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Immer aktuell informiert über die Pressemitteilungen des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF).

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Nachwachsende Rohstoffe
Stoffliche Nutzung

Kartoffelblüten

Kartoffelblüten

Der stofflichen und energetischen Nutzung gemein ist die Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft, vor allem im ländlichen Raum, durch die Dezentralität der Erzeugung. Auch die Verwertung und Verarbeitung der Nachwachsenden Rohstoffe geschieht meist dezentral, in den Regionen.

Die stoffliche Nutzung umfasst unter anderem die Herstellung von technischen Ölen, chemische Grundstoffen Textilien und Fasern oder auch Biokunststoffen. Insgesamt werden in Bayern auf circa 40.000 ha Fläche landwirtschaftliche Rohstoffe für die Industrie erzeugt. Ein Großteil hiervon fällt auf die Herstellung technischer Öle aus Raps, Sonnenblumen und Leinsaat, ein weiterer bedeutender Anteil auf die Stärkeproduktion mit Schwerpunkt im Kartoffelanbau.

Die Verwendungsmöglichkeiten indes sind heute schon vielfältig. Die Herstellung technischer Öle und Schmierstoffe mit geringer Umwelttoxizität gehört ebenso dazu wie die Herstellung von Dämm- und Baustoffen. Naturfaserverstärkte High-Tech-Kunststoffe, Fasern für Bekleidung, Rohstoffe für Kosmetika und Arzneimittel und auch Rohstoffe zur Herstellung chemischer Komponenten wie Tenside, Farben etc. gehören zum Leistungsspektrum der Rohstoffe aus der Landwirtschaft.

Aktuelle Beispiele

Entwicklung einer Siloabdeckung auf Basis Nachwachsender Rohstoffe

Das Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TfZ) beschäftigt sich derzeit im Bereich der stofflichen Nutzung Nachwachsender Rohstoffe mit der Entwicklung einer umweltfreundlichen, spritzbaren und selbsthaftenden Siloabdeckung auf Pflanzenöl-Basis, welche das konventionelle Abdeckverfahren mit Folie und Beschwerungsmaterial ersetzen kann.

Nähere Informationen zum Forschungsvorhaben (TfZ) Externer Link

Heilpflanzen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) in der deutschen Landwirtschaft

Durch einen kontrollierten und dokumentierten Anbau mit definiertem Pflanzenmaterial können die Qualität und die Arzneimittelsicherheit verbessert und die Versorgung sicher gestellt werden. Gleichzeitig soll der Anbauumfang von Arzneipflanzen erweitert werden. Im Rahmen des Projektes werden die pflanzenbaulichen Grundlagen für ein umweltverträgliches Anbauverfahren und die grundsätzliche Kultivierbarkeit in Bayern erforscht. Methoden für die Verarbeitung des Ernteguts schließen sich an. Die Untersuchungen erstrecken sich inzwischen auf über 20 Arten, die in der TCM verwendet werden.

Projekt zur Erforschung des Feldanbaus ausgewählter chinesischer Heilpflanzen (LfL) Externer Link