Rohstoff Holz

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Immer aktuell informiert über die Pressemitteilungen des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF).

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Holzmarktbericht
Der aktuelle Rohholzmarkt in Bayern

Holzmarktbericht für das I. Quartal 2016

Wirtschaft / Konjunktur

Die Lage in der deutschen Wirtschaft trübte sich im vergangenen Quartal erneut ein.
Lediglich der Geschäftsklimaindex für das in der Forstwirtschaft wichtige Bauhauptgewerbe stieg bedingt durch eine rege Bautätigkeit und den relativ milden Temperaturen erneut. Diese positive Entwicklung ist im gesamten Holzgewerbe seit Beginn des Jahres 2016 zu erkennen.

Holz verarbeitende Industrie

Ein leichter Preisrückgang beim Nadelschnittholz, sowie Exporteinbußen wirkten sich im vergangenen Quartal negativ auf die Situation bei den Nadelholzsägern aus. Zusätzlich entsprachen die angelieferten Mengen nicht den Qualitätsanforderungen der Säger, so dass bei frischem Nadelrohholz Engpässe entstanden. Des Weiteren verschärfte eine schwierige Absatzmöglichkeit für Sägenebenprodukte die Situation zusätzlich.
Bei den Laubholzsägern war ein gutes Angebot zu verzeichnen und die allgemeine Geschäftslage als stabil einzuwerten.

Forstwirtschaft

Der Privatwald hält sich mit Frischholzeinschlag zurück, oftmals wurden restliche Sturmholzmengen oder Käferholz aufgearbeitet.
Vor allem im Süden und Osten Bayerns vermehrten sich Meldung über erhöhten Käferbefall aus allen Waldbesitzarten. Immer wieder kommt es nach dem trockenen und warmen Sommer und Herbst auch zu Trockenschäden in den Beständen.
Relativ hohe Niederschläge bei gleichzeitig milden Temperaturen sorgten in vielen Regionen Bayerns für stark durchnässte Böden und erschwerten eine Holzrückung.

Nadelstammholz

Holzpolter (Foto: LWF)

Holzpolter (Foto: LWF)

Die Nadelrundholzpreise haben sich im Laufe des I. Quartals im Vergleich zum Ende des Jahres 2015 wieder etwas erholt. Vor allem frisches Fichtenstammholz war gut nachgefragt und konnte auch im Hauptschadgebiet von Niklas im Preis nach oben zulegen.
Für frisches Fichtenrundholz in der Stärkeklasse 2b und Güteklasse B/C wurden Preise zwischen 84,00 € und 100,00 € pro Festmeter frei Waldstraße ausbezahlt. Für Käferholz wurden je nach Qualität und Abnehmer Abschläge von 10,00 € bis 15,00 € pro Festmeter erhoben, für verblaute Hölzer teilweise bis zu 20,00 €.
Die Preise beim Kiefernstammholz waren nach wie vor verhalten und veränderten sich im Vergleich zum Vorquartal nicht wesentlich. Für Kiefer Standardlänge (B/C, 2b) wurden 67,00 € bis 78,00 € pro Festmeter frei Wald ausbezahlt.
Douglasienholz wurde zu stabilen Preisen gut nachgefragt.

Laubstammholz

Die Nachfrage nach Laubstammholz war nach wie vor rege und die Preise blieben weitestgehend auf dem guten Niveau vom IV. Quartal 2015.
Für Buchenstammholz in der Güteklasse B (L4 bis L6) wurde zwischen 96,00 € bis 125,00 € pro Festmeter ausbezahlt. Für C-Qualitäten konnten bis zu 75,00 € pro Festmeter erzielt werden.
Eichstammholz in L B 4 wurde zwischen 320,00 € und knapp 400,00 € und L C bis 130,00 € pro Festmeter gehandelt.
Bei den zahlreich durchgeführten Wertholzsubmissionen waren die Angebotenen Mengen erneut stark nachgefragt, was sich in den Durchschnittspreisen für die einzelnen Baumarten widerspiegelte. Bei der von den Bayerischen Staatsforsten zum Ende des Quartals durchgeführten Eichen- und Buntlaubholz-Submission in Nordbayern konnte vor allem Eichenwertholz eine durchschnittliche Preissteigerung gegenüber dem Vorjahr von 6 % auf 621,00 € pro Festmeter verzeichnen.

Industrieholz

Beim Industrieholz war die Nachfrage im vergangenen Quartal verhalten. Bei neu abgeschlossenen Verträgen für Papierholz mussten Preiseinbußen von 1,00 € bis 2,00 € pro Raummeter in Kauf genommen werden, was einen Auszahlungspreis für die Waldbesitzer von 36,00 € bis 36,50 € für IS N bedeutete.
Die Situation beim Laubindustrieholz war ebenfalls angespannt. Die Angebotsmenge überstieg die Nachfrage, was auch hier Preisrücknamen zur Folge hatte. Für Buche IL wurden Preise zwischen 43,00 € und 47,00 € pro Festmeter frei Wald ausbezahlt.

Energieholz

Der niedrige Ölpreis und die milde Witterung in den letzten Monaten ließen die Preise für Energieholz unter Druck geraten.
Vor allem bei Pellets und Hackschnitzel waren leichte Preiskorrekturen nach unten zu beobachten.
Brennholz wurde von Privathaushalten insgesamt zurückhaltender nachgefragt, hingegen vor allem in stadtnahen Gebieten weiterhin zu stabilen Preisen abgenommen.

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