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Rohstoff Holz

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Holzbaupreis Bayern 2014
Holz - Baustoff der Zukunft

Titel der Broschüre "Holzbaupreis Bayern 2014" (Foto: Katrin Heyer).
Am 22. Januar 2015 prämierte Staatsminister Helmut Brunner die von der fünfköpfigen Jury für den Holzbaupreis 2014 ausgewählten Holzbauten. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Messe BAU 2015 in München statt.


Der Holzbaupreis wird alle vier Jahre gemeinsam vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, dem Landesbeirat Holz Bayern e.V. und proHolz Bayern ausgelobt. Er wurde in diesem Jahr bereits zum neunten Mal verliehen.

Holz ist ein Baustoff mit langer Vergangenheit und vielversprechender Zukunft. Er ist nicht nur groß in Mode, sondern leistet mit seiner hervorragenden Ökobilanz auch einen wichtigen Beitrag für die Herausforderungen dieses Jahrhunderts. Durch nachhaltige und naturnahe Forstwirtschaft zur Verfügung gestellt, ist die Holzverwendung aktiver Klimaschutz.

Für den Wettbewerb wurden insgesamt 248 Beiträge eingereicht. Laut Staatsminister Helmut Brunner belegt diese Rekordteilnahme deutlich, dass Holz den unterschiedlichsten Anforderungen der Bauherren sprichwörtlich "bestens gewachsen" ist.

Preisverleihung am 22. Januar 2015

Gruppenfoto: Preisträger mit Urkunden und Staatsminister Helmut Brunner

Preisverleihung durch Staatsminister Helmut Brunner

Im Rahmen der Messe BAU 2015 wurden die Preise für die besten Beiträge verliehen.

Forstminister Helmut Brunner und Alexander Kirst, Vorsitzender des Landesbeirats Holz, gratulierten den Preisträgern.

Pressemitteilung vom 23.01.2015

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Innovative Lösungen mit Holz

Die prämierten Projekte

Holzbau mit Flachdach und riesiger, erleuchteter Fensterfront mit geöffneten Türen.

Foto: Michael Heinrich

Holzbau hat viele Gesichter. Ob neuer Ausstellungsraum einer Schnitzschule, ein Kuhstall oder ein Bauwagen für die Kinder eines Waldkindergartens - die Lösungen mit Holz sind ebenso kreativ wie innovativ.

Durch die positiven Entwicklungen der Technik in den letzten Jahren bieten sich Bauherren und Architekten völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten. Sowohl beim Neubau als auch bei der Sanierung älterer Gebäude.

Die eingereichten Projekte bieten einen guten Einblick in die Vielfalt des Holzbaus.

Preise

Haus des Briefträgers, Umbau eines Bauernhauses

Altes Bauernhaus am Hang.Zoombild vorhanden

Foto: Florian Holzherr

Es ist sicher ein Haus, dessen Qualitäten man erst auf den zweiten Blick wahrnimmt: Unspektakulär steht der Umbau eines 150 Jahre alten Hauses am Hang. Die Architekten nehmen dabei ganz selbstverständlich Elemente anonymer Architektur der Region auf, ohne diese zu zelebrieren. Dennoch entsteht dabei ein Haus, das über Räume hoher Qualität verfügt: Die als Wintergarten umgenutzte Tenne, die hohen Wohnräume, die unter Ausnutzung des Dachraumes ermöglicht wurden oder den zentralen Fletz, der alle Bereiche des Hauses miteinander verknüpft. Vor uns steht ein Haus, das im Hinblick auf den Umgang mit dem Kontext, dem Umgang mit dem Bestandsgebäude und seiner Nutzung kaum angemessener sein könnte.

Schnitzschule Oberammergau, Ausstellungspavillon

Holzbau mit Flachdach und riesiger, erleuchteter Fensterfront mit geöffneten Türen.Zoombild vorhanden

Foto: Michael Heinrich

Der maßvollen Erweiterung der Schnitzschule Oberammergau gelingt es vorbildhaft im dörflichen Kontext zeitgemäße Architektur in Einklang mit gewachsenen historischen Strukturen zu setzen. Bewusst "anders" in Konstruktion und Bautypologie entwickelt, formt der sensibel in Grundriss und Höhenentwicklung modellierte Flachbau ein neues Ensemble mit dem Bestand. Die nach außen gesetzte Konstruktion rhythmisiert wohltuend die Fassaden und erlaubt sehr differenzierte Öffnungen und Durchlässe in stimmiger Fügung mit den Innenräumen. Gleichsam schaffen die silbrig lasierten Oberflächen eine zurückgenommene Selbstverständlichkeit im Ausdruck, die ein hohes Maß an Verständnis für Angemessenheit dokumentiert.

