Rohstoff Holz

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Holzmarktbericht
Der aktuelle Rohholzmarkt in Bayern

Holzmarktbericht für das I. Quartal 2017

Wirtschaft / Konjunktur

Die deutsche Wirtschaft konnte ihren Höhenflug fortsetzen und erreichte den höchsten Stand seit 2011.
Die Konjunktur im Holzgewerbe schwächte sich im Vergleich zum Jahresende 2016 leicht ab.
Der Stand des Ifo-Geschäftsklimaindex des Bauhauptgewerbes war aber aufgrund des guten Ausgangsniveaus weiterhin hoch.
Außer bei den Spanplattenherstellern waren in allen Bereichen des Holzgewerbes leichte Einbußen zu verspüren.

Holz verarbeitende Industrie

Gleichbleibende bzw. teilweise leichte Preiserhöhungen beim Schnittholz und eine ausreichende Versorgung mit Rundholz sorgten bei den nadelholzverarbeitenden Sägewerken für eine gute wirtschaftliche Lage. Die schwierige Situation beim Absatz von Sägenebenprodukten entspannte sich aufgrund der niedrigen Temperaturen zu Beginn des Quartals.

Forstwirtschaft

Abschnitte von Holzstämmen liegen zu mehreren Stapeln zusammengelegt im Wald Zoombild vorhanden

Frisch geschlagenes Holz im Wald (Foto: Jan Böhm)

Trotz der idealen Bedingungen mit dauerhaft gefrorenen Böden zu Beginn des Quartals war die Einschlagtätigkeit im Privatwald eher verhalten. Im südlichen Bayern beschränkte sich der Einschlag häufig auf Käferholzaufarbeitung, was zu einer regen Nachfrage nach Frischholz in diesen Regionen führte.

Die Einschlagtätigkeit im Laubholz wurde im Laufe des Quartals weitgehend abgeschlossen.

Bei den zahlreichen Wertholzsubmissionen zu Beginn des Quartals wurden erneut Spitzenergebnisse für gute Qualitäten geboten. Vor allem der positiv anhaltende Aufwärtstrend beim Eichenholz konnte fortgesetzt werden.

Nadelstammholz

Holzpolter (Foto: LWF)

Holzpolter (Foto: LWF)

Die meisten Verträge haben eine Laufzeit bis zum Quartalsende oder darüber hinaus, was zu keinen wesentlichen Veränderungen im Vergleich zum IV. Quartal 2016 führte.

Aufgrund des verhaltenen Einschlags - vor allem im Privatwald – gab es eine starke Nachfrage nach frischem Fichtenholz. Fichtenabschnitte in der Stärkeklasse 2b und Güte B/C hatten über alle Waldbesitzarten hinweg ein Preisniveau zwischen 86,00 und 95,00 Euro pro Festmeter frei Waldstraße. Für Fichtenstammholz in Güte B wurden vielerorts wieder bis zu 100,00 Euro ausbezahlt, wobei die Nachfrage im Vergleich zu den Vormonaten bayernweit deutlich gesunken ist.

Bei den Käferholzabschlägen waren ebenfalls starke Preisunterschiede zwischen 12,00 und 20,00 Euro pro Festmeter zu verzeichnen.

Douglasien- und Lärchenlangholz in B-Qualität wurde mit bis zu 115,00 Euro pro Festmeter gehandelt.
Beim Kiefernholz herrschte nach wie vor eine verhaltene Nachfrage, was sich im Preisbild für Abschnitte (FL B/C, 2b) zwischen 68,00 und 73,00 Euro pro Festmeter frei Wald widerspiegelte.

D-Holz wurde zwischen 50,00 und 60,00 Euro pro Festmeter über alle Stärkeklassen verkauft.

Laubstammholz

Holzstämme gestalpelt

Foto: Jan Böhm

Beim Buchenstammholz B in der 4. bis 6. Stärkeklasse waren Preisunterschiede zwischen Nord- und Südbayern zu beobachten. Während in Unterfranken zwischen 100,00 bis knapp 130,00 Euro gezahlt wurde, war die Preisspanne in Südbayern bei 80,00 bis 105,00 Euro. Für C-Qualitäten in den gleichen Stärkeklassen wurden zwischen 65,00 und 78,00 Euro ausbezahlt.

Die Nachfrage beim Eichenstammholz war nach wie vor ungebremst. Für Eiche LB 4 - 6 wurden teilweise bis knapp 400,00 Euro (vereinzelt 450,00 Euro) und für C-Qualitäten zwischen 125,00 und 150,00 Euro gezahlt.

Industrieholz

Am Industrieholzmarkt waren auch im I. Quartal 2017 keine wesentlichen Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr zu verspüren.
Im Privatwald galt für Fichtenschleifholz (IS N) weiter der im Oktober 2016 verhandelte Auszahlungspreis von 32,50 Euro pro Raummeter frei Waldstraße. Für schlechtere Qualitäten (IS FK) wurden nur noch knapp über 20,00 Euro ausbezahlt.
Beim Buchenindustrieholz (IL) konnten die Preise von unter 40,00 Euro pro Festmeter zu Beginn des Quartals leicht angehoben werden und erreichten in der Spitze wieder über 45,00 Euro.

Energieholz

Die anhaltend niedrigen Temperaturen im Januar und Februar konnte den bis dahin verhaltenen Markt für Energieholz leicht beleben. Vor allem in den Ballungsräumen stiegen die Preise für ofenfertiges Brennholz an.
Für Hackschnitzel aus Waldrestholz reichte die Preisspanne von knapp unter 70,00 Euro bis 76,00 Euro pro Tonne atro frei Werk.
Am Pelletmarkt war ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen, was Preiserhöhungen im unteren einstelligen Prozentbereich zur Folge hatte.

Interpreten

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