Rohstoff Holz

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Holzmarktbericht
Der aktuelle Rohholzmarkt in Bayern

Holzmarktbericht für das erste Quartal 2018

Wirtschaft / Konjunktur

Die konjunkturelle Hochlage im Euroraum wirkte sich weiterhin positiv auf die Märkte aus. Auch wenn saisonbedingt der Ifo-Geschäftsklimaindex im Bauhauptgewerbe leicht gesunken ist, war die Lage der deutschen Wirtschaft im ersten Quartal des Jahres 2018 weiterhin äußerst gut zu bewerten.

Holz verarbeitende Industrie

Bedingt durch den konjunkturellen Aufschwung waren die Absatzmöglichkeiten der Sägewerke entsprechend gut. Bei fast allen Sortimenten kam es im Vergleich zum Vorquartal zu teilweise deutlichen Preiserhöhungen. Die größten Preissteigerungen - zum Teil im zweistelligen Prozentbereich - waren beim Verpackungsholz zu beobachten.

Die Versorgung der nadelholzverarbeitenden Betriebe mit Rundholz war noch zu Beginn des Quartals bedingt durch Witterung und Einschlagsaktivitäten zu gering. Das am 18. Januar wütende Orkantief "Friederike" mit knapp 10 Millionen Festmeter Sturmholz in ganz Deutschland und eine erhöhte Einschlagsaktivität ab der Mitte des Quartals änderten diese Situation. Die Sägewerke nutzten die guten Absatzmöglichkeiten und erhöhten den Einschnitt deutlich.

Forstwirtschaft

Abschnitte von Holzstämmen liegen zu mehreren Stapeln zusammengelegt im Wald Zoombild vorhanden

Frisch geschlagenes Holz im Wald (Foto: Jan Böhm)

Die milden Temperaturen im Dezember 2017 setzten sich im Januar 2018 weiter fort, was den Einschlag und vor allem die Rückung in vielen Regionen Bayerns deutlich erschwerte. Erst die anhaltende kalte Witterung zur Mitte des Quartals führte bei allen waldbesitzarten zu einer erhöhten Einschlagsaktivität.

Bein der von den Bayerischen Staatsforsten durchgeführten Nadelwertholzversteigerung in Litzendorf erzielten die rund 990 Festmeter angebotenen Fichten-, Kiefer-, Lärchen- und Douglasienstämme im Schnitt einen Preis von 220,00 € pro Festmeter, was eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von knapp 18 Prozent bedeutet.

Die in ganz Bayern von allen Waldbesitzarten veranstalteten Wertholzsubmissionen erfreuten sich einer regen Nachfrage und konnten die Preisrahmen der letzten Jahre weitestgehend halten.

Nadelstammholz

Holzpolter (Foto: LWF)

Holzpolter (Foto: LWF)

Die schlechte Versorgungslage der Säger ganz zu Beginn des Jahres wirkte sich spürbar auf den Frischholzpreis aus, was zu teilweise deutlichen Preissteigerungen führte. Dieser Anstieg wurde bedingt durch das hohe Angebot zum Ende des Quartals etwas gedämpft. Der gesteigerte Einschlag bei allen Waldbesitzarten und die Versorgung einzelner Großsägewerke durch Sturmholz aus anderen Bundesländern führten zu einem Überangebot. Viele Sägewerke reglementierten die Anlieferungen, was vielerorts zu einem schleppenden Holzabfluss und zum Anstieg der Waldlager führte.

In den meisten Fällen konnten Fichtenabschnitte (FL B/C, 2b) auf bestehende Verträge aus dem Vorquartal zwischen 86,00 und 95,00 € (vereinzelt bis 99,00 €) pro Festmeter frei Waldstraße vermarktet werden. Für Stammholz (ST 2b) der Güteklasse B konnten bei einem C-Holzabschlag von rund 10,00 € pro Festmeter bis zu 3,00 bis 4,00 € pro Festmeter mehr erzielt werden. Die Stärkeklassenabschläge für geringere Dimensionen mit 8,00 bis 12,00 € pro Festmeter und die Abschläge für Käferholz im Mittel mit 17,00 bis 20,00 € pro Festmeter blieben in etwa gleich.

Für D-Holz in allen Stärkeklassen wurde zwischen 54,00 und 65,00 € pro Festmeter angelegt.

Kiefernabschnitte (FL B/C, 2b) wurden zwischen 66,00 und vereinzelt 78,00 € pro Festmeter frei Waldstraße vermarktet.

Laubstammholz

Holzstämme gestalpelt

Foto: Jan Böhm

Aufgrund der feuchten Witterung im Januar konnten viele Abnehmer zu Beginn des Quartals nicht ausreichend mit Buchen- und Eichenrundholz versorgt werden. Erst im Februar konnten die eingeschlagenen Stämme gerückt und in die Sägewerke gefahren werden.

Während in Unterfranken für Buchenstammholz B in der 4. bis 6. Stärkeklasse zwischen 110,00 und 125,00 € pro Festmeter frei Wald ausbezahlt wurde, lagen die Preise im südlichen Bayern deutlich darunter. C-Holz in der gleichen Stärkeklasse wurde zwischen 68,00 und 76,00 € gehandelt.

Bei Eichenrundholz B in der 4. bis 6. Stärkeklasse blieben die Preise zwischen 340,00 und 450,00 € pro Festmeter weiterhin auf einem sehr guten Niveau. C-Qualitäten (4. bis 6. Stärkeklasse) erzielten bis zu 180,00 €.

Industrieholz

Papierholz (IS N) aus dem Privatwald wurde vielerorts auf bestehende Verträge aus dem Vorquartal zu den bekannten Konditionen von 33,50 € pro Raummeter frei Waldstraße geliefert. FK-Qualitäten erzielten zwischen 20,00 und 23,00 € pro Raummeter frei Waldstraße.

Energieholz

Witterungsbedingt war beim Energieholz im Verlauf des Jahres ein stetiger Anstieg zu verspüren.

Die Preise für Holzpellets legten kontinuierlich zu und erreichten zum Ende des Quartals in Süddeutschland knapp 255,00 € pro Tonne.

Bei Waldhackschnitzeln war eine relativ große Preisspanne von 75,00 € pro t-atro (Tonne absolut trocken) bis über 90,00 € pro t-atro zu beobachten.

Interpreten

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