Haus der Berge, Informations- und Bildungszentrum

Außenansicht „Haus der Berge“ mit großer Fensterfront.Zoombild vorhanden

Foto: Michael Jungblut

Materialgerechtes Bauen: Im Haus der Berge in Berchtesgaden – bestehend aus Ausstellungsgebäude und Umweltbildungszentrum – ist diese Prämisse beispielgebend verwirklicht worden. Fels, Eis und Wald sowie die geologischen Formen des Hochgebirges finden sich – in Architektur und Baumaterialien übersetzt – in und an den Gebäuden in einer ausgewogenen und konstruktiv sorgfältig durchgearbeiteten Kombination wieder. So ist das Haus der Berge ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Holz zeitlos und modern und ein gleichberechtigter Partner im Kanon der Baumaterialien ist.

Sonderpreise

Ziegenstall

Rechteckiger Holzbau aus Kanthölzern. Drei Ziegen stehen davor, eine liegt im Eingang.Zoombild vorhanden

Foto: Michael Kühnlein

So einfach geht es also auch: Gestapelt aus Fichtenkanthölzern nur eines Querschnittes ist der Ziegenstall ein wunderbares Beispiel dafür, dass auch Bauten für die Landwirtschaft gut in die Landschaft integriert sein können. Vor allem wünscht man sich, dass der Stall vielen ein Vorbild ist, wie man ohne aufwändige Planung und Ausführung mit einer klugen Neuinterpretierung des traditionellen Blockbaus einfache Bauaufgaben auch jenseits der Baumarktästhetik umsetzen kann.

Hühner-Haus Alte Schmiede

Frontansicht der Holzhütte mit schmaler Holztür im Winter. Rechts davor liegt ein Holzstoß.Zoombild vorhanden

Foto: Max Otto Zitzelsberger

Ein Hühner-Haus als Beitrag zum Holzbaupreis – eine Idee, die ein kleines Schmunzeln erzeugt. Nicht ein paar Bretter, schnell zusammengenagelt, sondern kantige Holzabschnitte, „Steine“ aus Holz, sorgfältig aufeinander geschichtet: Große Architektur in ganz kleinem Maßstab.

Anerkennungen

Kinderhaus „Familienzentrum im Steinpark“

Seitenansicht des Holzbaus. Davor fährt ein Kind mit einem Kettcar einen Weg neben einem Spielplatz entlang.Zoombild vorhanden

Foto: nbundm*

Das Projekt überzeugt zunächst durch seine städtebauliche Setzung und die dadurch entstehenden differenzierenden Freiräume. Die räumlichen Qualitäten setzen sich auch im Inneren fort: Ein großzügiger Eingangs- und Aufenthaltsbereich verbindet die einzelnen Baukörper, in denen sich wiederum feindifferenzierte Räume befinden, miteinander. Das Material Holz bestimmt das Erscheinungsbild des Hauses, drängt sich jedoch nicht in den Vordergrund. Die Präzision der Details rundet das stimmige Erscheinungsbild ab.

Gamsei, München

Innenansicht einer komplett aus Holz und gestalteten Kneipe. Von der Decke hängen und in den Regalen stehen Flaschen.Zoombild vorhanden

Foto: Jann Averwerser

Der Innenausbau aus Holz schafft den ruhigen Hintergrund, der die vielen Gegenstände, die ein Wirtshaus braucht, in eine Ordnung bringt. Mit klaren Linien und Oberflächen, sorgfältig
geplanten und gearbeiteten Details entstand eine beispielgebende Inneneinrichtung.

Geschosswohnbau 1958, Modellerneuerung in Holz

Seitenansicht eines dreistöckigen grauroten Holzbaus mit grünen Balkonen mit Bäumen und Spielplatz davor.Zoombild vorhanden

Foto: Stefan Müller-Naumann

Die Verwendung des Baustoffes Holz für die energetische Modernisierung und die Aufstockungen von „Schlichtwohnungsbauten“ aus den 50er Jahren entwickelt selbstbewusst eine neue beispielgebende Architektur. Die deutliche Qualitätssteigerung für die Wohnungen und die maßvolle Steigerung der Nutzungsdichte stellen eine gelungene Antwort auf die aktuellen Fragen in wachsenden Städten dar.

