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Pressemitteilung
Kaniber weitet Unterstützung für Alm- und Alpwirtschaft aus

(22. April 2020) München - In kommendem Almsommer stellt das Landwirtschaftsministerium Fördergelder für die Lebendviehbergung und die Grundversorgung von Almen und Alpen mittels Hubschrauber bereit. Wie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in München mitteilte, gibt es für die Hubschrauberbergung verletzter Weidetiere auf Almen und Alpen insgesamt eine Förderung von 10.000 Euro. „Es ist schon allein aus Gründen des Tierschutzes notwendig, verletztes Alm- und Alpvieh aus unwegsamem Gelände schnellstmöglich mit dem Hubschrauber zu bergen“, so Kaniber. Wegen der hohen Kosten einer Hubschrauberbergung würde häufig versucht, die Tiere mit anderen Mitteln zu retten. Dadurch gehe oftmals viel Zeit verloren. Mit den nun zur Verfügung gestellten Geldern wird die Lücke zum bereits bestehenden Schadensausgleichsprogramm des Landwirtschaftsministeriums geschlossen. Dieses sieht einen Mindestschaden von 5.000 Euro vor. „Gerade unsere kleinen Almbauern und Älpler können sich aber eine Hubschrauberbergung auch unterhalb dieser Schwelle nicht leisten“, betonte die Ministerin.

Zusätzlich weitet das Landwirtschaftsministerium die Beihilfen für die Versorgung nicht erschlossener Almen und Alpen aus. Für Almen und Alpen, die über keine Zufahrt verfügen, kann die Grundversorgung für den Alm- bzw. Alpsommer meist nur per Hubschrauber sichergestellt werden. Die bisher bereitgestellten Fördermittel reichen wegen deutlich gestiegener Kosten nicht mehr aus, um die Almbauern und Älpler ausreichend zu unterstützen. Ab diesem Almsommer wird die Fördersumme von 12.000 auf insgesamt 20.000 Euro angehoben.

Die Fördergelder für die Lebendviehbergung und die Hubschrauberversorgung werden vom Almwirtschaftlichen Verein Oberbayern bzw. dem Alpwirtschaftlichen Verein im Allgäu verwaltet. Für Fragen zur Förderung wenden sich Landwirte direkt an den zuständigen Verband.


    Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
    Pressesprecher Hubertus Wörner, Tel. 089 2182-2216 • Fax 089 2182-2604

    Ministerin Michaela Kaniber

    Pressereferat