Aktuelles Foto-Archiv, Erweiterung Vol. 85/f1online.de

Ministerium
Schwerpunktaufgaben – Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Bereich Landwirtschaft

Die Abteilungen des Bereichs Landwirtschaft eines Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sind zuständig für folgende Schwerpunktaufgaben:

Abteilung L 1 – Förderung

  • Vollzug von Förderprogrammen der EU, des Bundes und des Freistaates Bayern (insbesondere flächen- und tierbezogene Zahlungen)
  • Mitwirkung beim Vollzug der EG-Marktordnungen

Abteilung L 2 – Bildung und Beratung

  • Vollzug von Angelegenheiten der Berufsbildung in der Landwirtschaft und Hauswirtschaft
  • Unterricht an der Landwirtschaftsschule, berufliche Erwachsenenbildung einschließlich des Bildungsprogramms Landwirt und der Meisterausbildung
  • Qualifizierung und Weiterbildung in den Bereichen, Betriebsmanagement, Diversifizierung und von Multiplikatoren in der Ernährungs- und Verbraucherbildung
  • Organisation und Betreuung von Bildungsangeboten in der Ernährung und Leitfunktion von regionalen Ernährungsnetzwerken
  • Gesamtbetriebliche, sozioökonomische Beratung landwirtschaftlicher Unternehmer zur Unternehmensentwicklung
  • Beratung zu Förderprogrammen und zur Umsetzung gesetzlicher Vorschriften
  • Beratung zur gemeinwohlorientierten nachhaltigen Landwirtschaft (Gewässerschutz, Bodenschutz, Tierschutz, Verbraucherschutz)
  • Aufbau und Leitung von Arbeitskreisen zur Unternehmensführung
  • Fachliche Stellungnahmen zum Vollzug von Gesetzen und Verordnungen

Abteilung L 3 – Fachzentren

Den einzelnen Ämtern wurden nach örtlichen Schwerpunkten unterschiedliche Fachzentren zugeordnet:
Pflanzenbau, Agrarökologie, Ökolandbau, Alm/Alpwirtschaft, Rinderzucht, Rinderhaltung, Rindermast, Schweinezucht und -haltung, Pferdehaltung, Kleintierhaltung, Ernährung / Gemeinschaftsverpflegung, Diversifizierung und Strukturentwicklung, Einzelbetriebliche Investitionsförderung und Optimierung Fördervollzug.

Die Fachzentren bearbeiten überregional je nach fachlicher Ausrichtung unter anderem folgende Themen:
  • Koordination und Unterstützung der Verbundpartner
  • Erstellung überregionaler Konzepte (z. B. Anpassung an den Klimawandel)
  • Aufbau und Leitung von projektbezogenen Arbeitskreisen, Netzwerken und Pilotprojekten
  • Entwicklung und Umsetzung von überregionalen Beratungsaussagen und Qualifizierungsmodulen
  • Wissensgenerierung und -transfer zwischen den Hochschulen, den Landesanstalten und der praktischen Landwirtschaft
  • Vollzug und Mitwirkung beim Vollzug von Gesetzen und Verordnungen
  • Mitwirkung bei der Unterrichtserteilung an den Landwirtschaftsschulen, bei der Meisterprüfung und bei fachspezifischen Weiterbildungsmaßnahmen

Abteilung L 3.P – Prüfdienst

Eine Abteilung L 3.P Prüfdienst gibt es an den sechs Ämterstandorten Kitzingen, Krumbach, Landau, Tirschenreuth, Weilheim, Weißenburg.

Die Abteilungen Prüfdienst sind überregional zuständig und haben folgende Aufgaben:

  • Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Vor-Ort-Kontrollen im Förderbereich und spezieller Prüfaufträge
  • Erstellen von Prüfberichten und Vorlagen für die zuständigen Stellen
  • Vertretung fachlicher Angelegenheiten gegenüber Behörden
  • Information und fachliche Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
  • Mitwirkung bei der Sachverhaltsfeststellung in komplexen Förderfällen
  • Mitwirkung in Arbeitsgruppen zur Optimierung des Verfahrens
  • Mitwirkung bei Schulungen und Informationen der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Abteilung L 4 – Gartenbau

Eine Abteilung Gartenbau gibt es an den vier Ämtern Augsburg, Fürth, Kitzingen und Landshut.
  • Gesamtbetriebliche Beratung in den Fragen der Unternehmensführung und Unternehmensentwicklung
  • Beratung zur Ökonomik und Vermarktung
  • Beratung zu einzelbetrieblichen Förderprogrammen im Gartenbau
  • Fachliche Stellungnahmen im Gartenbau
  • Vollzug von Angelegenheiten der Berufsbildung und der beruflichen Erwachsenenbildung im Gartenbau
  • Fachangelegenheiten der gärtnerischen Erzeugung und der Grünordnung

Bereich Forsten

Die Abteilungen des Bereichs Forsten (mit den jeweiligen Forstrevieren) eines Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten haben je nach regionaler Zuständigkeit folgende Schwerpunktaufgaben:

Zusammenstellung der Aufgaben

  • Forstaufsicht und Forstschutz
    • Sie hat zum Ziel, den Wald vor Schäden zu bewahren und seine sachgemäße Bewirtschaftung sicherzustellen. Hierzu geben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort unter Anderem darauf Acht, dass Flächenumfang und Zustand der Wälder in Bayern mindestens erhalten bleiben und dass Rechtsvorschriften, die den Wald betreffen, eingehalten werden.
  • Unabhängige und am Gemeinwohl orientierte Beratung der privaten Waldbesitzer
    • Sie soll sicherstellen, dass die Wälder sachgerecht bewirtschaftet und an die Herausforderungen des Klimawandels angepasst werden.
  • Stärkung der forstlichen Zusammenschlüsse
    • Um die Selbsthilfeeinrichtungen der Waldbesitzer für ihre satzungsgemäßen Aufgaben organisatorisch und personell fit zu machen, steht die Bayerische Forstverwaltung ihnen mit Beratung und finanzieller Förderung zur Seite.
  • Vollzug der forstwirtschaftlichen Förderprogramme
    • Die finanzielle Förderung soll die Waldbesitzer dabei unterstützen, klimastabile, naturnahe und zukunftsfähige Wälder zu begründen, zu sichern und zu pflegen.
    • Mit der Förderung von Erschließungsmaßnahmen soll eine notwendige und naturschonende Infrastruktur im Wald hergestellt und erhalten werden.
  • Betriebsleitung und -ausführung in den Wäldern kommunaler Gebietskörperschaften auf Wunsch und gegen Entgelt
  • Durchführung von waldpädagogischen Maßnahmen
    • Ziel ist, mit erlebnisorientierter Wissensvermittlung das Bewusstsein für die Bedeutung des Waldes und der Forstwirtschaft in der Gesellschaft zu fördern sowie Beiträge zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zu leisten.
  • Umsetzung des Natura 2000 Gebietsmanagements
    • Natura 2000 ist ein EU-weites Netz von Schutzgebieten, in denen bestimmte Lebensraumtypen sowie Tier- und Pflanzenarten in einem günstigen Zustand erhalten oder ggf. dahin zurückgeführt werden sollen. Dies erfordert unter anderem die Beteiligung aller relevanten Gruppen an "Runden Tischen", die Beratung der Eigentümer, die Mitwirkung an den erforderlich Kartier- und Planungsarbeiten und die Entscheidung über waldrelevante Ziele und Maßnahmen.
  • Planung und Projektierung von Maßnahmen zur Pflege und Sanierung von Schutzwäldern im Gebirgsraum