und Tricks, betreut den Lehrbienenstand und die Probeimker, unterrichtet an der Landwirtschaftsschule, geht in Kindergärten ... Seine Begeisterung ist ansteckend und hat ganz offensichtlich in der langen Zeit seines Wirkens nichts an Strahlkraft eingebüßt.
Heinrich Witzgall, Unterzaubach, Stadtsteinach (Lkr. Kulmbach)
"Bienenvater Heinrich", so wurde er der Jury in der Bewerbung vorgestellt: Heinrich Witzgall aus dem oberfränkischen Landkreis Kulmbach. Er vermittelt seinen Schülerinnen und Schülern Respekt vor der Kreatur, Offenheit für Anderes und natürlich all sein in langen Jahren erworbenes Wissen und Können rund um die Biene und Imkerei. Seine Aktion "Biene sucht Bauer", bei der er Imker und Landwirte zum beiderseitigen Vorteil zusammenbringt, schafft die Grundlage für Dialog, Verständnis und Austausch.

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