Rohstoff Holz

Einzigartige Eigenschaften und Ökobilanz
Bauen und Gestalten mit Holz

Wussten Sie schon, dass die ältesten noch stehenden Fachwerkhäuser in Deutschland fast 700 Jahre alt sind?
Holz hat gegenüber anderen Rohstoffen nicht nur eine beispielhafte Ökobilanz, sondern es hat auch einzigartige Eigenschaften als Bau- und Werkstoff. Bei sehr guter Tragfähigkeit und Wärmedämmung ist es ein verhältnismäßig leichter Baustoff.

Gartenmöbel aus Holz (Bild: Campomalo, pixelio.de)Zoombild vorhanden

Gartenmöbel aus Holz
(© Campomalo/pixelio.de)

Holz ist einer der aktuellsten Möbelwerkstoffe überhaupt. Es überzeugt durch seine tollen Materialeigenschaften, seine leichte Bearbeitbarkeit und seine Vielseitigkeit. Praktisch jedes Möbelstück läßt sich aus Holz fertigen: Schränke, Tische, Stühle, Sideboards, Betten, Truhen, Sofas oder Sessel.

Holz bleibt immer ein Stück Natur, ob industriell oder vom Schreiner in alter Handwerkstradition verarbeitet. Herausragend ist die Individualität, mit der Holz immer wieder besticht. Denn jedes Möbelstück aus Holz bewahrt die Unverwechselbarkeit und die Eigenständigkeit des Baumes im Wald, der die Rohstoffquelle hierfür ist. Die Zahl der Holzarten, die in unseren heimischen Wäldern wachsen und den begehrten Rohstoff für jeden denkbaren Möbelwunsch liefern ist lang: Ahorn, Buche, Birke, Birnbaum, Eiche, Elsbeere, Esche, Erle, Fichte, Kiefer, Kirschbaum, Lärche, Nußbaum, Rüster und viele, viele mehr.

Designer, Möbelbauer und Schreiner heben in allen Stilrichtungen und Materialkombinationen die Schönheit und den ästhetischen Reiz von Holz hervor und schaffen so Möbel für ein natürliches und faszinierendes Ambiente.

Schreinerpreis

Jedes Jahr veranstaltet das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zusammen mit dem Fachverband Schreinerhandwerk Bayern auf der Messe "Heim + Handwerk" einen thematischen Wettbewerb für die Innungsschreiner. Ziel des Wettbewerbs ist es, durch eindrucksvolle Möbelstücke die Leistungs- und Innovationsfähigkeit des bayerischen Schreinerhandwerks und die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von heimischem Holz zu zeigen.
Almhütte aus Holz Zoombild vorhanden

Almhütte in Holzbauweise
(© Jan Böhm)

Der weit überwiegende Teil des in bayerischen Wäldern produzierten Holzes wird im Hausbau verwendet. Bauen mit Holz liegt in Bayern somit nach wie vor voll im Trend. Wegen seiner hervorragenden Ökobilanz ist Holz der Baustoff schlechthin. Bin Kubikmeter Holz entzieht beim Wachsen der Atmosphäre eine Tonne des Treibhausgases Kohlendioxid. Wer daher ein Holzhaus baut, leistet durch die Festlegung des CO2 einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

In Holzhäusern herrscht ein behagliches Wohnklima, das die Gesundheit fördert. Holz kann nämlich Luftfeuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Dadurch wird es auf der einen Seite nie "staubtrocken" und auf der anderen Seite nie unangenehm klamm. Das gute Wohnklima herrscht sogar vom Einzug an, denn ein Holzhaus muss niemals "trockengeheizt" werden.

Alte Holzhäuser erinnern daran, dass Holzschutz jahrhundertelang ohne Chemie, einfach durch intelligente Konstruktion bestens funktioniert hat. Konstruktiven Holzschutz nennt man das.
Das Prinzip ist denkbar einfach: Man trocknet das Holz und entzieht dadurch Insekten und Pilzen die Lebensgrundlage. Durch technische und konstruktive Maßnahmen, wie z.B. einen großen Dachüberstand bleibt das Holz trocken. So ist eine chemische Holzbehandlung oder eine "Versiegelung" nicht erforderlich. Der nachwachsende Universalbaustoff Holz ist unglaublich vielseitig. Gerade auch für tragende Konstruktionen und im Ausbaubereich ist Holz als Baustoff prädestiniert.
Vom Blockhaus aus massivem Holz bis zum filigranen Holzskelettbau gibt es viele Spielarten beim Bau von Holzhäusern.

Hausfassaden aus Holz

Richtig verwendet und eingesetzt ist Holz ein Baustoff mit äußerst langer Lebensdauer. Selbst dort, wo Holz Wind und Wetter ausgesetzt ist, ist kein chemischer Holzschutz notwendig. Voraussetzung dafür ist jedoch die Verwendung von dauerhaften Holzarten wie Lärche und Douglasie und ein richtiger konstruktiver Holzschutz. Ob Farbe oder keine Farbe an der Fassade eines Hauses, ist keine Frage der Haltbarkeit, sondern eine Frage des persönlichen Stils.

Treppen aus Holz

Holz im Innenausbau wirkt warm, schafft ein behagliches Ambiente, "atmet" und schafft gute Luftqualität. Treppen aus Holz besitzen die Qualität eines Möbelstückes. Sie können vom Tischler in jede Form gebracht werden, sind hohen Belastungen gewachsen und besonders einfach zu pflegen. Holztreppen können aus Massivholz oder aus Holzverbundwerkstoffen hergestellt werden. Die klassischen Hölzer für die Stufen sind Buche und Eiche.

Holzböden

Holzböden sind angenehm warm, binden keinen Staub und sind trittelastisch.

Sie können Holz als Dielen, Parkett oder Holzpflaster verlegen:

  • Dielen sind mit Nut und Feder versehene Massivhölzer aus Fichte, Tanne, Buche, Lärche und Kiefer.
  • Parkett besteht aus Stäben, Riemen oder Tafeln und wird überwiegend in den Holzarten Eiche, Buche, Kiefer, Esche und Ahorn angeboten.
  • Holzpflaster besteht aus einzelnen scharfkantig geschnittenen Holzklötzen.

Türen und Fenster aus Holz

Türen und Fenster sind die Visitenkarte von jedem Haus. Sie benötigen zur Herstellung Rohstoffe und Energie und belasten dadurch - wie jede andere Produktion - die Umwelt. Vergleicht man jedoch Türen und Fenster aus unterschiedlichen Materialien hinsichtlich ihrer Umweltwirkungen, so schneidet das Holz, wie am Beispiel des Treibhauseffektes zu sehen ist, besonders gut ab. Es hat eine vergleichsweise positive Ökobilanz. Ähnlich gute Werte erreichen Fenster aus PVC oder Metallen nur dann, wenn alle bislang nur theoretisch möglichen aber technisch (noch) nicht umsetzbaren Recyclingpotentiale mitberücksichtigt werden. Türen und Fenster aus Holz entsprechen ohne weiteres dem heutigen Standard in Bezug auf Dichtigkeit, Wärme-, Schall- und Einbruchschutz.

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