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Pressemitteilung
Bayern verschwenden weniger Lebensmittel

(06. Mai 2018) München - In Bayern landen weniger Lebensmittel im Müll als in anderen Bundesländern. Am häufigsten werden Obst, Gemüse, Gekochtes, Brot und Backwaren weggeworfen. Und junge Menschen sind verschwenderischer als ältere. Das zeigt eine aktuelle Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), wie Ernährungsministerin Michaela Kaniber in München mitteilte. Danach werden bundesweit 55 Kilo Lebensmittel pro Kopf und Jahr weggeworfen, in Bayern sind es 51 Kilo – 24 davon wären laut Erhebung vermeidbar. Kaniber sieht deshalb noch erheblichen Handlungsbedarf: „Nach wie vor landen viel zu viele Lebensmittel im Müll, die zuvor mit riesigem Aufwand an Arbeit, Energie und Ressourcen hergestellt wurden“, so die Ministerin. Jedes Kilo sei zu viel, deshalb müsse jeder Einzelne seinen Umgang mit Nahrungsmitteln überdenken. Experten zufolge können auf allen Ebenen – vom Erzeuger bis zum Verbraucher – bayernweit insgesamt 1,3 Millionen Tonnen an Lebensmitteln pro Jahr vor einer Entsorgung im Müll bewahrt werden.

Wichtige Impulse zur Eindämmung der Lebensmittelverschwendung verspricht sich Kaniber vom Bündnis "Wir retten Lebensmittel!", das ihr Ministerium 2016 initiiert hatte. „Wir wollen alle Akteure der Wertschöpfungskette – vom Feld bis zum Teller – für mehr Wertschätzung im Umgang mit Lebensmitteln sensibilisieren", so die Ministerin. Schließlich gebe es auf allen Ebenen Handlungsfelder, die man gezielt angehen kann. Dem Bündnis gehören inzwischen mehr als 50 verschiedene Organisationen, Verbände, Unternehmen und sonstige Akteure an. Derzeit werden konkrete "Rettungsmaßnahmen" erarbeitet. Informationen zum Bündnis und den geplanten bzw. bereits umgesetzten Maßnahmen gibt es im Internet unter www.stmelf.bayern.de/wir-retten-lebensmittel. Die Ergebnisse der Studie finden sich unter www.ernaehrung.bayern.de.


Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Pressesprecher Hubertus Wörner, Tel. 089 2182-2216 • Fax 089 2182-2604

Ministerin Michaela Kaniber

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