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Pressemitteilung
Preise für Nachwachsende Rohstoffe und Energietechnik

(08. Juli 2018) Würzburg - Zwei renommierte Preise für Innovationen auf dem Gebiet der Nachwachsenden Rohstoffe und der Energietechnik werden am morgigen Montag (9. Juli) bei einem Staatsempfang in der Würzburger Residenz überreicht. Den mit 10.000 Euro dotierten Ernst-Pelz-Preis erhält Dr. Fred Eickmeyer aus Parkstetten (Lkr. Straubing-Bogen) für Weiterentwicklungen bei der Kautschukgewinnung aus Russischem Löwenzahn. Den ebenfalls mit 10.000 Euro ausgestatteten Förderpreis des Landwirtschaftsministeriums bekommen die Stadtwerke Wunsiedel und die ZukunftsEnergie Fichtelgebirge für ihre innovativen Energietechnikkonzepte. Die Preisträger haben nach den Worten von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber mit Pioniergeist, Kreativität und persönlichem Einsatz die technische Weiterentwicklung und Anwendung Nachwachsender Rohstoffe in besonderer Weise vorangebracht und wichtige Beiträge zum Gelingen der Energie- und Rohstoffwende geleistet.

Dr. Fred Eickmeyer hat sich mit seinem Unternehmen ESKUSA hohe Verdienste bei der Züchtung des Russischen Löwenzahns als Rohstoff zur Produktion von Kautschuk erworben. Dem Unternehmen ist es gelungen, den Kautschukgehalt in der Wurzel deutlich zu erhöhen und den Wurzelertrag erheblich zu steigern. Der Kautschuk eignet sich etwa zur Herstellung von Autoreifen und für die Latexindustrie zur Produktion von Formschäumen, Folien und medizinischen Handschuhen. Für Reifen und Latexhandschuhe wurden bereits Prototypen entwickelt.

Die Stadtwerke Wunsiedel und die ZukunftsEnergie Fichtelgebirge (ZEF) setzen erfolgreich auf eine regionale und regenerative Energieversorgung. Das Energiekonzept „WUNsiedler Weg“ der Stadtwerke basiert auf der regionalen Nutzung des Rohstoffs Holz zur Wärme- und Stromerzeugung in lokalen Biomasseheizkraftwerken. Die ZEF produziert regionalen Strom mit Hilfe von in Bürgerenergiemodellen errichteten Biomasse- und Blockheizkraftwerken sowie Windparks und Photovoltaikanlagen.


    Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
    Pressesprecher Hubertus Wörner, Tel. 089 2182-2216 • Fax 089 2182-2604

    Ministerin Michaela Kaniber

    Pressereferat