Rohstoff Holz

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Holzmarktbericht
Der aktuelle Rohholzmarkt in Bayern

Holzmarktbericht für das II. Quartal 2017

Wirtschaft / Konjunktur

Die Gesamtsituation der deutschen Wirtschaft war auch im II. Quartal 2017 äußerst positiv einzuwerten. Der ifo-Geschäftsklimaindex der gewerblichen Wirtschaft stieg gegenüber dem Vorquartal erneut und erreichte einen neuen Spitzenwert.
Lediglich im Bauhauptgewerbe wurde der Index leicht nach unten korrigiert. Der hohe Bedarf an Wohnraum und der damit verbundene Wohnungsneubau sorgten aber weiterhin für eine sehr gute Lage des Geschäftsbereichs.

Holz verarbeitende Industrie

Die Situation der Nadelholsägewerke war aufgrund der kontinuierlich steigenden Preise beim Nadelschnittholz als äußerst positiv zu beurteilen.
Die produzierte Ware erzielte im Durchschnitt die höchsten Werte der letzten Jahre.
Bei den Laubholz verarbeitenden Betrieben war trotz der erneut gestiegenen Preise für den Seetransport eine positive Stimmung zu spüren. Die stetig rege Nachfrage nach Eichen– aber auch Buchenschnittholz bei leicht steigenden Preisen, sorgte bei vielen Betrieben für einen erhöhten Einschnitt.

Forstwirtschaft

Abschnitte von Holzstämmen liegen zu mehreren Stapeln zusammengelegt im Wald Zoombild vorhanden

Frisch geschlagenes Holz im Wald (Foto: Jan Böhm)

Der Privatwald agierte mit Frischholzeinschlägen weitestgehend zurückhaltend. Die Einschlagstätigkeiten beschränkten sich regional oftmals auf die vom Borkenkäfer befallenen Bäume.
Die trockene Witterung und die warmen Temperaturen zu Beginn des Quartals begünstigten die Entwicklung des Borkenkäfers. Die von der Bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft (LWF) betreuten Pheromon-Fallen wiesen im gesamten Quartal in einigen Regionen sehr hohe Fangzahlen auf. Ab Mai häuften sich zudem die Meldungen über akuten Stehendbefall in der südlichen Oberpfalz, sowie in Ober- und Niederbayern.

Nadelstammholz

Holzpolter (Foto: LWF)

Holzpolter (Foto: LWF)

Zum Beginn des Quartals bewegten sich die Preise für Fichtenabschnitte über alle Waldbesitzarten hinweg in der Stärkeklasse 2b und Güte B/C zwischen 87 und 98 Euro pro Festmeter frei Waldstraße. Im Laufe des Quartals nivellierten sich die Preise auf 90 bis 98 Euro. Die Nachfrage nach Fichtenstammholz war teilweise etwas verhalten. Der Auszahlungspreis für Fichte ST 2b+ in der Güte B konnte die 100 Euro-Marke aus dem Vorquartal wieder vereinzelt erreichen.

Die Abschläge für Käferholz blieben mit 10 bis 20 Euro pro Festmeter auf dem gleichen Niveau wie zu Beginn des Jahres.

Der Stärkeklassenabschlag für schwächere Dimensionen bewegte sich zwischen 8 bis 10 Euro.

Die Nachfrage nach Kiefernstammholz nahm gegenüber dem Vorquartal etwas zu, was für Abschnitte (FL B/C, 2b) eine moderate Preiserhöhung auf 68 bis 75 Euro frei Waldstraße bedeutete.
Für D-Holz in allen Stärkeklassen wurden 60 bis 70 Euro pro Festmeter frei Wald angelegt.

Laubstammholz

Holzstämme gestalpelt

Foto: Jan Böhm

Der Einschlag und die Vermarktung für Laubhölzer wurde im Laufe des II. Quartals abgeschlossen.

Industrieholz

Die Vermarktungssituation beim Industrieholz ist nach wie vor angespannt. Im Privat- und Kommunalwald wurde Fichtenschleifholz (IS N) weiterhin zu den gültigen Konditionen von 32,50 Euro pro Raummeter frei Waldstraße Auszahlungspreis gehandelt. FK-Qualitäten erzielten teilweise nur noch knapp über 20 Euro.

Interpreten

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