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Aktuelle forstliche Themen im Überblick
Jahresbericht der Bayerischen Forstverwaltung
Zoombild vorhanden
Jahresbericht 2011 (Bild: StMELF)
Jahresbericht 2011
2011 war für alle Waldbesitzer, Forstleute und am Wald Interessierte ein ganz besonderes Jahr: das Internationale Jahr der Wälder. Die Vereinten Nationen haben uns damit eine Steilvorlage geliefert, um unsere Gesellschaft für den Wald und seine Bewirtschaftung zu begeistern. Die Bayerische Forstverwaltung und alle weiteren Vertreter der Forstwirtschaft in Bayern haben diesen Ball unter dem Dach der Initiative „Forstwirtschaft schafft Leben“ aufgenommen und einen Volltreffer gelandet.
Allein die Menge an Veranstaltungen, die geplant, organisiert und erfolgreich verwirklicht wurden, ist beeindruckend: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forstverwaltung haben – auch mit Unterstützung durch Partner – rund 1 000 Veranstaltungen durchgeführt. Fast eine Million Bürger haben daran teilgenommen. Die Aktionen waren teilweise nicht alltäglich, wie die „Lange Nacht des Waldes“ oder die „Waldilluminationen“, aber vielleicht fanden sie genau deshalb so großen Anklang. Unvergessen bleibt natürlich der „Große Waldtag“ in Weißenburg mit Herrn Ministerpräsidenten Horst Seehofer, federführend organisiert vom Waldbesitzerverband, sowie die Ausstellungen im Hauptstaatsarchiv und in der Pinakothek der Moderne zu Forst und Jagd sowie zum Bauen mit Holz. Der Staatsempfang in der Münchner Residenz bildete einen würdigen Abschluss.
Nach solch einer Vielzahl an Aktivitäten gilt es aber auch innezuhalten und sich zu fragen: War das alles nur ein Strohfeuer oder haben wir etwas bewirkt? Messbar ist das natürlich nur schwer, aber wir sind überzeugt, dass sich in der Bevölkerung etwas bewegt hat. Der Wald ist wieder mehr ins Blickfeld gerückt. Den Menschen ist zunehmend bewusst, dass wir für den Wald Verantwortung übernehmen und uns um ihn kümmern müssen. Seine vielfältigen Funktionen, ob als Hort der Biodiversität, Lieferant von Trinkwasser und Sauerstoff, Erholungsgebiet oder Produzent des umweltfreundlichen Bau-, Werk- und Brennstoffs Holz, kann er nur erbringen, wenn er nachhaltig und naturnah bewirtschaftet wird.
Weitere Jahresberichte
Auch 2010 wurden die bayerischen Waldbesitzer mit vielfältigen Maßnahmen unterstützt, als Beispiele seien die finanzielle Förderung, die am Gemeinwohl orientierte Beratung und die Fortbildungen genannt. Die Wälder wurden – besonders auch Dank des Klimaprogramms Bayern 2020 – wieder ein gutes Stück fitter für den Klimawandel gemacht. Der Rohstoff Holz wurde bewusst in Szene gesetzt und seine Vorzüge der Öffentlichkeit mit dem Holzbaupreis und dem Schreinerwettbewerb präsentiert. Auch in der Waldpädagogik hat sich einiges getan. Der neue Waldpädagogische Leitfaden und mehrere Praxishefte geben Anleitung und Anregung für verschiedenste waldpädagogische Veranstaltungen. Waldbewirtschaftung und Forstwirtschaft konnten so weiter gestärkt werden.
Download: Jahresbericht 2010
Bayerische Waldbesitzer und Forstbetriebe sind wichtige Bestandteile der Urproduktion. Gleichzeitig erbringen sie vielfältige "kostenlose" Leistungen für die Gesellschaft. Wie andere Wirtschaftszweige sind sie auf wirtschaftliche Erfolge und Investitionen in die Zukunft angewiesen. Im Geschäftsmodell "Nachhaltige Forstwirtschaft" sind langfristig angelegte Investitionen nicht nur die Grundvoraussetzung für betriebliche Optimierungsprozesse, sondern auch eine unabdingbare Voraussetzung für eine anhaltende Leistungsfähigkeit der vielseitigen "Produktionsstätte Wald". Dies gilt auch und gerade in schwierigen wirtschaftlichen Situationen und in Zeiten klimatischer Änderungen.