Energieeffizienter Wohnungsbau, Modellvorhaben e%

Seitenansicht eines mehrstöckigen, asymmetrisch wirkenden Holzbaus. Davor sind auf einem Parkplatz drei Autos abgestellt.Zoombild vorhanden

Foto: Sebastian Schels

Die konsequent mit Holzbauteilen entwickelte Wohnanlage überzeugt durch ihre präzise städtebauliche Struktur und die qualitätsvolle Detailbearbeitung. Die technischen Möglichkeiten und das Leistungsspektrum des Werkstoffes Holz kommen vorbildhaft zum Einsatz. Die klar rhythmisierte Fassadengestaltung wird durch die Verwendung einer hinterlüfteten Verschalung aus vergrauter Weißtanne atmosphärisch gestärkt. Dieser energieeffiziente Wohnungsbau überzeugt durch seine stimmigen Innen- und Außenraumqualitäten.

Kuhstall am Hang

Innenansicht eines Kuhstalls mit offenem Dachstuhl. Kühe stehen in einer großen Box.Zoombild vorhanden

Foto: Stefan Bauer

Die gelungene Einbindung dieses großen Kuhstalls in die Landschaft, die funktionelle, zeitgemäße Aufstallungsform und die solide, statisch und bauphysikalisch einwandfreie Zimmermannskonstruktion stellen ein nachahmenswertes Beispiel für landwirtschaftliche Zweckbauten dar.

Bauwagen Naturkindergarten Haidhausen e.V.

Grauer Bauwagen mit kleiner Treppe und zwei Fenstern umgeben von Bäumen im Wald.Zoombild vorhanden

Foto: Markus Sowa

Idee, Planung und Durchführung dieses Bauobjektes ergeben nicht nur eine, wie beschrieben, „Notunterkunft“ für die Kinder eines Waldkindergartens, sondern sind ein nachahmenswertes Beispiel. Die Kombination von einfachen holzbasierten Grundmaterialien mit günstigen Industriefertigteilen ergibt eine liebens- und erlebenswerte Unterkunft für Kinder.

Engere Wahl

Seitenansicht eines langen zweistöckigen, Holzgebäudes mit zwei symmetrischen Fensterfronten.

Finanzamt Garmisch-Partenkirchen
(Foto: Michael Heinrich)

Nachtaufnahme des symmetrischen, extravaganten Holzbaus mit hell erleuchteten Fenstern.

Erweiterungsbau des Oskar-Maria-Graf-Gymnasiums
(Foto: Sebastian Schels)

Würfelförmiger Holzbau. Der rot gestrichene Treppenaufgang wird von locker angeordneten Kanthölzern verdeckt.

Apostelin-Junia-Kirche
(Foto: Eckhart Matthäus)

Holzstadel umgeben von grünen Bäumen und Hecken. Im Hintergrund eine Kirche.

Sanierung historischer Stadl
(Foto: The Pk.Odessa)

Giebelansicht des bumerangförmigen Holzbaus. Im Erdgeschoss ist eine Fensterfront zu sehen.

Weingut Schmidt am Bodensee
(Foto: Elmar Ludescher)

Seitenansicht eines Holzhauses mit großen erleuchteten Fenstern im Winter mit Baum im Vordergrund.

traditionell modern bauen
(Foto: Arc Architekten Partnerschaft)

Seitenansicht eines geradlinigen, weißen Mehrfamilienhauses mit großer Auffahrt und Zaun davor.

Mehrfamilienhaus als Holzmassivbau
(Foto: Erich Spahn)

Blick von außen auf die Fensterfront des würfelförmigen Holzbaus umgeben von Wald.

Panoramasaal Walderlebniszentrum Grünwald
(Foto: Andreas Kagerbauer)

Zwei zweistöckige Holzbauten mit roten Teilelementen. Davor ein Garten und eine Auffahrt.

Kinderhaus Unterföhring
(Foto: Thomas Zwillinger)

Langgezogener Holzbau mit verschiedenen Ebenen bei Nacht mit großen erleuchteten Fenstern und Wiese davor.

Steigerwald-Zentrum – Nachhaltigkeit erleben
(Foto: Katrin Heyer)

Seitenansicht eines dunkelgrauen, quaderförmigen Holzbaus.

Interims Audimax, TUM Campus Garching
(Foto: Henning Köpke)

Frontale Nachtfotographie eines Holzbaus mit zwei spitzen Dächern und hell erleuchteten Fenstern.

Pfarrzentrum Sankt Stephan
(Foto: Sebastian Schels)

Schwarz-Weiß-Fotografie eines quaderförmigen, schwarzen Holzbaus mit großer Fensterfront.

Atelier Holzherr
(Foto: Florian Holzherr)