Rohstoff Holz

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Holzmarktbericht
Der aktuelle Rohholzmarkt in Bayern

Holzmarktbericht für das IV. Quartal 2016

Wirtschaft / Konjunktur

Die deutsche Wirtschaft setzte Ihren Höhenflug weiter fort. Laut ifo-Institut verbesserte sich die Lage bis zum Ende des Quartals und erreichte den höchsten Stand seit Februar 2012.
Der größte Anstieg ist weiterhin beim Bauhauptgewerbe zu verzeichnen. Sogar die deutlich kühlere Witterung ab der Mitte des IV. Quartals zeigte keine nachteilige Auswirkung auf die Geschäftslage.
Die weiterhin hervorragende Auftragslage am Bau beschert den Betrieben eine ähnlich günstige Situation wie kurz nach der deutschen Wiedervereinigung.

Holz verarbeitende Industrie

Die nadelholzverarbeitenden Sägewerke litten wie auch schon im III. Quartal unter den Absatzschwierigkeiten der Sägenebenprodukte. Außer leichteren Preiseinbußen bei der Verpackungsware, blieben die Preise für Nadelschnittholz weitestgehend stabil.
Aufgrund des rückläufigen Kalamitätsholzaufkommens wird frisches Fichtenrundholz rege nachgefragt. Eine ausreichende Versorgung mit Rundholz war jedoch gegeben.

Forstwirtschaft

Abschnitte von Holzstämmen liegen zu mehreren Stapeln zusammengelegt im Wald Zoombild vorhanden

Frisch geschlagenes Holz im Wald (Foto: Jan Böhm)

Das kühle und trockene Wetter ab der Mitte des Quartals sorgte in den meisten Gebieten Bayerns für ideale Bedingungen zur Holzernte. Im nördlichen Bayern konnte der bereits zum Ende August beginnende Laubholzeinschlag fortgeführt werden und eingeschlagenes Holz problemlos gerückt werden. Im südlichen Bayern war vor allem im Privatwald aufgrund der Niklas Mengen aus 2015 und des nachfolgenden Käferholzanfalles immer noch eine geringere Einschlagsaktivität im Frischholz zu beobachten.
Die von den Bayerischen Staatsforsten jährlich durchgeführte Nadelwertholz-Submission in Fichtelberg konnte wieder gute Ergebnisse erzielen. Die Preise legten bei den meisten Baumarten im Vergleich zum Vorjahr erneut zu. Der Durchschnittspreis von 198,00 € pro Festmeter lag ebenfalls über dem Vorjahrespreis und erreichte fast den Spitzenwert aus 2014.
Der Anteil an nichtverkauften Fichtenwerthölzern stieg im Vergleich zu 2015 an.

Nadelstammholz

Holzpolter (Foto: LWF)

Holzpolter (Foto: LWF)

Zu Beginn des Quartals wurden etliche Verträge mit einer Laufzeit bis zum Jahresende oder teilweise bis ins Frühjahr abgeschlossen. Vielerorts wurden die Preise weiter fortgeschrieben bzw. leicht angehoben. Die noch zu Beginn des Jahres höheren Fichtenpreise in Nordbayern konnten im Süden des Freistaates angeglichen werden und liegen teilweise wieder darüber.
Die Preise für Fichtenabschnitte (FL B/C, 2b) liegen zwischen 85,00 und 95,00 € pro Festmeter frei Waldstraße. Für Stammholz (ST 2b) in der Güte B können je nach Region wieder knapp bis 100,00 € pro Festmeter erzielt werden. Die Stärkeklassenabschläge für geringere Dimensionen blieben konstant bei 8,00 bis 10,00 € pro Festmeter. Die Abschläge für Käferholz wurden von einigen Abnehmern auf 18,00 € pro Festmeter erhöht.
Das D-Holzpreisniveau war weiterhin auf dem niedrigen Stand zwischen 50,00 (52,00) und 62,00 € pro Festmeter.
Die Nachfrage nach Kiefernholz war wie schon im Vorquartal aufgrund der verfügbaren Mengen an Käferholz verhalten. Die Auszahlungspreise für Abschnitte (FL B/C, 2b) variierten zwischen 68,00 und 73,00 € (75,00 €) pro Festmeter frei Wald.
Bei Douglasie und Lärche herrschte eine rege Nachfrage und es konnten Preise von über 100,00 € pro Festmeter (für gute B-Qualitäten sogar deutlich mehr) erzielt werden.

Laubstammholz

Holzstämme gestalpelt

Foto: Jan Böhm

Bei den Laubholzpreisen war im vergangenen Quartal wieder ein erneuter Anstieg zu spüren. Während es bei Buche lediglich zu minimalen Steigerungen kam, konnte die Eiche bei fast allen Stärke- und Güteklassen zulegen.

Die Preise für Buchenstammholz B in der 4. Stärkeklasse bewegten sich um die 100,00 € Marke (vereinzelt auch 110,00 bis 115,00 €).
Für Eiche L B 4 wurde zwischen 315,00 und 325,00 € (400,00 €) pro Festmeter angelegt und für L C 4 wurden bis 140,00 € pro Festmeter ausbezahlt.

Industrieholz

Die Situation am Industrieholzmarkt war auch im IV. Quartal 2016 äußerst angespannt. Anfang Oktober einigten sich die forstwirtschaftlichen Vereinigungen Niederbayern, Oberpfalz, Schwaben und Mittelfranken mit den Abnehmern aus der Papierindustrie auf eine Preisrücknahme beim Fichtenschleifholz (IS N) von 4,00 € pro Raummeter. Somit ergibt sich ab November 2016 - für eine Vertragsmenge von insgesamt rund 200.000 Raummeter und einer Laufzeit für ein Jahr - ein Auszahlungspreis von 32,50 € pro Raummeter frei Wald.
Die Preise für Buchenindustrieholz (IL) blieben wie auch im Vorquartal auf dem äußerst niedrigen Niveau von rund 40,00 € pro Festmeter.

Energieholz

Beim Energieholz war ein jahreszeitlich bedingter Anstieg der Preise zu beobachten. Verglichen mit den Jahren zuvor, sind die Preise aber weiterhin auf einem sehr niedrigen Stand.

Interpreten

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