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Immer aktuell informiert über die Pressemitteilungen des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF).

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Chancen der grünen Ressourcen nutzen
Bioökonomie für Bayern!

In vielen Industrie- und Energiebereichen ersetzen biogene Ressourcen bereits fossile, mineralische oder metallische Rohstoffe. Die Produkte, die aus nachwachsenden Ressourcen hergestellt werden, überzeugen in vielen Fällen durch ihre Umwelt- und Gesundheitsvorteile. Als Hightech-Produkte sind sie herkömmlichen Materialien oft auch in ihren Eigenschaften deutlich überlegen. So sind biogene Ressourcen nicht bloßer Ersatz – sie sind echter Fortschritt.

Zukunftsfeld Bioökonomie

Zu den wesentlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gehören Klimaschutz, Erhalt der Biodiversität, Sicherstellung der Welternährung, effizientere Ressourcennutzung und Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland und damit auch Bayerns. Lösungsansätze für diese komplexen Themen kann die so genannte "biobasierte Wirtschaft" geben, auch "Bioökonomie" genannt.

Bei der Bioökonomie steht die Erzeugung und Nutzung biologischer Ressourcen im Vordergrund. Neuartig ist der wissensbasierte Ansatz der Bioökonomie. Erst durch neue Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung können wir faktisch unsere Wirtschaftsweise nachhaltiger gestalten und gleichzeitig im globalen Wettbewerb bestehen.

Broschüre "Bioökonomie für Bayern!"

Die Broschüre „Bioökonomie für Bayern!“ geht in acht Praxisbeispielen anschaulich darauf ein: Biopolymere nach dem Vorbild der Natur, Geotextilien als Erosionsschutz, Erzeugung von Plattformchemikalien aus Mühlennebenprodukten und Reststoffen bis hin zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten sind nur einige der vielen Anwendungsbereiche.

Die Bioökonomie umfasst somit ein breites Themenspektrum. Weil die einzelnen Wirtschaftszweige stark miteinander vernetzt sind, befindet sich auch eine Vielzahl branchenübergreifender Themenfelder darunter. Um das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren, identifiziert der bayerische Ansatz frühzeitig Handlungsfelder, die für die Entwicklung Bayerns besonders bedeutsam sind. Gleichzeitig werden aber auch Bereiche aufgezeigt, die bisher nicht ausreichend entwickelt wurden oder bei denen besondere Hemmnisse bestehen.

Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern

Mit der Berufung des Sachverständigenrates am 23. April 2015 wurde die eigenständige bayerische Initiative Bioökonomie für Bayern!" offiziell gestartet. Sie soll die Entwicklung zu einer biobasierten, nachhaltigen Wirtschaftsweise begleiten und die Chancen für die Ernährungs-, Land- und Forstwirtschaft nutzen.

Der Sachverständigenrat ist paritätisch aus zehn Vertretern der Wissenschaft und der Wirtschaft zusammengesetzt und für drei Jahre berufen. Er hat einen engen Bezug zur Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft und soll die Entwicklung von einer auf fossilen Rohstoffen basierten Wirtschaft zu einer biobasierten Wirtschaft konstruktiv begleiten sowie Schwerpunkte setzen. Den gesellschaftlichen Dialog zu fördern, gehört zu den wesentlichen Aufgaben des Sachverständigenrates. Das Gremium erarbeitet Vorschläge, wie die Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Umsetzung einer auf nachwachsenden Rohstoffen basierenden Bioökonomie gestaltet werden können.

Das Landwirtschaftsministerium unterstützt den Sachverständigenrat. Die Geschäftsstelle hat ihren Sitz unter dem Dach des Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing (bei C.A.R.M.E.N. e.V.).

Pressemitteilung vom 27. April 2015    ReadSpeaker Dokument vorlesen

Die Mitglieder des Sachverständigenrates

Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern

Prof. Dr. Andre Koltermann, Barbara Scheitz, Prof. Dr. Volker Sieber, Staatsminister Helmut Brunner, Prof. Dr. Klaus Richter, Prof. Dr. Iris Lewandowski, Prof. Dr. Markus Vogt, Dr. Michael Gass, Dr. Friedrich von Hesler, Prof. Dr. Horst-Christian Langowski (nicht auf dem Bild: Dr. Wolfgang Kraus)

  • Dr. Michael Gass
    Verwaltungspräsident der Biowert AG und Geschäftsführer der Biowert Industrie GmbH
  • Dr. Friedrich von Hesler
    Area Manager bei Novamont, Italien und Vorstandsmitglied von C.A.R.M.E.N. e.V.
  • Prof. Dr. Andre Koltermann
    Clariant's Group Biotechnology
  • Prof. Dr. Horst-Christian Langowski
    Lehrstuhl für Lebensmittelverpackungstechnik der TU München
  • Prof. Dr. Iris Lewandowski
    Fachgebiet für Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergiepflanzen an der Uni Hohenheim
  • Dr. Wolfgang Kraus
    Leiter der Zentralabteilung Forschung, Entwicklung und Services des Südzucker-Konzerns
  • Prof. Dr. Klaus Richter
    Lehrstuhl für Holzwissenschaft der TU München
  • Barbara Scheitz
    Geschäftsführerin der Andechser Molkerei Scheitz GmbH
  • Prof. Dr. Volker Sieber
    Lehrstuhl für Chemie Biogener Rohstoffe der TU München am Wissenschaftszentrum Straubing
  • Prof. Dr. Markus Vogt
    Lehrstuhl für Christliche Sozialethik der LMU München
Kurzinformationen zu den einzelnen Mitgliedern sind in folgendem Faltblatt zu finden.

Faltblatt Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern pdf 2,1 MB    ReadSpeaker Dokument vorlesen

Die Internet-Präsenz des Sachverständigenrates Bioökonomie Bayern informiert zum Thema Bioökonomie und gibt Auskunft über die Tätigkeiten des Sachverständigenrates.
Die Geschäftsstelle des Sachverständigenrates steht gerne für Fragen und Anmerkungen zur Verfügung.

Ansprechpartner
Geschäftsstelle Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern
Schulgasse 18
94315 Straubing
Tel.: 09421 960-389
Fax: 09421 960-333
E-Mail: info@biooekonomierat.bayern.de