Download: Jahresbericht 2009
Den Wäldern im Freistaat kommt angesichts des Klimawandels und knapper werdender Rohstoffe eine wichtige Rolle bei einer langfristigen und nachhaltigen Daseinsvorsorge für unsere bayerische Heimat zu. Gleichzeitig ist der Sektor Forst-, Holz- und Papierwirtschaft ein Wirtschaftsfaktor mit erheblicher Bedeutung, insbesondere für den ländlichen Raum. Das wird gerade angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen besonders deutlich. Damit das auch in Zukunft so bleibt, müssen wir die Wälder für die veränderten Klimabedingungen fit machen. Hierzu haben wir bereits 2007 den Waldumbau im Klimaprogramm Bayern 2020 der Bayerischen Staatsregierung verankert. Die begonnenen Maßnahmen waren bereits sehr erfolgreich. So konnte 2008 die Umbaufläche gegenüber dem Vorjahr um rund 70 Prozent gesteigert werden. Knapp 7.000 Hektar Wald wurden in laubholzreiche, zukunftsfähige Mischwälder umgewandelt.
Download: Jahresbericht 2008
Der Orkan Kyrill bildete den unheilvollen Höhepunkt der überdurchschnittlichen Wintersturmsaison 2006/07. Am Nachmittag und Abend des 18. Januar tobten in ganz Deutschland flächendeckend und lang anhaltend Windböen mit Spitzengeschwindigkeiten über 100 km/h. In weiten Teilen erreichten sie über 120 km/h. Die Schadensschwerpunkte lagen im Westen und der Mitte Deutschlands, aber auch in Bayern fielen 4 Millionen Festmeter Sturmholz an.
Während sich alle Beteiligten - Waldbesitzer, Unternehmer, holzverarbeitendes Gewerbe und nicht zuletzt die vielerorts koordinierenden und unterstützenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forstverwaltung – bemühten, das Schadholz zügig aus dem Wald zu bringen, machte sich bereits das nächste Witterungsextrem bemerkbar. Auf den milden und niederschlagsarmen Winter folgte ein trockenes Frühjahr. Verstärkt durch mancherorts noch nicht aufgearbeitetes Kyrill-Holz drohte eine Borkenkäfermassenvermehrung, landesweit herrschte eine ungewöhnlich hohe Waldbrandgefahr.
Download: Jahresbericht 2007
Die positive Entwicklung auf dem Holzmarkt hat im Jahr 2006 der Forstwirtschaft in Bayern wichtige Impulse gegeben. Mit steigenden Holzpreisen und einer immensen Nachfrage auf dem Energieholzsektor ist für die Waldbesitzer die Nutzung ihrer Wälder wieder attraktiv geworden. Und das war und ist auch dringend notwendig. Denn die Forstwirtschaft steht in den nächsten Jahrzehnten vor großen Herausforderungen. Eine der wichtigsten davon ist der Klimawandel.
Nach dem einhelligen Schluss der Experten wird sich der Klimawandel vor allem auf unsere Wälder gravierend auswirken. In Bayern trifft es besonders die flach wurzelnde Fichte. Auf über einer Million Hektar ist sie bisher der "Brotbaum" der bayerischen Waldbesitzer. Häufigere Stürme und großflächige Borkenkäferschäden führen zu Preisverfall und Qualitätseinbußen der Hölzer und letztlich zu Ertragsminderungen. Nach vorsichtigen Berechnungen liegen diese künftig bei bis zu 250 Millionen Euro pro Jahr. Noch dramatischer sieht die Situation im Gebirge aus. Hier geht es um den Erhalt, die Pflege und, wo nötig, die Sanierung der lebenswichtigen Schutzwälder.
Download: Jahresbericht 2006
Das Jahr 2005 war für die Forstwirtschaft in Bayern ein Jahr grundlegender Weichenstellungen. Zum 1. Juli ist die Forstverwaltungsreform in Kraft getreten, die umfassendste Reform, die die Forstverwaltung in ihrer über 250-jährigen Geschichte vollzogen hat.
Wir haben aus einer dreistufigen Verwaltung eine zweistufige gemacht, haben vier Forstdirektionen aufgelöst und haben den Staatswald einem eigenständigen Unternehmen mit landesweit 41 Betriebsstellen übertragen. Die 127 staatlichen Forstämter sind mit den Landwirtschaftsämtern zu 47 Ämtern für Landwirtschaft und Forsten verschmolzen. Das waren gravierende Änderungen, die dem Personal viel abverlangt haben. Gerade in der Startphase war eine Fülle von Aufgaben zu bewältigen. Alle Mitarbeiter waren gefordert sich grundlegenden organisatorischen Veränderungen zu stellen. In intensiven Workshops wurden bisherige Arbeitsabläufe analysiert und neue Strukturen und Prozesse festgelegt. Gesetze und Verordnungen mussten angepasst oder neu geschaffen werden, umfangreiche Anhörungs- und Abstimmungsverfahren waren mit engem Zeitplan zu bewältigen.
Download: Jahresbericht 2005
